Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Der Text ist alt, aber er hält sich hartnäckig. Im Jahr 2001 erschien ein Artikel (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) von mir, der bis heute zuverlässig zum Jahreswechsel wieder hervorgeholt wird. Anlass war eine Studie des Zukunftsforschers Matthias Horx, ihre These war schlicht: Das Internet werde kein Massenmedium.
Zu kompliziert, zu überladen, zu schwer zu bedienen – so lautete das Urteil. Während das Radio mit ein paar Knöpfen auskomme, überfordere das World Wide Web seine Nutzer*innen.
Wenige Jahre später war klar: Der Forscher liegt daneben. Ähnliches erwarte ich von der jüngsten Entscheidung der EU-Kommission. Das Verbrenner-Aus wird von der Realität bald überholt werden. E-Autos werden bald den Markt dominieren.

Sonst geht es heute um Trump-Dinge und den Fall Pilnacek.

Was das Verbrenner-Aus für Dich bedeutet (sofern du Autos nutzt)
Eigentlich war der Plan klar: Von 2035 an sollten Neuwagen in der EU kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid mehr ausstoßen dürfen. Diese Vorschrift kennen viele als „Verbrenner-Aus“, denn statt Motoren, die mit Benzin betrieben werden, wäre dann nur die Neuzulassung von Elektrofahrzeugen erlaubt gewesen. Gestern aber hat die EU-Kommission sich dafür ausgesprochen, diesen Plan aufzuweichen.
Die Botschaft der Kommission bleibt widersprüchlich. Offiziell ist die Zukunft elektrisch, praktisch sollen Hybride und sogar Verbrenner länger mitlaufen. Das geplante Aus für neue Benziner ab 2035 wird aufgeweicht: Statt null Emissionen reichen künftig 90 Prozent weniger – den Rest kompensieren die Hersteller teuer.
Von vielen Stellen gibt es nun aber Kritik an diesen Ideen, denn die Frage steht im Raum, ob die Vorgangsweise den Unternehmen tatsächlich mehr Spielraum verschafft. Der Weltmarkt entwickelt sich unaufhaltsam hin zu Elektroautos, besonders chinesische Hersteller besetzen diesen Zukunftsmarkt. Das RND (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) kritisiert in einem Kommentar, dass die Entscheidung es den heutigen Manager*innen ermögliche, kurzfristig weiterhin hohe Gewinne einzufahren, während sie sie langfristig zu wenig zwinge, kluge Entscheidungen zu treffen. Die Zeit (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) findet dagegen, dass die Erleichterungen richtig seien, denn Europa brauche mehr Zeit, um den Technologierückstand aufzuholen.
Für Käufer*innen ändert sich kurzfristig wenig. E-Autos werden ohnehin günstiger und dominieren bald den Markt. Der Verbrenner überlebt – als Nischen- und Luxusprodukt. Für die breite Masse heißt das wohl: elektrisch fahren, früher oder später.

Pilnacek: Vorwürfe an die Polizei
Der FPÖ-Volksanwalt Christoph Luisser erhebt schwere Vorwürfe gegen die Ermittler im Fall Christian Pilnacek. Zu früh sei von Suizid ausgegangen worden – mögliche Zeugen und Beweise blieben liegen. Sein Zwischenbericht liegt nun im Innenministerium, berichtet der ORF (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Konkret nennt Luisser versäumte Einvernahmen, mutmaßliche Versuche, eine Obduktion zu verhindern, und das nicht gesicherte Smartphone des Verstorbenen. Ein Untersuchungsausschuss der FPÖ startet im Jänner. Die ÖVP kontert scharf: Luisser betreibe Parteipolitik und schade der Volksanwaltschaft.
Wer sich mit dem Tod von Christian Pilnacek auseinandersetzen will, sei der Podcast „Die Dunkelkammer (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)“ ans Herz gelegt, der mittlerweile 21 Folgen dazu recherchiert hat.

„Persönlichkeit eines Alkoholikers“ – Trumps Stabschefin irritiert Washington
Ein Satz reicht, um Unruhe zu stiften. Susie Wiles, Stabschefin im Weißen Haus, attestiert Donald Trump laut Vanity Fair (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) die „Persönlichkeit eines Alkoholikers“. Der Kontext fehle, kontert Wiles – das Magazin habe Fragmente zitiert, um ein chaotisches Bild zu zeichnen.
Wiles verteidigt ihren Chef dennoch: Trump glaube an seine Unbesiegbarkeit, denke nicht täglich an Rache, nutze Gelegenheiten aber konsequent. Rückendeckung kommt aus dem Team, scharfe Kritik an der Darstellung inklusive.
Nebenbei verteilt Wiles Seitenhiebe gegen andere: JD Vance sei ein Verschwörungstheoretiker, Elon Musk ein Ketamin-Konsument, Justizministerin Bondi habe bei den Epstein-Akten versagt. Loyalität sieht anders aus – oder genau so.
Derweil macht Trump „Trump-Dinge“ und treibt die Eskalation gegen Venezuela voran. Der US-Präsident kündigt eine Seeblockade gegen Öltanker an, die Venezuela anlaufen. Die US-Marine in der Karibik werde ausgebaut, bis Caracas angeblich „gestohlenes“ Öl und Vermögen zurückgebe.
Venezuela reagiert empört. Das Vorgehen sei grotesk und völkerrechtswidrig. Trump wiederum nennt die Regierung von Präsident Nicolás Maduro eine Terrororganisation.
Zusätzlich hat Trump hat das Einreiseverbot in die USA auf Staatsangehörige aus sieben weiteren Ländern ausgeweitet, darunter Syrer*innen sowie Palästinenser*innen. „Zum Schutz der Sicherheit der Vereinigten Staaten“, erklärte das Weiße Haus gestern.
Von den neuen Maßnahmen betroffen auch die Länder Burkina Faso, Niger, Mali, Südsudan, Laos und Sierra Leone.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Wie kann Wien sicherer für Frauen werden?
Julia Girardi-Hoog ist seit einem Jahr Referentin für „Gender Planning“ in Wien. Sie spricht im aktuellen Profil darüber, wie Stadtplanung das Sicherheitsgefühl von Frauen erhöhen kann.
https://www.profil.at/oesterreich/stadtplanung-wien-frauen-sicherheit-kriminalitaet-gewalt/403111699 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Der unerfüllbare Weihnachtswunsch
Jedes Jahr zu Weihnachten schicken Kinder ihre Wunschzettel nach Himmelpfort in Brandenburg. Wer die Briefe liest, erfährt, wonach sich Kinder auf der ganzen Welt am meisten sehnen.
https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/6157-der-unerfullbare-weihnachtswunsch#lesen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)
Syrien: Auf den Spuren des IS
Der antisemitische Anschlag in Australien brachte den „Islamischen Staat“ zurück auf die Bühne. Die Täter handelten offenbar im Geiste der Terrormiliz. Einer wurde von der Polizei erschossen, der andere schwer verletzt festgenommen. Im Fluchtfahrzeug: Sprengsätze, IS-Flaggen.
Hinweise deuten zudem auf eine militärähnliche Ausbildung der Angreifer bei Islamisten auf den Philippinen hin.
Eine aktuelle ARTE-Reportage hat sich angesehen, wie stark der IS in seinem Kerngebiet Syrien ist.
https://www.arte.tv/de/videos/128573-000-A/syrien-auf-den-spuren-des-is/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Muss heute noch einen Fileserver mit OpenBSD installieren:
Markus