Saltar para o conteúdo principal

Kaffeeexperimente

Wir haben einen normalen, leicht verregneten Samstag, es ist 5:30 Uhr.

Und mein Wiesel hatte bereits richtig gute Ideen, die natürlich sofort in die Tat umgesetzt werden mussten….

Ich habe ihn also wieder beschworen – den kulinarischen Grenzfall zwischen Getränk und Bissware. Meinen Kaffee. Oder präziser: mein konjakkokosfettinduziertes Aggregatzustandsexperiment am frühen Morgen.

Man möchte ja meinen, der Mensch sei ein lernfähiges Wesen. Ein Wesen, das – einmal traumatisiert durch kaubaren Kaffee – künftig inne hält, reflektiert, vielleicht sogar… umdenkt.

Aber nein.

Ich hingegen gehe den Dingen auf den Grund. Mehrfach. Wiederholt. Mit einer fast schon wissenschaftlich anmutenden Hartnäckigkeit. Man könnte sagen: empirisches Scheitern als Methode.

Und dann diese Hoffnung.

Diese zarte, fast rührende Annahme, dass sich die Gesetze der Physik vielleicht heute – nur heute! – anders verhalten. Dass sich Konjakmehl und Fett im heißen Kaffee plötzlich kooperativ zeigen, sich elegant integrieren, zu einer cremigen Liaison verschmelzen wie in einer Werbeanzeige.

Stattdessen:

weiße Inseln.

Ein Archipel des Scheiterns.

Zart wabbelnd, halb fest, halb flüchtig, irgendwo zwischen Dessert und Desaster.

Und natürlich – natürlich! – trinke und löffle ich dieses Desaster trotzdem.

Oder vielmehr: ich verhandel mit jedem Bissen

Zwischen Schluck und Biss. Zwischen Würde und Trotz.

Denn wegschütten?

Nein.

Das wäre ja Kapitulation.

Und wir kapitulieren nicht vor Kaffee. Wir… persistieren.

Vielleicht liegt genau darin etwas zutiefst Bewundernswert (Stures - wirft die Büffelin ein) :

Diese stille Weigerung, sich von einem missglückten Morgengetränk die Souveränität nehmen zu lassen. Dieses „Jetzt erst recht“, selbst wenn der Löffel plötzlich mehr Sinn ergibt als die Tasse.

Und irgendwo, ganz leise, sitzt dein inneres Wiesel, kaut mit, schaut dich an und denkt sich vermutlich:

„Wir hätten auch einfach mehr mixen sollen, oder wir geben noch Butter hinzu - challenge aceppted.“

Die Büffelin daneben hebt nur eine Augenbraue.

Sie sagt nichts. Schüttelt den Kopf und macht sich besser eine Tasse grünen Tee.

Und ich?

Ich nippe, löffle weiter an deinem puddinggewordenen Optimismus und denke mir:

Mehr mixen!!!!

Ich werde es wohl nochmal versuchen – nur, um ganz sicher zu gehen….. Aber nicht heute

Bleibt's xund, eure Frau Kruemelkuchen

Über euer Abo und eure Unterstützung, als Wertschätzung meiner geistigen Ergüsse, sage ich recht herzlich Danke.

Wer mich auch unterstützen möchte und alle Beiträge, wie diesen hier in voller Länge lesen möchte, kann hier dem Link folgen und ein Abo bei mir abschließen.

Eure Frau Kruemelkuchen

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Frau_Kruemelkuchen, Diana - hört! Oder doch nicht? - e comece a conversa.
Torne-se membro