fossile Panik gilt es zu überwinden.
Die fossile Welt gerät seit Monaten und Jahren global ins Wanken. Die zunehmend verzweifelteren Versuche der Männer und Frauen, die auch weiterhin die Welt verbrennen wollen, sind laut vernehmlich in Medien oder auf der politischen Bühne. Diese fossile Panik allenthalben ist der Ausweis dafür, dass sich das fossile Machtkonstrukt ernsthaft bedroht sieht.
Ja, diejenigen, die einem völlig verrückt gewordenen Donald Trump hinterherlaufen, der das derzeit größte Menschheitsproblem als “Con-Job” bezeichnet, feiern ein paar kleine Erfolge.
So gelang es am 17. Oktober Trump mit aberwitzigen Drohungen, die Einführung eines CO2-Preises für Schiffstreibstoffe zu verhindern. So hätte das Ganze funktioniert - ist aber zunächst verschoben worden (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
So gelingt nach rechts driftenden EU-Parlamentariern ein Achtungserfolg (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) bei dem Versuch, Fleisch- und Wurst-Alternativen nicht mehr als “Veggie-Wurst” oder “Veggie-Schnitzel” bezeichnen dürfen. Absurder Kulturkampf. Noch ist der Kampf aber nicht ausgefochten…
Und in der EU gelingt es osteuropäischen Staatenlenkern das EU-Klimaziel 2040 durch internationale und umstrittene Klimazertifikate aufzuweichen. So ist aus dem 90-Prozent-Ziel bis 2040 eher ein 85-Prozent-Ziel geworden. Gleichzeitig entschieden die EU-Umweltminister (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), den Emissionshandel für Verkehr und Gebäude, ETS 2, um ein Jahr auf 2028 zu verschieben.
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Das heißt: Ein paar kleine Stellschrauben werden zurückgedreht, während überall weltweit positive Nachrichten aufploppen, die zeigen: Die ökologische Transformation geht weiter und die, wie Trump (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Kullmann (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), von Altenbockum (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) oder Vahrenholt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) die heute besonders laut dagegen wettern, werden verlieren. Denn #fossilePanik ist kein guter Ratgeber, um eine Klimakrise zu lösen.
Die positiven, progressiven Nachrichten rund um den Umbau unserer Industrie, unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft und der Art des Zusammenlebens in einer saubereren Zukunft, überwiegen. Oft dringen diese Nachrichten allerdings nicht durch, weil es klickbarer erscheint, wenn Trump einen Teil des Weißen Haus abreißt. Das bedeutet aber nicht, dass die positiven Dinge nicht geschehen…
Eine neue Studie zeigt: Elektroautos sind kaum noch teurer als Verbrenner (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) - und natürlich billiger bei Steuern, Betrieb und Wartung.
Sogar die Bild-Zeitung hat bemerkt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre): China produziert in 6 Monaten so viele “Erneuerbare im Eiltempo” wie wir in 25 Jahren. Das sind immerhin 212 Gigawatt in einem halben Jahr (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) - aber das Tempo muss weiter anziehen, damit die Welt eine Chance hat, mehr als 2 Grad mehr nur kurz zu überspringen.
Nachdem Habeck und Graichen für ihre Ansage an die Stadtwerke, sich auf die Stilllegung der Gasverteilnetze vorzubereiten, von Gas-Lobbyisten und Oppositionspolitikern gesteinigt wurden, arbeitet Katherina Reiche nun an exakt einem Gesetz, das den Gasverteilnetzbetreibern den geordneten Rückzug ermöglicht (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Wer hätte das gedacht? Ein Funke Reiche-Realitätssinn…
COP30 hat bereits im Vorfeld zwei starke Aktionen gebracht: So wird Geld für den Schutz der Ozeane (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) sowie der Tropenwälder als Kohlenstoffsenke (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) gesammelt - und innerhalb weniger Stunden kamen Milliarden-Beträge zusammen. Sogar Friedrich Merz will für Deutschland (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) einen signifikanten Beitrag beisteuern für den brasilianischen Tropenwald-Fonds.
Studien zeigen der Industrie überdies, wie sie 250 Milliarden Euro durch Industrielle Energieeffizienz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) sparen können. Unternehmen wie K+S oder Wacker Chemie (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) treiben exakt das proaktiv voran. Es zeigt, dass Klimaschutz und Wirtschaft Hand in Hand gehen.
Daneben bekommt Mannheim nun die größte Flusswasserwärmepumpe der Welt (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Und Wärmepumpen funktionieren auch (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) - oh Wunder - im Altbau.
Und Salzgitter-Chef Groebler verspricht (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre): Ab 2026 gibt es grünen Stahl! Abnehmer für das etwas teurere Vorprodukt hat der Stahl-Hersteller auch schon gefunden.
… und bald ist Weihnachten: Da darf die Schokoladenrevolution des Cleantech-Startups Planet A Foods (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) nicht unterschlagen werden. Die Präzisionsfermentierer haben sich mit einem der größten Schokoladenverkäufer der Welt zusammengetan.
Und natürlich hat es neben dem Hamburger Zukunftsentscheid mit dem BäumePlus-Gesetz in Berlin (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) einen weiteren, bahnbrechenden Erfolg für zivilgesellschaftliches Engagement gegeben. Und: Mit dem Volksentscheid “Berlin Autofrei (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)” im kommenden Jahr steht die nächste Initiative schon in den Startlöchern.
Zeit, Neues zu wagen und mutig zu sein
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All die Beispiele zeigen: Es ist Zeit, Neues zu wagen und mutig zu sein. Diejenigen, die immer noch glauben, Klimakrise wäre ein “nur Geldmacherei”, sollten sich selbst einmal logisch hinterfragen. Die Fossilisten erhalten immer noch 7 Billionen Dollar dezidierte Subventionen pro Jahr - es ist die natürlichste Sache der Welt, dass diese Akteure versuchen, diese lukrativen Strukturen aufrechtzuerhalten.
Drei Milliarden Dollar Gewinn pro Tag machen so manche Kampagne möglich. Aber die Versuche, werden zunehmend plumper. Jeden Tag ein Stück mehr. Der Youtuber Andreas Schmitz hat in einem Video erklärt, wie die Kampagne rund um den “Heiz-Hammer” in die Hose ging:
https://youtu.be/vOuEacJ6_tg?si=cqRsiiarAY7yQzWh (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Fossile Panik, die zunehmend unglaubwürdig wird, je mehr die neue, saubere Welt sichtbar wird. Aus Zahlen, Prognosen und Erwartungen werden reale Projekte, erneuerbare Rekorde und Innovationen, die es möglich machen, Stahl, Zement oder den Flugverkehr sauber zu machen.
Der Weg in die “saubere Welt”, wie sie von vielen Buchautoren skizziert wird, ist nicht einfach. Es braucht Mut und langen Atem. Insbesondere die heutigen Positionen von RWE-Krebber und EON-Birnbaum oder auch von Porsche-Blume zeigen, welche Unternehmen ernsthaft an dieser besseren Zukunft gearbeitet haben - und welche eher widerwillig einem gesellschaftlichen Trend gefolgt sind.
Überdeutlich wird derzeit, dass es Gesetze vom Völkerrecht bis zur kleinen Verordnung sind, die den Wandel ganz fest implementiert haben. Auch Gerichtsurteile werden die Veränderungen manifestieren in den kommenden Wochen. Wer sich heute nicht auf die Zukunft einstellt, wird es schwer haben. Noch kann jeder Einzelne seine individuelle, saubere Zukunft gestalten - bald werden Vorgaben die Langsamen dazu zwingen.
Saubere Zukunft als Chance begreifen
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Lassen wir uns von rückwärtsgewandten Politikern und Unternehmern nicht mehr aufhalten. Lassen wir diese Akteure mit ihrer fossilen Panik rechts liegen und setzen wir weiter zum Überholvorgang auf der linken Spur an. Die Chancen liegen buchstäblich auf der Straße - auch die für Deutschland. Und die für die Welt, das globale Ungerechtigkeitsproblem mindestens massiv zu reduzieren.
Eine Transformation diesen Ausmaßes kostet Kraft. Sehr viel Kraft. Aber was ist die Alternative? Diejenigen, die behaupten, Hamburg würde wegen dem Zukunftsentscheid im Chaos versinken, sind vollkommen ideenlos, welche Rolle Deutschland in einer neuen Welt spielen wird. Die Vergangenheit wird nicht wiederkehren. Gewinnen können wir nur, in dem wir Neues wagen.
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Der gesellschaftliche Kipppunkt wird kommen. Seien wir STOLZ auf das, was schon erreicht wurde. Beobachten wir mit einem LÄCHELN, was gerade alles neu entsteht. Schneiden wir alte Zöpfe ab. Sogar in Deutschland… sobald wird die fossile Panik überwunden haben.
In diesem Sinne: Schönes Wochenende!
Ihr Martin Jendrischik