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5 Tipps zur Mentalen Gesundheit von Musiker*innen

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Übezeit #17/50

Lesezeit: 6 Minuten

Was dein Kopf zum Gesunden Musizieren braucht

Der Mai ist Mental Health Awareness Monat. Seit 2021 versuche ich im “Wie übt eigentlich..?”-Podcast diesem Thema einen besonderen Platz einzuräumen - nicht nur im Mai, aber gerade auch dann.

Laut einer Studie (Opens in a new window) der schwedischen Record Union aus dem Jahr 2019 geben 73% der befragten Musikerinnen und Musiker an, negative Gefühle wie Angst oder Stress in Bezug auf ihre Musik erfahren zu haben. Gleichzeitig kann nur 1 von 10 darüber mit Bandkolleg*innen sprechen. Das ist eine erschreckende Zahl – und gleichzeitig ein Auftrag.

Für diese Ausgabe habe ich mit dem Psychologen und angehenden Psychotherapeuten Tobias Dolle (Opens in a new window) sowie mit Prof. Dr. Daniel Scholz (Opens in a new window), Professor für Musizierendengesundheit an der Musikhochschule Lübeck, gesprochen. Dazu kommen Impulse aus dem what-is-practice-Archiv (Opens in a new window). Herausgekommen sind fünf sehr konkrete Tipps für ein mental gesünderes Musizieren.

1 - Einen freien Tag pro Woche

Es klingt banal, und doch ist es vielleicht der wirkungsvollste Tipp in dieser Liste: ein Tag pro Woche ohne Instrument, ohne Proben, ohne Auftritte.

„Extrem wichtig: Ich versuche das auch, allen Studierenden einzubläuen, dass sie ihr Zeitmanagement so hinkriegen müssen, dass es einen freien Tag gibt. Das muss ja nicht Samstag oder Sonntag sein. Es kann auch unter der Woche sein. Es muss auf jeden Fall ein Ausgleich und ein gewisser Abstand zum Instrument geschaffen werden. Das ist ein extrem wichtiger Baustein für Konsolidierung, also Verfestigung von Gedächtnisspuren."


— Prof. Dr. Daniel Scholz

Dieser Abstand ist also nicht nur gut für die Seele – er ist auch neurobiologisch sinnvoll. Wer regelmäßig Pause macht, festigt Gelerntes. Wer immer weiter übt, riskiert das Gegenteil.

Trag dir zum Beispiel den freien Tag wie einen Konzert in den Kalender ein. Das kann beim Strukturieren und Pausen-Einhalten helfen.

2 - Du bist nicht dein Instrument

Wer gut gespielt hat, hat gute Laune. Wer einen schlechten Übetag hatte, das merkt es das Umfeld sofort. Kommt dir das auch bekannt vor?

Topic Mindset

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