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Meer-Montag #53 - Ein Jahr am Meer

Ahoi zu diesem Meer-Montag, dem letzten im Jahr 2025. Ich habe es wirklich geschafft: trotz so vielen Hürden und gesundheitlichen Rückschlägen in den letzten 12 Monaten konnte ich einmal pro Woche etwas schreiben und an euch versenden. Und auch, wenn es mir manchmal schwer fiel, mich für ein Thema zu entscheiden, so waren diese Artikel oft mein Highlight der ganzen Woche. Ich hoffe, euch ging es ähnlich und dass wir gemeinsam leichter in den Montag starten konnten. Hinterlasst im neuen Jahr gern ein bisschen Feedback, so dass ich weiß, wie euch die jeweiligen Themen gefallen. Entweder direkt als Kommentar hier unter dem Artikel oder bei Instagram.

Ich habe lange überlegt, wie ich Steady 2026 gestalten möchte. Im Moment lesen die meisten von euch (fast 400 Menschen) die Artikel kostenlos. Im neuen Jahr werden ich es folgendermaßen ändern:

  • Newsletter-Abonnentis können weiterhin einen Meer-Montag pro Monat kostenlos lesen. Der Artikel kommt wie immer direkt in euer E-Mail Postfach. Außerdem erfahrt ihr zwischendurch Neuigkeiten über meinen eigenen Online-Shop, der Anfang des Jahres startet, über die Ausstellung, die im März stattfinden wird und viele weitere Neuigkeiten rund um meine Arbeit als Fotografin & Illustratorin. Hab ich schon erwähnt, dass ich im Frühjahr eine ganze Woche auf einer Insel verbringen werde und außerdem grad an zwei Büchern schreibe? Bleibt also gern dran, es wird wild!

  • Bärtierchen-Mitglieder bekommen für einen Beitrag ab 4€ pro Monat einen zusätzlichen zweiten Meer-Montag, können also alle zwei Wochen einen Artikel lesen. Außerdem sende ich ihnen - wenn sie ihre korrekte Adresse bei Steady hinterlegt haben - 2 Mal im Jahr eine Postkarte mit einem bis dahin neuen Motiv zu.

  • Kraken-Mitglieder sind schon ab 7,50€ pro Monat dabei. Sie erhalten alle zwei Monate, also 6 Mal im Jahr eine Postkarte von mir, manche aus meinem Shop, andere noch komplett neu. Den zweiten Meer-Montag werden sie natürlich auch in ihrem Postfach finden, mindestens einen davon werde ich ihnen sogar als kleinen Podcast vertonen.

  • Hai-Mitglieder unterstützen mich mit 11€ pro Monat und erhalten dafür in jedem Monat (!) eine Postkarte. Diese ist entweder aus meinem Sortiment oder mit einem bisher nicht erhältlichen und neuen Motiv. Die zwei Meer-Montag Artikel, von denen mindestens einer zusätzlich vertont ist, sind natürlich im Paket enthalten.

Ihr könnt also direkt jetzt euer favorisiertes Paket wählen und erhaltet ab Januar euer erstes Goodie.

Und nun tauchen wir ein in den letzten Meer-Montag 2025. ich wünsche euch allen einen entspannten und rutschfesten Start in das neue Jahr!
Vorbild hierfür könnten Pinguine sein. Charakteristisch für diese Südpolbewohner*innen ist nämlich der watschelnde Gang. Das Pendeln von links nach rechts, bei dem die flachen Füße jeweils ein kleines Stück nach vorne geschoben werden, sieht für uns vielleicht unbeholfen aus, ist aber tatsächlich eine sehr effiziente Methode sich fortzubewegen, spart den Tieren jede Menge Energie und sorgt für Stabilität auf Eis und Schnee. Eine Art der Pinguin-Familie möchte ich euch heute kurz vorstellen: Adélie-Pinguine

Vielleicht kennt ihr sie aus verschiedenen Tierdokumentationen. Denn sie eignen sich fantastisch zum Geschichten erzählen. Die etwa 70cm großen Pinguine mit dem auffälligen hellen Ring um die Augen bauen ihre Nester aus Steinen in riesigen Kolonien. Sie sind dafür bekannt, sich beim Nachbarnest die schönsten Steine gegenseitig zu klauen, sollte der Besitzer oder die Besitzerin kurz mal wegschauen. Und dabei zuzusehen ist Unterhalt pur. Die Brutzeit beginnt, wenn die Wassertemperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, oft im antarktischen Frühling (Oktober/November). Hierfür suchen die Tiere eisfreie, felsige Küsten, die gut von der Sonne beschienen werden. Denn während des Brütens und der Aufzucht der Jungen müssen die Eltern immer wieder ins Meer, um zu jagen. Kürzere Wege zwischen Brutkolonie und dem Rand des Eises sind hier für den Bruterfolg entscheidend.

Wie ihre Verwandten sehen sie an Land etwas unbeholfen und tollpatschig für uns aus, im Wasser jedoch scheinen sie zu fliegen. Mit ihren Flossenschlägen erreichen sie hohe Geschwindigkeiten und sind dafür bestens für eine Unterwasserjagd geeignet. Die Nahrung der Adélie-Pinguine besteht zu 90% aus Krill, kleinen Krebstieren, die vor allem in den kalten Gewässern rund um die Antarktis vorkommen. Um genug von ihnen zu erbeuten, tauchen die Pinguine weit hinunter. Es wurden schon Rekordtiefen von bis zu 175 Metern gemessen. Doch auch sie müssen sich nach Gefahren umschauen: Vor allem Seeleoparden lauern an den Stellen, an denen die Pinguine ins Meer springen. Die großen, wendigen Robben sind ausgezeichnete Jäger und haben sie ihr Ziel im Blick, wird es für den Pinguin schwer, zu entkommen. Tolle Aufnahmen hiervon gibt es in der Doku “Penguins” die ihr z.B. auf Disney Plus ansehen könnt.

Adélie-Pinguine gelten zurzeit nicht als gefährdet, sind jedoch einerseits vom Klimawandel betroffen und andererseits von der industriellen Fischerei nach Krill. Die Krillfischerei in der Antarktis wird immer größer und rücksichtsloser. Der in Massen gefangene Krill wird hauptsächlich für Fischfutter (als Futter in Aquakulturen), Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel und in anderem Tierfutter genutzt. Das ist höchst problematisch. Denn Krill ist eine Schlüsselart im Ökosystem des antarktischen Ozeans: ohne ihn gerät alles aus dem Gleichgewicht. Die kleinen Tiere fressen an der Wasseroberfläche kohlenstoffhaltige Algen, sinken in tiefere Wasserschichten ab und scheiden erst dort den Kohlenstoff als Kot wieder aus. Sie transportieren ihn also in die Tiefe und weg von der Atmosphäre, wodurch sie dem Klimawandel entgegen wirken. Außerdem wird mit der Fischerei in dieser Größenordnung den Walen, Pinguinen und Robben im Antarktischen Ozean die Nahrungsgrundlage genommen. Viele von ihnen ernähren sich fast ausschließlich von Krill.

Wie immer hängt alles miteinander zusammen und wir können uns nur schwer lustige und Steine klauende Pinguine anschauen, ohne über ihre Rolle im Nahrungsnetz und ihre Verbindung zum gesamten Ökosystem zu reden. Denn wir schützen vor allem das, was wir kennen. Und ich hoffe wirklich sehr, dass ich euch in den vergangenen 12 Monaten nicht nur verschiedene Tierarten vorstellen, sondern auch genau diese Zusammenhänge näher bringen konnte. Begleitet von Illustrationen und Fotos möchte ich euch zeigen, wie wunderschön und faszinierend unsere Erde ist und wie sehr es sich lohnt, ihr eine Bühne zu bieten und sich für ihren Schutz einzusetzen. Und genau da geht es Januar weiter: beim ersten Meer-Montag 2026. Ich freu mich, dass ihr mit dabei seid.

Argomento Meer-Montag

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