Saltar para o conteúdo principal

Tonya packt aus: Heldendumm-Newsletter #10

Servus, ihr Helden der absurden Geschichte!

Hier ist wieder eure Tonya – zuverlässig wie der Sensenmann, nur mit schlechterem Humor. Zur Feier der zehnten Ausgabe krieche ich besonders feierlich aus der Gruft, während Daniel und Philipp zwischen Crossover-Plänen und stundenlangen Aufnahmen versacken: Kabelsalat bis zur Zimmerdecke, Koffeinpegel jenseits von gut und böse, und zwischendrin die Frage, ob das der Quickie schon raus gesucht wurde (Spoiler: gerade fertig!).

Zehn Ausgaben Newsletter bedeuten zehn Runden gepflegter Absurdität – und wir sind warmgelaufen. Also legt die Gebeine hoch, streicht euch den Rührkuchen glatt und macht’s euch gemütlich: Es ist wieder Newsletter-Zeit bei Heldendumm.

Steady-Freuden

Vielen Dank an:

Johannes, Jasmin, Korbinian, Patrick, Britta, Enrico, Milena, Lara, Simon, Jos, Dario, Nathalie, Katja, Isabella, Tina, Jeanine, Mike, Tim, Anne, Roland, HG, Amira, Kay, Andrea, Eva, Franz, Hartmut, Stephan, Andreas, Michaela, Hendrik, Cookie, Jochen, Sarah, Falk, Prokrastinator, Susanne, Katrin, Bjoern, Yvonne, Noah, Stephan, Samantha, Kai, Amelie, Marthe, Barbara, Sven und Olivier.

Danke euch allen – ohne euch wäre das hier nur halb so dumm und gar nicht so heldenhaft.

Ein wenig Hausmeisterei

Aktuell haben wir einen Lauf. Erst waren wir auf einem Festival und haben über ein sehr spezielles Festival gesprochen. Heute sprechen wir wieder über Festivals, auch wenn sie nur Nebenschauplätze sind. Wer noch nicht in den Podcatcher geschaut hat und keine Ahnung hat, wovon wir hier reden – es gab wieder einen Bonus! Der gute Kai vom Podcast "Leise war Gestern!” hat uns auf eine fast dreistündige Reise durch das Leben von einem ganz besonderen Bruce mitgenommen. Es wird gesungen, geflogen und … ach, eigentlich wäre es einfacher die Dinge aufzuzählen, die Bruce nicht gemacht hat.

(Abre numa nova janela)

Und passend zum Thema hat der Kai auch noch Musik zur Episode produziert. Es ist einfach Wahnsinn.

Rührkuchenrunde

Neben dem ganzen Getummel werden im Discord aktuell viele Erfahrungen bezüglich des Startens eines Podcast ausgetauscht. Die motivierten treffen auf die erfahrenen. Ideen und Tipps werden geteilt. Es ist ein Fest! Kommt vorbei!

Schon gewusst?

Viele fragen sich, wer diese Tonya ist, die hier ständig aus der Gruft moderiert. Ganz einfach: Bevor ich eure Postfächer mit gepflegtem Irrsinn füllte, stand ich als Halloween-Skelett auf Amazon im Regal – Plastik, Pappkarton, Prime.

Daniel und Philipp stolperten schon Jahre vor Podcast-Start über mich, engagiert haben sie mich aber erst nach zwei Staffeln. Seitdem bin ich hier Maskottchen, Gesicht, Sekretärin und Newsletter-Schreiberin in Personalunion: Ich sortiere Querverbindungen, zähme Deadlines und liefere den knochentrockenen Ton.

Davor war mein Lebenslauf… abwechslungsreich. Im 14. Jahrhundert diente ich in einer Skelettarmee und desertierte später geordnet (ein Typ mit Eisenarm und Schießprügel – das war mir dann doch zu viel). Im 18. Jahrhundert hielt ich als Security am Poppostein Wache: lange Schichten, kurze Nerven, interessante Türen. Mitte des 19. Jahrhunderts landete ich in Massachusetts bei John Murray Spear und schraubte an der „New Motive Power“, jener berüchtigten „Gottesmaschine“, bei der mehr Geister als Zahnräder mitdrehten. Kurz darauf verbrachte ich 1861–1865 in Washington, D.C. als Doppelgängerin für Abraham Lincoln – Hut und Haltung sitzen, an der Stimme feile ich noch.

Später wechselte ich nach Haiti (1957–1971) in die Kontaktpflege zwischen Papa Doc und Baron Samedi – sagen wir: sehr unterschiedliche Stakeholder. Und weil Knochen auch rechnen können, folgte 1985–2015 die lange Nacht der Zahlen: Krypto-Trading von Ecash/DigiCash bis Bitcoin, inklusive Arbitrage und chronischem Schlafmangel. Die ausführlichen Geschichten? Ein andermal.

Heute halte ich bei Heldendumm die Knochen zusammen: Ich redigiere Skripte, teste Pointen, kuratiere Themen, koordiniere Crossovers und schreibe diesen Newsletter – mit Teasern, Links und Quellen, die ihr angeblich alle lest. Stehen Live-Events an, poliere ich Mikrofonständer, jongliere Zeitpläne und füttere zwischendurch unsere Episodenkarte, damit ihr seht, wo der ganze Schabernack getrieben wurde. So, genug geklappert – der Quickie wartet, das Themenformular auch. Weiter im Takt.

Reingehört?

Geschichten erzählen macht Spaß. Wir machen den ganzen Tag ja nichts anderes. Das Ding ist, unsere Geschichten lassen sich größtenteils belegen. Unser aktueller Protagonist nimmt das mit der Wahrheit leider nicht so ernst.

(Abre numa nova janela)

Heldendumm Quickie: Starker Arm des Gesetzes

Stell euch eine Ehrenzeremonie vor, bei der der Ehrengast – frisch zum „Freeman“ der Stadt ernannt – mit einem Gesetz konfrontiert wird, das seine sofortige Hinrichtung fordert. Genau so lief es 1972 im schottischen Langholm, der traditionellen Heimat des Clan Armstrong, als Neil Armstrong vorbeikam: Vor vollem Haus las der örtliche Justizbeamte ein „400 Jahre altes, nie aufgehobenes Gesetz“ vor, demzufolge jeder Armstrong in der Stadt zu hängen sei – offensichtlich als augenzwinkernde Showeinlage, nicht als Rechtsakt. Armstrong lachte mit, nahm die Ehrenbürgerwürde an und sagte gerührt: „Ich betrachte dies nun als meine Heimatstadt.“

Warum um alles in der Welt sollte es ein solches Gesetz geben? Der Hintergrund liegt in der rauen Grenzgeschichte zwischen Schottland und England: Die Armstrongs gehörten zu den gefürchteten „Border Reivers“, Reiterbanden, die über Jahrhunderte hinweg zwischen den Reichen plünderten, schützten, erpressten – je nach Lage und Loyalität. Königliche Politik reagierte darauf mit harter Hand: Nach der Union der Kronen ließ man die Reiver-Tradition systematisch austrocknen, Sippen wurden zerschlagen, Anführer hingerichtet oder vertrieben. In dieser Atmosphäre sind drastische königliche Verordnungen und lokale Erlasse gegen den Namen Armstrong historisch plausibel – und erklären, warum ein „altes Hänggesetz“ in Langholm bis ins 20. Jahrhundert zum lokalen Running Gag taugt.

Der berühmteste „Fall“ aus der Frühzeit: Johnnie Armstrong von Gilnockie, ein legendärer Armstrong-Anführer, wurde 1530 auf Befehl von König James V. gehängt – ein Fanal, das in Balladen, Chroniken und bis heute in der Erinnerung der Region nachhallt. Dass Langholm Armstrong-Land ist, sieht man auch an Gilnockie Tower, dem wehrhaften Turm des Clans – ein sichtbares Denkmal der alten Grenzzeit, das Neil Armstrong bei seinem Besuch ebenfalls aufsuchte. Solche Episoden nährten über Generationen den Ruf der Armstrongs und lieferten den Nährboden für das spätere „Hänggesetz“ als erzählerisches Relikt.

Zurück in den März 1972: Langholm feiert groß. Dudelsackkapellen marschieren, ein eigens entworfener „Lunar Tartan“ wird präsentiert, und der „Moon Man“ fährt in der Kutsche zur Kirche, wo man ihm die Freiheit der Stadt verleiht. Inmitten dieser festlichen Choreografie wird die Geschichte mit dem „Hänggesetz“ publikumswirksam inszeniert – die anwesenden Reporter haben ihren Spaß, Armstrong ebenso, und das Städtchen schreibt sich mit einem Augenzwinkern in die Popkultur.

Und rechtlich? Ob es je einen formell belastbaren, lokal anwendbaren „Hänge-Paragraphen“ gab, der 1972 tatsächlich noch in Kraft war, lässt sich aus öffentlich zugänglichen Quellen nicht zweifelsfrei belegen. Seriosere Darstellungen sprechen von einem „obskuren alten Gesetz / königlichen Befehl“, das bei der Ehrung „zur Unterhaltung der Menge“ zitiert wurde – also Tradition und Theatralik statt drohender Vollstreckung. Genau in dieser Mischung aus harter Grenzgeschichte und spätem Humor liegt der Charme: Ein Ort mit Armstrong-Vergangenheit begrüßt seinen berühmtesten Namensträger – und neutralisiert alte Härte mit einem Lächeln.

Quellen: Neil Armstrong’s Visit to Langholm (Abre numa nova janela)

Und das war’s schon für diese Ausgabe!

Bleibt heldenhaft,
Tonya Bone-ita Riesenhuber

P.S.: Was sagen Skelette, wenn sie ihre Freundschaften beenden?
“Für mich bist du gestorben!” ☠️

Tópico Newsletter

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Heldendumm e comece a conversa.
Torne-se membro