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Tonya packt aus: Heldendumm-Newsletter #14

Servus, ihr Helden der absurden Geschichte!

Hier ist wieder eure Tonya – zwar ohne Fleisch auf den Rippen, aber dafür mit umso mehr Herz für unsere Community. Das Jahr 2025 biegt auf die Zielgerade ein, und während ihr vermutlich gerade versucht, die ersten Lebkuchen zu verdauen, herrscht bei uns im Hauptquartier Ausnahmezustand.

Warum? Weil es diese Zeit im Jahr ist, in der das Internet bunter wird als ein Weihnachtsbaum auf Ecstasy: Spotify Wrapped ist da!

Die Jungs kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, deshalb übernehme ich heute die Analyse. Wir schauen auf die nackten Zahlen (keine Sorge, nicht so nackt wie Günther), feiern ein wahnsinniges Jahr und ich habe einen Quickie dabei, der beweist, dass man selbst auf dem heimischen Sofa nicht vor dem Universum sicher ist.

Also: Synapsen entstauben, Glühwein bereitstellen und los geht's!

Steady-Freuden

Vielen Dank an:

Johannes, Jasmin, Korbinian, Patrick, Britta, Enrico, Milena, Lara, Simon, Jos, Dario, Nathalie, Katja, Isabella, Tina, Jeanine, Mike, Tim, Anne, Roland, HG, Amira, Kay, Andrea, Eva, Franz, Hartmut, Stephan, Andreas, Michaela, Hendrik, Cookie, Jochen, Sarah, Falk, Prokrastinator, Susanne, Katrin, Bjoern, Yvonne, Noah, Stephan, Samantha, Kai, Amelie, Marthe, Barbara, Sven, Olivier, Felix, Janine, Timo und Tobias.

Danke euch allen – ohne euch wäre das hier nur halb so dumm und gar nicht so heldenhaft.

Ein wenig Hausmeisterei

Heute dreht sich alles um Spotify Wrapped – denn auch wir konnten uns dieses Jahr nicht davor verstecken. Aber worum geht es denn überhaupt? Eine berechtigte Frage für die Menschen, die Heldendumm hören, aber kein Spotify nutzen. Und von denen gibt es jede Menge. Aber ich schweife ab.

Das jährliche Spotify Wrapped ist eine Zusammenfassung des eigenen vergangenden Jahres. Dort werden Lieder, Künstler, Genres und eben auch Podcasts ins Licht gerückt, damit jeder genau sehen kann, was er genau gehört hat. Eigentlich eine tolle Sache!

Was diese Sache noch ein wenig toller macht, ist die Tatsache, dass es nicht nur für die Spotify-Konsumenten gedacht ist, sondern auch für Creators. So wurden die Jungs im Vorfeld aufgefordert, ein kleines Video hochzuchladen, bei dem sie keine Ahnung hatten, was sie da eigentlich in wenigen Sekunden erzählen sollen. Das Video wurde dann denen zugestellt, die für Spotify als “größte Fans” von Heldendumm gelten. Und davon gab es tatsächlich auch einige.

Aber neben dem tollen Video wurden uns Statistiken geliefert. Und die haben es in sich. Laut Spotify waren wir auf Platz #22 der Podcastcharts in Deutschland. Es wird nicht genauer spezifiziert, aber wir gehen nicht davon aus, dass es sich dabei um die allgemeinen deutschen Charts handelt, sondern die in unserer Kategorie: Geschichte. Sollte es doch so gewesen sein, dann fresse ich einen Knochen. Ehrlich!

Zudem soll Heldendumm sich 34 Wochen in den Charts gehalten haben. Das klingt zumindest halbwegs realistisch.

Eure Lieblingsepisode des Jahres war wohl gleich der Auftakt des Jahres, denn Dudeljack wurde mit Abstand am meisten gehört.

Auch eine weitere Sache möchten wir nicht unwerwähnt lassen: Dieses Jahr wurde Heldendumm 209 Mal kommentiert. Ungefähr ein Viertel aller Kommentare wurden unter dem Live in Lüdenscheid-Event hinterlassen. Das nennen wir Leidenschaft!

Und apropos Leidenschaft – Ihr habt dieses Jahr 16 Jahre Heldendumm gehört! Was zum Geier? Mal im Ernst! SECHZEHN JAHRE!

An dieser Stelle können wir uns eigentlich nur bedanken und freuen uns jetzt schon auf das Jahr 2026! Einige Themen sind bereits in der Vorbereitung und einige weitere sind noch komplett offen, deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmal auf unser Vorschlagsformular verweisen! Ja, für die, die es noch nicht kennen: ihr könnt jederzeit Themen einsenden und euch einen der beiden Jungs aussuchen, der sich in das Thema eingraben soll. Sobald das Formular abgeschickt ist, landet es direkt im Themenpool von Philipp oder Daniel. Der Weg ist deutlich einfacher als Social Media, denn da gilt wie immer: Die Nachrichten werden oft nicht angezeigt und sie gehen immer wieder mal unter. Deshalb: Macht uns glücklich und benutzt das Vorschlagsformular:

Und eine weitere Bitte habe ich noch: Wenn ihr Feedback zum Newsletter habt – lasst es uns wissen! Es gibt viele Wege dafür, aber am liebsten hätten wir euch auf dem Heldendumm-Discord. Denn dort könnt ihr eure Gedanken nicht nur mit den Jungs teilen, sondern auch mit dem Rest der Community. Und das regt spannende Diskussionen an!

Reingehört?

In der letzten Episode wurde es mal wieder ein wenig undurchsichtig. Viele Menschen, viele Orte, viele Namen. Und am Ende auch viele Erklärungen, was eigentlich passiert ist.

Hört jetzt rein in »Blaues Licht« (Öffnet in neuem Fenster)!

https://heldendumm.de/podcast/blaues-licht/

Heldendumm Quickie: Mete-oh-oh.

Stellt euch vor, es ist ein gemütlicher Dienstagnachmittag. Ihr liegt auf der Couch, eingemummelt in eine Decke, draußen ist es ruhig, und das Aufregendste, was passieren könnte, ist, dass der Nachbar den Rasenmäher anwirft. Das ist der Inbegriff von Sicherheit, oder?

Falsch.

Fragt mal Ann Hodges. Die Frau aus Sylacauga, Alabama, dachte auch, sie könnte am 30. November 1954 einfach mal ein Nickerchen machen. Stattdessen bekam sie Besuch. Von einem Stein. Aus dem Weltraum.

Es begann wie ein klassischer Hollywood-Sci-Fi-Film, nur ohne Budget. Menschen in drei US-Bundesstaaten sahen einen grellen Feuerball über den Himmel rasen. Die Leute gerieten in Panik. Wir schreiben das Jahr 1954, der Kalte Krieg war so frostig wie meine Füße, und jeder dachte sofort: „Die Russen kommen!“ oder „Aliens greifen an!“.

Währenddessen lag Ann Hodges, 31 Jahre alt, auf ihrem Sofa und träumte wahrscheinlich von einem ruhigen Leben. Plötzlich: Ein schwarzer Felsbrocken, etwa so groß wie eine Grapefruit (und deutlich härter), durchschlug das Dach ihres Hauses, zerschmetterte die hölzerne Zimmerdecke, prallte von ihrem riesigen Röhrenradio ab und klatschte ihr – mit immer noch ordentlich Restgeschwindigkeit – voll in die Seite.

Ann wachte auf. Nicht durch einen sanften Kuss, sondern weil ihre Hüfte brannte wie Feuer und ihr Wohnzimmer voller Staub war. Sie hatte einen riesigen, ananasgroßen Bluterguss an der Seite. Damit hält Ann Hodges bis heute einen Titel, den niemand haben will: Sie ist der einzige Mensch in der Geschichte, der nachweislich und direkt von einem Meteoriten getroffen wurde und dabei überlebte.

"Einspruch!" höre ich da aus dem Ruhrgebiet rufen. "Was ist mit dem Jungen aus Essen-Heidhausen?" Stimmt, da war was. 2009 behauptete der 14-jährige Gerrit, auf dem Schulweg von einem erbsengroßen Meteoriten an der Hand getroffen worden zu sein. Angeblich prallte das Ding ab und riss noch einen 30-Zentimeter-Krater in den Asphalt. Die Story ging damals durch alle Zeitungen.

Das Problem an der Geschichte? Physiker haben sich vor Lachen kaum eingekriegt. Ein Stein dieser Größe würde beim Aufprall niemals genug Energie haben, um einen Krater zu sprengen – schon gar nicht, nachdem er von einer weichen Teenager-Hand gebremst wurde. Die Wissenschaft sagt: Netter Versuch, Gerrit, aber das war wohl eher ein chemisches Experiment oder ein Böller, der schiefging. Somit bleibt unsere Ann aus Alabama die unangefochtene "Queen of Impact".

Zurück zu Ann. Denn kaum hatte sie realisiert, dass sie nicht von einer russischen Bombe, sondern von einem 4,5 Milliarden Jahre alten Souvenir aus dem All getroffen wurde, ging der Wahnsinn los.

Zuerst kam die Polizei, dann die Air Force (die den Stein wegen "Spionage-Verdacht" beschlagnahmte und erst nach öffentlichem Druck wieder rausrückte), und schließlich der Endgegner: Birdie Guy, ihr Vermieter. Der alte Geizhals argumentierte: „Der Stein ist auf mein Haus gefallen. Also gehört er mir.“ Ann argumentierte: „Der Stein ist auf meine Hüfte gefallen. Und ich hab die Schmerzen.“

Nach einem zähen Rechtsstreit, bei dem Ann und ihr Mann 500 Dollar (damals ein Vermögen) an den Vermieter zahlten, gehörte der Stein endlich ihnen. Sie dachten, sie könnten ihn für Millionen verkaufen. Der Haken? Durch den langen Streit war der Hype vorbei. Niemand wollte den Stein mehr kaufen. Niemand.

Was macht man also mit einem 4 Kilo schweren Stück Weltraumschrott, für das man seine Ersparnisse geopfert hat? Richtig. Man benutzt es als Türstopper.

Jahrelang hielt einer der seltensten Gegenstände der Erde im Hause Hodges die Tür offen, wenn es zog. Ann starb 1972, verarmt und unglücklich. Sie sagte einmal: „Ich wünschte, das Ding hätte mich nie getroffen.“ Den Stein spendete sie schließlich einem Museum, wo er heute noch liegt – sicher hinter Glas, weit weg von Hüften und Dächern.

Quelle: Hodges Meteorite Strike (Öffnet in neuem Fenster)

Und das war’s schon für diese Ausgabe!

Bleibt heldenhaft,
Tonya Bone-ita Riesenhuber

P.S.: Womit bezahlen die modernen Skelette?
Mit Krypto-Währung! 🦴💸

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