Hallo liebe Politikfans, hier ist das Neuste von Rathuus – die ideale Lektüre für einen Nachmittag auf dem Liegestuhl.
Biodiversität: Gefährdete Tiere und Pflanzen mussten umziehen: (Öffnet in neuem Fenster) Um für einen geplanten Neubau der Universität Zürich auf dem Campus Irchel Platz zu schaffen, wurden zwei bestehende Weiher an einen neuen Standort verlegt. Bei der Einweihung war auch Grünen-Baudirektor Martin Neukom dabei – und erlaubte sich einen Seitenhieb.
Gemeinderat: Patrik Brunner war zwischen 2017 und 2026 der bienenfleissige Wahlkampfleiter der FDP Stadt Zürich. Jetzt stellt er sich den Fragen von Rathuus. (Öffnet in neuem Fenster) Als grössten politischen Erfolg auf persönlicher Ebene nennt der 43-jährige Abteilungsleiter und Berufsschullehrer die Schaffung einer zusätzlichen Stelle für das Café Yucca.
ÖV: Der Zürcher FDP-Stadtrat Michael Baumer ist überzeugt: Ein Ja zum Tram Affoltern sei der richtige Weg, um den ÖV im Norden Zürichs zu fördern. SVP-Kantonsrat Peter Schick sieht hingegen nur Nachteile. Er vertritt die Antithese im Quartierverein Affoltern. (Öffnet in neuem Fenster)
Podcast: Ein Politspaziergang durch Zürich mit Umwegen: (Öffnet in neuem Fenster) Lorenz Steinmann und Pascal Turin reden in der 33. Folge des Rathuus-Podcasts über Chancen und Gefahren von Mitwirkungsverfahren und über die konstituierende Sitzung des Zürcher Gemeinderats.
Nun wollen wir über unser heutiges Hauptthema sprechen.
Treibstoff für den Innovationsmotor
Die Schweiz ist innovativ. Wir führen mit Schweden, den USA und Südkorea die Rangliste des Global Innovation Index 2025 der Weltorganisation für geistiges Eigentum an. Der Kanton Zürich zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Kein Wunder, haben sich hier viele Tech-Unternehmen angesiedelt. Ein wichtiger Faktor dürften neben der hohen Lebensqualität die ETH Zürich und die Universität Zürich sein.
Mit dem Innovationspark Zürich auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf möchte man eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlagen. Vorbilder sind etwa der Cambridge Science Park in England oder Gebiete wie das Silicon Valley in der San Francisco Bay Area in den USA.
In Dübendorf befindet sich zum Beispiel der Space Hub der Universität Zürich (Öffnet in neuem Fenster), die Akademische Raumfahrt Initiative Schweiz (ARIS) (Öffnet in neuem Fenster) oder das Startup Dufour Aerospace (Öffnet in neuem Fenster), das Transportdrohnen für medizinische Zwecke entwickelt.
Der Regierungsrat will mit einer langfristigen Strategie den Kanton Zürich als Innovationsstandort stärken. “Wir setzen nicht auf kurzfristige Einzelmassnahmen oder einzelbetriebliche Förderungen, sondern auf starke und verlässliche Rahmenbedingungen”, liess sich Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) kürzlich in einer Mitteilung zitieren (Öffnet in neuem Fenster).
Die Strategie stützt sich unter anderem auf attraktive Entwicklungsperspektiven dank wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen, den Zugang zu Schlüsseltechnologien und einen erleichterten Zugang zu Risikokapital.
Fördern will der Kanton in der ersten Etappe für die Jahre 2027 bis 2030 etwa Halbleitertechnologien – den Bereich rund um Mikrochips –, die Raumfahrt oder Innovationen für nachhaltige Mobilität.
“Wenn der Standort Zürich bei Schlüsselindustrien wie Halbleitern oder der Space Economy nicht dabei ist, dann war es das. Das lässt sich kaum mehr korrigieren”, so Walker Späh gegenüber der NZZ (Öffnet in neuem Fenster).
Doch kostenlos gibt es das natürlich nicht: Der Regierungsrat beantragt für das Vorhaben einen Rahmenkredit über 23 Millionen Franken. Ob das Geld gesprochen wird, entscheidet der Kantonsrat.
Damit wäre unser Exkurs zu Ende – und es bleibt uns nur noch, euch ein erholsames Pfingstwochenende zu wünschen.
Liebe Grüsse
Lorenz Steinmann und Pascal Turin