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Visionen im und ums Rathaus

Liebe CarlL-Community,

in die seit Jahren schwelende Laupheimer Rathausfrage scheint Schwung zu kommen, zumindest ein wenig. Zwar gab’s in der Gemeinderatssitzung am Montagabend keinen Beschluss, aber eine Vision - und die nahm man im Gremium durchaus wohlwollend zur Kenntnis. Angesichts des Tempos der vergangenen Jahre in dieser Angelegenheit ist das durchaus ein Fortschritt. Und bietet ausreichend Stoff fürs heutige “Thema des Tages”. Außerdem geht’s um folgende Themen:

  • Durchfahrt zur Bergmannstraße gesperrt - Stadt erklärt Gründe

  • VHS veranstaltet Literatursommer zu Hermann Hesse

  • Olympia präsentiert “symbolträchtiges” Trikot

Viel Spaß beim Lesen wünscht euer

Reiner Schick

+++ Thema des Tages

Visionen im und ums Rathaus: das neue Herz Laupheims

Die Worte klingen fast wie aus einer Tourismus-Broschüre zur schönsten Stadt Oberschwabens. “Das neue Herz Laupheims. Mehr Aufenthalt. Mehr Natur. Mehr Leben.” - so umschreibt die Stadtverwaltung in ihrer Präsentation, die Oberbürgermeister Ingo Bergmann und Projektleiterin Andrea Möbius dem Gemeinderat vorstellten, ihre Vision für die Stadtentwicklung. Und deren Erzählung beginne nicht etwa am Rathaus, heißt es, “sondern dort, wo der Wandel sichtbar wird:” Der Weg durch das neue Herz Laupheims führe von der alten Klinik über den Schlosspark und den Marktplatz zum Bergmann-Areal. “Vier Orte. Ein Zusammenhang. Eine neue Mitte.”

Im Klartext: Der schon vor einem Jahr vollzogene Erwerb der ehemaligen Klinik an der Bronner Straße und der vor wenigen Monaten erfolgte Kauf des Bergmann-Areals - vielen besser bekannt als Feneberg-Areal wegen der dortigen jahrelangen Ansiedlung des gleichnamigen Nahversorgers - ergeben aus Sicht der Stadtverwaltung die “einmalige Konstellation”, die Rathausfrage größer zu denken. Es gelte, nicht nur über Gebäude und deren Nutzung zu entscheiden, sondern darüber, “wie Laupheims Mitte in 15 Jahren wirkt”. Der OB ging in seinen Ausführungen sogar noch etwas weiter: “Wir haben mehrere Bausteine, die die Stadt über Jahrzehnte prägen können. Nicht als Stückwerk, sondern als Gesamtaufgabe, die man dennoch in einzelnen Schritten angehen muss.”

Die Zukunft des Laupheimer Rathauses und der Innenstadt stand im Blickpunkt der Gemeinderatssitzung am Montag. Foto: Schick

Als Baustein 1 stellten Bergmann und Möbius die ehemalige Klinik vor, die als Standort für das “technische Rathaus” dienen könne - also jene Bereiche, die weniger Publikumsverkehr erfordern: Stadtwerke oder Bauverwaltung zum Beispiel. Genügend Platz wäre vorhanden, zeigen die Raumplanungen. Der Kniff soll sein: Es wird kein starres Gebäude geplant, sondern flexibel und modular geplant, um dort, wo Räume eines Tages nicht mehr benötigt würden, diese anders nutzbar oder temporär vermietbar zu machen. Denn: “Wir können heute nicht sagen, was wir in 50 Jahren brauchen”, so der OB.

Baustein 2 wäre dann der Schlosspark - als “grüner Ursprung der Entwicklung”. Fast poetisch heißt es in der Präsentation: “Der Schlosspark endet künftig nicht an seinen Rändern. Sein Geist zieht in die Innenstadt weiter.” Und spendet Schatten durch Bäume, Wasser durch Brunnen sowie Begegnung durch Sitzmöglichkeiten und kleine Plätze.

Erst Baustein 3 wäre der, um den sich letztlich doch alles dreht: das “grüne” Rathaus. Der Verwaltung schwebt, wie schon im Jahr 2020 vom Gemeinderat beschlossen, eine Generalsanierung des bestehenden Hauses vor - nicht kosmetisch, sondern nachhaltig, funktional und “würdig”. Eine begrünte Fassade soll die vielen Pflanzen im Innern zum sichtbaren Symbol für außen machen. Bürgernahe Dienste wie Einwohnerwesen, OB-Büro, Gemeinderat und zentrale Anlaufstelle bilden das Herz, das nicht nur durch die Hintertür barrierefrei erreichbar sein soll. Ein multifunktionaler Saal soll neben Ratssitzungen auch Ausstellungen oder andere Kulturveranstaltungen ermöglichen.

Als Baustein 4 dient der Marktplatz, der “auch außerhalb der Marktzeiten vom Durchgangsort zum Ort, an dem man bleiben möchte” werden soll - mit grüner Trennung zum Straßenraum, Wasser, Schatten, Sitzmöglichkeiten und dennoch genügend Flexibilität, um jederzeit als Markt- und Veranstaltungsfläche dienen zu können. “Eine spannende Herausforderung”, findet Bergmann.

Baustein 5 schließlich wäre “das neue Quartier” auf dem Bergmann-Areal - verbunden mit dem Marktplatz über Wege, Plätze, Wasser und Grün - als “lebendiges Stück Innenstadt” mit Nahversorgung, Einzelhandel, Cafés, Wohnraum, Büros, den vielfach vermissten Tiefgaragen-Parkplätzen auch für die Öffentlichkeit und, auch daran gelte es zu denken, womöglich einem Raum für den Zivilschutz.

“Uns muss klar sein: Es wird teuer. Selbst wenn wir nichts entscheiden. Die nächsten Sanierungen kommen.” OB Ingo Bergmann

Visionen also, denen freilich reale Grundlagen gegenüberstehen: Die Grobkostenschätzungen aus dem Rathaus-Wettbewerb des Jahres 2019, eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025, bestehende Gebäudegrundrisse, Raumpläne mit aktuellen und künftigen Belegungszahlen - und nicht zuletzt die finanziellen Möglichkeiten. “Uns muss klar sein: Es wird teuer. Selbst wenn wir nichts entscheiden. Die nächsten Sanierungen kommen”, betonte Bergmann.

Zur Kostenermittlung hat die Stadtverwaltung sowohl die sieben Jahre alten Grobkostenschätzungen hochrechnen als auch Schätzungen aufgrund der Machbarkeitsstudie 2025 vornehmen lassen. Ergebnis: Die vom Gemeinderat vor sechs Jahren beschlossene und von der Stadtverwaltung nun auch favorisierte Kernsanierung des Rathauses würde gut 17 Millionen Euro kosten. Hinzu kämen rund 3,5 Millionen Euro für den Klinik-Umbau. Zum Vergleich: Ein vollständiger Ersatzneubau auf dem Marktplatz käme auf rund 34 Millionen Euro.

Was sind die nächsten Schritte?

Vier Handlungsempfehlungen schlug die Stadtverwaltung daher vor:

  • Für das neu erworbene Bergmann-Areal wurde bereits ein städtebaulicher Wettbewerb eingeleitet, dessen Aufgabenstellung (inklusive Nutzungen) im weiteren Verfahren zu definieren ist. Das Areal soll keinen Verwaltungsstandort enthalten, sondern ausschließlich anderen Nutzungen zur Verfügung stehen.

  • Das Rathaus am Marktplatz soll erhalten und auf Grundlage eines zu erarbeitenden Konzepts saniert werden.

  • Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Rathaus/Klinik sollen die Rahmenbedingungen für ein künftiges Raumprogramm festgelegt werden.

  • Das ehemalige Klinikgebäude soll hinsichtlich einer Büronutzung für Verwaltungsmitarbeitende umgebaut werden - sowohl zur Interimsunterbringung der Rathausmitarbeitenden während der Sanierungsphase als auch zur dauerhaften Unterbringung von Teilen der Verwaltung. Auch der Bedarf der Schulkindbetreuung Bronner Berg soll geprüft werden.

Zuspruch aus dem Rat - aber auch Kritik

Im Rat stießen die Visionen und Empfehlungen der Stadtverwaltung auf viel Zuspruch. Peter Hertenberger (Freie Wähler) sprach von einem “sehr schönen Entwurf” und befürwortet den Erhalt des bestehenden Rathauses mit seinem “eigenen Charme”. “Wenn alle Rathäuser nach 50 Jahren abgerissen würden, hätten wir keine historischen Rathäuser.” Hertenberger gab aber zu bedenken, dass die Stadt in den kommenden Jahren alleine für die Erweiterung und Sanierungen von Bauhof, Feuerwehr, Schulen, Kläranlage und weitere Instandhaltungsaufgaben rund 100 Millionen Euro aufwenden müsse. Trotz dieser Pflichtaufgaben dürfe man das Rathaus aber “nicht aus den Augen verlieren”.

Martha Heller (AfD) empfahl, über das Bergmann-Areal als Zweitstandort für die Verwaltung nachzudenken, weil die Räume wegen der Innenstadtlage leichter neu zu vergeben wären als in der alten Klinik, falls sie eines Tages nicht mehr benötigt würden. OB Bergmann sprach von einer “reinen Kosten-Nutzen-Rechnung”, weshalb man das Bergmann-Areal nicht als Verwaltungsstandort im Sinn habe: “Der Bodenwert ist deutlich höher als auf dem Klinik-Areal.”

Clemens Graf Leutrum (CDU) mahnte indes, man möge sich beim Umbau der alten Klinik zum Rathaus-Interimsstandort eine (spätere) Nutzung als wertvoller Wohnraum nicht verbauen. Baubürgermeisterin Eva-Britta Wind entgegnete, man habe beim Kauf des Klinik-Areals stattliche Fördergelder aus Sanierungsmitteln erhalten. Dadurch sei man zehn Jahre lang gebunden, die Räume einer öffentlichen Nutzung zuzuführen, andernfalls müsse man die Fördergelder zurückzahlen.

Darüber hinaus sieht Leutrum den künftigen Sitzungssaal nicht im Rathaus, ebenso sein Fraktionskollege Christian Rosteck, der sich in der Schranne einen “denkmalwürdigen Ratssaal” vorstellen könnte. Beide prophezeiten, dass man sowohl mit der Grobkostenschätzung für die Sanierung des Rathauses als auch für den Klinik-Umbau weit weg von der Summe sei, bei der man am Ende rauskomme.

“Den Beton kann man wiederverwenden. Dann wären wir genauso CO2-neutral.” Sven Rust über einen kompletten Rathaus-Rückbau

Eine Sanierung gänzlich ab lehnt Sven Rust (Freie Liste). “Zu viele Fragezeichen” sieht er hinter der Bausubstanz und denkt dabei an den maroden Keller und das Thema Brandschutz. “Wir brauchen richtige Zahlen: Was kostet eine echte Kernsanierung?”, fragte er und bevorzugt einen kompletten Rückbau: “Den Beton kann man wiederverwenden, dann wären wir genauso CO2-neutral.” Unterstützung erhielt er von seinem Fraktionskollegen Florian Bochtler: “Bei einer Kernsanierung bleibt am Ende nur das Betonskelett, das wir dann gleich umschmeißen können.”

Martina Miller (SPD) indes bezweifelte, ob es wirklich eine Sanierung im größeren Stil braucht, und wünscht sich eine “kostengünstige und verantwortungsbewusste Ausführung.” Eva-Britta Wind betonte hierzu: “Wenn wir uns für eine Sanierung entscheiden, werden wir natürlich detaillierter planen.” So wie es in der Handlungsempfehlung formuliert ist: Ein Sanierungskonzept soll erarbeitet werden.

OB Bergmann äußerte die Hoffnung, in der nächsten Ratssitzung im Juli bereits “eine Richtung vorgeben zu können”.

Wer sich die komplette Sitzungsvorlage zu Gemüte führen möchte, findet diese hier (Abre numa nova janela).

+++ Nachrichten aus Laupheim

Für den motorisierten Verkehr ist die Durchfahrt zur Bergmannstraße von der Eisenbahnstraße aus mittlerweile nicht mehr erlaubt. Nur Anlieger und Linienbusse dürfen durch. Foto: Schick

Darum sperrt die Stadt die Zufahrt zur Eisenbahnstraße

Die Zufahrt von der Eisenbahnstraße in die Bergmannstraße ist seit Kurzem auf den Anliegerverkehr beschränkt. Auf Nachfrage von CarlL nennt die Pressestelle der Stadt sowohl bauliche als auch sicherheitsrelevante Gründe als Hintergründe dieser Maßnahme.
“Die Bergmannstraße wurde letztes Jahr mit einer neuen Asphaltdecke instand gesetzt, um die bestehende Fahrbahn zunächst zu sichern und das Provisorium länger nutzbar zu halten. Da die Straße bislang nie vollständig ausgebaut wurde und langfristig eine umfassende Neuordnung beziehungsweise Neugestaltung des Quartiers vorgesehen ist, soll die Verkehrseinschränkung dazu beitragen, den Durchgangsverkehr deutlich zu reduzieren und die Straße zu entlasten”, heißt es in der Stellungnahme.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Verkehrssicherheit: In weiten Teilen der Bergmannstraße fehlen Gehwege, gleichzeitig werde die Straße von vielen Fußgängern als Verbindung zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und in die Innenstadt genutzt, darunter auch zahlreiche Beschäftigte aus den westlich gelegenen Gewerbebetrieben. Dadurch komme es immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen Fußgängern und Fahrzeugverkehr.
“Die Straße wurde bislang häufig als Abkürzung zwischen Ehinger Straße und Ulmer Straße genutzt. Um diesen Durchgangsverkehr zu reduzieren und die Sicherheit vor Ort zu erhöhen, wurde die Zufahrt nun entsprechend eingeschränkt”, schreibt die Stadtverwaltung.

Die Erreichbarkeit des ZOB sowie die Verbindung zur Ulmer Straße bleibe weiterhin über die regulären Verkehrswege gewährleistet. (Text: Stadtverwaltung, bearbeitet von Reiner Schick)

Laupheimer Literatursommer: Hermann Hesse

(Text: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Laupheim)

Mit einer vielfältigen Veranstaltungsreihe rund um Hermann Hesse beteiligt sich die Volkshochschule Laupheim am Literatursommer Baden-Württemberg 2026. Unter dem landesweiten Motto „Mit Zuversicht und Mut – literarische Visionen für morgen“ widmet sich die Reihe von Mai bis Oktober den Fragen nach Orientierung, Menschlichkeit und innerer Freiheit – Themen, die auch heute viele Menschen beschäftigen. Gefördert wird der Literatursommer von der Baden-Württemberg Stiftung.

Im Mittelpunkt der Laupheimer Veranstaltungen steht Hermann Hesse als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Seine Werke wie Siddhartha, Demian oder Der Steppenwolf kreisen um persönliche Entwicklung, Selbstfindung und die Suche nach einem eigenen Weg in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche.

„Hermann Hesse beschäftigt sich mit Fragen, die heute wieder eine große Aktualität haben“, erklärt VHS-Leiterin Sabine Zolper. „Wie gehe ich mit Unsicherheit und Veränderung um? Wie finde ich Orientierung? Und wie bewahre ich Menschlichkeit in einer komplexen Welt? Genau darin liegt die besondere Kraft seiner Texte. Wir freuen uns sehr, dass Laupheim Teil des Literatursommers Baden-Württemberg ist und wir Literatur hier als lebendige gesellschaftliche Auseinandersetzung erfahrbar machen können.“

Eine besondere Rolle spielt dabei die historische Verbindung von Hermann Hesse zu Laupheim. Über seinen langjährigen Freund Eugen Link war Hesse persönlich mit der Stadt verbunden. Auf diese Spuren stieß Gerd Xeller, der das Hesse-Projekt initiiert hat und mehrere Veranstaltungen der Reihe gestaltet. Inspirationsquelle war dabei insbesondere das Buch „Seien Sie gegrüßt, liebe Freunde in Ulm“, das die vielfältigen Beziehungen Hermann Hesses nach Ulm und in die Region dokumentiert.

„Mich hat fasziniert, dass Hermann Hesse über Jahrzehnte hinweg eine enge Verbindung zu einem Laupheimer Freund gepflegt hat und dass diese Geschichte heute kaum bekannt ist“, sagt Gerd Xeller. „Daraus entstand die Idee, Hesse nicht nur als großen Schriftsteller zu zeigen, sondern seine Gedanken und seine Beziehung zu Laupheim auch konkret erfahrbar zu machen. Seine Texte über Orientierung, Wandel und innere Freiheit wirken heute erstaunlich modern.“

Bereits erfolgreich gestartet ist die Reihe mit dem Vortrag „Auf den Einzelnen kommt es an! – Zur Aktualität von Hermann Hesse“ von Dr. Volker Michels in der Volkshochschule am Stadtbahnhof. Michels gilt international als einer der wichtigsten Hesse-Kenner. Der langjährige Herausgeber zahlreicher Werke, Briefe und bislang unveröffentlichter Texte Hesses sprach über die Aktualität von Hesses Denken sowie dessen Widerstand gegen Anpassungsdruck und Fremdbestimmung.

Literarische Spaziergänge am 20. Mai, 4. und 9. Juli

Am 20. Mai folgt der „Hermann-Hesse-Reflexionsweg Laupheim“ mit Gerd Xeller. Der literarische Spaziergang durch den Schlosspark verbindet biografische Einblicke, Zitate und Reflexionsfragen mit aktuellen Themen wie Orientierung, Identität und Mut. Die Teilnehmenden erleben dabei, wie unmittelbar Hesses Gedanken auch heute noch wirken können.

Ein weiterer literarischer Spaziergang führt am 4. Juli nach Blaubeuren. Gemeinsam mit dem Gästeführer und Geschichtswissenschaftler Stephan Buck werden literarische Spuren berühmter Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Eduard Mörike, Gustav Schwab und Hermann Hesse erkundet.

Besonders eng mit Laupheim verbunden ist der historische Spaziergang „Hermann Hesse, Eugen Link und literarische Spuren in Laupheim“ am 9. Juli. Gerd Xeller führt dabei zu Orten, an denen sich die literarische und persönliche Geschichte der Stadt mit Hermann Hesse verbindet – unter anderem zum ehemaligen Wohnhaus Eugen Links und zu dessen Grab auf dem alten Friedhof. Zudem werden Spuren des Schriftstellers und Journalisten Siegfried Einstein sowie die jüdische Geschichte Laupheims einbezogen.

Auch das Semesterauftaktfest der Volkshochschule wird am 25. September unter der Überschrift „Hesse mit allen Sinnen“ ein abwechslungsreiches Programm bieten.

Zum Abschluss der Reihe widmet sich Gerd Xeller am 8. Oktober in einem Vortrag dem Thema „KI und Technik im Werk von Hermann Hesse“. Ausgangspunkt sind Hesses Überlegungen zu Technik, Industrialisierung und gesellschaftlichem Wandel. Der Vortrag schlägt den Bogen zu aktuellen Debatten über Künstliche Intelligenz, Automatisierung und die Frage, wie Menschlichkeit und innere Freiheit in einer zunehmend technisierten Welt bewahrt werden können.

Mit der Veranstaltungsreihe möchte die Volkshochschule Laupheim Literatur nicht nur als kulturelles Erbe präsentieren, sondern als Möglichkeit, über Gegenwart und Zukunft ins Gespräch zu kommen.

Das vollständige Programm sowie Anmeldemöglichkeiten finden sich hier (Abre numa nova janela)

Symbolträchtiges Olympia-Trikot

OB Bergmann erhielt sein eigenes Trikot vom Olympia-Vorsitzenden Dieter Seidler. Foto: Otto Marx

In der Halbzeitpause des Landesligaspiels gegen den SV Reinstetten hat der FV Olympia Laupheim sein neues Trikot vorgestellt. Oberbürgermeister Ingo Bergmann hat mit dem Vorsitzenden Dieter Seidler und Ernst Aubele vom FV Olympia Laupheim den Zuschauern das neue Leibchen präsentiert - und es auch gleich anprobiert. Es ist kein gewöhnliches Trikot, sondern wer genau hinschaut, erkennt gleich 16 Laupheimer Motive, die eingearbeitet sind …

Außer dem Trikot wurde auch die neue Anzeigentafel eingeweiht. Leider konnte sie noch nicht ihr ganzes Können unter Beweis stellen, denn das Spiel zwischen dem FV Olympia Laupheim und dem SV Reinstetten endete 0:0. (Text: Thomas Haag/Laupheimer Leben und Reiner Schick)

Insgesamt 16 Laupheimer Motive enthält das neue Olympia-Trikot. Wer erkennt einige? Foto: Otto Marx

+++ VeranstaltungsCARLLender

Was läuft in nächster Zeit?

20.05.
17 Uhr, Schlosspark Pumphäuschen bei der Volksbank, Hermann-Hesse-Reflexionsweg: ein literarischer Spaziergang. Infos und Tickets hier (Abre numa nova janela).

21.05.
19 Uhr, Laemmle-Kino, VHS-Filmreihe “Der schwäbische Film”: “Tschappel” (Folge 1 bis 4), mehr Infos hier (Abre numa nova janela).

22.05.
18 Uhr, Begegnungscafé Mittelstraße 49, Interkultureller Kochabend der Community “Über den Tellerrand”: Balkanküche. Anmeldung bis Donnerstag, 20. Mai, 18 Uhr per E-Mail an laupheim@ueberdentellerrand.org (Abre numa nova janela).

23.05.
20 Uhr, Kulturhaus, Comedy: Michl Müller, Limbo of Life. Tickets und Infos hier (Abre numa nova janela).

28.05.
19 Uhr, Eventraum Gartengestaltung Schick in Bronnen, Open Stage der Kulturplattform Laupheim: Urwerk 40. Eintritt frei, Spenden sind erwünscht.

+++ Save the Date

4.-7.6.: Zeltfest des MV Obersulmetingen

4.6.: Höhenanlagenfest (Höhenanlage Laupheim)

19.6.: Mittsommerfest der Werbegemeinschaft “Treffpunkt” Laupheim

20.6.: Laupheimer Rosenmarkt

20.6.: Streetfood-Festival Obersulmetingen

21.6.: Kleinlaupheimer Fahnenhissen

24.6.: Heimatfest-Kulturabend der Bischof-Ulrich-Grundschule Obersulmetingen und der Ivo-Schaible-Schule Baustetten im Kulturhaus. Infos und letzte Tickets hier (Abre numa nova janela).

25.6.-29.6. Kinder- und Heimatfest

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Zur Person:

Ich bin Reiner Schick, 60 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Söhne (9 und 14 Jahre). Ich stamme aus Bronnen, wohne aber seit 20 Jahren in Laupheim. Die meisten von euch werden mich als langjährigen Redakteur der Schwäbischen Zeitung kennen, für die ich mehr als 30 Jahre lang tätig war - zunächst 18 Jahre in Biberach im Lokalsport, dann zehn Jahre in Laupheim und zuletzt sechs Jahre in Ehingen, jeweils als Redakteur für Lokales. Zum 1. Mai 2025 habe ich die SZ verlassen - um etwas Neues zu wagen: Das in Laupheim bislang einmalige Projekt CarlL.

Warum CarlL?

Die Antwort ist naheliegend: Der Titel ist eine Hommage an die wohl berühmteste Laupheimer Persönlichkeit, Carl Laemmle. Auch er hat mit der Gründung einer Filmstadt in den USA einst etwas Neues gewagt - und was daraus geworden ist, weiß jeder. Warum also nicht jemanden, der vor gut 100 Jahren Hollywood den Weg geebnet hat, zum Vorbild für ein Medienprojekt nehmen? Das zweite, große L in CarlL steht für Laemmle, Laupheim, Lokaljournalismus - sucht’s euch aus.

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