Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!
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Hallo!
Es ist eines jener Themen, die derzeit kaum Schlagzeilen machen. Dabei ist es eine seltene gute Nachricht: Der Regenwald erholt sich schneller als gedacht.
Nach Rodungen kehrt die Artenvielfalt offenbar rascher zurück als lange angenommen. Eine Studie (Si apre in una nuova finestra) aus Ecuador zeigt, dass ehemalige Waldflächen schon nach rund 30 Jahren wieder einen Großteil ihres ursprünglichen Niveaus erreichen – vorausgesetzt, umliegende Wälder bleiben erhalten und liefern ökologische Impulse für die Regeneration.
Schlagzeilen (Si apre in una nuova finestra) macht hingegen der Uniqa-Versicherungskonzern. Dieser betrieb jahrelang gemeinsam mit Jeffrey Epstein die Bermuda-Firma „Liquid Funding“. Dort wurden milliardenschwere, hochriskante Immobilienpapiere gebündelt. Während der Finanzkrise gelang es Epstein und seinen Partnern, die Positionen ohne Verluste abzustoßen. Im Direktorium saß damals der heutige Vorstand der Bundespensionskasse.
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Außerdem geht es heute um Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon, teures Studieren und einen Polizeieinsatz

Israel und Libanon verhandeln in Washington
Während das US-Militär die Blockade der Straße von Hormus fortsetzt (Si apre in una nuova finestra), verhandelten gestern in Washington israelische und libanesische Vertreter. US-Außenminister Marco Rubio sprach von einer „historischen Chance“, bei der es darum gehe, den Einfluss der Hisbollah in der Region dauerhaft zu beenden.
Die F.A.Z. (Si apre in una nuova finestra) verfolgte die ersten Gespräche auf politischer Eben zwischen den beiden Parteien seit 1983 mit einem Liveblog. Einzelheiten wurden danach zunächst nicht bekannt, wie der Spiegel (Si apre in una nuova finestra) berichtete. Allerdings hätten die USA den beiden Ländern Unterstützung für weitere Gespräche zugesichert. Wer sich näher mit der Geschichte des Libanon und der Hisbollah beschäftigen möchte, dem sei wie immer die Website der Bundeszentrale für Politische Bildung (Si apre in una nuova finestra) ans Herz gelegt.

Studieren wird teurer – Wohnen frisst das Budget
Für viele Studierende bleibt das Ideal, sich voll auf das Studium zu konzentrieren, Theorie. Die aktuelle Sozialerhebung des Institut für Höhere Studien zeigt: Steigende Lebenshaltungskosten – allen voran fürs Wohnen – setzen massiv unter Druck.
Im Sommersemester 2025 lagen die durchschnittlichen Wohnkosten bei 586 Euro im Monat. Das sind 51 Prozent mehr als 2015. Selbst inflationsbereinigt bleibt ein deutlicher Anstieg. Besonders stark verteuert haben sich Wohnheime, deren Kosten real um sieben Prozent in zwei Jahren stiegen – auch wegen des wachsenden Anteils privater Betreiber.
38 Prozent ihres Budgets geben Studierende fürs Wohnen aus, 21 Prozent für Essen. Gleichzeitig arbeiten 68 Prozent neben dem Studium, im Schnitt gut 20 Stunden pro Woche. Laut der Arbeiterkammer sinkt der Studienerfolg deutlich, sobald mehr als elf Wochenstunden gearbeitet wird.
Das durchschnittliche Monatsbudget liegt bei 1.662 Euro. Ein Viertel muss mit weniger als 1.063 Euro auskommen. Studienbeihilfe und Familienbeihilfe erreichen immer weniger: Nur 11,1 Prozent beziehen Studienbeihilfe, die im Schnitt 684 Euro beträgt – weit unter der Armutsgefährdungsschwelle.
Für die Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner ist die Lage ein „Alarmsignal“. Diskutiert werden eine Wiederbelebung der Studierendenheimförderung und ein Fünf-Euro-Menü in Mensen. Studierendenvertretung und Arbeiterkammer fordern vor allem eines: deutlich höhere Beihilfen.

Gericht rügt Polizeieinsatz bei Protest gegen Akademikerball
Mehrere Tage lang projizierte die Jüdische österreichische HochschülerInnenschaft am Wiener Burgtor den Schriftzug „Countdown bis zum Naziball“ – als Protest gegen den Akademikerball in der Hofburg. Am dritten Tag beendete die Polizei die Aktion. Nun stellt das Verwaltungsgericht klar: Der Einsatz war rechtswidrig, berichte der STANDARD (Si apre in una nuova finestra).
Laut Erkenntnis geschah das Einschreiten „auf bloßen Zuruf eines politischen Akteurs“, des Ballorganisators Udo Guggenbichler. Sowohl die Auflösung der angemeldeten Kundgebung als auch Identitätsfeststellungen und die Beschlagnahme von Material seien unzulässig gewesen.
Die Bezeichnung „Naziball“ wertet das Gericht zwar als „polemisch und provokant“, betont aber, dass Meinungsfreiheit im politischen Protest besonders weit auszulegen sei. Ein von Guggenbichler eingebrachter Verhetzungsvorwurf gegen die Aktivistinnen und Aktivisten wurde rasch eingestellt; das Gericht nennt ihn „unvertretbar“.
Zudem hätten sich die von Guggenbichler behaupteten Beschimpfungen und Behinderungen von Ballgästen nicht bestätigt. Keine Zeugin, kein Zeuge habe entsprechende Vorfälle beobachtet.
Vertreter der JöH sprechen von einem „Sieg für Rechtsstaatlichkeit und Versammlungsfreiheit“ – und üben scharfe Kritik am Vorgehen der Sicherheitsbehörden. Der Rechtsvertreter und ehemalige Präsident der JöH, Benjamin Guttmann, sprach von einem „Sieg für Rechtsstaatlichkeit und Versammlungsfreiheit“. Zugleich dokumentiere das Verwaltungsgericht „schwerstes institutionelles Versagen, denn der Wiener Verfassungsschutz verfolgte jüdische Aktivist:innen mit einem denkunmöglichen Verhetzungsvorwurf“.
Kritik am Staatsschutz kam auch von JöH-Präsident und Kundgebungsorganisator Alon Ishay: „Guggenbichler konnte über persönliche Kontakte zum Staatsschutz binnen Minuten einen rechtswidrigen Polizeieinsatz erwirken. Diese skandalöse Nachlässigkeit der LSE-Beamten darf nicht folgenlos bleiben: Der Staatsschutz sollte uns Jüdinnen und Juden vor Antisemiten schützen – nicht ihnen ausliefern.

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

WFT happened to Faika El-Nagashi?
„Es gibt nur zwei biologische Geschlechter“, sagt Faika El-Nagashi. Was nach Trump, Orbán und religiösem Fundamentalismus klingt, sind Aussagen einer ehemaligen Politikerin der Grünen, die ihre politische Karriere vor allem auch feministischen Anliegen gewidmet hat.
Wie kann das sein?
https://anschlaege.at/extreme-ideologie/ (Si apre in una nuova finestra)
Analyse: Wie sehr schaden Bildschirme kleinen Kindern?
Und wie du erkennst, ob dein Kind bereits überreizt ist.
https://krautreporter.de/kinder-und-bildung/6253-wie-sehr-schaden-bildschirme-kleinen-kindern#lesen (Si apre in una nuova finestra)
Wie man Populisten stürzt – fünf Lehren
Die Ungarn haben den übermächtig erscheinenden Viktor Orbán abgewählt, vor drei Jahren gelang der Opposition in Polen ein ähnlicher Erfolg. Nationalpopulisten zu besiegen, ist nicht einfach. Aber möglich.
https://www.spiegel.de/ausland/ungarn-nach-abwahl-von-viktor-orban-wie-man-populisten-stuerzt-fuenf-lehren-a-f259ef40-685a-4710-9e20-37e3f89b6843 (Si apre in una nuova finestra)Regt sich noch immer über den Polizeieinsatz auf: Markus