die Behandlung ist abgeschlossen, die Befunde sind gut, der Alltag kehrt zurück. Trotzdem ist nicht alles wie vorher. Wann ist man nach der Krebserkrankung wieder gesund? Reicht es, wenn kein Tumor mehr nachweisbar ist? Oder braucht es mehr Zeit, bis auch innerlich wieder Stabilität entsteht?
In der heutigen Folge (Öffnet in neuem Fenster) spreche ich mit Axel über genau diese Phase. Über die Monate nach der Prostata-Operation und der onkologischen Rehabilitation. Über Kontrolluntersuchungen, den Wiedereinstieg in den Job und die Frage, wie sich ein neues Normal anfühlt.
Wann bin ich wieder gesund? – Axel am Weg zurück in den Job (Serial 2/2) · Folge 38
Was bedeutet es, wenn medizinisch alles gut aussieht, aber sich das Leben trotzdem verändert hat? Wenn Kontrolltermine noch immer Unruhe auslösen. Wenn der Alltag zurückkehrt, er aber nicht mehr derselbe ist.
Axel spricht in dieser 2. Folge der Fortsetzungsgeschichte über die Monate nach der Prostata-Operation. Über erste Nachsorge-Untersuchungen und die Frage, was ein stabiler Befund wirklich bedeutet. Über Schwellstrom-Behandlungen, Inkontinenz-Unterwäsche, seine Erfahrungen in der onkologischen Rehabilitation und den Wiedereinstieg in den Beruf.
Es geht um körperliche Themen wie Kontinenz und Erektion. Und um das, was schwerer greifbar ist: ein neues Gefühl für das eigene Leben. Weniger Geduld, andere Prioritäten. Und die leise Frage im Hintergrund, ob man wirklich schon gesund ist.
Aufgezeichnet Mitte März 2026.
Drei Learnings aus dieser Folge
Medizinisch stabil ist nicht gleich „gesund“. Auch bei unauffälligen Befunden kann sich das Leben noch instabil anfühlen. Kontrolltermine, Unsicherheit und veränderte Wahrnehmung bleiben oft bestehen. Erwarte keine schnelle Rückkehr zum „alten Zustand“. Beobachte Veränderungen bewusst, ohne sie sofort bewerten zu müssen. Gib dir Zeit für die psychische Verarbeitung, nicht nur für die körperliche.
Schrittweise Rückkehr schützt vor Überforderung. Der Wiedereinstieg in Alltag und Beruf braucht Struktur. Zu schnelles „Funktionieren wollen“ kann neue Belastungen erzeugen. Reduziere Tempo und Umfang bewusst am Anfang. Nutze vorhandene Modelle wie stufenweisen Wiedereinstieg. Kommuniziere offen im Umfeld, wenn Belastungsspitzen absehbar sind
Eigenen Umgang aktiv gestalten statt reagieren. Nach der Erkrankung verschieben sich Prioritäten, Bedürfnisse und Grenzen. Das passiert nicht von selbst geordnet. Prüfe aktiv, was dir aktuell gut tut und was nicht mehr passt. Setze kleine, konkrete Handlungen im Alltag um. Nimm Veränderungen ernst, auch wenn sie nicht sofort erklärbar sind.
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Links
Folge 1 dieser Serie
Quellen, Links
Prostatakrebs, Prostatakarzinom (Öffnet in neuem Fenster) (Infonetz Krebs, Deutsche Krebshilfe)
Prostatektomie, Prostataentfernung, Prostataresektion (Öffnet in neuem Fenster) (DocCheck Flexikon)
S3-Leitlinie Prostatakarzinom (Öffnet in neuem Fenster) (Leitlinienprogramm Onkologie)
Da-Vinci-Operationssystem (Öffnet in neuem Fenster) (DocCheck Flexikon)
Inkontinenz bei Prostatakrebs (Öffnet in neuem Fenster) (Prostatahilfe Deutschland)
Beckenbodentraining: Webcast „Lifestyle für Prostatakrebs-Patienten“ (Öffnet in neuem Fenster) (YouTube, Österreichische Krebshilfe)
Erektionsstörung, erektile Dysfunktion (Öffnet in neuem Fenster) (Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs)
Onkologische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung (Öffnet in neuem Fenster) (Deutsche Krebshilfe)
Schritt für Schritt zurück in den Job – Betriebliche Eingliederung nach längerer Krankheit: Was Sie wissen müssen (Deutschland) (Öffnet in neuem Fenster) (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Broschüre: Rehabilitation nach Tumorerkrankungen (Öffnet in neuem Fenster) (Deutsche Rentenversicherung)
Liste Onkologischer Rehabilitations-Zentren in Österreich (Öffnet in neuem Fenster) (Österreichische Krebshilfe)
Wiedereingliederungsteilzeit (WIETZ) und Wiedereingliederungsgeld (Öffnet in neuem Fenster) (ÖGK Österreichische Gesundheitskasse)
Passende Folgen zum Weiterhören
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Woanders gesehen
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Vom Schnittpult
Die Verkühlung ist nun definitiv vorbei (hat sich ohnehin lange genug gezogen). Die Stimme ist nicht mehr belegt (du hörst es vielleicht auf der Tonspur der aktuellen Folge) und ich besuche wieder die Chorproben. Ich habe sogar wieder mit meinem Lauftraining begonnen. Die Kondition ist natürlich im Arsch. Aber das wird schon wieder!
Ansonsten bin ich mit der finanziellen Planung der nächsten Monate beschäftigt. Zuerst Buchhaltung aktualisiert, Kassasturz, Prognoserechnung. Die große Frage ist: Wie lange reicht das Geld von der Förderung noch? Und ab wann klafft das Finanzierungsloch. Denn Aufträge sind derzeit leider noch nicht in Sicht.
Ich hatte ja im 1. Quartal nochmals intensiver als zuvor probiert, den Podcast mit Sponsoringkooperationen zu finanzieren, allerdings ohne Erfolg. Da auch die Support-Mitgliedschaften quasi stagnieren (natürlich freue ich mich extrem über die von Helmut abgeschlossene Unterstützung, herzlichen Dank an dich!), werde ich nun vermehrt versuchen, wieder an Aufträge für Vorträge und Workshops (Öffnet in neuem Fenster) zu kommen.
Falls mir jemand wertvolle Kontakte zu Unternehmen herstellen kann (Geschäftsführung, Personal, interne Kommunikation, BGF/BGM, Arbeitsmedizin), würde mich das sehr freuen!
Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.
© 2026 Der Podcast wird gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
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