In einer quietschbunten englischen Nostalgiewelt liebt der millionenschwere Schäfer George seine Schafe über alles und liest ihnen jeden Abend Krimis vor. Als George eines Tages tot aufgefunden wird und der Dorfpolizist mit den Nachforschungen heillos überfordert ist, wird den Schafen bewusst, dass sie nun selbst die Ermittlungen übernehmen müssen. Die kluge Lily und der liebenswerte Mopple - mit Unterstützung des weisen Bocks Sebastian und eines zuckersüßen Winterlamms - klären den Fall natürlich auf und beweisen so, dass Schafe auch schlau sein können.
Glennkill: Ein Schafskrimi aus dem Jahr 2026 ist ein Animations-Realfilmhybrid von Kyle Balda, der bereits an vielen Animationsfilmproduktionen beteiligt war. Das Drehbuch von Craig Mazin basiert auf dem gleichnamigen Roman von Leonie Swann. Die Geschichte im Film unterscheidet sich aber ganz erheblich von der literarischen Vorlage.
In der Krimikomödie sehen wir Hugh Jackman, Molly Gordon, Conleth Hill, Emma Thompson, Nicholas Braun und Nicholas Galitzine in den menschlichen Rollen. Den animierten Schafen verleihen in der englischen Originalfassung u.a. Bryan Cranston, Patrick Stewart, Bella Ramsey und Regina Hall ihre Stimmen. In der deutschen Synchronisation hören wir Anke Engelke, Bastian Pastewka, Daniel Zillmann und Joachim Tennstedt.
Was ich hier sehen musste, ist eine absolute Zumutung von einem Film. Aufdringliche Kamerabilder werden hier mit pathetischer, bis ins Blödsinnige abdriftende Geigenmusik so untermalt, dass es in den Ohren wie in den Augen gleichermaßen schmerzt. In einer in Gold getauchten Klischeewelt hampeln die klamaukigen menschlichen Figuren umher und werden von den animierten Schafen schauspielerisch übertroffen. Menschen wie Schafe verstricken sich in ein verschachteltes Blabla aus Versatzstücken der englischen Krimiliteratur und Schafzucht. Das süße Winterlamm und einige wenige Lacher in diesem in jeglicher Hinsicht unästhetischen Film können das nicht aufwiegen.
Das Buch wurde über 1,5 Millionen Mal allein in Deutschland verkauft und in 30 Sprachen übersetzt, die Verfilmung ist dagegen rührseliger Klamauk für Kinder und von Blockbustern und Streaming-Serien infantilisierte Erwachsene; das ist ein unsägliches Massenprodukt ohne Seele oder filmische Ambitionen.
https://www.imdb.com/de/title/tt32565993/ (Abre numa nova janela)