Eine der häufigsten Fragen im Dividenden-Portfolio:
👉 Was tun, wenn ein Unternehmen die Dividende kürzt?
Viele Anleger reagieren reflexartig und verkaufen in Panik.
Andere bleiben stur investiert.
Doch wie so oft liegt die Wahrheit dazwischen.
Ein aktueller Fall aus meinem eigenen Depot macht diese Frage besonders greifbar: BillerudKorsnäs
⚠️ Der konkrete Fall: BillerudKorsnäs
Das Unternehmen hat die Dividende deutlich reduziert:
vorher: 3,5 SEK
jetzt: 2,0 SEK
👉 Das entspricht einer spürbaren Kürzung – und ist kein gutes Signal.
Gleichzeitig ist das nicht das erste Mal:
👉 Dividendenkürzungen gab es hier bereits in der Vergangenheit.
📊 Marktreaktion spricht eine klare Sprache
Die letzten Geschäftszahlen waren enttäuschend:
schwaches Umfeld in Europa
rückläufige Nachfrage
zyklischer Druck auf das Geschäftsmodell
Die Folge:
👉 Die Aktie verlor über 15 % nach den Zahlen
Das zeigt:
Der Markt sieht hier aktuell klare Probleme – nicht nur kurzfristig.
🏭 Das Grundproblem: Zyklisches Geschäftsmodell
Billerud ist stark abhängig von:
Konjunktur
Industrienachfrage
Verpackungsbedarf
Gerade aktuell:
👉 Europa läuft wirtschaftlich schwach
Das führt zu:
sinkenden Margen
schwächeren Cashflows
eingeschränkter Dividendenfähigkeit
zudem belasten hohe Energiekosten, dass energieintensive Geschäftsmodell
💸 Warum die Dividendenkürzung besonders kritisch ist
Eine Kürzung ist nicht automatisch ein Verkaufsgrund.
Aber sie ist ein Warnsignal – und muss im Kontext bewertet werden.
In diesem Fall kommen mehrere Punkte zusammen:
wiederholte Kürzungen in der Vergangenheit
schwache Geschäftsentwicklung
zyklisches Umfeld
fehlende Visibilität für schnelle Erholung
👉 Das ist keine „einmalige Anpassung“ – sondern Teil eines Musters.
📉 Mein persönlicher Kritikpunkt: Die Rendite passt nicht mehr
Ein entscheidender Faktor in meiner Bewertung:
👉 Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei unter 2 % auf meinen Einstiegskurs
Und genau hier wird es problematisch:
Für einen zyklischen Wert ist das zu wenig
Das Chance-Risiko-Verhältnis verschlechtert sich deutlich
Der ursprüngliche Investmentcase (Dividende + Stabilität) ist angekratzt
🤔 Die entscheidende Frage: Verkaufen, halten oder nachkaufen?
❌ Nachkaufen?
Dies kann man tun, wenn man langfristig auf dieses Thema setzen möchte. Allerdings sehe ich dies aktuell kritisch und es stellt sich die Frage auf, brauche ich überhaupt so starke Zykliker in meinem Depot oder kann ich ruhiger schlafen mit langweiligen stabilen Dividendenaktien?
Warum?
Derzeit ist kein klarer Turnaround sichtbar
es gibt ein schwaches Marktumfeld
zudem eine negative Dynamik
👉 Hier fehlt mir persönlich derzeit also aktuell die Grundlage für einen Nachkauf.
⚖️ Halten?
Dies ist absolut möglich – aber mit Einschränkungen:
nur wenn man an eine langfristige Erholung glaubt
und bereit ist, die Volatilität und vor allem auch die Zeit auszuhalten. Es kann mehrere Jahre dauern, bis die nächste Boomphase kommt
🔻 Verkaufen?
Wird zunehmend mehr zur rationalen Option.
Aber hierfür wichtig ist:👉 Timing spielt eine Rolle
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