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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Krieg im Iran: Wie sehr bedroht das Österreich?
🔸 4.170 Euro: So viel geben Haushalte pro Monat aus
🔸 Weltfrauen-Tag: Weniger Geld für dieselbe Arbeit

Damit die Informationen auch nützlich für dich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Krieg im Iran: Wie bedroht das Österreich?

Wie bedroht sind wir in Österreich durch den Krieg im Iran? Werden damit auch bei uns wieder die Kosten für Energie und Treibstoff steigen? Diese Fragen stellen sich in den letzten Tagen viele Österreicher:innen.

Bundes-Kanzler Christian Stocker (ÖVP), Vize-Kanzler Andreas Babler (SPÖ) und Außen-Ministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) haben sich am Mittwoch dazu geäußert.

Das Foto zeigt Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Sie stehen nebeneinander vor Mikrofonen und österreichischen sowie EU-Fahnen in einem repräsentativen Saal des Bundeskanzleramts. Im Hintergrund hängt ein großes Gemälde.
Bundes-Kanzler Christian Stocker (Mitte), Vize-Kanzler Andreas Babler (links) und Außen-Ministerin Beate Meinl-Reisinger (rechts) informierten über die Lage in Österreich nach dem Ausbruch des Krieges im Iran. Foto: BKA/Christopher Dunker

Bedrohung. Obwohl die Angriffe in der Region seit Tagen anhalten, sieht Stocker „keine erhöhte Bedrohungslage für Österreich“. Derzeit gilt die Terror-Warnstufe vier. Es gibt insgesamt fünf Warnstufen. Die Sicherheits-Maßnahmen rund um iranische, israelische und US-amerikanische Botschaften und Konsulate wurden verstärkt.

Kosten für Energie. Die Versorgung mit Energie sei gesichert, betont Stocker. Ob die Preise für Strom und Gas durch diesen Konflikt steigen werden, lässt sich noch nicht sagen. Sollten die Preise in nächster Zeit stark ansteigen, will die Regierung eingreifen und die Preise begrenzen.

Treibstoff teurer. Schon in den ersten Tagen nach Beginn des Krieges wurden Treibstoffpreise teurer. Zwischen Sonntag und Mittwoch wurde Diesel um sechs Prozent, und Superbenzin um mehr als 13 Prozent teurer. Die Arbeiterkammer (AK) und der Automobil-Club ÖAMTC kritisieren das.

Die Betreiber:innen von Tankstellen begründen das mit der Entwicklung auf den internationalen Treibstoff-Börsen. Dort seien die Preise stark gestiegen. Das Wirtschafts-Ministerium will diese Steigerung des Preises für Treibstoff nun prüfen lassen.

Rückholung. Als der Krieg am Samstag ausbrach, hielten sich rund 18.000 österreichische Staatsbürger:innen in der Krisen-Region auf. Seit Beginn der Woche organisiert das Außen-Ministerium die Rückholung mit eigenen Flugzeugen. Das erste Flugzeug mit 151 Personen ist am Mittwochabend am Flughafen Wien-Schwechat gelandet. Und auch heute sind einige Flugzeuge aus der Golf-Region in Wien gelandet.

Verhandlungen. Vize-Kanzler Babler (SPÖ) hat sich auch zur politischen Seite des Konflikts geäußert. Die Angriffe Israels und der USA seien nicht mit dem Völkerrecht vereinbar, sagte er. Er tritt für eine Beruhigung der Lage ein und schlägt Wien als Ort für Friedens-Verhandlungen vor.

Haushalte geben 4.170 Euro im Monat aus

Wie viel Geld geben die österreichischen Haushalte durchschnittlich im Monat aus? Das untersucht die Statistik Austria alle fünf Jahre. Diese Woche wurden die Ergebnisse aus 2024/2025 präsentiert. Es zeigt sich: Die Haushalte in Österreich geben pro Monat durchschnittlich 4.170 Euro aus.

Es gibt 4,2 Millionen Haushalte in Österreich, in einem Haushalt leben dabei durchschnittlich 2,17 Personen zusammen.

Dieses Bild zeigt eine Grafik mit dem Titel „Wofür Österreichs Haushalte am meisten ausgeben“. Es handelt sich um ein waagrechtes Balken-Diagramm aus der Konsum-Erhebung 2024/2025 der Statistik Austria. Die Balken zeigen die monatlichen Ausgaben privater Haushalte in Prozent. Den größten Anteil hat Wohnen und Energie mit 26,4 Prozent, gefolgt von Verkehr mit 13,6 Prozent und Ernährung mit 11,6 Prozent. Den kleinsten Anteil hat Bildung mit 1,1 Prozent.

Wohnen und Energie. Das meiste Geld geben die Haushalte für Wohnen und Energie aus: rund 1.100 Euro pro Monat. Das ist mehr als ein Viertel der gesamten Ausgaben. Dahinter folgen:

  • Verkehr und Mobilität: 570 Euro

  • Ernährung und Freizeit: je rund 480 Euro

  • Gastronomie: rund 275 Euro

Lebensmittel und Möbel. Gespart haben die Haushalte in den letzten fünf Jahren vor allem bei Möbeln und Geräten für den Haushalt. Der Anteil ist auf sechs Prozent oder 256 Euro pro Monat gesunken.

Auch beim Einkaufen von Lebensmitteln wird gespart: Viele Menschen greifen zu günstigeren Produkten. Österreichs
Brauerei-Verband meldet deutliche Rückgänge beim Verkauf
von Bier, Fruchtsäften und Mineralwasser.

Haushaltsgröße:

  • Allein leben kostet pro Monat 2.700 Euro, davon fließen
    31 % ins Wohnen.

  • Zu viert leben kostet pro Monat 5.850 Euro, davon fließen
    23,5 % ins Wohnen.

Das zeigt: Wer mit mehr Menschen zusammenlebt, spart pro Kopf deutlich mehr.

Männer und Frauen. Männer geben rund drei Prozent mehr aus als Frauen. Wo das Geld landet, ist aber sehr unterschiedlich:

  • Männer geben fast 90 % mehr für Autos, Werkzeug und Garten-Geräte aus

  • Bei Alkohol und Tabak sind es fast 80 % mehr

  • Frauen geben deutlich mehr für Körper-Pflege, Gesundheit und Bildung aus

Stadt und Land. Haushalte auf dem Land geben mit 4.460 Euro pro Monat um 16 Prozent mehr aus als in Wien. Die größten Unterschiede:

  • Mobilität: Auf dem Land kostet das Auto 761 Euro pro Monat. Mehr als 90 Prozent der Haushalte auf dem Land besitzen ein eigenes Fahrzeug, in Wien nur knapp jeder Zweite.

  • Öffentliche Verkehrsmittel: Wiener:innen geben mit 100 Euro monatlich viermal mehr für öffentliche Verkehrsmittel aus als auf dem Land.

  • Freizeit: Wiener:innen geben mit 361 Euro pro Kopf um 35 Prozent mehr für Freizeit und Urlaub aus als Haushalte auf dem Land.

Wohlstand. Je reicher ein Land, desto weniger Geld geben die Menschen für Essen aus. In Österreich fließen nur rund zwölf Prozent der monatlichen Ausgaben in Lebensmittel.

Damit gehört Österreich zu den Ländern in der EU, die am wenigsten für Essen ausgeben. Nur in Irland und Luxemburg ist der Anteil noch etwas geringer. In Rumänien hingegen gibt man fast doppelt so viel für Lebensmittel aus.

Auch bei Freizeit und Sport geben Österreicher:innen viel aus:
11 Prozent oder 475 Euro pro Monat. Das ist der vierthöchste Wert in der EU. Den Österreicher:innen bleibt nach den Fix-Kosten also noch genug Geld für andere Dinge übrig.

Vergleich mit 2019/20. Bei der letzten Untersuchung lagen die Ausgaben pro Monat bei 3.250 Euro. Heute sind es um 920 Euro oder 28 Prozent mehr.

Weniger Geld für dieselbe Arbeit

Am Sonntag, 8. März ist Weltfrauen-Tag. Dieser Tag macht darauf aufmerksam, dass Frauen und Männer in vielen Ländern und Bereichen noch immer nicht dieselben Rechte und Chancen haben.

„Kein Land der Welt hat die vollständige rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht“, sagte Sarah Hendriks von der UNO-Frauen-Organisation diese Woche. Das gilt auch für Österreich.

Dieses Bild zeigt zwei weiße Figuren auf gelbem Hintergrund: Links eine männliche, rechts eine weibliche. Zwischen ihnen steht ein schwarzes Ungleichheits-Zeichen.
Mehr arbeiten, weniger verdienen: So sieht der Alltag vieler Frauen in Österreich aus. Foto: iStock/kemalbas

Das ist die Situation der Frauen in Österreich 2026:

Weniger Lohn. Frauen in Österreich verdienen 17,6 Prozent weniger als Männer. Anders gesagt: Würde man das Jahr aufteilen, arbeiten Frauen die ersten 42 Tage ohne Lohn. Erst ab dem 11. Februar bekommen sie für jede Stunde gleich viel wie Männer.

Konkret bedeutet das: Verdient ein Mann 1.000 Euro, bekommt eine Frau für dieselbe Arbeit nur 824 Euro. Die fehlenden 176 Euro entsprechen 42 Arbeitstagen.

Grund dafür ist aber nicht die schlechtere Ausbildung. Ganz im Gegenteil: Frauen haben sogar öfter einen Uni-Abschluss als Männer.

Teilzeit. 51 Prozent der berufstätigen Frauen arbeiten Teilzeit. Bei Männern nur 14 Prozent. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, bleiben fast immer die Frauen zu Hause oder arbeiten in Teilzeit. Dadurch verdienen Frauen auch weniger, zahlen weniger in die Pensions-Kasse und sind dadurch auch öfter von Armut im Alter betroffen.

Unbezahlte Arbeit. Kochen, Putzen, Einkaufen, Kinder betreuen: All das ist Arbeit, die nicht bezahlt wird. Eine Frau in Österreich leistet durchschnittlich 30 Stunden unbezahlte Arbeit pro Woche, ein Mann nur 17 Stunden.

Würde man diese Arbeit einrechnen, wäre der Lohn-Unterschied zwischen Frauen und Männern nicht 18, sondern 45 Prozent.
Frauen machen auch weniger oft Karriere: In großen österreichischen Unternehmen gibt es noch immer besonders wenige Frauen in einer Führungs-Position.

Politik. Im Nationalrat liegt derzeit der Frauen-Anteil bei 35 Prozent. In der aktuellen Regierung ist der Anteil der Frauen höher: 10 von 21 Regierungs-Mitgliedern sind Frauen.
Es gibt zwei Landes-Hauptfrauen (Salzburg und Niederösterreich). Von 2.092 Gemeinden haben 243 Gemeinden eine Bürger-Meisterin.

Neues Gesetz. Ab Juni 2026 gilt EU-weit das sogenannte
Lohn-Transparenz-Gesetz. Das bedeutet: Firmen müssen bereits beim Ausschreiben einer Stelle angeben, wie viel sie bezahlen. Mit dem neuen Gesetz hat dann auch jede und jeder das Recht zu erfahren, was Kolleg:innen in ähnlichen Jobs verdienen. Außerdem dürfen Firmen dann nicht mehr nach dem früheren Gehalt fragen.

Kampagne. Warum verdienen Frauen weniger, obwohl sie besser ausgebildet sind? Warum leisten vor allem Frauen unbezahlte Arbeit? Um auf diese Ungleichheiten aufmerksam zu machen, startet Frauen-Ministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) jetzt die Kampagne „Gerecht oder Geschlecht?”. Damit will sie zeigen: Die Benachteiligung von Frauen ist kein Zufall. Sie steckt vielmehr tief im Alltag.

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
12. März 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“