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Selbstwirksamkeit beim Üben

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Übezeit #16/50

Lesezeit: 4 Minuten

Was ist Selbstwirksamkeit – und warum spielt sie beim Musizieren eine so große Rolle?

Wann fühlst du dich selbstwirksam beim Üben?*

Selbstwirksamkeit ist der Glaube daran, dass du eine bestimmte Aufgabe in diesem Moment bewältigen kannst. Nicht generell, nicht irgendwann – sondern jetzt, in dieser Situation. Die Forschung zeigt, dass dieser Glaube einer der stärksten Vorhersager für musikalischen Erfolg ist: Er beeinflusst, wie du dich vorbereitest, wie du auf Fehler reagierst, und wie du dich auf der Bühne verhältst.

Das Wichtige daran: Selbstwirksamkeit lässt sich gezielt stärken. Und zwar nicht nur durch besseres Üben – sondern durch bestimmte Arten, wie du übst, wie du dich selbst wahrnimmst, und wie du mit Nervosität umgehst.

Eine australische Studie (Opens in a new window) mit über 300 Musiklehrenden hat untersucht, welche Strategien im Unterricht zu Einsatz kommen und, welche tatsächlich dabei helfen, dieses Selbstvertrauen aufzubauen. Drei davon wollen wir heute genauer anschauen – und direkt in die Praxis übersetzen.

*Falls du für dich schon eine Antwort darauf gefunden hast, freue ich mich riesig über eine kurze E-Mail (Opens in a new window) mit deinen Gedanken von dir!

Strategie 1: Erfolgserlebnisse bewusst einbauen

Die wichtigste Quelle für Selbstwirksamkeit sind eigene Erfahrungen des Gelingens. Nicht etwa das vage Gefühl, dass es „irgendwie gut war" – sondern konkrete, selbst wahrgenommene Momente, in denen du denkst: Das hat funktioniert. Das kann ich.

Das klingt einfach, hat aber eine wichtige Konsequenz: Wenn sie eintreten, musst du sie aktiv wahrnehmen.

Was das für dein Üben bedeutet:

Übe regelmäßig unter Auftritts-ähnlichen Bedingungen – nicht nur technisch, sondern psychologisch.

  • Spiel dein Stück durch, ohne zu stoppen.

  • Spiel es für jemanden, auch wenn es nur eine Person ist.

  • Spiel es in einem anderen Raum.

Der Punkt ist nicht, dich zu stressen – sondern deinem Nervensystem beizubringen, dass du auch unter ungewohnten Bedingungen spielen kannst. Jedes Mal, das du das erlebst, ist ein echter Baustein für dein Selbstvertrauen.

Wichtig: Diese Probeauftritte sollten so gestaltet sein, dass du dabei erfolgreich bist. Wähle also einen Schwierigkeitsgrad, den du wirklich meisterst – und steigere ihn schrittweise. Ein schwacher Probeauftritt unter zu viel Druck hilft weniger als fünf solide Durchläufe in einer halbwegs vertrauten Situation.

Topic Mindset

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