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Das große Umgeziehe

Wenn ein Musikclub umzieht, ist das oft besonders schwierig. Denn es geht nicht nur um die Logistik, sondern vor allem darum, das Stammpublikum mitzunehmen. Andi Schmidt, Betreiber des umzugsgeplagten Clubs Molotow (Öffnet in neuem Fenster), weiß, wie anspruchsvoll das ist. Doch er hat in den vergangenen Jahren einige Umzüge erfolgreich absolviert und den legendären Konzertclub dabei immer wieder neu erfunden. Am aktuellen Ort kann das Molotow nun bis mindestens 2040 bleiben. 

Vor ähnlichen Herausforderungen stehen jetzt auch andere Clubs in Hamburg, So gab kürzlich das Docks bekannt, nach fast vier Jahrzehnten an der Reeperbahn umzuziehen in den Stadtteil Barmbek-Süd. Eine überraschende Nachricht, doch der Mietvertrag läuft Ende März 2027 aus, dann geht es von der Kiezmeile an die Hamburger Meile.

In die freiwerdende Location am Spielbudenplatz zieht vorübergehend eine andere Institution der Hamburger Livemusik: die Markthalle. Denn deren Räumlichkeiten nah des Hauptbahnhofs müssen umfänglich renoviert werden, für voraussichtlich drei Jahre geht es deshalb nach St. Pauli. Daran wird man sich erst einmal gewöhnen müssen. Die geschichtsträchtige Location am Klosterwall ist mit ihren vielen Stufen im großen Bühnenraum schließlich einzigartig, da von nahezu jedem Platz eine gute Sicht möglich ist.

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Mit dem Gruenspan ist ein weiterer Traditionsclub unterwegs. Das traditionelle Stammhaus an der Großen Freiheit wird ebenfalls saniert, der Umzug in die historische „Halle D“ an der Lagerstraße ist bereits im vollen Gange. Ab August werden die Gruenspan-Konzerte für mindestens zwei Jahre im nahen Schanzenviertel stattfinden. Die „Halle D“ soll danach weiter für Konzerte genutzt werden – für Clubs, die wegen Renovierungen einen neuen Ort brauchen.

Nicht in Frage kommt das für die MS Stubnitz. Denn das beliebte Konzertschiff ist schwimmfähig und damit mobil. Zum Jahresende wird es seinen Standort an der Kirchenpauerkaikante in Richtung Baakenhöft verlagern. Dort störe man weniger Anwohnende, heißt es. Später einmal könnte das ehemalige DDR-Hochseefischerschiff (Öffnet in neuem Fenster) dann in direkter Nachbarschaft der an dieser Stelle geplanten neuen Hamburger Oper liegen. Das wäre gewiss ein reizvoller Gegensatz – Erinnerungen an das filmische Meisterwerk „Fitzcarraldo (Öffnet in neuem Fenster)“ inklusive.

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