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„Österreich für dich“– die wichtigsten Meldungen der Woche

Willkommen bei der neuen Ausgabe von „Österreich für dich“!
Schön langsam geht auch dieser Sommer zu Ende. In Wien, Niederösterreich und im Burgenland startet am Montag wieder die Schule. Und auch in der Politik tut sich wieder mehr.

Damit du gut informiert bist, fassen wir die wichtigsten Themen für dich zusammen.

Und wie immer gilt auch bei diesem Newsletter: Wir schreiben die Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist.

Das sind die Themen:

👉 Keine echten Rabatte: Billa, Spar, Hofer und Lidl wurden jetzt verklagt.
👉 Integration: Wer Kurse nicht besucht, soll weniger Geld vom Staat bekommen.
👉 Ab 2026 soll auch der Preis für Wohnungen mit freien Mieten geregelt werden.
👉 Ein seltener Gast in Österreich: Elch Emil sorgt seit Tagen für Aufregung.


Klage: Supermärkte sollen bei Rabatten tricksen

Minus 50 Prozent auf alle Fruchtsäfte. Minus 30 Prozent auf Nudeln. „Nimm 3, zahl 2“ bei den Keksen: Wer durch einen Supermarkt geht, sieht vor allem eines: Rabatte, überall Rabatte. Auffällige Schilder locken Kund:innen zu den Regalen. Und dann gibt es noch Pickerl mit 25 % Rabatt, die man an der Kasse schnell auf das teuerste Produkt kleben kann.

Wenn man den Supermarkt wieder verlässt, hat man das Gefühl, dass man heute wieder einmal besonders günstig eingekauft hat.

Preise vergleichen. Aber sind diese Lebensmittel mit diesen Rabatten wirklich so viel billiger als an anderen Tagen? „Nein, das sind sie nicht“, behauptet der Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Der VKI testet jedes Jahr viele Produkte, aber auch Verträge für Handys oder Lieferungen von Paketen und vieles mehr. So können die Menschen sehen, welche Angebote wirklich gut sind und ob die Angaben der Firmen stimmen. Die Tests helfen dabei, sicher einzukaufen.

Nun hat der VKI über längere Zeit die Preise von Lebensmitteln bei Billa, Spar, Hofer und Lidl beobachtet und verglichen. Dabei hat der Verein Folgendes festgestellt: In diesen Supermärkten wurden Lebensmittel, die mit Rabatten billiger angeboten wurden, kurz davor etwas teurer gemacht. Auf diesen höheren Preis wurde dann ein Rabatt gegeben.

Eigenes Gesetz. Doch genau das ist nicht erlaubt. Seit 2022 gibt es in Österreich ein eigenes Gesetz für Rabatte. Es sagt: Wenn ein Supermarkt ein Produkt billiger macht, muss es den Rabatt auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage geben.

Um zu beweisen, dass die Supermärkte bei den Rabatten tricksen und nicht immer den günstigsten Preis nehmen, hat der VKI diese drei Beispiele aufgezeigt.

Auf diesem Bild ist ein Supermarktregal mit verschiedenen Kaffeepackungen zu sehen. Auf einer Packung befindet sich ein auffälliges Rabattschild. Darauf steht: „Statt 14 Euro nur 7 Euro.”
Im Supermarkt stechen die Produkte mit den Rabattschildern sofort ins Auge. Dieses Bild hat die KI gemacht.

Eine Packung Kaffee:
Angebot für eine bestimmte Sorte: Statt 14 Euro nur 7 Euro!
Das klingt, als ob man die Hälfte sparen würde.

Zwei Wochen zuvor kostete diese Kaffeesorte jedoch nur 8 Euro pro Packung.
Die Kund:innen haben sich also tatsächlich nur 1 Euro gespart. Das sind 12,5 Prozent.

Ein Kilo Schopfbraten:
Angebot: Statt 14,99 Euro nur 9,99 Euro für ein Kilo Schopfbraten!
Das klingt nach 33 Prozent Rabatt.

Kurz davor kostete der Schopfbraten jedoch nur 9,74 Euro.
Der Schopfbraten war in Wirklichkeit also sogar 25 Cent teurer.

Eine Kiste Bier:
Angebot: Eine Kiste Bier statt 27,60 Euro jetzt nur 14,85 Euro.
Das klingt, als würde man pro Kiste 12,75 Euro sparen.

Der letzte Preis für diese Kiste Bier betrug jedoch 15,80 Euro.
Also hat man sich beim Kauf einer Kiste Bier tatsächlich nur 95 Cent gespart.

Klage gegen Supermärkte. Jetzt hat der Verein die vier großen Supermarktketten Billa, Spar, Hofer und Lidl geklagt. Das heißt: Ein Gericht wird nun prüfen, ob die Supermärkte tatsächlich die Preise getrickst haben, damit die Rabatte größer wirken, als sie in Wirklichkeit sind.

Mit dieser Klage will der VKI erreichen, dass es solche Rabatt-Tricks in den Supermärkten nicht mehr geben darf. Die Supermärkte, die geklagt werden, haben dazu bisher noch nichts gesagt.

Wer bei Kursen fehlt, soll weniger Geld bekommen

Beim Thema Integration wird sich für Menschen, die nach Österreich kommen und bleiben wollen, einiges ändern. Das hat jetzt Claudia Plakolm in einem Interview angekündigt. Plakolm ist Ministerin der ÖVP und für Europa, Integration und Familie verantwortlich.

Claudia Plakolm, Integrationsministerin der ÖVP, spricht bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. Sie steht vor einem Rednerpult. Hinter ihr sind die österreichische und die EU-Flagge zu sehen.
Ministerin Claudia Plaklom (ÖVP) will neue Regeln für die Integration. Foto: BKA/Florian Schrötter

„Wer dazugehören will, hat die Sprache zu lernen, sich einen Job zu suchen und sich an die Gesetze und Werte in Österreich zu halten“, sagt die Ministerin. Wer allerdings nicht bereit sei, Deutsch zu lernen und Wertekurse zu besuchen, werde künftig auch weniger Geld vom Staat bekommen, kündigt sie nun an.

Neue Regeln. Das Integrations-Programm dauert derzeit drei Jahre. Ab Herbst wird neu geregelt, wie viel Geld Flüchtlinge, Vertriebene und Asylwerber:innen vom Staat bekommen. Wichtig ist dabei, ob sie regelmäßig Deutschkurse und Wertekurse besuchen. Wer ohne Entschuldigung bei diesen Kursen fehlt oder nicht zum Arbeitsamt (AMS) geht, soll künftig auch weniger Geld vom Staat bekommen, sagt Plakolm. Im Jahr 2024 seien mehr als 2.800 Kursplätze nicht genutzt worden.

Familienbeihilfe für Ukrainer:innen. Menschen aus der Ukraine bekommen noch bis Ende Oktober Familienbeihilfe für ihre Kinder. Ab dann soll es neue Regeln geben. Plakolm will, dass Ukrainer:innen die Familienbeihilfe nur dann bekommen, wenn sie auch zeigen, dass sie arbeiten wollen. Ukrainer:innen dürfen nämlich ab dem ersten Tag in Österreich arbeiten. Für Leute, die kleine Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können, soll diese Regelung dann aber nicht gelten.

Für freie Mieten gibt es ab 2026 neue Regeln

In den letzten Jahren sind die Preise in Österreich stark gestiegen. Lebensmittel, Energie, Kleidung und andere Dinge sind heute teurer als früher. Davon sind auch die Mieten betroffen. Viele Menschen geben inzwischen einen großen Teil ihres Einkommens für ihre Wohnung aus.

Um zu verhindern, dass die Mieten weiter steigen, hat die Regierung im März 2025 die Mietpreis-Bremse eingeführt.

Die Mietpreis-Bremse sorgt dafür, dass Mieten nicht mehr beliebig stark steigen können. Es gibt dafür feste Obergrenzen. Mieten können also teurer werden, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Fixe Grenzen. Derzeit gilt diese Regelung für Altbauwohnungen, bei denen der Staat vorgibt, wie hoch die Miete pro Quadratmeter sein darf. Und sie gilt bei Wohnungen, die in vier Preisstufen eingeteilt sind. Je nach Ausstattung (z. B. Bad, Heizung) gibt es eine bestimmte Höchstgrenze für die Miete.

Die Mieten bei diesen Wohnungen dürfen nur alle zwei Jahre erhöht werden. Dabei gilt ein Wert, den der Staat vorgibt. In den letzten Jahren bedeutete das meist eine Erhöhung von etwa 3 bis 5 Prozent alle zwei Jahre.

Freie Mieten. Doch es gibt auch Wohnungen mit freien Mieten. Dort konnten Vermieter:innen den Preis selbst festlegen. Für diese Mietverträge gilt die Mietpreis-Bremse nicht. Doch das soll sich ändern. Das hat die Regierung jetzt beschlossen.

2026 dürfen diese Mieten höchstens um 1 Prozent steigen. Ein Jahr später sollen es maximal 2 Prozent sein. Wenn die Preise weiter steigen, dürfen Vermieter:innen nur einen Teil davon weitergeben.

Ob diese Mietpreis-Bremse dann auch für Geschäftslokale und Büros gilt, steht noch nicht fest.

Dafür und dagegen. Die Mietpreis-Bremse wird von Fachleuten unterschiedlich beurteilt. Manche sagen, sie ist gut, weil die Menschen dadurch weniger Miete zahlen. Andere sagen, sie ist schlecht, weil dann vielleicht weniger neue Wohnungen gebaut werden.

Vorsicht, hier läuft ein Elch herum!

Auf diesem Bild ist ein schwedisches Verkehrsschild zu sehen, das Verkehrsteilnehmer:innen vor einem Elch warnt.


Seit einigen Tagen sorgt ein besonderer Gast für Aufsehen: der Elch Emil. Vor ein paar Tagen ist er in Niederösterreich aufgetaucht. Zuletzte wurde er in der Nähe von Tulln gesehen.
Normalerweise leben Elche in Nordeuropa, also etwa in Schweden, Finnland oder im Norden Polens. Fachleute vermuten, dass Emil ursprünglich aus Polen kommt und über Tschechien nach Österreich gekommen ist.

Abstand halten. Viele Leute haben inzwischen Fotos und Videos von Emil ins Internet gestellt. Auf Facebook hat Emil inzwischen sogar eine eigene Fangemeinde. Doch die Polizei bittet die Menschen, ihn nicht zu erschrecken und Abstand zu halten. Elche sind große Wildtiere und können gefährlich werden, wenn sie sich bedroht fühlen.

Jetzt hoffen viele, dass Emil sicher weiterzieht und vielleicht bald wieder in den Norden zurückfindet.

Wir hoffen, dass wir dir in diesem Newsletter einige Neuigkeiten erzählt haben und du einige spannende Informationen mitnehmen konntest.

In den letzten Wochen haben wir viele Rückmeldungen zu unserem Newsletter erhalten. Einige Leser:innen haben uns auch Tipps gegeben, wie wir ihn besser machen könnten. Einiges davon haben wir dieses Mal umgesetzt. Jetzt würden wir wieder gerne wissen, was du über diesen Newsletter denkst.

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Danke, dass du mitmachst!

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem 4. September 2025.
Bis dahin wünschen wir dir noch alles Gute.

Bis bald und liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“