Wie ein neues Verständnis von Selbstregulation dein ganzes Leben neu erzählt
Es passiert oft zwischen 38 und 52.
In einer Phase, die sowieso schon von Umbrüchen geprägt ist:
🌀 Körperlich.
🌀 Emotional.
🌀 Hormonal.
🌀 Biografisch.
Viele Frauen beschreiben mir in dieser Zeit das gleiche Phänomen:
„Ich funktioniere nicht mehr wie früher – und ich verstehe mich selbst nicht mehr.“
Doch statt nur an Hormonmangel oder Erschöpfung zu denken, beginnt hier oft ein viel tieferer Prozess:
👉 Das Wiederentdecken der eigenen Biografie
👉 Unter einem völlig neuen Blickwinkel: Selbstregulation.
Wenn plötzlich klar wird: Ich hatte nie zu wenig Disziplin – sondern zu wenig Regulation
Wer ADHS, AuDHS oder eine andere Form von Neurodivergenz spät erkennt, beginnt oft, sich rückwärts zu verstehen.
Aber nicht im Sinne von Schuld oder Defizit – sondern im Sinne eines neuen Modells:
🧠 Nicht: „Ich war unmotiviert“ –
sondern: „Mein Belohnungssystem hat anders funktioniert.“
🧠 Nicht: „Ich war zu empfindlich“ –
sondern: „Meine emotionale Reizverarbeitung war nie so gedämpft wie bei anderen.“
🧠 Nicht: „Ich hab mich immer abgelenkt“ –
sondern: „Mein Gehirn hat sich verzweifelt gegen Reizüberflutung gewehrt.“
Das Steuerungsmodell erklärt, warum dein System oft in Not war
Im Steuerungsmodell, mit dem ich in meinen Kursen und Coachings arbeite, ist das Gehirn kein statisches Organ, sondern ein dynamisches Navigationssystem, das ständig reguliert, priorisiert, sortiert – oder eben in Überforderung rutscht.
💥 In der Perimenopause kommt es zu hormonellen Einbrüchen, die genau dieses System destabilisieren.
Was früher gerade noch so ging (Multitasking, emotionale Balance, Konzentration), fällt plötzlich auseinander.
Und auf einmal werden alte Muster wieder spürbar:
➡️ Rückzug.
➡️ Reizbarkeit.
➡️ Verzettelung.
➡️ Überkompensation.
Aber diesmal siehst du es – und kannst es benennen.
Deine Geschichte neu schreiben – mit Mitgefühl und Systemverständnis
Wenn du zurückblickst auf dein Leben mit dem Wissen von heute, dann erkennst du nicht nur Muster.
Du erkennst Funktionsprinzipien.
Und das verändert alles.
Nicht, weil du jetzt „eine Schublade hast“.
Sondern weil du ein Regulationsverständnis hast:
👉 Warum bestimmte Situationen dich immer überfordert haben.
👉 Warum du nie „einfach abschalten“ konntest.
👉 Warum du so viel Energie verbraucht hast, um „normal“ zu wirken.
Und du darfst aufhören, dir das als Schwäche auszulegen.
Was glaubst du – trifft das auch auf dich zu?
🧩 Hast du in der Rückschau dein ganzes Leben neu verstanden?
📉 Siehst du heute dein „Chaos“, deine Krisen, deine Erschöpfung mit anderen Augen?
Dann erzähl davon.
In der ADHSSpektrum-Community (Öffnet in neuem Fenster) sind viele gerade auf dieser Reise.
Du bist nicht allein.
Und du bist nicht falsch – du warst einfach lange ohne passendes Betriebssystem unterwegs.