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Wenn Mütter sich wehren, sehen ihre Töchter: Es geht.

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

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Außerdem geht es heute um den Iran, die Spritpreisbremse und Mobbingvorwürfe gegen die Führung des KHM. 

USA legen Iran offenbar „15-Punkte-Plan“ vor

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist in seiner vierten Woche. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung noch mit Angriffen auf Energieanlagen gedroht, sollte sie nicht umgehend die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus freigeben. Nun hat die US-Regierung über das Vermittlerland Pakistan offenbar einen „15-Punkte-Plan“ zur Beendigung des Konflikts übermittelt, wie US-Medien berichten. Demnach soll sich der Iran unter anderem verpflichten, keine Atomwaffen anzustreben und den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder gewährleisten. Aus dem Iran heißt es unterdessen, die USA würden mit sich selbst verhandeln, wie der ORF (Opens in a new window) berichtet. Aber allein die Ankündigung der USA eines möglichen Plans hat zu einer kurzfristigen Entspannung des Ölpreises geführt. Und dadurch sollen ein paar Leute sehr reich geworden sein: Vermutet wird ein Insider-Trading Trump-naher Personen mit Wetten auf den Ölpreis kurz vor einem Social-Media-Posting von Trump zum Thema, wie unter anderem Axios (Opens in a new window) berichtet. 

Der Iran wiederum lockert nach eigenen Angaben bereits jetzt seine Regeln für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus – allerdings nur eingeschränkt: Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, dürfen den Seeweg demnach nutzen. Aktuell stecken Hunderte Tanker und Frachter in der Region fest. Der Spiegel (Opens in a new window) begleitet die Entwicklungen mit einem Liveblog. (Luzia Geier, adaptiert von Emil Biller)

Nationalrat: Grüne werden Teilen der Spritpreisbremse zustimmen

Die intensiven Verhandlungen über die Pläne der Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS zu der sogenannten Spritpreisbremse dürften erfolgreich gewesen sein. Für einen Teil der Gesetzesmaterie ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Die Grünen zeigen sich in einer spontanen Pressekonferenz von Energiesprecherin Leonore Gewessler heute Mittag zwar kritisch gegenüber den Regierungsplänen. Trotzdem werden sie dem Gesetz, wo sie gebraucht werden, mit kleinen Verbesserungen zustimmen. Gewessler fordert die Regierung aber eindrücklich auf, die Verordnung dazu nochmal zu überarbeiten.

Durch die neuen Gesetze sollen zwei Verordnungen möglich werden: Der Preis für Diesel und Benzin soll dadurch schon ab April um rund 10 Cent sinken. Die Hälfte der Preissenkung, 5 Cent, soll durch eine Senkung der Mineralölsteuer zustande kommen, die andere Hälfte durch einen Eingriff in die Gewinnmargen der Mineralölwirtschaft. Das genaue Vorgehen dahinter ist politisches Neuland und recht kompliziert. Der Standard (Opens in a new window) hat versucht, den Mechanismus zu skizzieren. Ziel der Maßnahmen ist das Abdämpfen der Inflation infolge des massiven Ölpreisanstieges durch den Krieg im Nahen Osten.

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Mobbingvorwürfe gegen Führung des Kunsthistorischen Museums

Das größte Museum Österreichs, das Kunsthistorische Museum in Wien, sieht sich mit schwerwiegenden Mobbingvorwürfen konfrontiert. Eine langjährige Mitarbeiterin, die Direktorin der KHM-Außenstelle Schloss Ambras in Innsbruck, Veronika Sandbichler berichtet in der gestrigen ZIB2 (Opens in a new window) von „systematischem“ Mobbing und einer „toxischen Führungskultur“ durch den seit 2025 amtierenden Generaldirektor Jonathan Fine und den kaufmännischen Geschäftsführer Paul Frey. Sandbichlers  Anwalt spricht von bis zu 20 Betroffenen im gesamten KHM-Museumsverband.

In einer der APA vorliegenden Stellungnahme weist jener die in dem Bericht erhobenen Behauptungen „mit aller Deutlichkeit“ zurück. Denn die dort verbreiteten Anschuldigungen seien inhaltlich unzutreffend, einseitig dargestellt und würden durch keinerlei Fakten gedeckt. Es werde von Sandbichler „ein individuelles arbeitsrechtliches Interesse, nämlich die Beendigung ihres Dienstverhältnisses zu den von ihr begehrten Bedingungen, durch die gezielte Platzierung falscher Vorwürfe in die Öffentlichkeit verlagert“.

Das Kulturministerium hat eine externe Untersuchung eingeleitet.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Der Asbestskandal im Burgenland und in Niederösterreich

Der Falter hat nun eine umfassende Recherche zu dem Asbestskandal rund um Material aus vier burgenländischen Steinbrüchen vorgelegt. Die Ergebnisse zeichnen jahrelange Untätigkeit der Behörden nach. 

https://www.falter.at/maily/20260324/asbest-und-die-spaete-diagnose (Opens in a new window)

Wenn Mütter sich wehren, sehen ihre Töchter: Es geht

Collien Fernandes hat einen sehr wichtigen Satz gesagt. Der geht bei aller Wut auf Männer gerade unter.

https://krautreporter.de/geschlecht-und-gerechtigkeit/6322-wenn-mutter-sich-wehren-sehen-ihre-tochter-es-geht#lesen (Opens in a new window)

Oktopusse bauen Siedlungen

Das heutige Fundstück ist schon etwas älter, aber sehr großartig. Dass Oktopoden sehr intelligente Tiere sind, ist inzwischen weitreichend bekannt. Aber dass sie ganze Siedlungen bauen mit Behausungen und Versammlungen abhalten, hat mich trotzdem überrascht. Bereits 2009 haben australische Forscher*innen erstmals so eine Siedlung nachgewiesen, 2017 folgte dann eine ganze Stadt mit bis zu 15 Oktopussen, die auch sozial miteinander interagieren und sogar Probleme mit ihrem „Müll“ haben.

https://www.bbcearth.com/news/underwater-city-reveals-mysterious-octopus-world (Opens in a new window)

Will gern mal einen Oktopus in natura sehen:

Emil

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