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Der Hexenclub (1996)

Als Sarah mit ihrem Vater nach Los Angeles zieht, fühlt sich die Jugendliche dort zunächst etwas einsam. Doch bald schon lernt sie an ihrer neuen High-School Nancy, Bonnie und Rochelle kennen. Die drei Außenseiterinnen sind als Hexen verschrien, weil sie sich mit Okkultismus beschäftigen. Die medial begabte Sarah bildet nun das vierte Mitglied und vervollständigt den Hexenzirkel. Es stellt sich heraus, dass die Zaubersprüche, mit denen sich die Mädchen ihre Wünsche erfüllen, wirklich funktionieren. Doch Macht korrumpiert und so übertreibt die überdrehte Nancy die Hexerei, so dass Menschen sterben. Sarah, auf dem Weg eine mächtige weiße Hexe zu werden, muss am Ende gegen ihren eigenen Zirkel kämpfen und die machtgierige Nancy besiegen.

Der Hexenclub aus dem Jahr 1996 ist ein Okkult-Teeny-Horrorfilm von Andrew Fleming mit feministischer Message. Die Hauptrollen als Sarah, Nancy, Bonnie und Rochelle übernahmen Robin Tunney, Fairuza Balk, Neve Campbell und Rachel True.

Der Hexenclub war für mich Ende der 90er-Jahre ein wichtiger Film, als ich mit Anfang Zwanzig begann, mich mit Okkultismus zu beschäftigen. Ästhetisch und kostümtechnisch sind die Parallelen zur Gothic-Szene mehr als augenscheinlich.

Aus heutiger Sicht kann ich der damaligen Kritik aber nur Recht geben, das Werk ist im Grunde ziemlich brav und ruft den Zuschauern mit erhobenem Zeigefinger zu: "Hütet euch vor dem bösen Okkultismus, die Kräfte der Magie müssen sich stets im Ausgleich befinden." Das ist im Prinzip so langweilig wie bieder. Immerhin fußt das wilde Sammelsurium aus Versatzstücken der westlichen Magie in dem Film auf ein paar realen Quellen. Von einem Okkult-Horrorfilm, der in Los Angeles spielt, kann man das auch erwarten. Die Stadt hat immerhin Jack Parsons, das okkulte Hollywood und Scientology hervor gebracht, war ein wichtiger Ort der Hippie-Bewegung und später Hauptsitz der Church of Satan.

Bei aller Nostalgie auf der einen und Kritik auf der anderen Seite, ist Der Hexenclub ein gut gemachter Film mit stimmungsvollem Produktionsdesign, tollen Effekten, passendem Soundtrack - einem Mix aus 90er-Alternative-Rock, Pop und dunklen Klängen - sowie überzeugenden Schauspielerinnen.

https://www.imdb.com/de/title/tt0115963/ (Abre numa nova janela)
Tópico Film