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Gas, Gas, Gas – Katherina Reiche setzt voll auf Erdgas und ignoriert die Klimakrise

(Bild: BMWE, Chaperon)
Katherina Reiche (Bild: BMWE, Chaperon)

Während Deutschland sich dringend auf den Ausbau erneuerbarer Energien konzentrieren müsste, dominiert im Bundeswirtschaftsministerium ein rückwärtsgewandter Fokus auf Erdgas. Die jüngsten Ankündigungen von Katherina Reiche verschärfen die Klimakrise massiv.

  1. Fossile Kraftwerke statt Zukunftstechnologien? 20 Gigawatt Erdgaskraftwerke sollen ausgeschrieben werden – schrittweise zwar, doch völlig ohne verbindliche Vorgaben zur Nutzung von Wasserstoff. Ohne klare gesetzliche Verpflichtungen gibt es keinerlei Anreize für Energieversorger, auf klimafreundlichen Wasserstoff umzusteigen.

Ergebnis: Die Klimaziele geraten weiter außer Reichweite.

  1. Blauer Wasserstoff – ein Etikettenschwindel? Statt grünen Wasserstoff voranzubringen, fordert Reiche die Förderung von sogenanntem „blauem Wasserstoff“. Doch dieser entsteht durch Dampfreformierung aus Erdgas und verschärft damit die CO2- und Methanproblematik zusätzlich.

Folge: Die Dekarbonisierung der energieintensiven Industrien wird verzögert, der grüne Wasserstoffausbau ausgebremst.

  1. Umlage für fossile Gasspeicher – zahlen alle? Unglaublich, aber wahr: Die neue Gasspeicherumlage trifft künftig auch Verbraucher, die bewusst auf Wärmepumpen, Elektroautos oder Solaranlagen setzen. Die Gewinner dieser indirekten Subvention sind vor allem Industrie und Großverbraucher.

Konsequenz: Deutschland subventioniert erneut klimaschädliches Erdgas – das Gegenteil nachhaltiger Politik.

  1. Stromsteuer bleibt, Strompreissenkung gestrichen Ein weiterer Rückschlag: Die versprochene Senkung der Strompreise um fünf Cent wird nicht kommen. Das hätte zumindest einen kleinen Ausgleich für die fossil dominierte Politik geboten. Stattdessen ignoriert die Regierung die Bedürfnisse von Verbrauchern und Prosumern konsequent.

Zudem sorgt die verwirrende Kommunikation Reiches rund um das sogenannte „Heizungsgesetz“, das es faktisch nie gab, für Unsicherheit bei Verbrauchern, die den Schritt zur Wärmepumpe wagen wollen.

Bilanz: Klimaziele drohen komplett aus dem Blick zu geraten.

Statt die Chancen der boomenden Clean Energy-Wirtschaft zu nutzen, stellt Katherina Reiche nun sogar die deutschen Klimaziele grundsätzlich infrage. Damit sabotiert die Bundesregierung nicht nur den Klimaschutz, sondern riskiert langfristig Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit. Als Exportnation bleibt Klimaneutralität bis 2045 alternativlos – sonst droht internationaler Bedeutungsverlust.

Was bleibt? Lippenbekenntnisse statt klarer Klimastrategie. Das muss sich dringend ändern, bevor es zu spät ist.

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