
Nicht alle Geburten setzen so spontan ein, wie es laut der Überlieferung bei Maria war, als sie ihren Sohn Jesus in einer Futterkrippe in einem Stall bei Bethlehem zur Welt brachte. Dieses Ereignis feiern Christ:innen in aller Welt bald zum 2025. Mal …
Weihnachten kommt meistens schneller als man denkt, das ist bei manchen Geburten anders: Manchmal lassen die Wehen auf sich warten. Wenn sie in der 37. Schwangerschaftswoche noch nicht eingesetzt haben, können Hebammen und andere Geburtshelfer:innen erwägen, die Geburt einzuleiten. Dabei können sie auf verschiedene Methoden zurückgreifen: nicht-medikamentöse und medikamentöse. Doch was weiß man über die unterschiedlichen Mittel? Welche Vor- und Nachteile haben sie?
Das GPSP-Magazin (Öffnet in neuem Fenster) warnte vor einiger Zeit vor sogenannten „Wehencocktails“, die Rizinusöl (Öffnet in neuem Fenster) und Alkohol enthalten. Auch wenn es sich bei Rizinus um einen Stoff aus der Natur handelt, so ist das Öl als Wehenförderer – noch dazu gemixt mit Alkohol – keineswegs unbedenklich. In unserer aktuellen Ausgabe 06/2025 (Öffnet in neuem Fenster) greifen wir das Thema Geburtseinleitung in zwei Beiträgen wieder auf und stellen aktuelle Erkenntnisse zu unterschiedlichen Methoden vor.
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Geburtseinleitung ohne Medikamente?
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersuchte kürzlich im Rahmen des „Themenchecks Medizin“ nicht-medikamentöse Methoden zur Geburtseinleitung. Dazu zählen zum Beispiel Akupressur, Akupunktur (Öffnet in neuem Fenster), Nelken- und Nachtkerzenöl (Öffnet in neuem Fenster), aber auch Geschlechtsverkehr und das oben erwähnte Rizinusöl (Öffnet in neuem Fenster). Die Forschenden schauten sich zwölf Studien an, die Nutzen und Risiken dieser Methoden untersuchen.
Aus unserem aktuellen Heft, frei lesbar: Nicht-medikamentöse Geburtseinleitung: Viele Fragen bleiben offen (Öffnet in neuem Fenster)
Medikamentöse Geburtseinleitung?
In Deutschland wird etwa jede fünfte Geburt eingeleitet. Für die medikamentöse Geburtseinleitung stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, die als Tablette, Gel oder Zäpfchen in der Scheide oder als „Wehentropf“ zum Einsatz kommen. Dazu gehören Misoprostol, Dinoproston und Oxytoxin. Häufig wird der Wirkstoff Misoprostol gewählt. Doch der Wirkstoff geriet vor einigen Jahren in heftige Kritik, weil er damals nur als Magenmittel zugelassen war und schwere Komplikationen bei eingeleiteten Geburten bekannt wurden.
Aus Heft 04/2020, frei lesbar: Wie riskant ist Misoprostol? (Öffnet in neuem Fenster)
Neues Medikament für die Geburtseinleitung seit 2020
Nach der Kritik an dem Misoprostol-haltigen Magenmittel Cytotec®, kam im September 2020 ein Mittel auf den Markt, das den Wirkstoff in einer für die Geburtseinleitung geeigneten Dosis enthält. Doch damals ließ sich die Frage nicht beantworten, ob es besser ist als ein bereits für die Geburtseinleitung zugelassenes Medikament mit Dinoproston.
Aus Heft 03/2022, frei lesbar: Ist Angusta® besser geeignet als andere Mittel? (Öffnet in neuem Fenster)
Medikamente zur Geburtseinleitung: Risiken durch falsche Anwendung
Augusta® ist nun besser untersucht. Zu vielen Fragen gibt es inzwischen mehr Erkenntnisse. Hoffte man anfangs, die Probleme seien durch die geeignete Dosierung gelöst, meldete das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM) jedoch kürzlich schwere Fälle von unerwünschten Wirkungen. Dahinter stecken auch viele Probleme, die durch korrektes Anwenden vermeidbar sind.
Aus unserem aktuellen Heft: Misoprostol: Auf die korrekte Anwendung kommt es an (Öffnet in neuem Fenster) (€)
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Viele Grüße, Silke Jäger