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Kreatin soll die Muskelkraft steigern – aber stimmt das auch?

Cartoon: Muskelmann löffelt von einem riesigen roten Pudding. Unterschrift: Ist da etwa Kreatin drin?
Kreatin jetzt auch in Puddings und Joghurts – aber was bringt's? Bild: ©Thomas Kunz

Kreatin ist in aller Munde – buchstäblich. Denn es wird inzwischen auch Lebensmitteln wie Puddings und Joghurts zugesetzt. Der Markt für das Nahrungsergänzungsmittel boomt.

Dabei ist Kreatin gar kein Nährstoff. Der Körper stellt es selbst her und kaum jemandem mangelt es an diesem Molekül. Hersteller von Kreatinpulver versprechen, dass es beim Muskelaufbau wahre Wunder wirkt. Sie setzten 2024 fast 70 Millionen Euro mit dem weißen Pulver um.

In unserem neuen Heft, das in wenigen Tagen erscheint und sich auch gedruckt auf den Weg zu Ihnen macht – wenn Sie mögen und ein Abo haben – schauen wir genauer auf die Versprechen: Kann Kreatin wirklich die Muskelkraft steigern?

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Übrigens: Das Schmuckbild in diesem Newsletter stammt von unserem langjährigen Cartoonisten Thomas Kunz.

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Was Kreatin ist und was es kann

Der Mensch produziert pro Tag etwa ein bis zwei Gramm dieser stickstoffhaltigen Verbindung selbst. Auch die Ernährung liefert Kreatin, vor allem über Fleisch und Fisch. Vegetarisch oder vegan Essende haben wegen der körpereigenen Produktion dennoch keinen Mangel. Besonders viel Kreatin ist in den Muskelzellen gespeichert. Eine zusätzliche Einnahme von Kreatin kann die sportliche Leistungsfähigkeit tatsächlich beeinflussen. Aber: Ohne Training bringt die Extradosis Kreatin nicht mehr Muskelkraft. Und: Es kommt auf die Dosierung an.

Aus unserem neuen Heft, vorab lesen: Wirklich mehr Muskelkraft mit Kreatin? (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (€)

Die US-Aufsichtsbehörde entfernt Warnhinweise in Hormonpräparaten

Mitte November 2025 entschied die US-Arzneimittelbehörde FDA, dass bestimmte Warnhinweise bei Hormonpräparaten für die Behandlung von Wechseljahrbeschwerden entfernt werden. Diese sogenannten Black-Box-Warnungen – ein schwarz umrahmter Kasten in der Packungsbeilage – wies auf Risiken der Hormone hin, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Diese Warnungen wurden in den USA im Jahr 2003 eingeführt, in Europa gab und gibt es diese Form der Warnhinweise nicht. Sie sind aber in Fachinformationen und Leitlinien eingeflossen und könnten das Image der Meno­pausalen Hormontherapie auch hierzulande ändern. Doch die Entscheidung dahinter war politisch – nicht fachlich – motiviert und ist damit ein Skandal.

Aus unserem neuen Heft, vorab lesen: Neues Image der Hormontherapie bei Wechseljahrsbeschwerden? (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) (€)

Hersteller starten den Rückruf von Babynahrung verspätet

Weltweit mussten die Firmen Nestlé und Danone zahlreiche Säuglingsnahrungsprodukte zurückrufen, weil sie mit dem giftigen bakteriellen Abbauprodukt Cereulid verunreinigt waren. Das Toxin kann innerhalb von 30 Minuten bis zu 6 Stunden starkes Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auslösen. Doch obwohl die Hersteller seit Anfang Dezember von der bakteriellen Verunreinigung wussten, taten sie … lange nichts. Warum nicht?

Aus unserem neuen Heft, frei vorab lesen: Toxine in Säuglingsnahrung lösen Erbrechen aus (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wie man mit vermeintlicher Demenzprävention Kasse macht

Die Schlagzeile „Gürtelrose (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)-Impfung könnte Demenzrisiko senken“ wird dieser Tage ganz ernsthaft selbst in Fachforen diskutiert. Was bislang als Schutz gegen einen schmerzhaften Ausschlag bekannt ist, der durch Herpes Zoster entsteht, wird nun zur kognitiven Wunderwaffe erklärt. Ganz nach dem Motto: Mit falschen Hoffnungen erreicht man verängstigte Menschen am besten. In unserer Glosse kommentieren wir diese Praxis. Viel Spaß beim Lesen!

Aus unserem neuen Heft, frei vorab lesen: Glosse: Ein kleiner Pieks gegen das große Vergessen? (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Kurz vor Redaktionsschluss erreicht uns die Nachricht, dass der neu zugelassene Antikörper Lecanemab zur frühen Behandlung von Alzheimer-Demenz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) nicht besser wirkt als andere Mittel. Das gab das zuständige Gremium, der Gemeinsame Bundesausschuss (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), bekannt. Im neuen Heft berichten wir, was es mit dieser Bewertung auf sich hat und wie sie zustande kommt. Mehr dazu auch im Newsletter nächste Woche.

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Viele Grüße, Silke Jäger

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