Saltar para o conteúdo principal

“Wie gehe ich damit um, Ausschnitte aus dem Leben meines Kindes nicht mitzubekommen, weil es in Betreuung ist?”

Bild: Chiara Doveri

Hier auf Steady teile ich anonymisiert einige eurer langen E-Mails und meine ausführlichen, empathischen und recherchierten Antworten. Ich bin kein Coach und keine Psychotherapeutin und würde euch bei entsprechenden Fragen bitten, Fachpersonal zu konsultieren. Wenn es bei euch im Alltag an kleinen Dingen hakt und ihr gern meine Einschätzung hättet, schreibt mir gern an anna [punkt] brachetti [at] posteo [punkt| de.

Liebe Anna,

Ich bin 24 und habe im Juni 2020 während des Studiums ein Kind bekommen. Der Vater und ich sind zusammen und studieren beide noch.

Ich habe erstmal eine Pause vom Studium genommen und bin jetzt seit März wieder langsam dabei, ab Oktober werde viel lernen, um mich auf die Prüfungen vorzubereiten. Gerade habe ich auch Intensivkurse, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher sehe ich jetzt, wie unser Tagesablauf dann sein wird: ich lerne/ habe einen Kurs von 9.30 - 13 Uhr, dann essen wir zusammen zu Mittag, zwischen 14 und 16 Uhr lerne ich wieder.

Die Betreuung übernimmt mein Freund, an 2 Tagen die Woche soll das Kind in die Uni-KiTa - Eingewöhnung ab Oktober, Kind dann 16 Monate alt. Damit bin ich auch einverstanden und finde die Einrichtung toll!

Nun zu meiner Schwierigkeit, die davon nicht abhängt, ob mein Kind beim Papa oder in der KiTa wäre (gerade ist sie ja immer beim Papa): mir fällt es schwer, mich an den Gedanken dieser neuen Zeiteinteilung zu gewöhnen. Ich habe bisher sonst immer viel mehr Zeit mit meinem Kind verbracht, insbesondere auch am Vormittag.. Hinzu kommt, dass es gerade super viel Neues lernt und es mir sehr schlecht damit geht, das nicht länger mitzuerleben. Ich denke auch gar nicht, dass es dem Kind oder unserer Beziehung was macht, aber es tut einfach weh, dass ich nicht das Kind an erster Stelle setzen und da die meiste Zeit investieren kann... Anders geht es aber auch wirklich nicht, ich muss bald meinen Abschluss kriegen. Aber ich will auch nicht jeden Tag in der Mittagspause weinen, dass ich nicht mehr Zeit mit meinem Kind habe. Also muss ich es emotional doch irgendwie fertigbringen, mich mit der Realität abzufinden.

Vielleicht kannst du zum ganzen Thema was sagen. Wie war es für dich, dass du besondere Abschnitte im Leben deiner Kinder zeitlichteilweise nicht sehr intensiv erfahren durftest, weil sie schon in der Betreuung waren?

Vielen Dank schon im Voraus und liebe Grüße

Jolanda*

Tópico mentale Gesundheit

2 comentários

Gostaria de ver os comentários?
Torne-se membro de annarrative para participar no debate.
Torne-se membro