Der heikle Weg vom Vorwärts-Abwärts zum Schließen
Im Mai-Podcast haben wir über das vieldiskutierte Vorwärts-Abwärts, das Lang-Machen gesprochen: über das Pferd, das im Vorwärts länger wird, den Rücken frei bekommt, Takt und Vertrauen findet.
Nur: Dort bleibt die Ausbildung natürlich nicht stehen. Auch wenn das Pferd vielleicht kurz findet: Wellnessbereich erreicht, bitte nicht weiter stören 😉.
Die spannende Frage beginnt danach: Wie kommen wir vom längeren, gelösteren Rahmen ins Schließen – ohne vorne alles wieder kaputtzumachen?
Denn Schließen heißt ja nicht: Zügel kürzer, Hals kürzer, Problem optisch gelöst. Wir möchten die Hinterhand mehr an die ruhige Hand heranbringen – und dabei Takt, Rücken, Losgelassenheit und Vertrauen behalten.
Dieser Übergang ist heikel. Fasst der Reiter zu rückwärtsgewandt nach, wird aus guter Vorbereitung schnell „hübsche“ Halsdeko ohne Hinterradantrieb. Bleibt er zu unverbindlich, läuft das Pferd zwar irgendwie länglich, aber nicht unbedingt zielführend strukturiert. Der Rahmen soll tragfähiger werden.
Im Podcast sprechen wir deshalb darüber, wie wir nach dem Lang-Machen aufnehmen können, warum das Schließen im Sitz beginnt und nicht in der Hand, woran man merkt, ob das Pferd wirklich bereit ist und warum der Rückweg in den einfacheren Rahmen keine Niederlage ist, sondern manchmal die klügste Entscheidung des Tages.
Oder kurz gesagt:
Lang war schön. Aber irgendwann fragt das Pferd: Und jetzt?
Die Antwort sollte besser nicht aus der Hand kommen.
Hier geht’s zum Podcast:
Wir freuen uns sehr auf eure Erfahrungen und Fragen:
Wann wird dieser Übergang bei euch heikel? Wird euer Pferd eilig, schwer, kurz, klemmig – oder verschwindet es höflich hinter der Hilfe? Was hat euch geholfen, vom Lang-Machen wieder in mehr Verbindung zu kommen?
Schreibt gern in die Kommentare!