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Gibraltar und Spanien bauten Grenzzaun ab

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

In einem Zeitalter, in dem immer mehr Länder ihre Grenzzäune und -mauern hochziehen und ausbauen, ist das, was heute an der Grenze zwischen Spanien und Gibraltar passiert, eine beachtenswerte Ausnahme.

Erstmals seit 118 Jahren können sich die Menschen zwischen dem EU-Land und der zu Großbritannien gehörenden Halbinsel frei bewegen. Der Grenzzaun wurde abgebaut und die Kontrollen an der Grenze sind ab heute aufgehoben. Beide Seiten erhoffen sich wirtschaftliche und zwischenmenschliche Vorteile, schließlich handelt es sich lediglich um 1,2 Kilometer Grenze. Mehr Infos liefert der ORF (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Außerdem geht es heute um die Identitären, die große Trockenheit und die Todesopfer im Ukrainekrieg.

Identitäre Sommerdemo offenbar von der Polizei eingeschränkt

Die rechtsextremen Identitären kommen nicht zur Ruhe. Nach mutmaßlichen Gewalttaten führender Aktivisten wurde offenbar auch noch ihre wichtigste Mobilisierungsveranstaltung, der Sommeraufmarsch, von der Polizei untersagt, wie der Standard (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) berichtet. Seit Wochen haben die Rechtsextremen Werbung dafür gemacht und internationale Verbündete dazu eingeladen. Jene wurden nun wieder ausgeladen, aufgrund des „massiven öffentlichen Drucks“ sei die Demo auf der geplanten Route untersagt worden. Eine andere Route mache keinen Sinn, heißt es auf den Kanälen der Bewegung.

Wie ebenfalls durch den Standard (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) heute bekannt wurde, erhielt der vermeintliche (Ex-)Sprecher der Identitären Wien bereits einmal eine Diversion wegen Körperverletzung. Er gilt auch in der Causa Leoben als tatverdächtig und soll daran beteiligt gewesen sein, nach „Sieg-Heil“-Rufen einen Taxilenker zusammengeschlagen zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Historische Trockenheit in großen Teilen Österreichs hält an

Es ist so trocken wie schon lange nicht mehr. Laut Daten der GeoSphere Austria von Dienstag gab es in der ersten Jahreshälfte um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. In der jüngeren Vergangenheit war es nur im Frühjahr 2003 sowie 1993 noch etwas trockener. In manchen Gebieten Österreichs ist die aktuelle Dürre aber historisch. In Teilen von Ober- und Niederösterreich sowie Salzburg gab es zuletzt im Jahr 1885 ähnlich wenig Niederschlag, berichtet der ORF über die neuesten Daten der Geosphere Austria.

Der Hydrologe Günter Blöschl (TU Wien) spricht in Ö3 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von einer Lage „am Rande einer Ausnahmesituation“. Dadurch, dass der Winter so trocken war und auch jetzt im Frühjahr zu wenig Niederschlag gefallen ist, handle es sich um eine spezielle Kombination, die ungewöhnlich sei. Die Klimakrise ist verantwortlich für diese extremen Wetterlagen. Durch die Trockenheit kommt es auf den Almen auch zunehmend zu einem Futtermangel, wie etwa die steirische Landwirtschaft beklagt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Außerdem bedroht der niedrige Wasserstand (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) den Fahrbetrieb der Schiffe auf der Donau in manchen Teilen.

Auch das benachbarte Bayern hat mit großer Trockenheit zu kämpfen. Wegen der anhaltenden Trockenheit verbietet die größte Stadt Süddeutschlands erstmals in ihrer Geschichte seit gestern Nachmittag die Wassernutzung für bestimmte Zwecke. So dürfen zum Beispiel private Pools nicht mehr befüllt und Gärten zwischen 9 und 19 Uhr nicht mehr bewässert werden (es gibt punktuelle Ausnahmen). Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.

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Zahl ziviler Todesopfer in der Ukraine steigt

Im Juni wurden in der Ukraine mindestens 293 Zivilist:innen getötet – so viele wie in keinem Monat seit April 2022. Das zeigt ein neuer Bericht der Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (HRMMU) (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), demzufolge die zivilen Opferzahlen im angegriffenen Land bereits den fünften Monat in Folge steigen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 starben mindestens 1.396 Zivilist*innen – ein Anstieg um 37 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 und um 114 Prozent gegenüber 2024. Die meisten der Menschen wurden bei russischen Attacken mit Raketen oder Drohnen auf ukrainische Städte getötet.

Der Trend zu Angriffen fernab der Front, insbesondere auf die Hauptstadt Kyjiw und Dnipro im Südosten des Landes, spiegele „den zunehmenden Einsatz schlagkräftiger Waffen wider, die bei Verwendung in dicht besiedelten Städten besonders verheerende Folgen haben“, zitiert ntv (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) die HRMMU-Leiterin Danielle Bell. Seit dem 24. Februar 2022 wurden nach Angaben der HRMMU mindestens 16.431 Zivilist*innen in der Ukraine getötet und 48.613 verletzt, darunter mehr als 3.700 Kinder – allerdings dürften die Zahlen laut der Organisation in Wahrheit deutlich höher sein, weil UN-Expert*innen keinen Zugang zu den russisch besetzten Gebieten haben und die zivilen Opfer deshalb nur unzureichend dokumentiert sind. Russischen Behörden zufolge ist auch die Zahl ziviler Opfer in Russland gestiegen: Dort wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 250 Zivilist*innen durch ukrainische Angriffe getötet, was 121 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht. Einen Liveblog zum Krieg in der Ukraine bietet ZDFheute (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). (Luzia Geier)

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Rassistische und sexistische Diskriminierung im Wiener Marktamt

Wie der Falter berichtet, werfen einige Mitarbeiter*innen des Wiener Marktamts (MA 59) ihrem Direktor schwere Diskriminierung vor. Es gäbe ein „Klima der Angst“ und einen „massiv belasteten“ Arbeitsalltag, berichten sie in einer Beschwerde an den Unabhängigen Bedienstetenschutz der Stadt Wien (UBSB), die dem Falter vorliegt. 

Die Recherche (Trigger-Warnung: N-Wort, Rassismus, Sexismus) kann man unter anderem im heutigen Falter lesen.

https://www.falter.at/morgen/20260715/schwere-vorwuerfe-gegen-marktamt-leiter-andreas-kutheil (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Warum dein Gehirn ChatGPT für einen Menschen hält

Deutschlands führender Bewusstseinsforscher hat es mir erklärt und noch einen draufgelegt: Denn wehren können wir uns dagegen kaum. Nur die Schöpfer der KI können ihnen die Menschlichkeit austreiben.

https://krautreporter.de/internet-und-technologie/6458-warum-dein-gehirn-chatgpt-fur-einen-menschen-halt? (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wenn es in der Mittagspause fad wird

Ich kann mich noch lebhaft an meine Sommerpraktika am Gemeindeamt unseres Dorfes erinnern – sagen wir so, ich habe mir dort „keinen Haxen ausgerissen“. Selbstverständlich gehören Computerspiele aber in die Mittagspause oder den Feierabend. Die Futurezone liefert eine Empfehlung für sechs nette Mini-Games, die man kostenlos im Browser spielen kann.

https://futurezone.at/games/browser-game-ratespiele-kostenlos-mittagspause-farbe-geoguessing-wortraetsel/403175272 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wird heute nach (!) dem Dienst diese Spiele ausprobieren:

Emil

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