NEWS / KOMMUNEN IN DER NIEDERLAUSITZ
September 2025

Im Streit um den Fortbestand der Verbandsgemeinde Liebenwerda haben das Land Brandenburg und der Kreis Elbe-Elster der Bürgermeisterin Claudia Sieber den Rücken gestärkt. Bei einem Treffen in Herzberg haben sich sowohl Innenminister René Wilke (parteilos) als auch Landrat Christian Jaschinski (CDU) gegen die Auflösung der ersten und bislang einzigen Verbandsgemeinde im Land ausgesprochen. Das kommunale Konstrukt sei ein zukunftsfähiges Instrument, um auch kleinere Städte und Gemeinden dauerhaft handlungsfähig zu halten, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
Hintergrund ist ein Streit der vier beteiligten Städte (Opens in a new window) Bad Liebenwerda, Mühlberg, Uebigau-Wahrenbrück und Falkenberg. Dessen ehrenamtlicher Bürgermeister Stephan Bawey hatte im Juli seinen Rücktritt erklärt und angekündigt, Falkenberg aus dem Verband lösen zu wollen. „Natürlich gibt es Reibungspunkte, aber sie sind lösbar - wenn wir im Gespräch bleiben“, sagte Sieber.
Hoffnung auf mehr Fördermittel
Die vier Kleinstädte im Kreis Elbe-Elster schlossen sich 2020 zur ersten Verbandsgemeinde zusammen. Ziel war es, Ämter zu teilen und dauerhaft Geld zu sparen. Die vier Städte im Westen der Lausitz haben zusammen 20.000 Einwohner. Landrat Jaschinski sieht in der Verbandsgemeinde weiterhin ein „wichtiges Fundament für eine handlungsfähige kommunale Verwaltung in unserer Region“.
Der Kreis erhofft sich durch den Zusammenschluss mehr Bedeutung für die kleinen Städte, um leichter an Fördermittel von Bund und Land zu kommen. Im Verbund wären größere Projekte möglich, die Wirtschaft und Tourismus voranbringen, so die Hoffnung. Das Modellprojekt Liebenwerda ist bis heute das einzige in Brandenburg. Minister Wilke erklärte, er wolle, das Modell „wir mit den gesammelten Erfahrungen stetig weiterentwickeln“. red