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Red Latex (2020)

Der ungelenke Eric ist von seinem Leben überfordert. Er haust mit seiner schwangeren, ständig nörgelnden Frau bei den Schwiegereltern, verdient nicht genug Geld und sein Boss ist ein Arschloch. Da flüchtet er auf das Anwesen von Mistress Gise, einer durchgeknallten Domina mit Lederhaut, die ihn zusammen mit ihrer eine Plastikhaarperücke tragenden Zofe zu einem Sexsklaven erzieht. Um die dünne Story in die Länge zu ziehen, taucht erst die Ehefrau, dann der Schwiegervater und zuletzt die Schwiegermutter auf, um den Alltagsflüchtling zurückzuholen.

Gerard Marcó de Mas hat diesen Schmutz verbrochen. Das Machwerk aus dem Jahr 2020 gehört zu den schlimmsten Verbrechen, die dem BDSM je angetan wurden. Die Produktion ist auf billigstem Telenovela-Niveau, die Dialoge auffallend dümmlich und über die Story brauchen wir nicht zu reden. Hier wurden nicht nur Laiendarsteller verpflichtet, auch die Filmmusik klingt, als hätte ein sechzehnjähriger Metal-Fan seine E-Gitarre mit klischeehaften Riffs gequält.

Die BDSM-Szenen sind ebenso abgedroschen wie uninspiriert. Die sexuelle Präferenz wird hier äußerst krude dargestellt: einerseits wird Dominanz und Unterwerfung als eine Befreiung von gesellschaftlichen Normen beschrieben, als Eric aber eine Pegging-Session bekommt, ertönt Musik aus einem Horrorfilm, so als wäre diese Handlung eine grauenhafte Abscheulichkeit. An Red Latex stimmt gar nichts. Ich kenne BDSM-Pornos, die sinnvoller und vor allem ästhetischer sind.

https://www.imdb.com/de/title/tt7852780/ (Abre numa nova janela)
Tópico Film