wie redest du eigentlich über den Elefanten im Raum? Sprichst du ihn sofort an oder versuchst du, dich wie am klassischen heißen Brei vorbeizuwinden?
In der heutigen Folge (Öffnet in neuem Fenster) geht’s genau darum: Das Sprechen über das Tabu Krebs. Drei verschiedene Männer mit unterschiedlichen Diagnosen erzählen, wie sie es gemacht haben, was es mit ihnen gemacht hat, und wie sie retrospektiv darüber denken.
Über Krebs reden – (k)eine einfache Sache?
Ich spreche mit meinen Gästen Wolfgang (Zungengrundkrebs, HPV-induziert), Michael (Prostatakrebs) und Stephan (Hodenkrebs) über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Diagnose und dem Leben mit Krebs. Ehrlich und offen berichten sie, wie sich nach der Diagnose das Verhältnis zu Familie und Freunden verändert hat, wie sie mit Ängsten und Unsicherheiten umgegangen sind und warum das offene Gespräch – besonders unter Männern – so wichtig ist.
Dabei geht es nicht nur um medizinische Herausforderungen, sondern vor allem um die emotionale Seite: Wie bewältigt man den Schock einer solchen Nachricht? Wem vertraut man sich an, und wie reagiert das Umfeld? Die Gäste erzählen von neuen, oft tieferen Beziehungen zu ihren Angehörigen und davon, wie auch Unbekannte oder entfernte Bekannte durch das offene Reden Mut fassen, selbst über ihre Krankheit zu sprechen.
Außerdem beleuchten sie pragmatische Ansätze, mit Sorgen umzugehen, und teilen, wie Mentaltraining und gegenseitige Unterstützung helfen können, nicht in negativen Gedankenspiralen zu versinken.
Die drei wichtigsten Take-aways dieser Folge:
Offenheit schafft Verbindungen. Wer über Krankheit spricht, öffnet nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Gespräche beginnen dort, wo jemand den ersten Satz wagt.
Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Wer sich auffangen lässt, schafft Raum für eigene Klarheit. Das entlastet nicht nur, sondern kann auch neue Kraft schenken.
Normalität ist kein Ziel, sondern ein Weg. Der Wunsch, alles möge wieder sein wie früher, ist total menschlich. Aber manchmal entsteht das Neue erst im Annehmen dessen, was jetzt ist.
Diese Folge bietet authentische Einblicke in das Leben mit Männerkrebs – und macht Mut, das Schweigen zu brechen.
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Jumplist
00:59 Danke neues Mitglied
01:11 Vorstellung Wolfgang
05:08 Wie der Familie erzählen?
07:58 Vorstellung Michael
12:08 Plötzlich outen sich viele
14:49 Statusupdate Michael
17:22 Vorstellung Stephan
18:34 Diagnose Hodenkrebs
23:51 Neue Normalität
24:24 Take-aways
25:09 Mit dem Umfeld reden
Quellen und Links
SKAT-Methode, Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (Öffnet in neuem Fenster) (DocCheck)
Urolog:innen in Deutschland finden (Öffnet in neuem Fenster) (AOK-Arztsuche)
Urolog:innen in Österreich finden (Öffnet in neuem Fenster) (Bundesverband der Österreichischen Urologie)
Anlaufstellen für Krebsbetroffene und Angehörige (Öffnet in neuem Fenster)
Folge Zwischen Nähe und Abgrenzen – Wie bei Krebs mit dem Umfeld sprechen? (Öffnet in neuem Fenster)
Aktuelles
Diabetesmittel gegen Prostatakrebs? (OTS, Medizinische Universität Wien (Öffnet in neuem Fenster), 06.05.2025) Ein Forschungsteam der MedUni Wien zeigt: Das Stoffwechselprotein PPARγ, bekannt aus der Diabetesforschung, könnte auch das Wachstum von Prostatakrebszellen bremsen. Der Ansatz eröffnet neue Wege für zukünftige Therapien – und macht Hoffnung, dass vorhandene Medikamente künftig auch in der Onkologie wirksam eingesetzt werden können.
Rotwein & Herz: Was sagt die Wissenschaft wirklich? (Medizin Transparent (Öffnet in neuem Fenster), 23.04.2025) Der Artikel prüft kritisch die weitverbreitete Annahme, dass moderater Rotweinkonsum gut fürs Herz sei. Die Analyse zeigt: Belastbare Belege fehlen, viele Studien sind methodisch schwach oder zeigen widersprüchliche Ergebnisse. Wer auf Herzgesundheit achtet, sollte besser auf bewährte Maßnahmen setzen – Bewegung, ausgewogene Ernährung und Rauchverzicht.
Ketogene Diät bei Krebs: Ernährungstrend oder hilfreich? (ORF „Bewusst gesund“ (Öffnet in neuem Fenster), 05.04.2025) Die ketogene Diät gilt bei manchen Krebspatient:innen als Hoffnungsträger – doch wissenschaftlich ist sie umstritten. Der ORF-Beitrag beleuchtet Chancen und Risiken: Während manche Tumorarten unter ketogener Ernährung langsamer wachsen könnten, fehlt der Nachweis für eine alleinige Wirksamkeit. Expert:innen raten klar: Ernährung kann Therapien unterstützen, ersetzt sie aber nicht. (Anm. d. Red.: Krebsberatungsstellen bieten auch Ernährungsberatungen an inklusive persönlicher Anamnese und Erstellung eines Ernährungsplans.)
Bis bald!
Alexander
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