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This is us

Willkommen zu einer neuen Ausjabe, die erste in diesem Jahr. Endlich mal wieder ein Rewatch! (Einmal klicken für »Twilight« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) & »Grey’s Anatomy« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)) »This is us« habe ich 2015 in meinem WG-Zimmer in Friedrichshain eines Abends in meinem riesigen Himmelbett begonnen, weil ich sah, dass Mandy Moore mitspielte. Mein glücklicher Schock: Milo Ventimiglia auch! Im Jahr darauf kam ich mit Peter zusammen, wir schauten die erste Staffel noch einmal und schließlich vier weitere. Nach unserer Trennung schaute ich das Finale allein. Zwischen den Jahren startete ich die Serie erneut, dieses Mal mit meiner Mutter, weil ich wusste, die Serie würde ihr ganz sicher gefallen. Es geht um Familie, um Trauer, um Sucht. Darum, wie man dieses Leben bewältigen kann.

Ich lege euch ans Herz, den Artikel nicht zu lesen, bevor ihr die Serie nicht geschaut habt. Für mich ist es die beste Serie aller Zeiten und hier sind meine Lieblingsmomente.

Die erste Staffel:

  1. Dr. K, der Arzt, der die Zwillinge zur Welt bringt und Jack daraufhin eine Rede hält, weil sie das eine verloren haben. »Nimm die sauerste Zitrone, die dir das Leben bietet, und mach daraus so etwas Ähnliches wie Limonade.« Die Serie im Ganzen betrachtet, führt auf diesen Ratschlag zurück, der natürlich auch auf einem T-Shirt stehen könnte. Aber diese beiden Männer, in diesem Moment, hat mich bisher jedes Mal zum Heulen gebracht. Der folgende Twist ist unvergesslich!

  1. Heulen tut man dann etwa alle zwei Folgen. Wenn Randall in seinem Büro zusammenbricht und Kevin ihm seine Schulter gibt. Und das, obwohl sie eine komplizierte Beziehung haben. Aber Kevin rennt los. Danke, ich hatte eigentlich nur vor, gemütlich auf der Couch zu sitzen. Mutti, wie geht’s dir? Na klar, auch am Heulen.

  1. Die Folge im Schwimmbad ist auch ein Eltern-Ratgeber. Dort ist der 8-jährige Kevin enttäuscht, dass Jack ihm nicht im Becken zugeschaut hat. Bei drei Kindern entgeht ihnen eins immer schnell. Jack entschuldigt sich aufrichtig bei seinem Sohn, Auge in Auge. Er sagt: »Ich mach das doch hier auch zum ersten Mal.« Ich finde, jeder sollte das mal zu seinem Kind gesagt haben. Später bekommt die mobbte Kate ein T-Shirt von ihm übergezogen. Und Rebecca die Nummer eines Schwarzen Friseurs für Randall. Die Folge wimmelt nur so von guter Elternschaft.

  1. Jack ist natürlich DER Mann. Meine Lieblingsszene mit ihm ist, wenn er mit Randall zum Karate geht. Der Trainer gibt den Vätern die Aufgabe, die Söhne bei den Liegestützen auf den Rücken zu nehmen. Sie sollen ihre Söhne tragen. Symbolisch durchs ganze Leben. Und Jack, mein Mann, hört nicht auf. Hoch und runter, hoch und runter.

  1. 80er-Vollbart-Jack ist mein Lieblingsjack

  1. Es ist, als hätte Jess von Gilmore Girls eine weiterführende Geschichte bekommen. Rebecca, eben gespielt von Mandy Moore, steht ihm aber in nichts nach. Von einer Eltern-Skala 1-10 kommt sie nicht an die 10 ran. Auf der Couch spricht sie ihn auf seine Trinkerei an. Nüchtern wäre Jack locker besser als sie, sagt sie. Und ja, er ist auf ne Art viel natürlicher in der Rolle des Vaters. Das macht Rebecca zu so einer interessanten Figur. Sie muss sich viel mehr anstrengen als Jack. Ihre Höhen und Tiefen sind das Fundament dieser Serie.

  1. Rebecca bekommt ihren großen Moment in Staffel 2, wenn sich alles für die Pearsons dreht. Rückblickend betrachtet, da sind sich jedenfalls die Schauspieler in Interviews einig, dreht sich die Serie um sie. Ich denke permanent darüber nach, wessen Geschichte in »This is us« erzählt wird. Ich tendiere mehr zu Randall.

  1. Meine Lieblingspaare: 1. Jack und Rebecca (wer nicht??!?) 2. Kevin und Sophie 3. Randall und Beth 4. Toby und Kate 5. William und Jesse

  1. Ich bin weniger von Kate begeistert, als die meisten vielleicht. Aber wenn sie singt, geht auch mein Herz auf. Beim Rewatch habe ich mich mehr auf sie konzentriert, was sie mitschleppt und ihre Figur besser verstanden.

  1. Beth gespielt von Susan Kelechi Watson erzählt im Podcast, es war eine Entscheidung, wie sie in der Serie ihre Haare trägt. In der ersten Staffel hat sie die sogar noch selbst frisiert. Schwarze Frauen tragen im Fernsehen ihre Haare selten so, erzählt sie, deshalb war es innerhalb der Community und auch darüber hinaus ein Riesending. Es war keine Frisur meint sie, es war ein Statement. Denn auf dem roten Teppich trug sie ihre Haare glatt. Bei YouTube ab Minute 47 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

  1. Der Podcast »This was us« (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ist eine unbedingte Empfehlung, weil man so viel eben über die Schauspieler erfährt und wie sie ihre Rollen gefunden haben.

  1. Ich entdeckte Sterling K. Brown in »Paradise« und in »Mrs. Maisel« wieder, Milo Ventimiglia übrigens auch. Er hat eine ganz besondere Ausstrahlung, auch wenn er vielleicht für immer Randall für mich sein wird. Im Podcast ist er so herrlich lebendig und witzig. Er gehört zu den ganz großen für mich.

  1. Die Lavapommes, die sich Kevin und Sophie im Diner bestellen, würde ich sofort jede Woche essen!

  1. Und als wenn es nicht eh schon genug zum Heulen gäbe, zieht Williams Lied in Memphis den letzten Stecker, bevor die erste Staffel zu Ende geht. Sterbebegleitung ist zwar ein Randthema, aber Trauer als Grundelement der Serie trifft einen bekannten Schmerz. »We can always come back to this« von Brian Tyree Henry (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) rauf und runter!

    Eure Judith Poznan

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