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Nachbar erschossen: Der falsche „fatale Irrtum“ der Krone

Liebe Community,

in der Nacht auf Sonntag erschießt ein 50-jähriger Mann seinen Nachbarn.

„Laut ‘Krone’-Informationen” soll er ihn für einen Einbrecher gehalten haben. Das Blatt bezeichnet die Tat als „tragische Konsequenz der Verwechslung“.

Und auch andere Zeitungen übernehmen diese Erzählung:

Dabei war der Mann zunächst so stark alkoholisiert, dass er nicht einvernommen werden konnte. Warum die Krone mit einer solchen Sicherheit von einer „Verwechslung” berichtete, ist unklar.

Wir haben bei der Polizei nachgefragt: Sie bestätigt uns, dass „die Ermittlungen zu keinem Zeitpunkt in diese Richtung gelaufen sind.“

Tatsächlich zeigt sich im Laufe der Ermittlungen das Gegenteil:

Der Beschuldigte hat sich sein Opfer bewusst ausgesucht. In der ersten Einvernahme spricht er von einem Streit mit dem Nachbarn.

In der Vergangenheit gab es gegen ihn außerdem bereits eine Anzeige wegen Sachbeschädigung: Der 50-Jährige hatte die Fußmatte seines iranischen Nachbarn, das spätere Opfer, angezündet.

Vielleicht sollte man also die „exklusiven“ Informationen der „Kronen Zeitung“ nicht immer ungeprüft übernehmen.

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Liebe Grüße
Andrea

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