Marshmallow Mampfschrift für BoPo-Heroes | März 2026
Ein fettes Willkommen, Marshmallow-Held:in!
Wer kennt sie nicht, die Schlagzeilen: “Zucker ist so süchtigmachend wie Kokain!” oder “Warum wir die Finger nicht von Pizza lassen können”? Und manchmal fühlt es sich doch wirklich nach Sucht an: zwanghafte Gedanken an Süßigkeiten, der schnelle Fix durch Essen, der totale Kontrollverlust, das kurze Gefühl der Erleichterung, der emotionale Crash, die Entzugserscheinungen.
Für mehrgewichtige Menschen ist das Label “Esssucht” oft ein zweischneidiges Schwert. Einerseits beschreibt es zumindest ein bisschen unsere Gefühlswelt, dieses Verlangen, diesen Druck. Andererseits verschlimmert es unser Verhältnis zum Essen.
Denn wenn wir in dieser Mampfschrift hinter die reißerischen Titel blicken, zeigt sich: Die Wissenschaft ist sich bei dieser Frage alles andere als einig – und das Wort “Sucht” ist in den allermeisten Fällen nicht nur unpassend, sondern sogar gefährlich (wie dir ein paar “zuckersüchtige” Ratten bestätigen können).
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Marshmallow Mädchen dient der Information und Aufklärung und ist kein Ersatz für eine individuelle medizinische Betreuung bei körperlichen oder psychischen Beschwerden. Zum Disclaimer > (Abre numa nova janela)
Essen auf Autopilot
Bevor wir uns dem zuwenden, was die Wissenschaft zu sagen hat, möchte ich über das Gefühl sprechen. Denn wer dieses scheinbar unbremsbare Verlangen nach Essen kennt, für den fühlt es sich sehr nach Sucht an. Manchmal beschreiben Betroffene es wie einen Autopiloten: Die Hand greift nach der Packung, führt das Essen zum Mund und erst wenn der Boden der Tüte erreicht ist, setzt das Bewusstsein wieder ein - wie ein regelrechter “Blackout”.