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„Wenn das Wiesel zu früh wach war“

Letzte Woche klingelte der Wecker um halb sechs. Normal.

Ich stand auf. Bad. Küche. Kaffee. Mascarponemilch (ich weiß immer noch nicht, ob man das so sagen darf)

Ein Blick auf die Uhr an der Wand – alles im Lot. Gerade als ich meine Notizen durchgehen wollte….

…. das Handy.

Schock.

Noch nicht einmal fünf Uhr.

Ich hatte – ganz klassisch – vergessen, die analogen Uhren umzustellen.

Und das, obwohl die Zeitumstellung längst vorbei war.

Mein inneres Wiesel tobte, fuchtelte mit den Pfoten und schimpfte:

„Eine ganze Woche voller Vorbereitung, Pläne, Notizen – und das übersiehst du?“

Die Wasserbüffelin dagegen blieb unbeeindruckt, rollte träge mit den Augen und murmelte:

„Na großartig. Wenigstens warst du einmal pünktlich – nur eben in die falsche Zeitzone.“

Und da saß ich nun, eine Stunde zu früh,

die Küche still, der Kaffee stark, und fragte mich, wie es nur so weit kommen konnte.

Die Wahrheit: In all der Aufregung vor der Hospitationswoche

war die Zeitumstellung schlicht untergegangen – verdrängt zwischen To-do-Listen, Fachlektüre und Vorfreude.

Aber – ich wäre nicht ich, wenn ich diese „geschenkte“ Stunde nicht für mich genutzt hätte.

Ich schrieb. Ich genoss die Stille.

Ein kleines Fenster aus Zeit, das sich unverhofft öffnete, und das ich einfach mit mir selbst teilte.

Das Wiesel schmollte, die Wasserbüffelin gähnte, und ich beschloss, das Ganze als frühe Übung in Gelassenheit zu betrachten.

Wie war’s bei euch?

Hat euch die Zeit erwischt – oder ihr sie?

Bleibt’s xund, eure Frau Kruemelkuchen

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