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Ab jetzt schicken wir dir jeden Donnerstag die wichtigsten Nachrichten aus Österreich. Wir schreiben unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.
In unserem heutigen Newsletter berichten wir über diese Themen:
👉 Warum Österreich in den nächsten Jahren sparen muss.
👉 Welche Dokumente seit 1. Juli teurer geworden sind.
👉 Und wie Menschen, die im Freien arbeiten, in Zukunft besser vor Hitze geschützt werden sollen.
Österreich hat zu hohe Schulden
Die letzten fünf Jahre waren für Österreich nicht einfach. Von März 2020 bis Ende 2022 brachte die Corona-Pandemie große Probleme für das Land. Viele Firmen mussten schließen und viele Menschen verloren ihre Arbeit.
In dieser Zeit gab der Staat viel Geld aus, um sowohl den Firmen als auch den Menschen im Land zu helfen. Gleichzeitig steckt die österreichische Wirtschaft schon seit einigen Jahren in einer Krise. Dadurch bekommt der Staat auch weniger Steuern. So haben sich mit der Zeit hohe Schulden angehäuft.
Jetzt hat die Europäische Union (EU) ein sogenanntes Defizit-Verfahren gegen Österreich eingeleitet. Das bedeutet: Österreich muss in den nächsten Jahren sparen und der EU genau zeigen, wie der Staat seine Schulden Schritt für Schritt verringern will. Alle sechs Monate muss Österreich der EU berichten, was schon erreicht wurde. Bis 2028 sollten die Schulden dann wieder sinken. Wenn Österreich sich nicht an diesen Plan hält, kann die EU eine Strafe verlangen.
Warum macht die EU das?
Die EU hat diese Regeln eingeführt, um die EU-Länder zu schützen. Denn wenn einzelne Staaten zu hohe Schulden machen, kann das auch die Wirtschaft in anderen Ländern gefährden.
Für Österreich ist das nicht das erste Defizit-Verfahren. Schon 2009 musste das Land unter Aufsicht der EU zu hohe Schulden abbauen. Derzeit haben auch Frankreich, Italien, Belgien, Polen, Malta, die Slowakei, Rumänien und Ungarn ein Defizit-Verfahren laufen.
Was bedeutet das für die Menschen in Österreich?
In den nächsten Jahren wird die Regierung einige Dinge ändern, um weniger Geld auszugeben. Zum Beispiel gibt es seit diesem Jahr keinen Klimabonus mehr. Bei Pensionen soll es Änderungen geben, um Geld einzusparen.
Auch Menschen ohne Arbeit werden davon betroffen sein. Bisher durften sie bis zu 551 Euro im Monat dazuverdienen, ohne dass ihr Arbeitslosengeld gekürzt wurde. Das soll nun geändert werden. Allein mit dieser neuen Regelung will der Staat rund 82 Millionen Euro sparen.
Reisepass, E-Card und Staatsbürgerschaft sind teurer
Damit der Staat mehr Einnahmen hat, wurden mit 1. Juli die Gebühren für bestimmte Dokumente erhöht:
Reisepass: jetzt 112 Euro (vorher 76 Euro)
Personalausweis: jetzt 91 Euro (vorher 62 Euro)
Führerschein: jetzt 90 Euro (vorher 61 Euro)
Zulassungsschein: jetzt 178 Euro (vorher 120 Euro)
Staatsbürgerschaft: jetzt 1.488 Euro (vorher 1.115 Euro)
E-Card: jetzt 25 Euro pro Jahr (vorher 13,80 Euro); ab 2026 müssen auch Pensionist:innen Gebühren für die E-Card zahlen.

Mehr Schutz vor der Hitze am Arbeitsplatz
In den letzten Wochen haben viele Menschen gespürt, wie anstrengend es ist, bei großer Hitze im Freien zu arbeiten. Nun gibt es dazu eine gute Nachricht:
Ab 2026 sollen neue Regeln zum Hitzeschutz für Menschen, die im Freien arbeiten, gelten. Sobald es eine Hitzewarnung gibt, also bei Temperaturen über 30 Grad Celsius, müssen Firmen einen Hitzeschutz-Plan umsetzen. Dieser muss am Arbeitsplatz ausgehängt werden, sodass ihn alle sehen können.
Die neuen Regeln legen zum Beispiel fest, dass die Kabinen von Kränen, Baggern, Traktoren, Radladern oder Walzen künftig eine Kühlung oder Klimaanlage haben müssen. Die Firmen bekommen dafür eine bestimmte Frist, in der sie diese Fahrzeuge und Geräte umrüsten müssen.
Im diesem Hitzeschutz-Plan steht auch, dass Firmen die Arbeitszeit anpassen oder die Arbeit leichter machen sollen, wenn es sehr heiß ist. Wenn das nicht möglich ist, müssen Firmen Schattenplätze schaffen oder die Arbeit in den Schatten verlegen. Außerdem müssen sie leichte Kleidung, Kopfbedeckungen und Sonnencreme bereitstellen.
Neu ist auch, dass die Behörde kontrollieren darf, ob Firmen die Regeln einhalten. Unternehmen, die sich nicht an die Vorgaben halten, müssen mit Strafen rechnen.
Am Bau gab es zwar bisher schon eine freiwillige Hitzeregelung. Bei über 32,5 Grad konnten Firmen ihren Mitarbeiter:innen hitzefrei geben. Es gab jedoch keine Pflicht. Die neue Verordnung macht Hitzeschutz nun verpflichtend.
Die Gewerkschaft findet die neuen Hitzeschutz-Regeln gut. Sie fordert aber auch, dass Menschen in heißen Büros, Werkshallen, in der Pflege oder in Klassenzimmern in Zukunft besser vor Hitze geschützt werden.
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Michi und Petra
Team „Österreich für dich“