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10 Tage Grüne Woche: Zwischen Bibo, Biosensorik und Bügelkonfetti

Zwischen Interviews, Impulskäufen und Begegnungen, die bleiben. Die Grüne Woche war mal wieder eine intensive Reise durch diverse Themen dieser Welt.

Vom 15. bis einschließlich 24. Januar habe ich auf der Grünen Woche gearbeitet. Was kann man sich darunter vorstellen? Grundsätzlich geht es um Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Dazu gehört aber so viel und vieles ist über die Jahre hinzugekommen, dass die Messe eigentlich bunte Woche heißen müsste – wobei Woche auch nicht passt, denn sie läuft über zehn Tage.

Seit vier Jahren schreibe ich während dieser zehn Tage mit lieben Kolleginnen zusammen Blogtexte und ich muss sagen: Mir begegnen zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr so geballt so viele unterschiedliche Menschen und Inhalte.

Die bunte Vielfalt der Grünen Woche. Startups- Blumenhalle, Ernährungstrends, Traditionsbetriebe - und mittendrin ein Fußball-Weltmeister.

Hobby Horsing und Länder-Hopping

Ihr könnt euch das so vorstellen, dass fast jedes deutsche Bundesland eine Präsenz hat, zuweilen sogar eine ganze Halle füllt. Ihr könnt also innerhalb weniger Minuten durch Bayern, Thüringen, Hessen oder Berlin spazieren. Außerdem gibt es internationale Bereiche: von Österreich, Polen und den Niederlanden bis nach Sri Lanka, Tadschikistan und Peru. Ich habe nicht nur erfahren, wie man Onigiri (Japan) (Opens in a new window) zubereitet, wie argentinische Alfajores (Opens in a new window) schmecken und Matcha Latte aus der Dose, ich habe auch meinen ausgewaschenen Pullover mit buntem Bügelkonfetti (Opens in a new window) aufgepeppt, eine Cosplay Meisterschaft (Opens in a new window) angeschaut, gelernt wie man aus alten Autoreifen wiederverwendbaren Messeboden (Opens in a new window) herstellen kann und einen Text über Hobby Horsing (Opens in a new window) geschrieben.

Für den Fall, dass ihr Themen nachlesen möchtet, könnt ihr den Verlinkungen folgen. Meine zwei Highlights waren der Messerundgang mit der 101 Jahre alte Charlottenburgerin Ingeborg Wegner und meine neue Bibo-Handpuppe. Zwischen zwei Interviews suchte ich gerade eine Abkürzung durch die Halle, da fiel mein Blick auf etwas puscheliges Gelbes, das an der Wand hing und mich mit großen Augen ansah. Fünf Minuten später und 55 Euro leichter lief ich mit meiner Hand in Bibos Schnabel über die Messe: Lachende Gesichter, freudige „Bibo“- Quietscher. Wer gerade noch gestresst geschaut hatte, grinste in meine Richtung.

https://www.gruenewoche.de/de/blog/mit-101-ueber-die-gruene-woche-und-schon-plaene-fuers-naechste-jahr.html (Opens in a new window)

Verbindungen, die bleiben

Die Grüne Woche hält für mich immer Überraschungen bereit und auch immer etwas, das bleibt. Im vergangenen Jahr habe ich in der Startup-Area in der Berlin-Halle Tsvetana Dinkova kennengelernt, die das Restaurant Trivitys (Opens in a new window) in Pankow betreibt. Das gesamte Jahr über waren wir in Kontakt, haben Human-Design-Analysen (von mir) gegen bio-vegane, gluten- und zuckerfreie Köstlichkeiten (von ihr) getauscht. Im Sommer war ich bei ihrem 5-jährigen Firmenjubiläum und lernte drei weitere spannende Menschen kennen, die ich inzwischen zu meinem erweiterten Freundeskreis zählen darf.

Ich bin schon gespannt, wer dieses Mal bleibt. Es könnte gut sein, dass es Minever Zevker aus Bielefeld ist. Bei den Startup-Days hat sie ihre Cups und Suppen von Miss Mineva´s präsentiert (Opens in a new window).  Das Rote Linsen Dahl (Opens in a new window) und die Tomatensuppe habe ich mir inzwischen schon gekauft. Beides gibt es aktuell beim Rewe in der East Side Mall. Ich mag sonst keine Fertiggerichte, das fand ich aber beides sehr lecker und gut bekömmlich. Minever arbeitet mit Fermentationsprozessen. Ihre Produkte enthalten Ballaststoffe und pflanzliche Proteine sind vegan, frei von künstlichen Zusätzen, Industriezucker und Palmfett.

https://www.gruenewoche.de/de/blog/von-ananasfaser-bis-ingwer-schokolade-startups-gestalten-die-zukunft-auf-der-gruenen-woche.html (Opens in a new window)

Minever hat selbst zwei Kinder und beschreibt sympathisch und anschaulich das Spannungsfeld aus dem Wunsch, sich gesund zu ernähren und der in den Ofen geschobenen Tiefkühlpizza. Wir haben uns nach der Preisverleihung für das beste Startup noch zufällig in der S-Bahn getroffen, viel gelacht und freuen uns jetzt gemeinsam darauf, dass diese Woche die neue Staffel Bridgerton auf Netflix released wird.

Was auch bleiben wird, ist der Satz, den Kalligrafie-Künstler Abdelaziz Bachari (Opens in a new window)auf seinen Mantel gezeichnet hat: “Wenn mein Ursprung die Erde ist, dann sind alle, die auf der Erde sind, meine Verwandten.” Dazu passt die Begegnung mit Teddy-Liebhaberin Sina Martin, die das über hundert Jahre alte Unternehmen “Martin Bären” ihres Ururgroßvaters weiterführt und Kinder und Erwachsene auf der Messe mit ihrer liebevollen Art begeisterte, (Opens in a new window) Kuscheltiere auf die Welt zu bringen.

"Wenn mein Ursprung aus Erde ist, dann sind alle, die auf der Erde sind, meine Verwandten.“ Von Kalligrafie-Kunst und Kuscheltieren: Die Begegnungen auf der Grünen Woche sind vielfältig

Außerdem habe ich mich mit Claire Chen (Opens in a new window) verabredet, eine Charleston- und Swing Tänzerin, die in der im zwanziger Jahre gestylten Blumenhalle (Opens in a new window) aufgetreten ist. Im Interview sagte sie auf einmal, sie mache Systemische Aufstellungen und wir stellten fest, dass wir vielleicht noch mehr Überschneidungen haben als diesen kurzen Moment auf der Grünen Woche zwischen Journalistin und Tänzerin. Das liebe ich so an solchen Begegnungsplätzen.

Hinter den Kulissen: Wie sieht meine Arbeit genau aus?

Eine Freundin hat mir neulich gesagt, dass es für sie nach wenig Arbeit klang, was ich auf der Grünen Woche mache, dass sie das aber gar nicht einschätzen könne und spannend fand, als ich ihr sagte, was alles dazugehört. Deshalb habe ich euch in einem separaten Text (Opens in a new window)mal die Hintergründe aufgeschrieben.

(Opens in a new window)
Topic everyday stories.

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