Liebe Freunde der Weisheit,
ihr kennt mich als Herausgeber der Zeitschrift Tattva Viveka, als jemanden, der seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Wissenschaft, Philosophie und spiritueller Kultur arbeitet. Jetzt habe ich ein Buch geschrieben – und ich möchte euch persönlich davon erzählen, bevor es auf anderen Wegen zu euch kommt.
Das Buch heißt
»Subjektivität und Welt. Wissenschaft, Wirklichkeit und Bewusstsein im Anschluss an Edmund Husserl«.
Warum Husserl – und warum jetzt?
Edmund Husserl ist einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Und gleichzeitig einer der am wenigsten gelesenen – weil sein Schreiben für die meisten Menschen unzugänglich ist. Das hat mich seit Jahren beschäftigt: Hier ist jemand, der die Krise der modernen Wissenschaft präziser beschreibt als fast jeder andere, der einen methodischen Ausweg zeigt, der für Spiritualität und Erkenntnis gleichermaßen relevant ist – und er wird kaum gelesen.
Dieses Buch ist mein Versuch, das zu ändern. Ich habe Husserls letztes großes Werk – die »Krisis der europäischen Wissenschaften« – so genau wie möglich gelesen, durchdacht und in eine zugänglichere Sprache übersetzt. Ohne den Inhalt zu verraten.
»Wenn es gelingt, die tiefe Schönheit und Stringenz von Husserls Überlegungen zu erfassen und zu verstehen, ist das ein wichtiger Beitrag zur Erkenntnis der Welt und des Menschen. Das kann helfen, die Menschheit und Mutter Erde aus ihrer verfahrenen Situation zu befreien. Allein deshalb wurde dieses Buch geschrieben.«
– Aus der Vorbemerkung
Ich weiß, das ist ein großer Satz. Ich meine ihn ernst.
Was euch erwartet: die vier Ebenen
Das Buch ist so aufgebaut, dass es auf verschiedenen Tiefen gelesen werden kann. Vier Ebenen durchziehen es:
1. Die phänomenologische Beschreibung
Was Husserl wirklich sagt, so präzise und zugänglich wie möglich. Epoché, Lebenswelt, transzendentale Subjektivität.
2. Die transzendentale Implikation
Was es bedeutet, dass das erkennende Subjekt nicht raumzeitlich lokalisierbar ist.
3. Die ontologische Deutung
Das Subjekt als geistiges, nicht-materielles Wesen: eine Konsequenz, die Husserl offenlässt und die ich im Buch ausarbeite.
4. Die Verbindung zur vedischen Philosophie
Die älteste Weisheitstradition der Welt beschreibt ewige, individuelle Subjekte. Das Buch fragt: Sind das dieselben, die Husserl phänomenologisch erschließt?
Man muss nicht alle vier Ebenen verstehen. Jede ist für sich lesbar und vollständig.
Eine Bitte und ein Lesehinweis
In der Vorbemerkung schreibe ich: »Ich empfehle, das Buch nur in gut ausgeruhtem und erholtem Zustand zur Hand zu nehmen, am besten morgens, wenn der Geist noch wach und leer ist.« Das klingt vielleicht eigenartig, es ist es nicht. Husserls Gedankengänge brauchen Aufmerksamkeit. Wer ihnen folgen kann, findet eine echte Erfahrung.
In den nächsten Wochen werde ich euch fünf weitere Briefe schicken: über die Epoché und warum sie mehr ist als Philosophie, über Lebenswelt und spirituelle Erkenntnis, über das, was Husserl »sich selbst wahr machen« nennt, und über die Frage, was all das für unser Leben bedeutet. Persönliche Briefe, keine Werbemails.
► »Subjektivität und Welt« jetzt bestellen (Print oder E-Book):
https://verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783826097829-subjektivitaet-und-welt/ (Opens in a new window)Herzliche Grüße
Ronald Engert
P.S. Für alle, die das Buch lesen und mir Rückmeldung geben möchten: Antwortet einfach auf diese E-Mail. Ich freue mich auf den Austausch.
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