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Jeder Tag ein 5. Mai!

Du liest meinem Newsletter „sent from my wheelchair!“. Hier erfährst Du jede Woche, was sich in der Welt der Inklusion so bewegt.
Diese Woche dreht sich alles um unsere Rekord-Demos für Inklusion, während die Politik im Hintergrund heimlich den Rotstift ansetzt und unsere Grundrechte als 'nice-to-have' abstempelt.

Liebe Freund*innen der sozialen Gerechtigkeit,

wie die meisten von Euch wissen, haben wir am Dienstag den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (Öffnet in neuem Fenster) gefeiert. 6.000 Demonstrierende (Öffnet in neuem Fenster) kamen allein in Berlin zusammen – neuer Rekord! All diese Menschen sind natürlich nicht nur wegen der tollen Musik von Sookie (Öffnet in neuem Fenster) und Liedfett (Öffnet in neuem Fenster) gekommen, sondern vor allem deshalb, weil es gerade verdammt finster aussieht für die Inklusion (Öffnet in neuem Fenster), für unsere Rechte, für unsere individuellen Existenzen.

Foto: Nick Jaussi

Neben den aktuellen Kürzungsvorschlägen (Öffnet in neuem Fenster) war ein Kernthema das BGG (Öffnet in neuem Fenster), und es war mir eine Ehre, dabei zu sein, als die große Petition zum Thema (Öffnet in neuem Fenster) – die am Ende des Tages über 100.000 Unterschriften zählte! – von René Schaar (Öffnet in neuem Fenster) an den Bundestag übergeben wurde. Heute wurde der Gesetzesentwurf in Berlin diskutiert (Öffnet in neuem Fenster), und wir schauen selbstverständlich ganz genau hin, was dabei rauskommt. Stay tuned!

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Außerdem hatte ich mal wieder Besuch im Aufzug, und zwar von Eva-Maria Thoms, Mitgründerin von mittendrin e.V. (Öffnet in neuem Fenster), einem Verein, der sich für schulische Inklusion einsetzt. Unser Schwerpunkt war das immer wieder heiß diskutierte Thema Förderschule vs. Regelschule für alle. Vor allem Eltern und Lehrkräften sei diese Folge besonders ans Herz gelegt – auch und gerade denen, die das Thema inklusive Schule eher skeptisch betrachten. 

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Zum Schluss, im Nachklang des Protesttags, noch ein kleiner Reminder, und der geht raus an CDU und SPD: Menschenrechte, wie das Recht auf Bildung, sind kein Nice-to-have und Menschenwürde hängt nicht davon ab, ob sich ein Mensch rechnet (Öffnet in neuem Fenster). Und so lange Ihr, liebe Regierungsparteien, das nicht erkennt und umsetzt, ist für uns jeder Tag ein 5. Mai.

Liebe Grüße
Euer Raul

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⭐Aus meiner Welt

Good News zum Thema Inklusion (Öffnet in neuem Fenster)

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Als Aktivist für Menschen mit Behinderung ist es oft aufreibend, gegen die ganzen Barrieren im Alltag anzukämpfen. Wenn man zu tief im Tunnel ist, erkennt man die positiven Entwicklungen oft kaum noch. Passend zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai sind hier in Zusammenarbeit mit Good News meine 6 Lieblingsnachrichten der letzten Zeit.

Wo stoßen Sie im Alltag auf Barrieren? (Öffnet in neuem Fenster)

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Kaputte Aufzüge am Bahnhof, E-Roller auf dem Bürgersteig, unverständliche Behördentexte – Barrieren gibt es viele. Deshalb fragen wir am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung: Wie barrierefrei ist NRW? Diskutieren Sie mit Raul Krauthausen und Moderatorin Julia Schöning im WDR 5 Tagesgespräch!

Veranstaltungen von JOBinklusive (Öffnet in neuem Fenster)

Was ist Ableismus? Warum Ausgrenzung und Gewalt kein Einzelfall sind (Öffnet in neuem Fenster)

Demo am Reichtagsufer, im Hintergrund der Bundestag. Die Sonne scheint, einige Menschen haben sich versammelt. Eine Person trägt ein Schild mit der Aufschrift „Selbstbestimmt Leben“ (Öffnet in neuem Fenster)
Menschen mit Behinderungen kämpfen seit vielen Jahren für ihre Rechte, aber Ableismus ist tief in der Gesellschaft verankert. Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Am 5. Mai war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wie sieht es aus mit dieser Gleichstellung? Ableismus zeigt sich nicht nur in offensichtlicher Diskriminierung, sondern durchzieht den Alltag behinderter Menschen auf vielen Ebenen: in bevormundenden Strukturen, fehlender Barrierefreiheit, stereotypen Darstellungen in den Medien oder gesellschaftlichen Vorstellungen darüber, was ein „lebenswertes“ Leben ist. Besonders in stationären Einrichtungen verdichten sich diese Formen von Ableismus zu einem System aus Abhängigkeit und Kontrolle mit teils lebensgefährlichen Folgen. Karina Sturm berichtet, wie tief Ableismus immer noch in unserer Gesellschaft und im Alltagsleben verankert ist, warum Gewalt gegen behinderte Menschen kein Einzelfall ist und weshalb echte Gleichstellung nur durch Selbstbestimmung möglich ist.

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Empfehlung

Fettphobie durch Kunst sichtbar machen (Öffnet in neuem Fenster)

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Fettphobie durchzieht den Alltag. Die Wurzeln liegen in Sexismus, Ableismus und Rassismus.
Lasst uns zusammen laut sein, Kunst machen und Banden bilden!
Im Juni 2026 machen wir im Stadtteilzentrum Berlin-Weissensee eine 4-wöchige Ausstellung mit Fotografien unseres FAT-ART Projektes, Texten, Performances, Installationen, Paneltalks, Lesungen und einem offenen Akt-Kurs.
Bitte helft uns dieses Herzensprojekt möglichst barrierefrei zu realisieren und unterstützt uns mit einer kleinen Spende.

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Inklusion in den Medien. Mein Wochenüberblick

Die wichtigsten Meldungen zum Thema Inklusion, wie immer handgepflückt in der deutschsprachigen Medienlandschaft.

Aktuell

Diskussionsveranstaltung in Hamburg: Olympia – Inklusion oder Mogelpackung? (Öffnet in neuem Fenster) (die-linke-hamburg.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Ein barrierefreies Olympisches Dorf und ein paar neue Stadien schaffen keine wirkliche Teilhabe. Inklusion ist ein Menschenrecht – und darf nicht an ein milliardenteures Mega-Event geknüpft werden.

Bildung und Arbeit

Inklusion an Schulen: Senat lässt Kinder mit Behinderung im Stich (Öffnet in neuem Fenster) (taz.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Tausende Kinder mit Förderbedarf in Berlin sind ohne Schulplatz. Seit Jahren. Schuld ist der Senat, sagt die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung.

Gesellschaft

„Dass wir zu viel sind, lässt uns das System aus allen Poren spüren“ (Öffnet in neuem Fenster) (eltern.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Anna pflegt ihren behinderten Sohn und erlebt dabei täglich, dass sie in einem System lebt, das nicht für sie und ihr Kind geschaffen ist. 

Gesundheit

Hautkrebs-Screening mit KI: Apps helfen bei der Früherkennung (Öffnet in neuem Fenster) (ndr.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Neue Apps nutzen KI, um Muttermale per Smartphone präzise zu analysieren. So wird die Früherkennung einfach und schnell.

Innovation

Startchancen nutzen: Wie Schulen mit dem AV1 soziale Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit neu definieren (Öffnet in neuem Fenster) (news4teachers.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Der Telepräsenz-Avatar AV1 bietet eine erprobte Lösung gegen soziale Isolation von langzeiterkrankten Schüler*innen. 

Kultur und Medien

„Was ihr wollt“ im RambaZamba-Theater: Therapie für Liebeskranke (Öffnet in neuem Fenster) (taz.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Das inklusive Berliner Theater RambaZamba verpasst dem Shakespeare-Evergreen „Was ihr wollt“ eine Intensiv-Sauerstoff-Kur.

Leben

Europa-Park macht Achterbahnen barrierefrei: Fahrspaß jetzt für noch mehr Gäste (Öffnet in neuem Fenster) (insidebw.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Deutschlands größter Freizeitpark investiert massiv in Inklusion und rüstet Achterbahnen wie den „Silver Star“ für Rollstuhlfahrende mit neuen Aufzügen nach.

Menschen

Sabrina Lorenz: „Ich sollte keine Angst haben müssen, älter zu werden“ (Öffnet in neuem Fenster) (rbb24.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Mit 27 endet für viele junge Menschen die Begleitung durch die Kinder- und Jugendhospizarbeit. Für die Erwachsenenversorgung passen sie oft noch nicht. Sabrina Lorenz spricht im Interview darüber, was das für ihr Leben bedeutet – und was sie sich vom Projekt „TransPiz“ erhofft.

Politik

Existenzminimum: Die neue Bürgergeld-Härte trifft vor allem Kinder (Öffnet in neuem Fenster) (freitag.de (Öffnet in neuem Fenster))

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Der Staat lässt sich die Milliarden aus Cum-Ex entgehen und jagt lieber Phantomverweigernde. Das Sozialrecht scheint immer mehr zum Strafrecht zu mutieren.

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Raul Krauthausen
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