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Kommunikation mit der Giraffe

Gewaltfrei kommunizieren - geht das überhaupt? Und ist das auch zielführend?

Marshall B. Rosenberg entwickelte das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation, bei dem die wertschätzende Auseinandersetzung mit anderen im Vordergrund steht, für mehr Kooperation, Gemeinschaft und Freude im Zusammenleben. Es geht um Bedürfnisse und Gefühle, die hinter unseren Handlungen und Konflikten stehen.

Die Giraffe steht in der Umsetzung mit Kindern für die Sprache mit dem großen Herzen. In der Giraffensprache zu sprechen heißt, ohne Vorurteile und Vorwürfe, respektvoll und wertschätzend zu kommunizieren.

Es geht nicht darum, Floskeln auswendig zu lernen und nach den strengen Regeln eines bestimmten Konzeptes mit Kindern zu kommunizieren. Denn im Vordergrund sollte immer eine ehrliche Wertschätzung, Empathie und Authentizität stehen. Aber manchmal stecken wir fest und wissen nicht, welche Reaktion in einer schwierigen Situation richtig wäre. Und dann können die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg hilfreich sein.

Nur - wenn wir im Notfall darauf zurück greifen wollen, müssen wir im Vorfeld üben. Es geht hier nicht um auswendig Lernen oder um künstliche Sprache, sondern darum, Verletzungen zu vermeiden und konstruktive Lösungen zu finden. Und wie können wir besser üben und merken als mit einem Lied? 🎶

Die konkrete Umsetzung folgt hier für alle 🐿️ mit Noten und einer Sounddatei.
Du bist noch kein Hörnchen? Nutze die Gelegenheit und probiere es aus!

Wir können mit dem Giraffen-Lied auch schon jüngeren Kindern die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation näher bringen. Wenn wir die Schritte mit Gesten/Gebärden unterlegen, können wir sie uns noch besser merken.

  1. Beobachte: Forme mit den Händen eine Brille um deine Augen. Was nimmst du wahr? Um was geht es? Wir beobachten, ohne zu bewerten.

  2. Fühle: Lege deine Hand aufs Herz und sage, wie du dich fühlst.
    Spürst du Wut, Freude, Ärger, Traurigkeit, Ekel, Überraschung, Einsamkeit, Dankbarkeit, Gelassenheit?

  3. Bedürfnis: Lege deine Hand auf den Bauch und erkläre, welches Bedürfnis du hast und was du brauchst, damit es dir besser geht.
    Beispiele für Bedürfnisse sind Schutz, Sicherheit, Nahrung, Schlaf, Ruhe, Gemeinschaft, Freundschaft.

  4. Bitte: Lege beide Hände zusammen und sprich freundlich deine Bitte aus.

Beispiel:

  1. Als ich heute nach Hause kam, stand die Haustüre weit offen. Du hast sie nicht geschlossen, nachdem du heute aus dem Haus gegangen bist.

  2. Ich bin ärgere mich und habe mich erschrocken.

  3. Mir ist Sicherheit wichtig.

  4. Kannst du bitte morgen die Haustüre gut zuziehen?




Tópico Pädagogik 📖

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