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VH108 Wieder entdeckte Top-Karikaturisten: Walter Trier

„Wer im damaligen Berlin, mit Ziffern im Kopf, stupide vom Lärm der Stadt, durch die Straßen hetzte und am ersten besten Kiosk einen solchen ‚Trier‘ sah, blieb stehen, holte Luft und – lächelte“. Das schrieb Erich Kästner in seinem Nachruf auf Walter Trier, der heute vor allem als Illustrator von Emil und die Detektive und weiteren Kästner-Klassikern während der Weimarer Republik in Erinnerung geblieben ist.

Weniger bekannt ist dagegen, dass Trier auch ein begabter politischer Karikaturist war, der kurz vor dem Ersten Weltkrieg bei den Berliner Lustigen Blättern anheuerte und sich bald zum bedeutendsten Zeichner der Zeitschrift entwickelte.

Zum „Lächeln“ brachte er die Leser mit seinen Karikaturen während des Ersten Weltkriegs allerdings nur höchst selten. Beispielhaft für die Arbeiten aus dieser Zeit steht die folgende Karikatur, die die wichtigsten britischen Politiker – England war der Erzfeind des Deutschen Reiches im Weltkrieg – als wild gewordene Indianer zeigt, die einen Kriegstanz aufführen:

 

Lustige Blätter, 1916

Wichtige Impulse erhielt die Trier-Forschung in den letzten Jahren insbesondere von Antje M. Warthorst, der Gründerin des Konstanzer Walter Trier-Archivs. Dass Trier dem Vergessen entrissen wird, ist vor allem ihr Verdienst.

https://www.walter-trier.de/walter-trier-archiv/recherche-projekte-events/ (Si apre in una nuova finestra)https://www.tagesspiegel.de/walter-triers-illustrationen-stifte-kann-man-nicht-besiegen-8726230.html?icid=topic-list_11928935___ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Kunst

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