FILM-KRITIK (Si apre in una nuova finestra)
Der Mensch und die Natur, unser nicht selten zerstörerischer Einfluss auf diese - Flora UND Fauna! - und manch Versuche einige Demolierung wie Ausmerzung ruckgängig zu machen oder einzuhegen, sind ein seit geraumer Zeit Thema (Si apre in una nuova finestra). Eines, das mit mal mehr, mal weniger Aufmerksamkeit wie Aufrichtigkeit behandelt wird.

Ganz aktuell, massentauglich und dabei doch weit intensiver und ernsthafter als zunächst von mir vermutet im neuen Disney-Film HOPPERS. Dieser kam, jedenfalls für mich, irgendwie überraschend… nun ja, eben um die Ecke gehoppelt. Entsprechend saß ich nach einem Geht-So-Trailer (Si apre in una nuova finestra) nahezu ohne Erwartungen im Kino - und wurde mehr als positiv überrascht.
Der so knuffige wie bissige Film (Si apre in una nuova finestra) von Autor Jesse Andrews und Regisseur Daniel Chong dreht sich um die naturverbundene und tierliebende, dezent aufmüpfige Studentin Mabel Tanaka (Piper Curda, dt.: Magdalena Montasser - die Stimme von Jenna Ortega (Si apre in una nuova finestra) aka Wednesday). Diese kommt dahinter, dass ihre Professorin Dr. Fairfax (Kathy Najimy, dt. Martina Treger) und Kolleg*innen eine Methode entwickelt haben, um das menschliche Bewusstsein in lebensechte Roboter-Tierkörper zu übertragen. Da die herkömmlichen Demo-Versuche Mabels gescheitert sind, den Bau einer das eine oder andere Natur-Habitat vernichtenden Brücke zu verhindern, nutzt sie nun einen Biber-Body, um ihren Kampf weiterzuführen. Der richtet sich primär gegen Bürgermeister Jerry Generazzo (Jon Hamm, dt. Markus Pfeiffer), der auf eine Wiederwahl hofft. Unterstützung findet Mabel vor allem in Säugetier-König George (Bobby Moynihan, dt. Tobias Müller), ebenfalls ein Biber. Doch welche Ausmaße dieser Konflikt sowie ein schwelender Machtkampf innerhalb der Tierfamilien bzw. Tierarten annehmen wird, das ahnt auch Revoluzzer-Mabel nicht einmal ansatzweise…

(Klingt doch irgendwie wie der passende Film zur Baden-Württemberg-Wahl an diesem Sonntag, oder?! Natur und Mensch, grünes Denken und kapitalistische Realität, Mensch gegen Maschine… Und irgendwie passt es auch zum Tag der gesunden Ernährung in Deutschland 2026, der heute ist.)
Hoppers war für mich eine der bisherigen Film-Überraschungen des Jahres. Waren 28 Years Later: The Bone Temple (Si apre in una nuova finestra), Wuthering Heights (Si apre in una nuova finestra) oder zuletzt Marty Supreme (Si apre in una nuova finestra) (und nun hoffentlich Scream 7) erwartungsgemäß stark, erstaunten mich Tiefe und Inhalt, Effekt und Optik von Hoppers doch sehr.

Zwar ist die kurzweilige Handlung des Pixar-Streichs hier und da ein wenig ungleichmäßig. Dann wiederum spielt der Film auch an Hügeln und Teichen, im Wald und am Ozean (Si apre in una nuova finestra). Doch dass ein Wild Robot-Abklatsch entstehen würde, wie zu Beginn kurz befürchtet, war glücklicherweise eine Fehlfürchtung. Action gibt es dennoch reichlich, nicht erst als Hai-Di (Vanessa Bayer, dt. Heidi Klum) auftaucht.

Die Sprecher*innen können sich im englischen Original wie auch in der sehr guten, deutschen Synchronisation sehen… uh… hören lassen (Si apre in una nuova finestra). (Im Gegensatz zu G.O.A.T. (Si apre in una nuova finestra), was die Synchro angeht.) Die Farbtiefe wie Bewegungen sitzen 1A und besonders zauberhaft bis detailverliebt ist, dass die Tiere in der Kommunikation mit den Menschen nicht nur verändert/unverständlich sind, sondern auch ihre Gesichtszüge wie Bewegungen sich stark verändern. Es würde mich/uns arg schocken, würde diese tierisch bunte, detaillierte und nachwirkende Nummer im kommenden Jahr nicht für die 99. Oscars nominiert werden. (2026 sind für Pixar Elio und für Disney Zoomania 2 am Start - Reviews lest ihr noch vor der Verleihung am 15. März!)
Passend also zu unserem brennenden Planeten (Si apre in una nuova finestra) sind diese Hoppers ganz heißer Scheiß für die komplette (Regenbogen-/Wahl-)Familie (der Niedlichkeits-Faktor ist natürlich entsprechend hoch) und mögen manch vom “Umwelt-Gedöns” weniger betroffenen Eltern, die ihre Kinder begleiten, die kleinen Äuglein und neben dem Stammhirn weitere Teile öffnen… Kurzum: Big Shout Out für die Hoppers!

🪵🪵🪵🪵🦎🥔🦎🦎🍞🍞🤼🥔🥔
AS
PS: Es gibt übrigens auch ein Hörspiel zum Film, das ihr u. a. auf Spotify hören könnt (Si apre in una nuova finestra). (Wo ihr auch unsere QUEER SOUNDS-Playlist findet (Si apre in una nuova finestra).)
PPS: Unsere queer review zu Zoomania 2 lest ihr pünktlich zum DVD-/Blu-ray-Start in der kommenden Woche.
PPPS: Apropos Tier und Mensch (Si apre in una nuova finestra), Gesundheit und Ernährung (Si apre in una nuova finestra), Blu-ray und Humor: Vor einiger Zeit waren wir zu einer Art Tag der offenen Tür im Tierheim Berlin (Si apre in una nuova finestra). Dort gab es auch eine Auktion (aka Wauktion), bei der der von uns geschätzte Monsieur Cordonnier (Si apre in una nuova finestra) für den guten (und zugegeben auch eigenen) Zweck eine von Tierliebhaber Felix Lobrecht signierte Blu-ray zur Buchverfilmung von Sonne und Beton ersteigerte (in einer durchaus spannenden Bieter*innen-Schlacht).
(Si apre in una nuova finestra)Autor, Podcaster und Entertainer Lobrecht jedenfalls ist aktuell mit SELL OUT auf Tour. Anfang kommender Woche in Berlin und kurz vor der Buchmesse in Leipzig (Si apre in una nuova finestra). Wir werden berichten! Termine, Tickets und Co. findet ihr hier (Si apre in una nuova finestra).
IN EIGENER SACHE: Da unser reguläres Online-Magazin noch immer nicht wieder am Start ist, veröffentlichen wir vorerst hier. Mehr dazu lest ihr in unserem Instagram-Post (Si apre in una nuova finestra) oder auf Facebook (Si apre in una nuova finestra). Außerdem freuen wir uns immer, wenn ihr uns einen Kaffee spendieren wollt (Si apre in una nuova finestra), durch unseren Merch stöbert (Si apre in una nuova finestra) oder uns direkt via PayPal (Mail: info_at_thelittlequeerreview.de) unterstützen mögt.

HOPPERS ist seit dem 5. März 2026 im Kino zu sehen.
Hoppers, USA 2026; Regie: Daniel Chong; Drehbuch: Jesse Andrews; Musik: Mark Mothersbaugh; Bilgestaltung: Jeremy Lasky, Ian Megibben; Schnitt: Alex Geddes; Laufzeit ca. 105 Minuten; FSK: 6