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Dein Klimajourno-Update

Der Header zeigt den Titel "Netzwerk Newsletter" in großen, schwarzen Buchstaben. Darunter klein: Februar 2026.

Heute schreiben dir: Sara Schurmann, Veronika Rivera und Leoni Bender

Drei Porträt-Fotos zeigen Sara Schurmann, Veronika Rivera und Leoni Bender. Sara hat einen hellbraunen Longbob mit Pony und trägt ein blaues Oberteil mit beiger Jacke. Veronika hat kurzes Haar, trägt eine Brille und ein rotes T-Shirt. Leoni hat braune Locken und trägt eine bunte Kette.

Liebes Netzwerk,

als wir begonnen haben, uns im Kernteam regelmäßig zu treffen und über die Klimakrise und die Berichterstattung dazu auszutauschen, haben wir schnell gemerkt, wie gut das tut: innehalten, teilen, was gerade ansteht, und merken, dass andere mit ähnlichen Fragen, Zweifeln oder auch ganz praktischen Problemen im Redaktionsalltag zu tun haben. Dieses gute Gefühl – nicht allein zu sein – war auch eine der frühen Rückmeldungen von euch, als wir das Netzwerk 2021 gestartet haben. Genau daran möchten wir anknüpfen und einen neuen Raum für Austausch öffnen.

Deshalb laden wir euch ab sofort zu unseren Kollegialen Check-Ins ein: einem offenen, kollegialen Austauschformat für Journalist*innen und Medienschaffende. Hier ist Platz für das, was euch aktuell bewegt – von Recherche- und Arbeitsfragen über ethische Abwägungen und Karrierefragen bis hin zu dem Druck, den viele von uns in der Klimaberichterstattung erleben. Ihr könnt mit einem konkreten Anliegen kommen, euch einbringen, zuhören oder einfach erst einmal reinschnuppern.

Unsere Angebote sind aus euren Rückmeldungen entstanden. In zwei Umfragen im Herbst wollten wir von euch wissen, wie stark euch Klimagefühle aktuell belasten und welche Art von Unterstützung für euch hilfreich wäre. Die Antworten fielen – verständlicherweise – so unterschiedlich aus, wie die Bedürfnisse vielfältig sind.

Ein Balkendiagramm, liegend. 

Überschrift: Welche Angebote könntest du dir ggf. vorstellen, zu nutzen?

Darunter die Antwortmöglichkeiten: 
- 3,4 von 5 können sich vorstellen, Gruppen-Gespräche via Zoom zu besuchen
- 2,7 von 5 könnten sich vorstellen, Einzelgespräche (am Telefon) mit geschulten Kolleg*innen zu führen
- 4,1 von 5 könnten sich vorstellen regelmäßige Check-Ins mit Kolleg'innen aus dem Netzwerk zu nutzen, im Sinne eines Buddy-Systems
- 3 von 5 wünschen sich Leitfäden oder Tipps für Einzelne oder in Redaktionen/Teams
- 2,4 von 5 würden Reflektionsangebote nutzen, die sie alleine durchgehen können (z.B. Journaling) 

5 wäre auf der Skala mit 100 Prozent gleichzusetzen.

Daran orientieren sich die Formate, die wir nun anbieten:

Die Kollegialen Check-Ins finden künftig vierteljährlich als offene Runden statt. Wer mag, kann dort auch andere finden, um sich anschließend in kleiner Runde selbstorganisiert und nach Bedarf weiter auszutauschen. Dafür haben wir Leitfäden vorbereitet, die beim Moderieren und Gestalten solcher Treffen helfen.

Außerdem findet ihr auf unserer Website ab sofort eine Übersicht mit Angeboten (Öffnet in neuem Fenster) rund um (Klima-)Journalismus und (Klima-)Emotionen: von Leitfäden zur Selbsteinschätzung über Studien bis hin zu Kontakten für akute Unterstützung. Leite diese Einladung gern auch an Kolleg*innen im deutschsprachigen Raum weiter, für die das interessant sein könnte.

Erster Termin – bitte vormerken:

Donnerstag, 19. Februar, 18.00–19.30 Uhr, via Zoom (Öffnet in neuem Fenster)

Meeting-ID: 647 1405 9666
Kenncode: 395114

Wir hoffen, dass diese Formate dich dort unterstützen, wo du sie gerade brauchst und freuen uns, wenn du vorbeikommst.

🔥 Netzwerk News

Die neue Staffel 5vor12 startet 📢

Am 24. Februar starten wieder wöchentlich unsere 5vor12 Klima-Briefings. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch und unseren Speaker*innen während der Mittagspause! Wie immer dürft ihr gerne Fragen mitbringen und für eure Recherchen aus den Briefings zitieren. Die 5vor12 Klima-Briefings (Öffnet in neuem Fenster)für Journalist*innen sind ein kostenloses Angebot von uns und unserem Partner-Netzwerk in Österreich.

Das Bild zeigt einen blauen Hintergrund mit schwarzer Schrift und giftgrünen Elementen, unter anderem die Überschrift und Datum hervorheben. Oben links steht groß geschrieben "Klima-Briefing" und unten rechts "5 vor 12" in der Mitte sind die verschiedenen Events nach Datum aufgelistet.

Und hier (Öffnet in neuem Fenster) kannst du mit einem Klick alle Dienstags-Termine in den Kalender eintragen. Wir freuen uns auf dich!

💡 Klimajournalismus: Unsere aktuellen Empfehlungen

In unserem Netzwerk-Slack sammeln wir aktuelle Recherchen und Empfehlungen aller Mitglieder. Einmal im Monat stellen wir hier im Newsletter eine Auswahl gemeinsam mit persönlichen Fundstücken vor.

Wintersport-Podcast der Sportschau: Weiße Weste? Nachhaltigkeit im Wintersport – mit Arnd Peiffer

Ab Freitag werden die Olympischen Winterspiele in Mailand wieder Fans von Curling, Eiskunstlauf und Ski Alpin vor die Bildschirme holen. Passend dazu wirft der Wintersport-Podcast der Sportschau in seiner Folge “Weiße Weste? Nachhaltigkeit im Wintersport” (Öffnet in neuem Fenster) einen Blick auf die Nachhaltigkeit von Disziplinen wie Biathlon und Skispringen. Dort spricht Biathlon-Olympiasieger und ARD-Experte Arnd Peiffer über Schneemangel und Kunstschnee und warum ihn das Thema Klimaschutz umtreibt. Zu Wort kommt auch Yasin Hinz von Fridays for Future. Unterhaltsam und informativ!

“Republik”: Nach der Rebellion kommt die Revolution

Roger Hallam, Mitgründer von Extinction Rebellion und Just Stop Oil, bekam für seinen Protest eine der längsten Haftstrafen, die in Europa gegen einen Klimaaktivisten verhängt wurde. Dennoch arbeitet er schon wieder an der nächsten Massenbewegung. Unsere Schweizer Kollegin Sabrina Weiss hat ihn in London getroffen und porträtiert. In ihrem sehr lesenswerten Stück für “Republik”(€) (Öffnet in neuem Fenster) geht sie der Frage nach, was Hallam antreibt, wie radikal er nach seiner vorzeitigen Entlassung auf Bewährung noch ist und warum er sich jetzt für Obdachlose einsetzt. Ein Text voller feiner Beobachtungen und mit großartigen Fotos von Claudia Gschwend.

Buch: “Die Wildnis in uns” von Thorsten Schäfer 

Unser Netzwerk-Kollege Torsten Schäfer (Öffnet in neuem Fenster) hat im Rahmen eines ethnografischen Forschungsprojekts das Buch “Die Wildnis in uns” geschrieben. Darin begibt er sich auf die Reise durch die Natur Skandinaviens. Seine Beschreibungen der Begegnungen mit Tieren und Landschaften sollen den Blick dafür öffnen, wie wir Menschen in die Natur eingebunden sind. Es geht um Flüsse, die Rechte der Natur und auch ums Klima. Das Buch erscheint am 25. Februar im Oekom-Verlag und kann hier (Öffnet in neuem Fenster) vorbestellt werden.

Buch: “Kindheit am Kipppunkt” von Veronika Rivera

Ein zweites Buch aus unseren Reihen stammt von Veronika Rivera (Öffnet in neuem Fenster). In ihrem Sachbuch “Kindheit am Kipppunkt” richtet sie sich an Eltern und Bezugspersonen, die in Zeiten der Klimakrise nach Orientierung, Verbindung und innerer Stabilität suchen. Veronika schreibt über haltgebende Routinen, elterliche Präsenz, Klimaresilienz und darüber, wie ein liebevoller Alltag trotz allem Weltschmerz gelingen kann. Das Buch erscheint Mitte Februar im edition claus Verlag und kann hier (Öffnet in neuem Fenster) vorbestellt werden.

🗓️ Wichtige Termine im Januar

Was passiert im Februar rund um Klima, Umwelt und Energie? Wir empfehlen spannende Termine für die Berichterstattung. Ihr habt Tipps? Schreibt uns unter netzwerk@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster).

📢 Jobs, Stipendien und Ressourcen

  • Journalist*innen weltweit können sich für die kostenlose Covering Climate Now Academy bewerben. Das Online-Trainingsprogramm (Öffnet in neuem Fenster) läuft von 4. März bis 17. Juni 2026 und umfasst 12 interaktive Sessions zu Klimaberichterstattung über verschiedene Ressorts hinweg. Bewerbungsschluss ist der 16. Februar.

  • Covering Climate Now lädt außerdem am 19. Februar zu einem kostenlosen Online-Training ein (Öffnet in neuem Fenster). In der Session “Covering Climate Across Beats” lernen Journalist*innen aller Ressorts, Klimabezüge in ihrer täglichen Berichterstattung zu erkennen und einzuordnen.

  • Bis zum 15. Februar können sich Journalist*innen, die zwischen dem 01. Januar und dem 31. Dezember 2025 zum Thema (nachhaltige) Ernährung gearbeitet haben, für den Preis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Öffnet in neuem Fenster) bewerben. Der Preis ist mit 2.500 Euro pro Kategorie dotiert. 

  • Bis zum 4. März läuft außerdem die Bewerbungsphase (Öffnet in neuem Fenster) für den Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus, der dieses Jahr in Hamburg bei der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche verliehen wird. Neben Preisen werden außerdem vier Recherchestipendien in Höhe von 5.000 bis 9.000 Euro vergeben.

  • Praxisorientierter Workshop vom Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum zur Frage “Wie wird der Gegenwind in der Nachhaltigkeitskommunikation zum Aufwind?”. U.a. mit Carel Mohn von Klimafakten. Ziel ist es, Lösungsansätze für gelingende Nachhaltigkeitsdiskurse in einem zunehmend schwierigen Umfeld zu entwickeln. 5. März 2026, 14:00–18:00 Uhr, im Publix - Haus für Journalismus und Öffentlichkeit in Berlin Neukölln. Anmeldung (Öffnet in neuem Fenster) erforderlich.

  • Das Transatlantic Media Fellowship (Öffnet in neuem Fenster) der Heinrich-Böll-Stiftung ist offen für Bewerbungen, auch gezielt zu Themen rund um Klima- und Umwelt-Policy. Recherchen werden mit bis zu 4.000 Euro gefördert. Bewerbungsschluss ist am 13. März

  • Bis zum 23. März können sich Medienhäuser in Kooperation mit Wissenschafts- oder Forschungseinrichtungen (Öffnet in neuem Fenster) für die Journalism Science Alliance 2026 bewerben. Investigative Recherchen zu Themen von öffentlichem Interesse werden mit 10.000 bis 50.000 Euro pro Projekt gefördert.

  • Journalist*innen können sich bis 31. März auch wieder für die Recherche-Stipendien von Netzwerk Recherche bewerben. Gefördert werden investigative Projekte zu Umwelt, Klima oder allgemeinen Themen in Deutschland (Öffnet in neuem Fenster). Die Stipendien betragen bis zu 5.000 Euro und werden von Mentor*innen begleitet.

  • Das Centre for Investigative Journalism hat am 29. Januar eine 90-minütige Online-Session zum Thema “From Skills to Shifts: How Climate Investigations Get Results” veranstaltet – die man sich auch nachträglich hier (Öffnet in neuem Fenster) noch anschauen kann.

  • Laufend: Das Recherche-Collectiv Bellingcat fördert investigative Recherchen im Bereich Wildtiere und Umwelt (Öffnet in neuem Fenster), die Open-Source Methoden beinhalten.  

  • Laufend: Mit dem Ocean and Fisheries Reporting Grant unterstützt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung über die Ozeane und Fischerei in folgenden Schlüsselregionen: Globaler Süden, Australien, Neuseeland, Pazifik, Ost-, Süd- und Nordafrika, Naher Osten und dem Nahen Osten. Hier geht’s zur Bewerbung (Öffnet in neuem Fenster).

  • Laufend: Mit dem Work/Environment Reporting Grant unterstützt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bereich Arbeit und die Arbeitenden selbst. Besonderer Fokus liegt auf folgenden Schlüsselregionen: Südostasien, Europa, Afrika und Südamerika. Hier geht’s zur Bewerbung (Öffnet in neuem Fenster).  

Jana, Josephine, Linda, Leoni, Sara & Vero

P.S.: Kennst du die Arbeit unserer Kolleg*innen in Österreich? Gemeinsam mit ihnen organisieren wir die 5vor12 Klima-Briefings, aber auch der Newsletter des Netzwerk Klimajournalismus (Öffnet in neuem Fenster) Österreich ist lesenswert – er informiert jeden Monat über Termine, Stipendien, Ressourcen und Klimajournalismus, der aufgefallen ist. 

P.P.S.: Zum Abschied gibt es für euch noch das Klimajourno-Meme für Februar ⭐️. Sie sind teurer und ineffizienter als E-Autos. Aber hey, immerhin riechen E-Fuels gut …

Das Bild zeigt ein Meme basierend auf der TV-Serie Simpsons, in der der Barkeeper Moe den betrunkenen Barney hinauswirft. Moe ist als "EU" gelabelt und Barney als "Verbrenner" und schleicht sich durch die Hintertür wieder als "E-Fuels" hinein.

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