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Wenn sich die KI selbstständig macht und angreift

Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!

Die Meldung sorgt heute weltweit für Schlagzeilen: OpenAI hat die Verantwortung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) für einen Cyberangriff auf die KI-Plattform Hugging Face übernommen. Nach Angaben des Unternehmens brachen mehrere KI-Modelle bei einem Sicherheitstest aus einer abgeschotteten Umgebung aus, verschafften sich Zugang zum Internet und drangen – über ein bisher unbekanntes Sicherheitsleck – in die Systeme von Hugging Face ein.  Eigentliches Ziel war es, Testaufgaben zu lösen.
Das ist noch nicht Skynet, aber erinnert daran, dass Systeme gut geschützt werden müssen und was in den kommenden Wochen, Monaten und Jahre auf IT-Systeme zukommt. 

Themenwechsel: Mich wundert, wie viel Zeit man in Kriegszeiten für Streit und Intrigen hat. Aber gehört offensichtlich dazu. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Die Entscheidung fällt nur wenige Tage nach dem erzwungenen Rücktritt des populären Verteidigungsministers Mychailo Fedorow. Fedorow hatte seinen Posten nach einem Machtkampf mit Syrskyj räumen müssen. Der Vorgang löste landesweite Proteste aus, die mehrere Tage anhielten.

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Ansonsten geht es heute um die Wirtschaftskammer, Angriffe auf den Iran und Frau Le Pen.

Polizei zieht in Hitlers Geburtshaus ein

Das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau am Inn wird künftig als Polizeistation genutzt. Nach jahrelangen Debatten eröffnet Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Mittwoch das neue Polizeizentrum. Der Umbau des historisch belasteten Gebäudes ist abgeschlossen, berichtet der ORF (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).

Das Haus, das im Laufe seiner Geschichte unter anderem als Gasthaus, Wohnhaus, Schule und Standort der Lebenshilfe diente, steht seit 2016 im Eigentum der Republik Österreich. Nach dem Auszug der Lebenshilfe 2011 war es jahrelang ungenutzt. Eine Expertenkommission hatte eine behördliche oder soziale Nutzung empfohlen. Ein Museum könne Rechtsextreme anziehen, ein Abriss die Geschichte verdrängen.

Die Entscheidung für eine Polizeistation blieb umstritten. Kritiker verwiesen auf die internationale Symbolwirkung und schlugen stattdessen eine Dauerausstellung zur Erinnerungskultur vor. Das Innenministerium lehnte dies ab.

Mit dem Umbau erhielt das Gebäude eine schlichte weiße Fassade und ein neues Erscheinungsbild. Vor dem Haus erinnert weiterhin der Gedenkstein mit der Inschrift: „Für Frieden, Freiheit und Demokratie. Nie wieder Faschismus.“

Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für Kinder

Als erstes Land in der Europäischen Union hat Frankreich gestern ein Social-Media-Verbot beschlossen. Es gilt für Kinder unter 15 Jahren und soll auf Wunsch von Präsident Emmanuel Macron nach den Sommerferien, also Anfang September, in Kraft treten. Zunächst gilt es für neue Social-Media-Konten, mit einer Übergangsfrist von vier Monaten werden dann existierende Konten geschlossen, berichtet die Tagesschau (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Betroffen sind alle sozialen Plattformen, es soll laut Macron aber Ausnahmen geben, etwa für Online-Enzyklopädien oder digitale Projekte mit Bildungszwecken.

Wie ZDFheute (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hervorhebt, sollen mit dem neuen Gesetz gesundheitsschädliche Auswirkungen auf Heranwachsende vermieden werden. Da geht es etwa um Cybermobbing, brutale Inhalte, die Verringerung der Aufmerksamkeitsspanne und Schlafmangel. Allerdings ist noch unklar, wie das Verbot letztendlich in der Praxis umgesetzt werden soll. In Brüssel besteht die Sorge, dass eine Zersplitterung in nationalen Systemen zu Rechtsunsicherheit führen oder die Rechtsdurchsetzung schwächen könnte. Das RND (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) bietet dazu weitere Infos. Für Krautreporter (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) hat Dirk von Gehlen schon vor einiger Zeit aufgeschrieben, was man wissen sollte, wenn man für ein Social-Media-Verbot für Kinder ist. (Luzia Geier)

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Krieg der USA gegen den Iran kostete bisher 37,5 Milliarden Dollar 

Der Krieg der USA gegen den Iran kostet deutlich mehr als bislang bekannt. Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth belaufen sich die Ausgaben inzwischen auf rund 37,5 Milliarden Dollar (etwa 32,8 Milliarden Euro) – fast acht Milliarden mehr als bei der letzten offiziellen Schätzung. Die Summe umfasst auch die erwarteten Kosten bis Ende des Haushaltsjahres am 30. September.

Vor dem Budgetausschuss des Senats stellten sich Hegseth und Generalstabschef Dan Caine erstmals seit der Wiederaufnahme der US-Militäreinsätze Anfang des Monats den Fragen der Abgeordneten. Die Anhörung wurde mehrfach von Protestierenden unterbrochen, die ein Ende des Krieges forderten. Sicherheitskräfte führten sie aus dem Saal.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar ihre Luftangriffe auf den Iran begonnen. Washington begründet den Einsatz mit dem Ziel, Teheran dauerhaft am Bau von Atomwaffen zu hindern. Trotz einer im April vereinbarten Waffenruhe wächst nach neuen gegenseitigen Angriffen die Sorge vor einer weiteren Eskalation.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Der Künstler, der die Lueger-Statue vom Sockel stürzen will   

Während der jüdische Künstler Alon Ishay einen Rundgang rund um das umstrittene Lueger-Denkmal leitete, wurde er gemeinsam mit den Teilnehmenden von einem Passanten antisemitisch beschimpft. Ishay hatte an der Statue ein Banner angebracht, das den fiktiven Sturz des Denkmals beschrieb – formuliert, als wäre dieser bereits erfolgt. Wenige Tage später entfernte ein FPÖ-Lokalpolitiker das Banner.

Entmutigen lässt sich Ishay davon nicht. Im Gegenteil: Der 25-Jährige setzt seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Denkmal fort. Doch wer ist Alon Ishay? Eine Antwort liefert der Falter. 

https://newsletter.falter.at/nAk7w2kF1YBLhv (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Ich bin dorthin gereist, wo sich Wessi und Ossi Gute Nacht sagen

Vor den Landtagswahlen reise ich durch Sachsen-Anhalt. Erste Station: Salzwedel in der Altmark, eine typische ostdeutsche Kleinstadt, in der Baumkuchen zum Symbol für Systemversagen wird.

https://krautreporter.de/politik-und-macht/6465-ich-bin-dorthin-gereist-wo-sich-wessi-und-ossi-gute-nacht-sagen#lesen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Geheime Chats zwischen Identitäre und FPÖ-Politikern 

Der STANDARD hat Chats zwischen Identitären und FPÖ-Politikern veröffentlicht. Sie zeigen die Nähe zwischen FPÖ und Identitären – bis hinauf in die FPÖ-Spitze und die damals blauen Ministerien.

https://www.derstandard.at/story/3000000332251/geheime-chats-zeigen-naehe-zwischen-fpoe-und-identitaeren-und-wie-sellner-der-partei-subtil-drohte (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

 

Heute kein Berg: Markus

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