Jörg – bewegt mit und gegen sich selbst
Zunächst einmal muss Jörg sich bewegen, denn er wird nicht mehr bewegt. Der Führerschein ist ihm entzogen worden, wieder einmal. Es handelt sich um ein wiederkehrendes Element in seinem Leben, denn bezüglich des Führerscheinentzugs durfte er schon die eine oder andere unschöne Erfahrung sammeln. Nicht dem Alkohol seien sie wirklich geschuldet gewesen, so Jörg, diese wiederholten Entzüge, sondern seinem Charme.
Alles Feste und Festigende verflüssigt sich in Jörgs Leben fortlaufend, schreiben Frédéric Bosshard und Manuel Güntert in ihrem Portrait über Jörg. Jörg, den jeder in Kreuzlingen kennt. Zumindest vom Sehen. Jörg, den man zumeist am Bahnhof auf seinen Sonnenbank antrifft. Jörg der unangepasst ist aber keinesfalls uneitel. Ein Mensch mit Spuren – im Leben, auf der Haut, um sich herum. Ein Mensch, der für viele ein schnelles Urteil mit sich trägt. Hört hier die Geschichte in seinen Worten.