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Warum ich mich so vehement für Aufklärung und Barrierefreiheit einsetze

Hallo – mein Name ist Diana, manche kennen mich als Frau Kruemelkuchen.

Ich bin seit drei Jahren ertaubt und lebe – arbeite, reise, denke – mit zwei Cochlea-Implantaten. Nicht immer so, wie ich es mir wünschen würde. Und allzu oft so, dass mir Situationen, die für andere beiläufig sind, den Boden unter den Füßen entziehen.

Gestern zum Beispiel. Ein ICE, ein Abteil, ein leiser Nachmittag. Die Lautsprecher-Anlage im Abteil: ausgefallen. Nicht, dass man sonst stets alles verstünde – die akustische Patina kratziger Durchsagen ist mir wohlvertraut –, doch sie signalisieren immerhin: Hier geschieht Information. Ein Impuls, der sagt: Jetzt App öffnen, jetzt Mitreisende ansprechen. Gestern jedoch: nichts. Kein Geräusch, kein Hinweis, kein akustischer Schatten. Ich hörte nicht einmal, dass gesprochen wurde.

Die Anzeigen zeigten Werbung, Anschlüsse, hübsch animierte Ablenkung – nur keine aktuellen Meldungen. Zuteilung? Verspätung? Änderung? Schweigen im System. Es ging am Ende gut. Aber es blieb unbefriedigend. Denn ich möchte meine Reisen nicht vom Zufall abhängig machen müssen – nicht vom Glück, nicht von der Kulanz der Umstehenden, nicht vom Improvisationstalent des Tages.

Dieses Muster setzt sich fort – hartnäckig, alltäglich, zermürbend. Gefühlt ist kein Imbiss dieser Welt barrierefrei: Theken zu hoch für Rollstuhlfahrer*innen; akustische Bestellungen, die für hörbehinderte Menschen im Nichts verpuffen; Zahlen, Beträge, Rückfragen, die man erraten soll. Von Braille-Angeboten für sehbehinderte Menschen oder von klarer visueller, oder akustischer Vertonung ganz zu schweigen.

So zieht sich die Barriere durch alle Lebensbereiche: Mobilität, Versorgung, Kultur, Bildung. Es gibt kaum Situationen, in denen wir nicht improvisieren müssen – oder den stillen Rückzug antreten, weil die Energie für ein weiteres Erklären, Bitten, Nachfragen schlicht nicht mehr reicht.

Dabei wären es oft kleine Veränderungen: visuelle Parallelkommunikation, klare Beschilderung, niedrigere Thekensegmente, funktionierende Anzeigen, redundante Informationskanäle. Zeichen der Zugänglichkeit, die nicht nur machbar, sondern würdevoll wären – und rasch umzusetzen. Barrierefreiheit ist kein Sonderwunsch. Sie ist Infrastruktur der Teilhabe.

Mein inneres Wiesel ist wütend. Und verzweifelt. Es fühlt sich ungerecht behandelt – und hat recht damit. Doch wir geben nicht auf. Wir insistieren, wir erklären, wir bleiben exponiert. Wir hoffen auf Menschen

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