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Absurd (1981)

Mikos Stenopolis kann aus einem geheimen Forschungslabor entkommen, in dem Experimente an Menschen durchgeführt werden. Er ist biologisch so verändert worden, dass er Wunden aus eigener Kraft regenerieren kann. Tragischerweise hat er aber auch den Zwang, andere Menschen brutal zu töten. Auf der Flucht vor der Polizei und dem Wissenschaftler des Forschungslabors wird Mikos verwundet und in ein amerikanisches Provinzkrankenhaus eingeliefert. Wieder flieht er und geht in der nahe gelegenen Kleinstadt seiner Mordlust nach. Letztendlich gelangt er in das Haus der Familie Bennett, wo ihn ein gelähmtes Mädchen einen Zirkel in die Augen sticht und ihn danach enthauptet.

Absurd aus dem Jahr 1981 ist ein Horrorfilm von Joe D’Amato mit Edmund Purdom, Annie Belle und Luigi Montefiori (George Eastman) in den Hauptrollen. D’Amato verwendete für diesen Film ein Pseudonym und nannte sich Peter Newton. Wie schon bei Man-Eater - Der Menschenfresser (1980) schien er auch hier wenig Erfolg zu erwarten. Absurd wurde international als Fortsetzung zu Man-Eater vermarktet, obwohl die beiden Filme keine inhaltlichen oder formellen Gemeinsamkeiten haben. Das Drehbuch schrieb Hauptdarsteller Luigi Montefiori ebenso unter einem Pseudonym - George Eastman. Einzige Bezahlung für seine Arbeit war, dass er die Hauptrolle bekam. Besonders viel schienen sich Drehbuchautor und Regisseur nicht zugetraut zu haben. Der Streifen war 40 Jahre lang einer der "verbotensten" Filme Deutschlands und galt auch in England als Paradebeispiel für die sogenannten "Video Nasties".

Absurd ist ein brutaler und billig wirkender Thriller, der den Fehler macht, zu denken, dass man mit blutigen Exzessen und unnötiger Gewalt Spannung erzeugen könnte. "Ganz besondere" Menschen fanden diesen Schund jedoch ziemlich geil und so ging der Film in die deutsche Kriminalgeschichte ein, als die "Satansmörder von Sondershausen" Sebastian Schauseil, Hendrik Möbus und Andreas K. ihre Rechtsrock-NSBM-Pagan Metal-Band nach dem Film benannten.

Nichts gegen explizite Splatterszenen, aber wenn sie die einzige Daseinsberechtigung des Werks sind, ist das zu wenig. Der Rest des Films ist ziemlich langweilig, dröge gespielt und alles andere als spannend, untermalt ist das Ganze mit Pornogedudel und nervenaufreibendem Geklimper. Wahrscheinlich lebte Absurd allein von seinem Mythos als besonders krasser Film und wurde als zensierter Geheimtipp gehandelt, was auch erklären würde, warum die drei hängengebliebenen Nazi-Black Metal-Idioten den Film so abfeierten. Wirklich gut ist hieran nichts.

https://www.imdb.com/de/title/tt0084028/ (Abre numa nova janela)
Tópico Film