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Nur zweimal Agri-PV in der Lausitz

NEWS / ENERGIEWIRTSCHAFT IN DER LAUSITZ

  1. Juni 2025

Die Verbindung von Solarenergie und Landwirtschaft bleibt in der Lausitz eine Seltenheit. Laut dem Wirtschaftsministerium in Potsdam sind derzeit gerade zwei Anlagen für Agri-Photovoltaik in ganz Brandenburg in Betrieb - davon eine im Falkenberger Ortsteil Beyern im Kreis Elbe-Elster. Die zweite ist eine Forschungsanlage des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg im Kreis Märkisch-Oderland, teilte das Ministerium auf Anfrage von Neue Lausitz mit. Weitere sechs Anlagen sind laut Miniterium in Planung, allerdings keine in der Lausitz.

In Sachsen sind dem zuständigen Wirtschaftsministerium drei Anlagen bekannt. Dazu gehört neben einer Forschungsanlage der HTW Dresden in Pillnitz auch ein Projekt auf dem Gut Krauscha in Neißeaue im Kreis Görlitz. In Köllitzsch im Kreis Nordsachsen befindet sich eine Demonstrationsanlange des Landesamts für Umwelt im Bau.

Damit liegen die Lausitz-Länder weit hinter Nordrhein-Westfalen, das kürzlich einen Boom von Photovoltaik-Projekten verkündet hat: Seit Anfang Mai sind 25 Anträge für Agri-PV eingegangen. Grund dafür ist die Wiedereröffnung eines Förderprogramms des Landes, das den Markthochlauf dieser Technologie begünstigen soll.

Förderung aus EFRE-Topf

Agri-PV gilt als Lösung für Konflikte um Flächen zwischen Energiegewinnung und traditioneller Landwirtschaft. Durch höher installierte Solarmodule kann eine Fläche doppelt genutzt werden - in Verbindung mit Weidetierhaltung oder dem Anbau von Feldfrüchten. Zudem erschließt es Landwirten mehr Wertschöpfung und Einkommen auf ihrem Land.

Ähnlich wie NRW fördert Brandenburg den Bau solcher Anlagen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Mit der Richtlinie Erneuerbare Energien Brandenburg können seit Juni 2024 etwa Agri-Photovoltaikanlagen gefördert werden, die auf Flächen stehen, die parallel landwirtschaftlich genutzt werden. Kleine und mittlere Unternehmen, Stadtwerke und Versorger können dazu Anträge an die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) stellen. Sachsen hingegen hat keine eigene Landesförderung für Agri-PV aufgelegt. red

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