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    <title>Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</title>
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    <description>Schreib-Community für Sachbuchautor*innen und gute Wissenschaftskommunikation - aus der Werkstatt der Autorin/PR- Frau Susanne Thiele</description>
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      <title>Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</title>
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      <title><![CDATA[Method Writing: Schreibend entdecken, worum es wirklich geht]]></title>
      <description><![CDATA[Let Me Edutain You ! - Newsletter im August 2026: Liebe Schreibfreundin und lieber Schreibfreund, ich habe an einem Workshop zum Method Writing nach Jack Grapes ...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Let Me Edutain You ! - Newsletter im August 2026</em></p><p></p><p>Liebe Schreibfreundin und lieber Schreibfreund,</p><p>ich melde mich zurück aus der Sommerpause, die ich auch viel zum Lesen genutzt habe und möchte gern eine Schreibinspiration mit euch teilen.<br/><br/>Ich habe an einem Workshop zum <strong>Method Writing nach Jack Grapes</strong> teilgenommen und war ziemlich beeindruckt davon, wie schnell mich diese Methode beim Schreiben an eine tiefere, persönlichere Stimme herangeführt hat.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1a565ff5-61a9-4032-81cb-65f6c3af0f6e/uploads/images/7h6kg26xlp/71S3X8Db0QL._AC_UY436_QL65_-copy.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Publikation Jack Grape</figcaption></figure><p>Ich habe Method Writing gleich mitgenommen in meine eigene Arbeit, und wir haben die Methode bei unserem letzten <strong>Community-Meeting im Juni</strong> gemeinsam ausprobiert. Auch dort hat sie erstaunlich gut funktioniert. Innerhalb kurzer Zeit entstanden sehr persönliche Texte und vor allem Texte, bei denen man das Gefühl hatte: <strong>Da schreibt gerade wirklich jemand mit seiner eigenen Stimme.</strong></p><p>Deshalb möchte ich dir heute davon erzählen. Nicht als vollständige Einführung in Method Writing, dafür ist die Methode viel zu umfangreich, sondern so, wie ich dir vielleicht bei einer Tasse Kaffee von einem Workshop erzählen würde, aus dem ich etwas mitgenommen habe, das ich unbedingt weitergeben möchte.</p><p>Denn ich glaube, dass Method Writing nicht nur für Romane oder Lyrik interessant ist. Gerade für <strong>erzählende Sachbücher, Essays und persönliche Passagen in Sachtexten</strong> kann die Methode sehr hilfreich sein.</p><p>Ich möchte dir drei Prinzipien vorstellen, die ich selbst ausprobiert habe:</p><p><strong>Write Like You Talk. Image-Moment. Transformation Line.</strong></p><h2>1. Write Like You Talk – schreib so, wie du sprichst</h2><p>Jack Grapes entwickelte Method Writing in Anlehnung an das Method Acting, das wir aus der Schauspielerei kennen. Vereinfacht gesagt geht es darum, nicht möglichst kunstvoll etwas darzustellen, sondern aus einer echten inneren Reaktion heraus zu arbeiten.</p><p>Beim Schreiben bedeutet das zunächst einmal: <strong>Prozess und Stimme kommen vor Form und Struktur.</strong></p><p>Einer der wichtigsten Grundgedanken lautet:</p><p><strong>Write like you talk – schreib so, wie du sprichst.</strong></p><p>Das klingt zunächst ziemlich einfach. Ist es aber gar nicht.</p><p>Viele von uns verändern ihre Stimme, sobald sie schreiben. Wir erzählen einer Freundin vielleicht:</p><p><em>„Ich stand in der Küche und wusste überhaupt nicht, was ich jetzt machen sollte.“</em></p><p>Kaum sitzen wir vor unserem Manuskript, wird daraus womöglich:</p><p><em>„Gedankenverloren verharrte ich in der morgendlichen Stille meiner Küche.“</em></p><p>Du weißt wahrscheinlich, was ich meine. 😄</p><p>Plötzlich wollen wir besonders schön, klug oder „schriftstellerisch“ klingen. Genau diesen Reflex versucht Grapes zunächst auszuschalten. Du sollst nicht versuchen, literarisch zu klingen. Du sollst versuchen, <strong>nach dir zu klingen</strong>. Pelle die Schalen von der Zwiebel, um zum Kern zu kommen. (nach Jack Grapes)</p><p>Und genau das habe ich in dem Workshop ausprobiert.</p><p>Wir bekamen einen einfachen Satzanfang:</p><p><strong>„In letzter Zeit denke ich immer wieder an …“</strong></p><p>Ich begann zu schreiben und landete durch ein autobiografisches Projekt ziemlich schnell bei meinem verstorbenen Vater. Ich schrieb darüber, wie gern ich heute noch mit ihm über die politischen Krisen und Veränderungen unserer Zeit diskutieren würde. Mein Vater war für mich ein wichtiger Diskussionspartner, und er hatte mich auch darin bestärkt, zu studieren.</p><p>Während ich schrieb, tauchte plötzlich ein sehr einfacher Satz auf:</p><p><strong><em>„Ich vermisse meinen Vater sehr.“</em></strong></p><p>Eigentlich keine spektakuläre Formulierung. Aber ich merkte sofort, dass sich etwas verändert hatte. Ich dachte nicht mehr nur über meinen Vater nach und beschrieb ihn von außen. <strong>Der Text war näher an mir dran.</strong></p><p>Und dann kam eine Erinnerung.</p><h2>2. Image-Moment – lass mich deinen Vater sehen</h2><p>Ich sah einen Frühstückstisch vor mir. Meine Kinder waren damals noch klein und wir saßen bei meinen Eltern. Mein Vater trug schon seine blaue Arbeitsmontur, weil er nach dem Frühstück im Garten loslegen wollte und witzelte, dass er heute <em>besonders viel</em> Kraft bräuchte, zum Bäume ausreißen.</p><p>Plötzlich nahm er eine riesige Tomate und schob sie sich zum Spaß komplett in den Mund. Meine Kinder fanden das natürlich großartig. Sie lachten, während mein Vater mit dicken Backen versuchte, die Tomate zu zerbeißen, ohne dass ihm der Saft aus dem Mund spritzte.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/1a565ff5-61a9-4032-81cb-65f6c3af0f6e/uploads/images/3ng6mftdnz/Tomate_shutterstock_2306979057.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Quelle Shutterstock</figcaption></figure><p>Diese kleine Szene erzählt viel mehr über meinen Vater, als wenn ich geschrieben hätte:</p><p><strong><em>„Mein Vater war ein zupackender Mann, der sich Ziele setzte und sie durchzog.“</em></strong></p><p>Der Satz stimmt durchaus. Aber er bleibt abstrakt.</p><p>In der anderen Version siehst du vielleicht den Mann in seiner blauen Arbeitsmontur schon vor dir. Einen Mann, der gleich Rasen mähen oder Bäume schneiden wird und vorher seine Enkel mit einer Tomate zum Lachen bringt.</p><p>Jack Grapes nennt das einen <strong>Image-Moment</strong>: Statt unseren Leserinnen und Lesern zu erklären, wie ein Mensch ist oder wie eine Situation war, geben wir ihnen ein konkretes Bild. Wir lassen sie sehen, hören und beobachten und selbst etwas entdecken.</p><p>Für erzählende Sachbücher finde ich diesen Gedanken besonders interessant. Denn auch dort erklären wir oft sehr viel. Manchmal reicht eine kleine konkrete Szene, um etwas erfahrbar zu machen, wofür wir sonst einen ganzen Absatz benötigen würden. Soweit alles bekannt.</p><p>Bei meiner Schreibübung blieb es allerdings nicht bei dieser liebevollen Erinnerung.</p><p>Von der Tomate kam ich auf den Frühstückstisch selbst und auf den festen Platz meines Vaters am Kopfende. Alles musste möglichst so gedeckt sein, dass Butter, Marmelade und Wurst strategisch günstig in seiner Reichweite standen. War das nicht der Fall, konnte er durchaus ungehalten werden.</p><p>Während ich darüber schrieb, kam plötzlich ein Satz:</p><p><strong><em>„Manchmal war mein Vater auch ein kleiner König.“</em></strong></p><p>Und mit diesem Satz kippte mein Text in eine andere Richtung.</p><h2>3. Transformation Line – wenn der Text plötzlich abbiegt</h2><p>Genau solche Sätze sind beim Method Writing besonders spannend. Grapes spricht von einer <strong>Transformation Line</strong>: einer Zeile, nach der sich etwas verändert. Der Text öffnet plötzlich eine Tür, von der wir beim Losschreiben noch gar nicht wussten, dass sie da ist.</p><p>Ich schrieb nicht mehr nur über den Vater, den ich vermisse. Ich erinnerte mich daran, wie sehr er versucht hatte, Einfluss auf mein Leben und meine Entscheidungen zu nehmen.</p><p>Ich schrieb über meinen Wunsch, Biologie zu studieren, über meinen Weg fort von zu Hause und über andere Entscheidungen, mit denen mein Vater auch nicht einverstanden gewesen war.</p><p>Schließlich schrieb ich einen Satz, den ich vorher ganz sicher nicht geplant hatte:</p><p><strong><em>„So sehr ich meinen Vater vermisse, es war auch eine Erleichterung, als er nicht mehr über mein Leben bestimmen konnte.“</em></strong></p><p>Und dann kam noch ein Satz:</p><p><strong><em>„Ich traue mich fast gar nicht, das zuzugeben.“</em></strong></p><p>Spätestens da war mein Text an einem anderen Ort angekommen.</p><p>Ich hatte angefangen, über meinen Vater zu schreiben, weil ich ihn vermisse. Beim Schreiben entdeckte ich aber eine zweite Wahrheit, die genauso zu unserer Beziehung gehörte.</p><p>Mein Vater war der Mann, der mich zum Studieren inspiriert hatte, und gleichzeitig der Mann, gegen dessen Vorstellungen ich mich immer durchsetzen musste. Er war der Großvater mit der Tomate im Mund und manchmal der König am Kopfende des Tisches. Wie viele Familienväter dieser Generation sind.</p><p>Ich vermisse ihn sehr. Und gleichzeitig kenne ich das ambivalente Gefühl der Freiheit, meine Entscheidungen irgendwann nicht mehr auf seine <em>imaginäre Wertewaage</em> legen zu müssen.</p><p>Diese Widersprüche muss ich beim Schreiben nicht sofort auflösen.</p><p>Und vielleicht liegt genau darin eine besondere Stärke dieser Methode: <strong>Ich muss nicht schon vor dem ersten Satz genau wissen, was mein Text am Ende sagen wird.</strong></p><h2>Erst entdecken, dann gestalten</h2><p>Normalerweise gehen wir beim Sachbuchschreiben gern andersherum vor. Wir wissen, was wir vermitteln wollen, entwickeln eine Struktur und schreiben anschließend den Text dazu. Das ist sinnvoll und für ein Sachbuch natürlich unverzichtbar.</p><p>Method Writing setzt an einem anderen Punkt an.</p><p>Für eine Weile darf die Struktur warten.</p><p>Ich beginne zu schreiben und versuche zunächst, <strong>so zu schreiben, wie ich spreche</strong>. Wenn ein konkretes Bild auftaucht, bleibe ich dort und mache daraus einen <strong>Image-Moment</strong>. Und wenn plötzlich ein Satz auftaucht, der meinen Text in eine unerwartete Richtung führt, folge ich dieser <strong>Transformation Line</strong>.</p><p>Erst danach kommt die Redaktion wieder ins Spiel.</p><p>Dann kann ich auswählen, ordnen, kürzen und strukturieren.</p><p>Vielleicht ist genau diese Reihenfolge manchmal hilfreich:</p><p><strong>Erst entdecken. Dann gestalten. </strong><br/><strong>Hilft auch sehr gut bei kleinen Schreibblockaden, um wieder in den Fluss zu kommen.</strong><br/></p><hr/><p>Schreibübung</p><h2>Wenn du es selbst ausprobieren möchtest</h2><p>Nimm dir zehn Minuten Zeit und beginne mit dem Satz:</p><p><strong>„In letzter Zeit denke ich immer wieder an …“</strong></p><h3>1. Write Like You Talk</h3><p>Schreib weiter, ohne zurückzugehen und ohne zu korrigieren. Versuch nicht, besonders gut zu schreiben. Erzähl so, wie du es einem vertrauten Menschen bei einer Tasse Kaffee erzählen würdest.</p><h3>2. Suche deinen Image-Moment</h3><p>Wenn eine konkrete Erinnerung auftaucht, bleib dort ein bisschen länger.</p><p>Was siehst du? Was hörst du? Was steht auf dem Tisch? Was macht die andere Person? Welche Worte fallen tatsächlich?</p><p>Versuche nicht zu erklären, <strong>wie</strong> jemand ist. Lass uns die Person in einer Szene beobachten.</p><h3>3. Folge deiner Transformation Line</h3><p>Und wenn dein Kopf plötzlich eine Abbiegung nimmt und ein Satz oder Gedanke auftaucht, bei dem du denkst:</p><p><strong>„Das gehört doch eigentlich gar nicht hierher …“</strong></p><p>dann folge ihm trotzdem.</p><p>Vielleicht ist genau dieser Satz die Tür zu dem Text, von dem du noch gar nicht wusstest, dass du ihn schreiben wolltest.</p><p>Genau das haben wir auch in unserem Community-Meeting ausprobiert und es war spannend zu beobachten, wohin uns diese vermeintlichen Umwege geführt haben.</p><p>Denn manchmal wissen wir tatsächlich erst <strong>nach dem Schreiben</strong>, worüber wir geschrieben haben.</p><p>Und genau das ist vielleicht das Schönste an dieser Methode.</p><p>Herzlich</p><p>Susanne</p><p><strong>P.S.:</strong> Wenn du die Übung ausprobierst, würde mich interessieren: Hat dein Text dich an den Ort geführt, an den du wolltest oder an einen ganz anderen? Schreib mir gern.</p><hr/><p>Literatur &amp; Links</p><p><strong>Mehr über Jack Grapes und Method Writing:</strong><br/><a href="https://jackgrapes.com/">Jack Grapes – Method Writing</a></p><p></p><hr/><p>Join us!</p><p>Komm sehr gern in meine <strong>Schreibcommunity (nächster Termin 25.8., 19:30 Uhr)</strong>, wenn du mehr über unterhaltsame Wissensvermittlung lernen willst. <br/>Egal woran du arbeitet, ob Buchprojekt, Podcast, Blogartikel. Ich bring aus meiner über 20-jährigen Erfahrung als Wissenschaftskommunikatorin und Autorin viele Tipps &amp; Tricks mit, die dir bestimmt nützlich sein werden.<br/></p><h3><strong>Community-Treffen 2026 | jeweils 19:30 Uhr</strong></h3><p>25.08. · 22.09. · 27.10. · 24.11. · 15.12. (Xmas-Treffen)</p><p>Als Abonnent*in erhältst du den Zoom-Link jeweils vorab.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Was du mit dem Abo bekommst</strong></h4><p>Mit einem kleinen <strong>monatlichen Abo von 6,50 €</strong> erhältst du Zugang zur <strong>„Let Me Edutain You!“-Community</strong>:</p><ul><li><p>monatliche Zoom-Treffen mit Austausch und Input</p></li><li><p>ehrliches, wertschätzendes Feedback aus der Gruppe</p></li><li><p>Struktur und Motivation für dein Schreibprojekt</p></li><li><p>Zugriff auf alle bisherigen Newsletter (Wissens-Archiv)</p></li><li><p>inklusive erstes Textfeedback</p></li></ul><p>Als <strong>Jahresabonnentin</strong> kannst du zusätzlich <strong>kostenlos an meinen Workshops teilnehmen</strong> und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p><strong>Wenn du 2026 nicht mehr allein schreiben möchtest, sondern mit Rückenwind, dann ist das dein Platz.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der gerade ein Sachbuch, Memoir oder Essays schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft und manchmal reicht ein kleiner Hinweis zur richtigen Zeit.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen – das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.</p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfiehl ihn gern weiter. Neue Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen frei lesbar und wandern danach ins Wissens-Archiv.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts">Alle Posts anzeigen</a></p><p><br/>P.S. Wenn Du Sich als Leseratte auch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folge gern meiner kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-</a>Kolumne <strong>“Zwischen Krimi und Petrischale”</strong> unter diesem Link.<br/><br/><strong>Bis bald,</strong></p><p><strong>Deine Susanne Thiele</strong></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 23 Aug 2026 07:47:40 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Keine Zeit zum Schreiben? Zehn Minuten für den Start]]></title>
      <description><![CDATA[Let Me Edutain You ! - Newsletter im Mai 2026: Liebe Liebe Schreibfreundin und lieber Schreibfreund, seit letzter Woche sitze ich zwischen Farbtöpfen, Tapetenrollen....]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Keine Zeit zum Schreiben? Zehn Minuten für den Star</h1><p><em>Let Me Edutain You ! - Newsletter im Mai 2026</em></p><p></p><p>Liebe Schreibfreundin und lieber Schreibfreund,</p><p>seit letzter Woche sitze ich zwischen Farbtöpfen, Tapetenrollen, Bücherstapeln, Umzugskartons und einem halbfertigen Arbeitszimmer.</p><p>Meine große Tochter Johanna ist ausgezogen und wir renovieren gerade ihr ehemaliges Kinderzimmer. Künftig wird das mein neues Büro sein. Ein heller Raum mit Blick aus dem ersten Stock auf den Garten, auf mein Kräuterbeet und den Rosenbogen.</p><p>Eigentlich wollte ich am Vormittag schreiben.</p><p>Stattdessen suche ich seit Minuten den Akkuschrauber. Mein Mann wuselt um mich herum und ruft mir von der Leiter aus zu, was er als Nächstes braucht.</p><p>Das wird heute wieder nichts mit dem Schreiben ...!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d58b1f43-e6f1-4a16-8f88-a134aaeef86d/uploads/images/zr2wl56mta/Susanne_Renovierung_Buero_52026.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="@Susanne Thiele privat"/><p>Beim letzten Community-Treffen merkte ich: So ähnlich geht es vielen von uns.</p><p>„Ich habe keine Zeit zum Schreiben.“</p><p>Der Alltag ist voll. Beruf, Familie, Garten, Verpflichtungen. Und wenn man sich endlich einmal einen Vormittag freigeschaufelt hat, sitzt man vor dem leeren Blatt und findet keinen Anfang.</p><p><strong>Wie Du das ändern kannst?</strong></p><p>Auf alle Fälle nicht mit noch mehr Druck, Disziplin oder irgendwelchen Effektivitätshacks.</p><p>Sondern mit mehr Verständnis für Deinen eigenen Schreibprozess.</p><p>Die wenigsten von uns können morgens um neun die Bürotür schließen und einen ganzen Tag in Ruhe schreiben. Wir schreiben zwischen Beruf, Familie, Ehrenamt, Garten und dem ganz normalen Chaos des Lebens. Deshalb brauchen wir Schreibstrategien, die in einen echten Alltag passen. Nicht in einen perfekten.</p><p>Mir hilft dabei ein einfacher Gedanke:</p><p>Irgendwann habe ich aufgehört, „Schreiben“ als eine einzige große Aufgabe zu betrachten.</p><p>Stattdessen teile ich es in <strong>vier kleine Schritte</strong> auf.</p><p>Zuerst denke ich darüber nach, <em>worüber</em> ich schreiben möchte, für wen ich schreibe und was meine Leserinnen und Leser am Ende mitnehmen sollen. (Konzeption)</p><p>An einem anderen Tag wird der <em>erste Entwurf </em>geschrieben. Roh und unperfekt. Nur für mich und manchmal auch ziemlich chaotisch. Hauptsache, der Sand kommt als Ausgangsmaterial erst einmal in die Kiste. Die schöne Burg baue ich später.</p><p>Wenn mir dabei auffällt, dass ich noch etwas recherchieren muss, notiere ich mir das kurz und schreibe weiter. Sonst verliere ich mich schnell in irgendwelchen Internet-Recherchen und der Text bleibt unfertig.</p><p>Erst mit etwas Abstand beginne ich zu <em>überarbeiten</em>. Dann prüfe ich, ob der Text wirklich nach mir klingt. Ob meine eigene Stimme hörbar wird. Das kriegt keine KI hin.</p><p>Und irgendwann kommt der Moment, in dem ich den Text loslasse. Newsletter verschicken. Blogartikel <em>veröffentlichen</em>. Manuskript absenden.</p><p>Seit ich Schreiben so betrachte, komme ich deutlich besser voran. Und plötzlich reichen auch kleine Zeitfenster.</p><p>Zehn Minuten<strong> </strong>am Montag für Ideen.</p><p>Zwanzig Minuten am Mittwoch für einen ersten Entwurf.</p><p>Eine Stunde am Wochenende zum Überarbeiten mit etwas Distanz.</p><p>Viele nebenberuflich Schreibende warten auf den perfekten Schreibtag oder auf den zweiwöchigen Schreib-Retreat im Sommer. Ich tue das nicht mehr. Zehn gute Minuten bringen mich meistens weiter als vier Stunden schlechtes Gewissen.</p><p>Denn ganz ehrlich: „Buch schreiben“ ist kein Termin. Das ist ein langes Projekt.</p><p>Deshalb trage ich nicht täglich „schreiben“ in meinen Kalender ein.</p><p>Sondern:</p><p>Ideen sammeln.</p><p>Entwurf schreiben.</p><p>Überarbeiten.</p><p>Veröffentlichen.</p><p>Kleine Schritte in Routinen summieren sich. Oft schneller, als man denkt.</p><p>Suche Dir außerdem einen ruhigen Ort ohne Ablenkung. Kein Social Media. Keine E-Mails. Nur Du und Dein Text.</p><p>Und wenn Du magst, notiere Dir jeden Schreibtag im Kalender. Ich mache das auch. Ein kleines Kreuz für „geschrieben“ fühlt sich erstaunlich gut an.</p><p>Manchmal sind es genau diese kleinen Erfolgserlebnisse, die den Unterschied machen. Aus einem Kreuz werden zwei. Dann drei. Und irgendwann möchte man diese kleine Kette gar nicht mehr abbrechen lassen.</p><blockquote><p><strong><em>&quot;I hate to write, but I love having written.&quot;</em></strong></p></blockquote><p>Ein Satz, den vermutlich viele Autorinnen und Autoren sofort unterschreiben würden.</p><p>Wenn Du tiefer in die Themen Schreibstimme, Mindset und Schreibroutinen eintauchen möchtest, habe ich Dir einige meiner beliebtesten Artikel zusammengestellt:</p><p> </p><p><strong>Gutes Mindset für Autorinnen</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts/d6d7bb70-bfbc-4960-821a-11ff6f3e6b86">Brennst du wirklich für dein Buch? - Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</a> <br/><br/></p><p><strong>Deine Schreibstimme finden</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761">Wie finde ich meine Schreibstimme als Expert*in? - Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</a></p><p><strong> </strong></p><p><strong>Realistische Schreibziele setzen und Formate definieren</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c">Vom Wissensblog zum Sachbuch: 10 überzeugende Gründe zum Bloggen - Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</a></p><p> </p><p><strong>Sichtbar werden mit Deinem Wissen</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd">Wer darf ein Sachbuch schreiben? - Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</a></p><p> </p><p><strong>Gut recherchieren</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869">Die Kunst der guten Recherche: 10 Tipps für Sachbuchautor:innen - Let me edutain you! | Spannende Sachbücher schreiben</a></p><p> </p><p><strong>Und wenn Du nicht allein schreiben möchtest:</strong></p><p>Wenn Du keine feste Schreibgruppe hast, such Dir einen Schreib-Buddy. Jemanden, mit dem Du regelmäßig Deine Fortschritte teilst. Das motiviert ungemein und hilft dabei, dranzubleiben.</p><p>In meiner <em>Let Me Edutain You!-Schreibgruppe</em> treffen wir uns einmal im Monat per Zoom, sprechen über unsere Schreibfortschritte und geben uns gegenseitig Feedback zu unseren Texten.</p><p>Gerade wenn man feststeckt, helfen neue Perspektiven oft mehr als noch eine Stunde Grübeln vor dem Bildschirm.</p><p>Wenn Du Interesse hast, dabei zu sein, antworte mir einfach auf diese Mail.</p><p></p><p>Und noch etwas hilft mir in solchen Phasen.</p><p><strong>Sei freundlich zu Dir selbst!</strong></p><p>Ich trage einen kupferfarbenen Armreif, den ich in Arcachon in einer kleinen Manufaktur gefunden habe mit einem Satz, den ich sehr mag:</p><blockquote><p><strong><em>« La vie te donne toujours une deuxième chance: elle s&#39;appelle demain. »</em></strong></p><p>Das Leben gibt dir immer eine zweite Chance. Sie heißt: morgen.</p></blockquote><p>Nicht zu schreiben ist kein Drama.</p><p>Aber es ist auch nicht ganz egal. Zumindest dann nicht, wenn Du Dein Buch irgendwann fertig in den Händen halten möchtest ;-).</p><p>Du hast einen Tag verpasst?</p><p>Dann schreibst Du morgen weiter.</p><p>Du hast eine Woche lang nichts gemacht?</p><p>Dann fängst Du nächste Woche wieder an.</p><p>Viele Schreibende scheitern nicht am Talent.</p><p>Sie scheitern am schlechten Gewissen.</p><p>Und genau das hilft keinem Text.</p><p>Vielleicht schreibst Du heute zehn Minuten.</p><p>Vielleicht morgen.</p><p>Vielleicht erst am Wochenende.</p><p>Aber Dein Buch wartet nicht auf den perfekten Tag.</p><p>Es wartet auf den nächsten kleinen Schritt.</p><p>Und dieser Newsletter ist nun zwischen Farbeimern, Tapetenkauf und Kistenchaos trotzdem fertig geworden und hat damit sogar ein Thema dazubekommen ,-)</p><hr aria-hidden="true"/><p><br/>Mich würde interessieren:</p><p>Was hilft Dir dabei, trotz eines vollen Alltags dranzubleiben?</p><p>Hast Du feste Schreibroutinen entwickelt? Oder kämpfst Du gerade mit genau derselben Herausforderung?</p><p>Antworte mir gern auf diese Mail. Ich lese jede Antwort persönlich.</p><p>Herzliche Grüße</p><p>Deine Susanne Thiele</p><p></p><hr/><p>Join us!</p><p>Komm sehr gern in meine <strong>Schreibcommunity (nächster Termin 23.6., 19:30 Uhr)</strong>, wenn du mehr über unterhaltsame Wissensvermittlung lernen willst. <br/>Egal woran du arbeitet, ob Buchprojekt, Podcast, Blogartikel. Ich bring aus meiner über 20-jährigen Erfahrung als Wissenschaftskommunikatorin und Autorin viele Tipps &amp; Tricks mit, die dir bestimmt nützlich sein werden.<br/></p><h3><strong>Community-Treffen 2026 | jeweils 19:30 Uhr</strong></h3><p>23.06.<br/><strong>Juli: Sommerpause</strong><br/>25.08. · 22.09. · 27.10. · 24.11. · 15.12. (Xmas-Treffen)</p><p>Als Abonnent*in erhältst du den Zoom-Link jeweils vorab.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Was du mit dem Abo bekommst</strong></h4><p>Mit einem kleinen <strong>monatlichen Abo von 6,50 €</strong> erhältst du Zugang zur <strong>„Let Me Edutain You!“-Community</strong>:</p><ul><li><p>monatliche Zoom-Treffen mit Austausch und Input</p></li><li><p>ehrliches, wertschätzendes Feedback aus der Gruppe</p></li><li><p>Struktur und Motivation für dein Schreibprojekt</p></li><li><p>Zugriff auf alle bisherigen Newsletter (Wissens-Archiv)</p></li><li><p>inklusive erstem Textfeedback</p></li></ul><p>Als <strong>Jahresabonnentin</strong> kannst du zusätzlich <strong>kostenlos an meinen Workshops teilnehmen</strong> und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p><strong>Wenn du 2026 nicht mehr allein schreiben möchtest, sondern mit Rückenwind, dann ist das dein Platz.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der gerade ein Sachbuch oder Memoir schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft – und manchmal reicht ein kleiner Hinweis zur richtigen Zeit.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen – das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.</p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfiehl ihn gern weiter. Neue Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen frei lesbar und wandern danach ins Wissens-Archiv.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts">Alle Posts anzeigen</a></p><p><br/>P.S. Wenn Du Sich als Leseratte auch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folge gern meiner kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-</a>Kolumne <strong>“Zwischen Krimi und Petrischale”</strong> unter diesem Link.<br/><br/><strong>Bis bald,</strong></p><p><strong>Deine Susanne Thiele</strong></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 31 May 2026 10:09:28 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Was Schimmel in der Brotdose mit gutem Storytelling zu tun hat]]></title>
      <description><![CDATA[Heute gibt im Newsletter Tipps, wie ihr euer Wissen besser in gut erzählten Geschichten rüberbringen könnt. Dazu eine Schreibaufgabe zum Üben. Viel Spaß !]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><em>Let Me Edutain You ! - Newsletter im März 2026</em></p><p></p><p><strong>Liebe Schreibfreundinnen und Schreibfreunde,</strong></p><p>letzte Woche hatte ich einen kleinen Lesungsmarathon: drei Lesungen an einem Vormittag, alle in einer Grundschule in Braunschweig. Insgesamt saßen da 150 Kinder im Stuhlkreis um mich herum, ich stand vorne am Whiteboard und wollte ihnen etwas näherbringen, das im Alltag meist ziemlich erfolgreich unsichtbar bleibt: <strong>Mikroben.</strong></p><p>Und ich gebe zu: Ich hatte Respekt vor diesem Publikum. <br/><br/>Kinder sind schließlich ehrlich, aber nicht diplomatisch. Wenn sie etwas langweilig finden, merkt man das sofort. Ohne Schonfrist und ohne höfliches Nicken. Es hätte also gut sein können, dass mein Thema und meine Geschichten bei ihnen komplett durchfallen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/07c96310-993a-42f1-9898-7a87c32d6e27/uploads/images/olrmiq42ow/IMG_1075.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Quelle: (Kavalla/Grundschule Querum)</figcaption></figure><h4><br/>Mikroben haben es nicht leicht</h4><p>Unsichtbar, winzig-klein, wissenschaftlich: das klingt nun wirklich nicht automatisch nach einem Thema, bei dem Kinder gebannt auf der Stuhlkante sitzen. <br/>Noch dazu ist mein Kinderbuch „Der unsichtbare Mikrobenzoo zuhause“ noch nicht ganz fertig und ich hatte nur die ersten Texte und Illustrationen zu den Protagonisten dabei. <br/>Ich habe also erst einmal erklärt, wie winzig Bakterien und Viren eigentlich sind.</p><h4>Und dann kam Lotti</h4><p>….und die Kurzgeschichten: Lotti Lacto ist ein Milchsäurebakterium, meine kleine Heldin und Co-Pilotin in einer Rakete, mit der die Kinder durch die Mikrowelt reisen. Und weil ich diese Rakete sogar in echt dabeihatte, war die Sache ziemlich schnell entschieden: Lotti war der Star des Vormittags.</p><p>Plötzlich war da nicht mehr nur ein abstraktes Thema. Da war Leben im Raum.</p><p>Die Kinder riefen die Namen der Figuren, wollten ihre eigenen Erlebnisse von zuhause erzählen und waren mit einer Selbstverständlichkeit bei der Sache, die man sich als Autorin nur wünschen kann. Nicht, weil ich ihnen besonders brillant erklärt hätte, was Bakterien Tolles können. Sondern weil sie mit ihrem Alltag andocken konnten.</p><p>An das, was sie schon kannten.<br/>An Joghurt und Brot.<br/>An Schimmel in der Brotbüchse.<br/>An Dinge, die zuhause schon einmal ein bisschen eklig, spannend oder rätselhaft waren.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/07c96310-993a-42f1-9898-7a87c32d6e27/uploads/images/5oyfkox4gi/BRotdose_kleiner.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Schimmelpilze in der Brotdose (Quelle: Shutterstock)"/><figcaption>Schimmelpilze in der Brotdose (Quelle: Shutterstock)</figcaption></figure><h4>Der eigentliche Aha-Moment</h4><p>Und genau in diesem Moment dachte ich: Ja, so kommt Wissen an. Nicht über eine Vielzahl von Informationen allein, sondern über Wiedererkennen und über Emotionen.</p><p>Denn Schimmel in der Brotbüchse hat nun wirklich fast jedes Kind (und wir Eltern auch) schon einmal erlebt. Vielleicht nicht mit mikrobiologischer Einordnung, aber mit sehr klaren Gefühlen: Überraschung, Ekel, Neugier.</p><h3>Warum ich euch das erzähle</h3><p>Weil mich diese Lesung an etwas erinnert hat, das auch für Sachbücher gilt: Gutes Sachbuch-Schreiben beginnt nicht bei der Recherche und Information. Es beginnt dort, wo Wissen für Leserinnen und Leser eine spürbare Form bekommt.</p><p>Geschichten helfen uns seit Jahrhunderten, Wissen weiterzugeben. Früher vielleicht am Lagerfeuer, später in Liedern, Erzählungen und anderen Formaten. Die Minnesänger waren im Grunde die Podcaster des Mittelalters ;-) — nur mit anderer Tonqualität und viel aufwendigeren Outfits.</p><p>Das Format hat sich verändert. Das Prinzip nicht.</p><p>Oder, um es mit einem chinesischen Sprichwort zu sagen:</p><blockquote><p>„Eine gut erzählte Geschichte macht aus Ohren Augen.“</p></blockquote><p>Ich mag diesen Satz sehr, weil er genau beschreibt, was wir als Schreibende erreichen wollen.</p><p>Wir verstehen Dinge leichter, wenn sie in Bewegung kommen, wenn jemand handelt, wenn wir eine Szene vor Augen haben. Wenn Wissen nicht nur erklärt, sondern erlebt wird.</p><p>Gerade im Sachbuch (oder auch in einem unterhaltsamen Vortrag ) ist das entscheidend. Natürlich brauchen wir Fakten, Klarheit und Substanz. Aber wenn alles nur erklärt wird, bleibt oft erstaunlich wenig hängen.</p><p>Eine gute Geschichte macht ein Thema nicht bloß verständlich. Sie macht es fühlbar. Und das ist ein Unterschied, den jeder Experte, jede Expertin kennen und nutzen sollte.</p><h4>Was du daraus für dein eigenes Sachbuch oder deinen Vortrag mitnehmen kannst<br/></h4><p>• Fang nicht mit der langen Theorie an, sondern mit dem <strong>Moment, in dem dein Thema im echten Leben auftaucht.</strong><br/>• <strong>Denk immer an dein Publikum: </strong>Wo erkennt es sich wieder, wo kann es innerlich andocken und das Erlebte weitererzählen.<br/>• <strong>Eine gute Szene braucht ein kleines Gerüst:</strong> Ausgangslage, Reibung, Veränderung. (Plot)<br/>• <strong>Erzähl nicht alles. Erzähl das Richtige.</strong> Weniger Nebenstraßen, mehr Richtung.<br/>• Und ganz wichtig: Überleg dir, <strong>WARUM</strong> du genau diese Geschichte erzählst. Ohne Botschaft bleibt auch die beste Szene nur hübsches Beiwerk.</p><hr/><p>Übung</p><h4>Kleine Schreibaufgabe für dich</h4><p>Denn am Ende wollen wir als Sachbuchautorinnen und Sachbuchautoren nicht einfach Wissen abladen wie einen Wocheneinkauf. <strong>Wir wollen, dass etwas hängen bleibt.</strong></p><p>Vielleicht ist das sogar eine der wichtigsten Fragen beim Schreiben: <br/><br/>Wo in meinem Thema ist der Moment, an dem Leserinnen und Leser innerlich sagen: <strong>Ach so. Ja, das kenne ich.</strong></p><p><strong>Meine kleine Schreibaufgabe für dich:</strong></p><p>Nimm ein Thema aus deinem aktuellen Buchprojekt und suche dir dazu eine passende Alltagsszene.</p><p>Und dann erzähle diese Szene im Show-don’t-tell-Stil. Nicht abstrakt, nicht dozierend und bitte auch nicht so, als würdest du Wikipedia beeindrucken wollen. Sondern konkret, beobachtbar und lebendig mit einfachen Worten.</p><p>Achte dabei auf diese Punkte:</p><p>• Wo spielt die Szene?<br/>• Wer ist darin zu sehen?<br/>• Was passiert konkret?<br/>• Woran zeigt sich dein Thema in dieser Szene?<br/>• Welcher Gedanke wird dadurch plötzlich verständlich?</p><p>Wenn du magst, antworte mir gern auf diese Mail und schick mir ein paar Zeilen aus deiner Szene. Ich bin gespannt, wo dein Thema im Alltag plötzlich ein Gesicht bekommt.</p><p>Bleib inspiriert und schreibfreudig</p><p>von Herzen<br/><strong>Susanne</strong></p><hr/><p>Join us!</p><p>Komm sehr gern in meine <strong>Schreibcommunity (nächster Termin 24.3., 19:30 Uhr)</strong>, wenn du mehr über unterhaltsame Wissensvermittlung lernen willst. <br/>Egal woran du arbeitet, ob Buchprojekt, Podcast, Blogartikel. Ich bring aus meiner über 20-jährigen Erfahrung als Wissenschaftskommunikatorin und Autorin viele Tipps &amp; Tricks mit, die dir bestimmt nützlich sein werden.<br/></p><h3><strong>Community-Treffen 2026 | jeweils 19:30 Uhr</strong></h3><p>24.03. · 28.04. · 26.05. · 23.06.<br/><strong>Juli: Sommerpause</strong><br/>25.08. · 22.09. · 27.10. · 24.11. · 15.12. (Xmas-Treffen)</p><p>Als Abonnent*in erhältst du den Zoom-Link jeweils vorab.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><hr aria-hidden="true"/><h4><strong>Was du mit dem Abo bekommst</strong></h4><p>Mit einem kleinen <strong>monatlichen Abo von 6,50 €</strong> erhältst du Zugang zur <strong>„Let Me Edutain You!“-Community</strong>:</p><ul><li><p>monatliche Zoom-Treffen mit Austausch und Input</p></li><li><p>ehrliches, wertschätzendes Feedback</p></li><li><p>Struktur und Motivation für dein Schreibprojekt</p></li><li><p>Zugriff auf alle bisherigen Newsletter (Wissens-Archiv)</p></li><li><p><strong>inklusive erstem Textfeedback</strong></p></li></ul><p>Als <strong>Jahresabonnentin</strong> kannst du zusätzlich <strong>kostenlos an meinen Workshops teilnehmen</strong> und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p><strong>Wenn du 2026 nicht mehr allein schreiben möchtest, sondern mit Rückenwind, dann ist das dein Platz.</strong></p><p></p><hr/><p>Buchmesse Leipzig</p><p><strong>Vielleicht sehen wir uns auch auf der Buchmesse in Leipzig?</strong> <br/>Ich bin am Samstag vor Ort und vielleicht laufen wir uns über den Weg : )!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der gerade ein Sachbuch oder Memoir schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft – und manchmal reicht ein kleiner Hinweis zur richtigen Zeit.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen – das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.</p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfehlt ihn gern weiter. Neue Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen frei lesbar und wandern danach ins Wissens-Archiv.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts">Alle Posts anzeigen</a></p><p><br/>P.S. Wenn ihr euch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folgt gern meiner kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-</a>Kolumne <strong>“Zwischen Krimi und Petrischale”</strong> unter diesem Link.<br/><br/><strong>Bis bald,</strong></p><p><strong>Deine Susanne Thiele</strong></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 17:46:12 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Schreib 2026 dein Buch! - Termine und Seminare]]></title>
      <description><![CDATA[Hier erfährst du: wie du 2026 kontinuierlich an deinem Buch dranbleibst, welche Community dich dabei begleitet und welche Seminare dich als Autorin voranbringen..]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Schreib 2026 dein Buch! - Termine &amp; Seminare</h1><p><strong>Newsletter Januar 2026</strong></p><p>Liebe Schreibende,</p><p>der Januar ist der Monat der großen Vorsätze – und oft auch der Moment, in dem wir uns viel vornehmen und dann doch wieder vom Alltag einholen lassen: mehr Sport (oh ja mein Challenge!), bessere Ernährung, <strong>endlich das Buchmanuskript beenden</strong>, das schon viel zu lange in der Schublade liegt …</p><p>Damit es diesmal anders läuft, möchte ich dich in diesem Jahr gezielt unterstützen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/53f45b4b-e705-472a-8d6f-6cff05ea1249/uploads/images/fjnjvtc5w2/IMG_7754.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>In diesem Newsletter erfährst du:</strong></p><ul><li><p>wie du 2026 kontinuierlich an deinem Buch dranbleibst</p></li><li><p>welche Community dich dabei begleitet</p></li><li><p>und welche Seminare dich als Autor und Autorin weiterbringen <br/></p></li></ul><h3><strong>Gemeinsam schreiben – statt allein feststecken</strong></h3><p>Ein Buch zu schreiben ist ein längerer Weg. Er besteht aus vielen Schreibphasen am Schreibtisch – oft still, konzentriert und manchmal auch ziemlich einsam. Genau hier helfen Struktur, Verbindlichkeit und der Austausch mit anderen Autorinnen, die vor ähnlichen Fragen stehen.</p><p>Das erlebe ich jeden Monat in meiner <strong>„Let Me Edutain You!“-Schreibcommunity</strong>: In unseren Zoom-Treffen berichten die Teilnehmerinnen von Fortschritten, Hürden – und davon, wie sehr ihnen der regelmäßige Austausch beim Dranbleiben hilft.</p><p>Wenn du 2026 mit deinem <strong>Sachbuch, Ratgeber oder Memoir</strong> wirklich vorankommen möchtest, dann schau gern vorbei.</p><p><strong>Am Dienstag, den 27.01.26</strong>, starten die monatlichen Community-Treffs wieder.<br/>Wir treffen uns <strong>jeden vierten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr</strong>.</p><p>Wenn du erst einmal testen möchtest, ob es für dich passt, melde dich gern per Mail zum <strong>Schnuppern</strong>.<br/>Ich selbst arbeite gerade an einem Kinderbildersachbuch und an einem Memoir-Projekt und gebe gern Einblicke zu meiner Arbeitsweise.</p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>Community-Treffen 2026 | jeweils 19:30 Uhr</strong></h3><p>27.01. · 24.02. · 24.03. · 28.04. · 26.05. · 23.06.<br/><strong>Juli: Sommerpause</strong><br/>25.08. · 22.09. · 27.10. · 24.11. · 15.12. (Xmas-Treffen)</p><p>Als Abonnent*in erhältst du den Zoom-Link jeweils vorab.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><hr aria-hidden="true"/><h2><strong>Was du mit dem Abo bekommst</strong></h2><p>Mit einem kleinen <strong>monatlichen Abo von 6,50 €</strong> erhältst du Zugang zur <strong>„Let Me Edutain You!“-Community</strong>:</p><ul><li><p>monatliche Zoom-Treffen mit Austausch und Input</p></li><li><p>ehrliches, wertschätzendes Feedback</p></li><li><p>Struktur und Motivation für dein Schreibprojekt</p></li><li><p>Zugriff auf alle bisherigen Newsletter (Wissens-Archiv)</p></li><li><p><strong>inklusive erstem Textfeedback</strong></p></li></ul><p>Als <strong>Jahresabonnentin</strong> kannst du zusätzlich <strong>kostenlos an meinen Workshops teilnehmen</strong> und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p><strong>Wenn du 2026 nicht mehr allein schreiben möchtest, sondern mit Rückenwind, dann ist das dein Platz.</strong></p><hr/><p>Seminar-Tipp</p><h3><strong>Für alle, die Spannung schreiben wollen</strong></h3><h3><strong>Achtung, Thriller-Writers!</strong></h3><p>Du spielst mit dem Gedanken, ein spannendes Thema als Thriller umzusetzen?<br/>Dann möchte ich dir ein Seminar ans Herz legen, das ich gemeinsam mit meiner Autorenkollegin Kathrin Lange an der <strong>Bundesakademie in Wolfenbüttel</strong> gebe.</p><p></p><h2><strong>Labore, Lügen, Lebensgefahr – Werkstatt für Hochspannungsliteratur</strong></h2><p><em>Nichts für schwache Nerven.</em></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/53f45b4b-e705-472a-8d6f-6cff05ea1249/uploads/images/g2prdvcd3o/Krimi_shutterstock_2487773919.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Spurenlegen will gelernt sein im Krimi und Thriller (@shutterstock)"/><p>Was unterscheidet Wissenschaftsthriller von anderen Thriller-Genres?<br/>Welche Themen eignen sich besonders?<br/>Wie verbinden wir wissenschaftliches Know-how mit Spannung?<br/>Wie entstehen glaubwürdige Wissenschaftsfiguren mit emotionaler Tiefe?<br/>Und wie schreiben wir so, dass auch Laien die Fachinhalte verstehen?</p><p>Diesen Fragen widmen wir uns in der Werkstatt mit Impulsvorträgen, Gesprächen und praktischen Übungen. Wir zeigen unsere Methoden und begleiten euch dabei, euer eigenes Wissenschaftsthriller-Projekt gezielt voranzubringen.</p><p>Die Werkstatt richtet sich an <strong>Autorinnen und Autoren</strong>, die an einem Wissenschaftsthriller arbeiten – ganz egal, ob das Projekt noch am Anfang steht oder bereits fortgeschritten ist. <br/>Der Fokus liegt auf der Arbeit an <strong>eigenen Texten</strong> und auf dem Handwerkszeug für dieses spezielle Spannungsgenre.</p><p>👉 <strong>Anmeldung unter:</strong></p><p><a href="https://www.bundesakademie.de/programm/details/kurs/labore-luegen-lebensgefahr/lit26-04">Labore, Lügen, Lebensgefahr</a><br/></p><p>So, das war es schon für den Januar von mir.</p><hr/><p>Termine 2026</p><p>Meine ersten Lesungstermine und Workshops für 2026 sind auch schon eingetütet: Vielleicht sehen wir uns…</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/53f45b4b-e705-472a-8d6f-6cff05ea1249/uploads/images/34nszd52z5/Termine_2026.jpeg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der gerade ein Sachbuch oder Memoir schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft – und manchmal reicht ein kleiner Hinweis zur richtigen Zeit.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen – das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.</p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfehlt ihn gern weiter. Neue Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen frei lesbar und wandern danach ins Wissens-Archiv.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/posts">Alle Posts anzeigen</a></p><p><br/>P.S. Wenn ihr euch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folgt gern meinem kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-Newsletter</a> <strong>“Zwischen Krimi und Petrischale”</strong> unter diesem Link.<br/></p><p>Bleibt inspiriert &amp; schreibfreudig –<br/>von Herzen,</p><p><br/><strong>deine Susanne Thiele</strong></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 25 Jan 2026 18:01:02 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie die Heldinnenreise dein Schreiben verändert]]></title>
      <description><![CDATA[Vom Beiwerk zur Protagonistin - Wie die Heldinnenreise dein Schreiben verändert]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Vom Beiwerk zur Protagonistin – Wie die Heldinnenreise dein Schreiben verändert</h1><p><strong>Newsletter November 2025</strong></p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7f9fb6cd-259d-4625-97d5-c4cc77f2bdab/uploads/images/zbqymqabfd/shutterstock_2225987215_superheldin.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Die Heldinnenreise (Quelle Shutterstock)"/><p><br/>Liebe Schreibende,</p><p>ich sage es mal so: Wenn wir unsere eigenen Geschichten aufschreiben – sei es als Memoir oder als autobiographisches Sachbuch –, beginnt selten ein geordnetes Projekt. Meist beginnt eine aufwühlende innere Renovierung.</p><p>Während ich aktuell weiter am Manuskript meines Vater-Tochter-Memoirs arbeite, liegt mein Schreibtisch voll mit Zetteln, Zeitungsartikeln, Szenen, Erkenntnissen. <br/><br/>Kreatives Chaos!</p><p>Zum Glück gibt es Erzählmodelle, die in diesem Chaos Orientierung geben – ohne dass wir uns ihnen schematisch beugen müssen: etwa <strong>die Heldinnenreise</strong> – zuerst kennengelernt vor einigen Jahren in einem Seminar der Textmanufaktur bei Larissa Boehning.</p><p>Klassische Plotmuster sind nützlich.<br/>Und alles, was uns hilft, <strong>Erfahrung in Erkenntnis</strong> zu verwandeln.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Die Heldinnenreise – dein Kompass nach innen &amp; außen</strong></p><p>Die bekannte klassische Heldenreise stammt von Joseph Campbell – toll für Abenteuer, weniger toll für die Innenentwicklung. Seine Idee, Frauen seien „der Ort, den der Held sucht“, hat mich nie besonders begeistert.</p><p>Maureen Murdock, Campbells Schülerin, widersprach:</p><blockquote><p><br/><strong>„Auch Frauen (und alle Menschen mit einer weiblich geprägten Innenwelt) brauchen eine eigene Reise – eine Reise der Heilung.“</strong></p><p></p></blockquote><p>Während die Heldenreise auf Eroberung, Selbstbehauptung und äußeren Triumph zielt, geht es bei der Heldinnenreise um <strong>Integration</strong>, <strong>Verbindung </strong>und <strong>innere Wahrheit.</strong></p><p>Frauen (und auch Männer) kämpfen nicht gegen Drachen, sondern gegen Erwartungen, Rollen, Perfektionismus und den endlosen Versuch, gleichzeitig pflichtbewusst, emotional kompetent und gesellschaftskonform zu sein.</p><p>Ihre Heldinnenreise erzählt nicht äußere Siege –<br/>sondern die Rückkehr zu sich selbst.</p><p>Für Memoirs UND erzählende Sachbücher ist das der eigentliche Kern:<br/><strong>Nicht Leistung, sondern Selbstklärung.</strong></p><p> </p><p><strong>Vom Drachen zur inneren Wunde</strong></p><p>Die Heldinnenreise passt so gut, weil sie nicht fragt:<br/>„Was hast du geschafft?“<br/>sondern:<br/><strong>„Was hat dich verändert?“</strong></p><p>Im Memoir wird das sichtbar durch persönliche Episoden.<br/>Im Sachbuch wird es sichtbar durch Gedankenwege, Forschung, berufliche Erkenntnisse, gesellschaftliche Beobachtungen.</p><p><strong>Die Held:in kämpft dabei gegen:</strong></p><p>• Erwartungen (fremde und eigene)<br/>• Systeme, die nicht für sie gebaut wurden<br/>• Loyalitäten, die sie klein halten<br/>• Glaubenssätze, die haften wie Pattex<br/>• innere Saboteure mit einem überraschend guten Fitnesslevel</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7f9fb6cd-259d-4625-97d5-c4cc77f2bdab/uploads/images/dkrkbspknq/heroines-journey-stages-murdock.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><strong>Die neun Phasen – alltagstauglich &amp; sachbuchtauglich</strong></p><p>Nach Victoria Lynn Schmidt umfasst die Heldinnenreise neun Phasen:</p><ol><li><p><strong>Illusion der perfekten Welt</strong> – „Ich funktioniere, also geht’s mir gut.“<br/><em>Im Sachbuch:</em> Eine Grundannahme, die sich später als unvollständig erweist.</p></li><li><p><strong>Desillusionierung</strong> – Etwas bricht.</p></li><li><p><strong>Böses Erwachen</strong> – Einsicht: „So geht’s nicht weiter.“</p></li><li><p><strong>Abstieg</strong> – Mut zur Tiefe.</p></li><li><p><strong>Auge des Zyklons</strong> – kurz ruhiges Wasser. Täuscht.</p></li><li><p><strong>Alles ist verloren</strong> – der erkenntnisreichste Tiefpunkt.</p></li><li><p><strong>Mentor:in</strong> – Forschung, Menschen, Modelle, Inspiration.</p></li><li><p><strong>Wiedergeburt</strong> – Klarheit, Fokus, Erkenntnis.</p></li><li><p><strong>Rückkehr</strong> – <strong>dieselbe </strong>Welt, aber <strong>neue</strong> Haltung.</p></li></ol><p> </p><p><strong>Für dein Sachbuch heißt das:</strong><br/>Es geht um <strong><em>Denkbewegungen</em>.</strong><br/>Nicht nur Lebensbewegungen.</p><p> </p><p><strong>Klassische Plotmuster für Memoirs &amp; erzählende Sachbücher</strong></p><p>Unabhängig von der Heldinnenreise funktionieren viele Lebensnarrative nach fünf einfachen Dynamiken:</p><ol><li><p>Ein Ereignis wirft uns aus dem Gewohnten.</p></li><li><p>Wir wünschen uns Veränderung.</p></li><li><p>Der Weg ist voller Hindernisse.</p></li><li><p>Wir nehmen Umwege (bewusst oder unbewusst).</p></li><li><p>Das Ziel modifiziert sich – und wird reifer.</p><p></p></li></ol><p><strong>Ein Memoir einer Autorin, die ich auch persönlich kenne und welches mir sehr gefallen hat:</strong><br/><br/><strong>Carmen Rohrbach – <em>„Solange ich atme“</em> (2003)</strong><br/><br/>– <strong>Wunsch:</strong> Biologin werden, weltweit forschen<br/>– <strong>Hindernis:</strong> Aufwachsen in der DDR, Flucht über eine tödliche Grenze<br/>– <strong>Risiko:</strong> existenziell<br/>– <strong>Ergebnis:</strong> Promotion am Max-Planck-Institut, Forschung, ein freies Leben</p><p>Egal, ob Memoir oder Sachbuch:<br/><strong>Transformation ist der Motor.</strong></p><p> </p><p><strong>Hindernisse &amp; Ressourcen – das Gold jeder Lebensgeschichte</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/7f9fb6cd-259d-4625-97d5-c4cc77f2bdab/uploads/images/5zkvlpsg2u/shutterstock_2423504341_Umwege.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Hindernisse und Umwege, die aber zum Ziel führen 
(Quelle Shutterstock)"/><p><br/><strong>Mögliche Hindernisse sind:</strong> kulturelle Unterschiede; Krieg; Rassismus; Armut; Diskriminierung; Krankheit; Behinderung; Familiengeheimnisse; politische Ereignisse; Behörden (eigene Kategorie – seien wir ehrlich); Selbstzweifel; fehlende Fähigkeiten (noch!).</p><p><strong>Mögliche Ressourcen sind:</strong> analytischer Verstand; Empathie; Körperkraft; Neugier; Geduld; Selbstbewusstsein; Wissen; unterstützende Menschen; Intuition; glückliche Zufälle; Durchhaltevermögen.</p><p>Im Memoir: emotional sichtbar.<br/>Im Sachbuch: intellektuell nachvollziehbar.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Schreibübung für zuhause – für Memoir und Sachbuch</strong><br/></p><p><strong>Die Plotkarten-Übung</strong></p><p><strong>Schritt 1:</strong><br/>Wähle eine Situation, die dich aus dem Gewohnten geworfen hat (persönlich ODER intellektuell). Schreibe sie auf ein Kärtchen.</p><p><strong>Schritt 2:</strong><br/>Wähle das Ziel:<br/>– im Memoir: eine konkrete Veränderung<br/>– im Sachbuch: eine Erkenntnis, Methode oder These</p><p><strong>Schritt 3:</strong><br/>Notiere Etappen auf Kärtchen. Ordne sie zwischen Start &amp; Ziel.</p><p><strong>Schritt 4:</strong><br/>Notiere Hindernisse – innere &amp; äußere.</p><p><strong>Schritt 5:</strong><br/>Notiere Ressourcen – Fähigkeiten, Menschen, Wissen.</p><p><strong>Schritt 6:</strong><br/>Betrachte deine „Plotstraße“:<br/>Wo lag Spannung? Wo Wendung? Wo Erkenntnis?</p><p><strong>Schritt 7:</strong><br/>Schreibe 1–3 Seiten entlang dieser Plotlinie.<br/>Memoir: emotional.<br/>Sachbuch: reflektiert &amp; erkenntnisorientiert.</p><p>Vor dir liegt nun deine Lebenslinie wie ein Plot. Du kannst dieses Spannungsmuster beim Schreiben deines Sachbuchs oder deines Memoirs über einen wichtigen Zeitabschnitt deines Lebens nutzen.</p><p><strong>Hinweis:</strong> <strong>Konstruiere deine Lebensgeschichte NICHT nach dem Muster eines klassischen Plots, sondern umgekehrt. Suche in deinen Lebenslinien nach Spannungsmustern, die einem klassischen Plot ähneln.</strong></p><p> </p><p><strong>Literatur-Liste – Meine Empfehlungen</strong></p><p>Für Memoirs und erzählende Sachbücher:</p><p>• Maureen Murdock – <em>The Heroine’s Journey</em><br/>• Victoria Lynn Schmidt – <em>45 Master Characters</em><br/>• Gail Carriger – <em>The Heroine’s Journey</em><br/>• Clarissa Pinkola Estés – <em>Die Wolfsfrau</em><br/>• Julia Cameron – <em>Der Weg des Künstlers</em></p><p> </p><p><strong>Schreibimpuls für dich:</strong></p><p>Was ist <strong>das auslösende Moment</strong> in deiner autobiographischen Geschichte?<br/>Was treibt dich an, was bewegt dich?<br/>„Welche Erkenntnis hätte ich ohne dieses Hindernis nie gewonnen?“</p><p>Perfekt für Memoirs.<br/>Perfekt für Sachbücher.<br/>Perfekt für Wachstum.</p><p> </p><p><strong>Hier ein typischer Entscheidungsprozess als Spannungsmuster:</strong></p><p><strong>Franz Kafka (1883–1924):</strong> Ambivalenz zwischen dem „Brotberuf“ als Versicherungsangestellter und dem Schriftstellersein; Partnerschaft versus Schriftstellersein.</p><p> </p><p><strong>Fazit:</strong></p><p><strong>Die Heldinnenreise ist kein „Frauenplot“.</strong><br/>Sie ist ein <strong>Denk- und Fühlmodell für Frauen und Männer</strong>, das zeigt:<br/>Wie wir uns selbst finden.<br/>Wie wir uns wandeln.<br/>Wie wir unsere Erfahrungen in etwas Größeres übersetzen.</p><p>Sehr gut nutzbar in Memoir oder Sachbuch –<br/>beides beginnt mit:</p><p> </p><blockquote><p><strong>„Ich akzeptiere das große Abenteuer, ich selbst zu sein.“</strong><br/></p><p>– Simone de Beauvoir</p></blockquote><p> </p><p>Willst du lernen, wie du für Memoir und Sachbuch deine Heldinnenreise literarisch stark nutzen kannst?<br/><br/>Dann komm in meine <strong>Let me edutain you! - Schreibcommunity</strong>:</p><p>Wir schreiben nicht nur Geschichten.<br/>Wir schreiben Perspektiven.</p><p><br/>Bleibt inspiriert &amp; schreibfreudig –<br/><br/><strong>von Herzen,</strong><br/><strong>Deine Susanne Thiele</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der ein Sachbuch oder Memoir schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft – und jede gute Empfehlung kann ein Türöffner sein.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Alle, die bisher nur Newsletter-Abonnenten sind und noch keine Mitglieder bei unseren monatlichen Community-Treffen sind herzlich eingeladen, das <strong>Abo upzugraden</strong>, um effektiver in unserem Kreis von Sachbuchautor*innen im eigenen Projekt voranzukommen:</p><hr/><p>Community-Treffs</p><p><strong>Neue Termine für die Community-Treffen 2025</strong></p><p>Wir treffen uns auch ab Januar 2026 wieder jeden vierten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Als Bezahl-Abonnent*in erhaltet ihr den Zoom-Link vorab.<br/></p><ul><li><p><strong>25.11. 19:30 Uhr Thema: Wie die Heldinnenreise als Erzählmodell dein Schreiben verändert - für Sachbuch und Memoir</strong></p></li><li><p><strong>15.12. 19:30 Uhr (diesmal Ausnahme Montag: Weihnachts-Treffen mit Glühwein und Kinderpunsch)</strong></p><p></p><p> </p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/>Durch ein Bezahl-Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft.<br/>Als Jahresabonnentin kannst du zusätzlich kostenlos an meinen Workshops teilnehmen und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen. Das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.</p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfehlt ihn gerne an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen lang frei lesbar und landen erst dann hinter der Bezahlschranke im Wissens-Archiv.</p><p></p><p>P.S. Wenn ihr euch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folgt gern meinem kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-Newsletter</a> unter diesem Link.</p><p><strong>Eure<br/>Susanne Thiele</strong></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 25 Nov 2025 06:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Brennst du wirklich für dein Buch?]]></title>
      <description><![CDATA[Gutes Mindset für Autor:innen Liebe Schreibfreundinnen und -freunde, ich melde mich aus der Sommerpause zurück – und damit gleich eine kleine Entschuldigung an euch: Der…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h3>Gutes Mindset für Autor:innen</h3><p>Liebe Schreibfreundinnen und -freunde,</p><p>ich melde mich aus der langen Sommerpause zurück – und damit gleich eine kleine Entschuldigung an euch: Der Newsletter musste ein bisschen warten. Und jetzt riecht es schon nach Herbst!</p><p>Meine gute Ausrede: Ich war in Schreibklausur. Und ja, das ist die Wahrheit – wir Autor:innen müssen uns vorrangig um unsere „Hauptaufgabe“ kümmern, und das ist eben: das Schreiben. <br/><br/>Die Abgabefrist meiner Texte beim Agenten ist geschafft. Jetzt geht es – mit dem nötigen Quäntchen Glück und gutem Timing – in die Verlagssuche. Drückt mir die Daumen!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6d7bb70-bfbc-4960-821a-11ff6f3e6b86/uploads/images/q3dzt33iwp/IMG_6985.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Quelle: S. Thiele"/><p>Für mich war es diesmal sehr einfach, mich für dieses neue autobiografische Buch zu motivieren. Es ist ein Memoir über meinen Weg als ostdeutsche Akademikerin in der Wissenschaft – ein Weg, der in der ehemaligen DDR begann.<br/>Erlebte Zeitgeschichte also und meine kleinen Puzzlesteine und Erinnerungen im großen Mosaik der Transformation – von 1989/90 bis in die Gegenwart, sozusagen. Aber zu viel will ich noch nicht verraten.</p><p>Ich bin seit Anfang des Jahres im Recherche- und Schreibprozess (eigentlich seit zehn Jahren 😉— aber psst! ) und konnte auch im Sommerurlaub beim Campen in Südfrankreich wunderbar zwischendurch arbeiten.<br/>Ein lang gehegter Wunsch von vielen, wie ich weiß:<br/>📖 Schreiben mit Blick aufs Meer – ohne Termine, ohne Nachrichten-Ticker.</p><p>Aber ehrlich? Wie ich von einigen Autor:innen weiß – oder aus Erfahrungsberichten in unserer Schreibgruppe bei „Let me edutain you!“ höre:</p><p><strong>Es ist nicht immer leicht, in den Schreibflow zu kommen.</strong><br/>Denn die Welt ist gerade nicht leicht.</p><p>Wir leben in Zeiten von Multikrisen, Unsicherheiten, Reizüberflutung – politisch, wirtschaftlich, persönlich. Für viele von uns ist jeder Tag mental fordernd. Schreiben wirkt da schnell wie ein Luxus.</p><p>Und genau deshalb braucht es mehr denn je ein <strong>gutes, tragendes Mindset</strong> – wenn du ein Buch schreiben willst.<br/>Ein inneres Gerüst, das dich auch dann motiviert, wenn du müde bist, wenn Nachrichten dich lähmen oder dein Alltag dir kaum Luft lässt.</p><p>Als nebenberufliche Autorin weiß ich: <strong>Die Bedingungen sind selten ideal.</strong></p><p>Ich schreibe oft früh am Morgen – manchmal schon um fünf – oder am Wochenende.<br/>Nach der Arbeit bin ich meist zu müde, und manchmal ist Netflix, eine Doku oder ein gutes Buch näher als das leere Dokument.</p><p>Aber ich habe gelernt: <strong>Es geht trotzdem. </strong><br/><br/>In der Coronapandemie im Stress der HZI-Pressestelle, war das Schreiben des Thrillers “Probe 12” wirklich meine einzige Kreativzeit und fast schon Erholung als Ausgleich zum fremdbestimmten Job ; ).</p><p><strong>Ich recherchiere vor dem Schreiben gründlich</strong> – damit ich später nicht immer suchen muss, sondern fließen lassen kann. Ich mache mir Notizen, plane grob.</p><p>Die Recherchephase, meine „Eichhörnchen-Sammelphase“, trenne ich bewusst vom eigentlichen Schreiben. <br/><br/>Das Schreiben fühlt sich dann an “<em>wie ein Helikopter über dem Stoff zu fliegen”</em> – weil ich das Big Picture schon überblicke und weiß, wohin es geht.</p><p>Oft dauert es ein paar Minuten am Schreibtisch, bis sich im Kopf etwas löst. Aber dann kommen sie – die Sätze, die tragen.</p><p>Manchmal ärgere ich mich sogar ein bisschen, wenn mein Mann am Wochenende zu früh aufsteht – weil er mich zum Frühstück ruft, obwohl ich gerade „drin“ bin. Dabei müsste ich ihm eher dankbar sein: Er verköstigt mich beim Schreiben wunderbar und lässt mich sehr verständnisvoll arbeiten.</p><p>Solche kleinen Alltagskämpfe kennen viele Schreibende. Sie gehören dazu.</p><p>Und genau deshalb ist es so wichtig, sich immer wieder mit dem <strong>Warum</strong> zu verbinden.</p><p>Ich wurde daran erinnert, als meine Literaturagentin Petra Hermanns (von den Buchagenten, die meine Science-Thriller betreut) einmal zu mir sagte:</p><blockquote><p><strong>„Das Buchprojekt, für das du dich entscheidest, muss dich wirklich brennen lassen.<br/>Du musst es unbedingt schreiben wollen – denn es wird dich lange begleiten.<br/>Du musst es durchhalten. Und du darfst die Lust daran nicht verlieren.“</strong></p></blockquote><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6d7bb70-bfbc-4960-821a-11ff6f3e6b86/uploads/images/ytzavajeof/shutterstock_2481834115.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><h2><br/>7 Tipps für ein starkes Autor:innen-Mindset</h2><p>Ob im Urlaub oder im Alltag – diese Impulse helfen mir, dranzubleiben. Auch dann, wenn der Flow sich erstmal versteckt:</p><ol><li><p><strong>Schreib täglich – aber ohne Druck.</strong><br/>Ein Satz am Tag reicht. Auch ein Sandkorn pro Tag ergibt am Ende eine Geschichte.</p></li><li><p><strong>Halte Ideen sofort fest.</strong><br/>Notizbuch in der Tasche oder App – alles, was du nicht aufschreibst, geht meist verloren.</p></li><li><p><strong>Müßiggang ist kein Luxus.</strong><br/>Spaziergänge, Musik, Kunst und Gespräche nähren dein kreatives Innenleben. Daraus entsteht oft eine einzigartige Melange in deinem Kopf.</p></li><li><p><strong>Erlaube dir schlechte Entwürfe.</strong><br/>Der erste Entwurf darf roh, schief und chaotisch sein. Hauptsache, er existiert.</p></li><li><p><strong>Freewriting – einfach losschreiben.</strong><br/>5–10 Minuten täglich, ohne Bewertung, trainieren dein Schreibvertrauen.</p></li><li><p><strong>Routinen statt Launen.</strong><br/>Finde feste Schreibzeiten und bleib sitzen! Deine Muse gewöhnt sich auch daran und kommt öfter vorbei. 😉 Ich schreibe meist morgens – bevor der Tag laut wird. Diese Zeit gehört nur mir.</p></li><li><p><strong>Denk langfristig.</strong><br/>Ein Buch ist kein Sprint, sondern eine Entwicklung. Geduld und ein bisschen Disziplin sind deine Anker.</p><p><br/></p></li></ol><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d6d7bb70-bfbc-4960-821a-11ff6f3e6b86/uploads/images/wtzd5omh7l/IMG_6966.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><hr aria-hidden="true"/><h2>💡 Was nimmst du daraus mit?</h2><p>Drei Aspekte sind entscheidend – nicht nur für dein Buchprojekt, sondern für dein kreatives Denken insgesamt:</p><ol><li><p><strong>Konzentriere dich auf das Wesentliche.</strong><br/>Du brauchst keine fünf Stunden täglich – oft reichen 30 Minuten mit Fokus. Was zählt, ist Präsenz statt Perfektion.</p></li><li><p><strong>Betrachte den Schreibprozess ganzheitlicher.</strong><br/>Geh spielerischer und lockerer heran. Schreiben heißt nicht nur Tippen. Auch Erholung, Gespräche, Bewegung, Alltagseindrücke, Lesen und Kunsterlebnisse fließen oft unbewusst in deinen Text ein.</p></li><li><p><strong>Schaff dir produktiven Abstand – und justiere dich regelmäßig neu.</strong><br/>Frag dich: <em>Was treibt mich an? Wohin will ich?</em><br/>Die Antwort ist oft kraftvoller als jedes Plotgerüst. Schreib sie als Reflexion in ein begleitendes Schreibjournal.</p></li></ol><hr aria-hidden="true"/><h2>Extra-Tipp: Gönn dir Mini-Auszeiten zum Schreiben</h2><p>Schreibzeit kannst du dir auch im Alltag bewusst gestalten:</p><ul><li><p><strong>Schreib-Retreats:</strong> Ein Wochenende allein mit deinem Projekt – z. B. in einer kleinen Pension, an der Bundesakademie Wolfenbüttel oder einfach ungestört zu Hause oder in einer Bibliothek.</p></li><li><p><strong>Schreibgruppen:</strong> Triff dich regelmäßig mit anderen Schreibenden. Austausch motiviert! Komm gern in meine Gruppe, die sich einmal im Monat trifft. <a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">(Link)</a></p></li><li><p><strong>Zoom-Schreibstunden:</strong> Gemeinsam schreiben mit Schreibbuddies – Kamera an, Ton aus. Es wirkt!</p></li><li><p><strong>Mini-Auszeiten planen:</strong> Ein Schreibslot im Kalender, ein Cafébesuch mit Notizbuch, ein Recherchetermin – alles zählt.</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h2>📚 Literaturtipps für dein Schreib-Mindset</h2><p>Diese Bücher begleiten mich immer wieder:</p><ol><li><p><strong>Bird by Bird – Anne Lamott</strong><br/>Kleine Schritte, viel Humor – und der Mut, unperfekt zu starten.</p></li><li><p><strong>Big Magic – Elizabeth Gilbert</strong><br/>Kreativität ohne Angst. Schreiben als Freundschaft mit der Idee.</p></li><li><p><strong>Stephen King – Über das Schreiben</strong><br/>Klare, ehrliche Einblicke in das Handwerk und Leben des Schreibens.</p></li><li><p><strong>Writing Down the Bones – Natalie Goldberg</strong><br/>Schreiben als Weg, nicht als Ziel. Meditativ, kraftvoll.</p></li><li><p><strong>The Artist’s Way – Julia Cameron</strong><br/>Mit Tools wie Morning Pages Blockaden lösen und Routinen stärken.</p></li><li><p><strong>Letters to a Young Writer – Colum McCann</strong><br/>Klare Worte übers Schreiben, Scheitern und Dranbleiben.</p></li></ol><hr aria-hidden="true"/><h2>Zum Schluss:</h2><p>Du musst nicht auf den nächsten Urlaub warten, um so zu schreiben, wie es dir entspricht.<br/>Das richtige Mindset beginnt mit einer Entscheidung:</p><ul><li><p>Nicht perfekt zu sein, sondern immer dabei.</p></li><li><p>Nicht mit Druck durchzuhetzen, sondern länger durchzuhalten.</p></li><li><p>Nicht alles auf einmal zu wollen, sondern regelmäßig zu schreiben – aus echtem inneren Antrieb.</p></li></ul><blockquote><p><strong>„In dir steckt schon eine Autorin oder ein Autor.<br/>Lass sie nicht auf perfekte Umstände warten – sondern täglich raus und atmen.“</strong></p></blockquote><p>Bleib inspiriert &amp; schreibfreudig –<br/><br/><strong>von Herzen,</strong><br/><strong>Deine Susanne Thiele</strong></p><p></p><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der ein Sachbuch schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft – und jede gute Empfehlung kann ein Türöffner sein.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Alle, die bisher nur Newsletter-Abonnenten sind und noch keine Mitglieder bei unseren monatlichen Community-Treffen sind herzlich eingeladen, das <strong>Abo upzugraden</strong>, um effektiver in unserem Kreis von Sachbuchautor*innen im eigenen Projekt voranzukommen:</p><hr/><p>Community-Treffs</p><p><strong>Neue Termine für die Community-Treffen 2025</strong></p><p>Wir treffen uns jeden vierten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Als Bezahl-Abonnent*in erhaltet ihr den Zoom-Link vorab.</p><ul><li><p><strong>23.9. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><strong>28.10. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><strong>25.11. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><strong>16.12. 19:30 Uhr (Weihnachts-Treffen mit Glühwein)</strong></p><p></p><p> </p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/>Durch ein Bezahl-Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft.<br/>Als Jahresabonnentin kannst du zusätzlich kostenlos an meinen Workshops teilnehmen und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen. Das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.</p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfehlt ihn gerne an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen lang frei lesbar und landen erst dann hinter der Bezahlschranke im Wissens-Archiv.</p><p></p><p>P.S. Wenn ihr euch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folgt gern meinem kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-Newsletter</a> unter diesem Link.</p><p><strong>Eure<br/>Susanne Thiele</strong></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 14 Sep 2025 17:47:32 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Agentur gesucht! Wie kommt dein Sachbuch in den Verlag]]></title>
      <description><![CDATA[Newsletter im Juni 2025:  Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitschreibende, wie waren eure letzten Wochen? Ich hoffe, sie waren kreativ und produktiv. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><br/><em>Newsletter im Juni 2025</em></p><p><br/><strong>Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitschreibende,</strong></p><p>wie waren eure letzten Wochen? Ich hoffe, sie waren kreativ und produktiv.</p><p>Bei mir war es – wie so oft – ein Spagat zwischen meinem Job im Wissenschaftsjournalismus und meinem Leben als Buchautorin. Manchmal denke ich: Beide Seiten ziehen an mir – aber auf eine gute Weise. Denn beides bringt mich mit Menschen, Themen und Geschichten in Berührung, die mich nicht mehr loslassen.</p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0254a700-6be5-43ca-a62d-6fa4075ffae0/uploads/images/wr4p7ekkdl/regentaucher_narrativa-132.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Narrativa/ @Regentaucher</figcaption></figure><p>In den vergangenen Wochen war ich viel unterwegs: Eine tolle Narrativa-Tagung in Berlin. Danach eine Reise in die USA mit Stopps in Washington, Philadelphia und New York. Es war sehr bewegend – nicht nur wegen der aktuellen politischen Stimmung, sondern auch, weil ich gespürt habe, wie uns Meinungen und Diskurse gerade verbinden oder trennen können. Meine Eindrücke, auch die kritischen, habe ich in meinem Autorinnen-Newsletter verarbeitet. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Artikel hier lesen: <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/posts/4a6a8bab-d3de-48d0-ae40-8695ccdf3bcd"><strong>„Geknebelter Geist – Wissenschaftsfreiheit gestern und heute“</strong></a></p><p>Ein echtes Highlight im Juni war wieder unser Science-Thriller-Seminar <strong>„Von Fakten zur Fiktion“</strong>, das ich zusammen mit meiner geschätzten Co-Autorin Kathrin Lange und Olaf Kutzmutz an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel (BA) gegeben habe.<br/><br/>Wenn ich ehrlich bin: Dieses Seminar ist jedes Mal ein kreatives Feuerwerk. Diesmal beschäftigten wir uns mit historischen Herbarien, dem Atommüll-Endlager Asse, dem Leben Lessings und jüdischer Geschichte in Wolfenbüttel. <br/>Das klingt schwer und komplex – aber gerade aus solcher Tiefe entstehen oft die fesselndsten Geschichten. Ich liebe diese Art von Zusammenarbeit: Ideen-Pingpong, gemeinsames Recherchieren, das „Was-wäre-wenn“. <br/><br/>Und ja: Wenn wir als <strong>„der perfekte Sommer-Cocktail als Dozentinnen“</strong> ( Teilnehmer*innen-Feedback) in die Annalen der Bundesakademie eingehen, nehme ich das als großes Kompliment. 😊</p><p><strong>Save the Date:</strong> 15.–17. März 2026 geht es weiter mit einem neuen Seminar in dieser Reihe!</p><p><strong>Interview:</strong> Nebenbei hat mich Olaf Kutzmutz (Leiter des Literaturprogramms an der BA) noch mit drei sehr persönlichen Fragen zur Vorstellung als Dozentin überrascht. Meine ehrlich-spontanen Antworten findet ihr hier:<br/><a href="https://www.bundesakademie.de/akademie/blog/3-fragen-an-susanne-thiele/"><strong>3 Fragen an Susanne Thiele | Bundesakademie für Kulturelle Bildung</strong></a></p><p><strong>Übrigens:</strong> Wer auch zwischen den Newslettern etwas von mir mitbekommen möchte, ist herzlich eingeladen in meinen brandneuen <strong>Broadcast-Channel </strong>auf Instagram.<br/>Er heißt <strong>„Susannes Mikrobenzirkus VIP“</strong> – und ehrlich gesagt fällt es mir im durchgetakteten Alltag gerade leichter, euch zwischendurch eine Voicemail, einen Buchtipp oder einen nützlichen Link zu schicken, als gleich einen ganzen Newsletter zu verfassen.<br/>👉 Den <a href="https://www.instagram.com/channel/AbbcY605N5F3ZMn8/">Link </a>findet ihr auch direkt auf meinem Instaprofil: @susanne.thiele.autorin</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Neuigkeiten vom Schreibtisch</h3><p>Der Sommer 2025 ist bei mir Schreibzeit – an zwei Lieblingsorten: morgens früh vor der Hitze im Gartenhaus, abends gern auf der Terrasse mit Ohrstöpseln, die Stimmen filtern, aber Vogelzwitschern durchlassen 😊. Aktuell arbeite ich an einem neuen Exposé und Probekapiteln für – für ein Sachbuch-Memoir-Projekt, welches ich über meine neue Literaturagentur anbieten lassen möchte.</p><p>Ich erinnere mich gut an die Fragen, die mich früher beschäftigt haben:</p><ul><li><p>„Wie finde ich jemanden, der mein Thema versteht?“</p></li><li><p>„Woher weiß ich, ob eine Agentur wirklich seriös ist?“</p></li><li><p>„Bin ich gut genug?“</p></li></ul><p>Heute weiß ich: <strong>Die richtige Agentur an deiner Seite macht den Unterschied. </strong><br/><br/>Und damit sind wir mitten im heutigen Thema.</p><hr aria-hidden="true"/><h3>Warum du als Sachbuchautor*in (fast immer) eine Agentur brauchst</h3><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0254a700-6be5-43ca-a62d-6fa4075ffae0/uploads/images/pi5c6okier/Bookstore.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Bookstore @canva</figcaption></figure><p>Ich habe mit mehreren Agenturen gearbeitet – jede war eine andere Lernerfahrung. Ohne sie hätte ich meine Bücher nie bei Verlagen wie Orell Füssli, Dumont, Lübbe oder Random House untergebracht. Noch wichtiger: Ich hätte vieles allein stemmen müssen – und das hätte mich wahrscheinlich überfordert.</p><p>Was ich an einer guten Agentur besonders schätze?<br/>Dass sie ehrlich ist. Dass sie nicht nur „Ja“ sagt, sondern auch: „Da geht noch was.“ Dass sie mein Projekt nicht nur an den Verlag weiterleitet, sondern mitdenkt – und mitentwickelt.</p><p><strong>Was Agenturen wirklich tun – aus meiner Erfahrung:</strong></p><ol><li><p><strong>Sie schärfen dein Projekt.</strong><br/>Ich erinnere mich noch genau an das erste Feedback zu einem meiner Exposés:<br/><em>„Was genau unterscheidet dein Buch von dem, was es schon gibt?“</em><br/>Autsch. Aber diese Frage zwang mich, mein Thema neu zu denken – und das Buch wurde dadurch so viel besser.</p></li><li><p><strong>Sie sind Türöffner.</strong><br/>Ein Verlag, der dein Thema spannend findet, ist Gold wert. Und ohne Agentur hätte ich viele dieser Türen nie gefunden – geschweige denn geöffnet bekommen.</p></li><li><p><strong>Sie verhandeln und prüfen.</strong><br/>Ich bin keine Vertragsjuristin. Bei meinem ersten Vertrag wäre ich fast an den Nebenrechten gescheitert – heute weiß ich: Dafür gibt es Profis.</p></li><li><p><strong>Sie denken weiter als bis zur Veröffentlichung.</strong><br/>Eine gute Agentur entwickelt mit dir Perspektiven – auch über das erste Buch hinaus.</p></li></ol><p>👉 <strong>Tipp:</strong><em> Wenn du nicht weißt, was du von einer Agentur willst, weißt du auch nicht, ob sie zu dir passt.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Dein Exposé: So präsentierst du dein Sachbuchprojekt professionell</h3><p>Du musst kein fertiges Manuskript schreiben, bevor du dich bei einer Agentur meldest. Für Sachbücher reicht ein starkes Konzept – vorausgesetzt, es ist gut aufbereitet.</p><p>👉 Tipp: <em>Fachkompetenz ist gut – aber Leser*innen kaufen nicht wegen deines Diploms, sondern wegen deines Nutzens.</em></p><p><strong>Das solltest du einreichen:</strong></p><ul><li><p>Eine 1-seitige, klare Projektbeschreibung (Was ist dein Thema? Warum ist es relevant – gerade jetzt?)</p></li><li><p>Eine Gliederung oder ein Inhaltsverzeichnis</p></li><li><p>Ein Probekapitel (15–20 Seiten, stilistisch rund)</p></li><li><p>Eine Kurzvita mit Fokus auf deiner Expertise</p></li><li><p>Ein Marktüberblick mit aktuellen Vergleichstiteln: Wo steht dein Buch im Regal – und warum wird es gekauft?</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><h3>Drei Dinge, die du vor dem Versenden deines Exposés tun kannst:</h3><ol><li><p><strong>Zielgruppen-Check:</strong> Wer braucht dein Wissen – und warum?</p></li><li><p><strong>Stich heraus:</strong> Was macht dein Thema oder Zugang einzigartig?</p></li><li><p><strong>Zeig Haltung:</strong> Präsenz auf LinkedIn, Website, Social Media, Interviews – Deine Positionierung zählt.</p></li></ol><p><br/>👉 Tipp : <em>Schreib nicht akademisch (auch wenn du es kannst). Schreib für Menschen, die dich gern lesen würden.</em><br/></p><h3>Wie findest du eine Agentur, die zu dir passt?</h3><p><strong>Drei bewährte Wege:</strong></p><ol><li><p><strong>Persönliche Empfehlungen:</strong> Frag andere Autor*innen. Auch Danksagungen in ähnlichen Büchern geben Hinweise.</p></li><li><p><strong>Petra Schiers Agenturverzeichnis:</strong> Sehr persönlich, sehr hilfreich – nach Genre sortiert. <a href="https://www.petra-schier.de/tipps-fuer-autoren/verlags-und-agentursuche/literaturagenturen-die-sachbuecher-vertreten/">Link</a></p></li><li><p><strong>Handbuch für Autorinnen und Autoren (Uschtrin Verlag):</strong> Eine wahre Fundgrube mit Erfahrungsberichten.</p></li><li><p><strong>DSFO – Deutsches Schriftstellerforum:</strong> Registrierung nötig, dann bekommt ihr viele Infos zu Agenturen und Verlagen. <a href="https://www.dsfo.de/fo/viewforum.php?f=8&amp;sid=81f7d2067b1553b20cdacd937c288b1d">Link</a><br/></p></li></ol><p>👉 Tipp: <em>Vertrau deinem Bauchgefühl – aber prüf die Fakten.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Woran erkennst du eine seriöse Agentur?</h3><p><strong>5 Red Flags – lieber Abstand nehmen, wenn:</strong></p><ol><li><p>Geld wird vorab verlangt (z. B. für Lektorat oder Prüfung)</p></li><li><p>Keine Website, keine Referenzen, kein Impressum</p></li><li><p>Unklare Vertragsbedingungen ohne Bedenkzeit</p></li><li><p>Vage Versprechen wie „Wir bringen jedes Buch unter“</p></li><li><p>Keine sichtbaren Verlagskontakte oder vermittelten Titel</p></li></ol><p>👉 Tipp: <em>Seriöse Agenturen verdienen an deinem Erfolg – nicht an deiner Hoffnung.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Wie du dich bei Agenturen meldest – ohne ins Fettnäpfchen zu treten</h3><ul><li><p>Kein Massenversand – individuelle Ansprache wirkt.</p></li><li><p>E-Mail-Knigge: Keine ungefragten Anhänge, klare Betreffzeile („Sachbuch-Exposé: Thema XY“).</p></li><li><p>Geduld: 4–12 Wochen Bearbeitungszeit sind üblich.</p></li><li><p>Nachfassen: Höflich nach 8 Wochen – nicht drängeln.</p></li><li><p>Erwartungsmanagement: Absagen bedeuten nicht „schlecht“ – oft passt es einfach nicht.<br/></p></li></ul><p>👉 Tipp: <em>Dein Exposé ist keine Liebeserklärung – sondern ein Business Pitch.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Was ich aus meinen Ablehnungen gelernt habe</h3><p>Natürlich tut es weh – aber es heißt nicht automatisch, dass dein Projekt schlecht ist. Mögliche Gründe:</p><ul><li><p>Thema zu nischig / schwer vermarktbar</p></li><li><p>Du bist als Autor*in noch zu unbekannt / zu geringe Medienreichweite, auf Blogs und Social Media Kanälen</p></li><li><p>Dein Thema trifft gerade nicht den aktuellen Zeitgeist</p></li></ul><p><strong>Meine Learnings:</strong><br/>Die Idee muss stimmen. Das Timing auch. Und manchmal hilft: Projekt komplett mit neuem Zuschnitt überarbeiten – und es einfach ein Jahr später nochmal versuchen.</p><p>👉 Tipp: <em>Agenturen wollen ja auch verdienen ;) und suchen nicht das „beste“ Buch – sondern das </em><strong><em>vermarktbarste</em></strong><em> in ihrem Segment.</em></p><hr aria-hidden="true"/><h3>Bonus für dich: Exposé-Check im August</h3><p>Ich weiß, wie nervös man sein kann, bevor man ein Exposé rausschickt.</p><p>Deshalb biete ich im August <strong>drei kostenfreie Schnell-Checks</strong> für Newsletter-Abonnent*innen an – plus Einladung zum Community-Treffen im August (26.8.).</p><p><strong>Wenn du möchtest, dass ich dein Exposé anschaue, antworte mir gern auf den Newsletter: </strong><br/>Betreff: „Exposé-Check Sachbuch“<br/><strong>Deadline:</strong> 30. Juli – first come, first served.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Zum Schluss:</strong><br/>Ich wünsche dir Mut.<br/>Mut, deine Expertise sichtbar zu machen.<br/>Mut, dich mit deinem Thema zu zeigen.<br/>Mut, dranzubleiben – auch ohne sofortige Zusage.</p><p>Manchmal braucht es eben mehrere Anläufe…</p><p>Bleib inspiriert &amp; schreibfreudig –<br/><br/><strong>von Herzen,</strong><br/><strong>Susanne Thiele</strong></p><p></p><p><strong>P.S.:</strong> Kennst du jemanden, der ein Sachbuch schreibt?<br/>Dann leite diesen Newsletter gern weiter. Schreiben braucht Gemeinschaft – und jede gute Empfehlung kann ein Türöffner sein.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Alle, die bisher nur Newsletter-Abonnenten sind und noch keine Mitglieder bei unseren monatlichen Community-Treffen sind herzlich eingeladen, das <strong>Abo upzugraden</strong>, um effektiver in unserem Kreis von Sachbuchautor*innen im eigenen Projekt voranzukommen:</p><hr/><p>Community-Treffs</p><p><strong>Neue Termine für die Community-Treffen 2025</strong></p><p>Wir treffen jeden vierten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Als Bezahl-Abonnent*in erhaltet ihr den Zoom-Link vorab.</p><p></p><ul><li><p><strong>1.7. 19:30 Uhr (unser nachgeholtes Mai-Treffen)</strong></p></li><li><p><strong>26.8. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><strong>23.9. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><strong>28.10. 19:30 Uhr</strong></p><p></p><p> </p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/>Durch ein Bezahl-Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft.<br/>Als Jahresabonnentin kannst du zusätzlich kostenlos an meinen Workshops teilnehmen und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen. Das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.<br/></p><p>Wenn euch dieser Newsletter gefällt, empfehlt ihn gerne an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen lang frei lesbar und landen erst dann hinter der Bezahlschranke im Wissens-Archiv.</p><p></p><p>P.S. Wenn ihr euch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folgt gern meinem kostenlosen <a href="https://steady.page/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Autorinnen-Newsletter</a> unter diesem Link.</p><p><strong>Eure<br/>Susanne Thiele</strong></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 28 Jun 2025 05:01:00 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Humor als Superkraft im Sachbuch]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Autorinnen und Autoren, ich hoffe, ihr genießt das schöne Wetter – und kommt trotzdem noch gut zu euren Schreibprojekten. 🌸✍️]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie ein Ha-ha zum Aha führt</strong></p><p><br/><em>Newsletter April - 2025</em></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9ed87a1d-44f5-4381-ab6d-2d1897749e1d/uploads/images/xueeqea6r6/Humor_Lachender_Mensch.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Bildquelle: Shutterstock</figcaption></figure><p>Liebe Autorinnen und Autoren,</p><p>ich hoffe, ihr genießt das schöne Wetter – und kommt trotzdem noch gut zu euren Schreibprojekten. 🌸✍️<br/>Hier kommt die April-Ausgabe meines Sachbuchnewsletters – für Inspiration und ein bisschen Augenzwinkern unterwegs.</p><p>Neulich schrieben mir Leser*innen nach der Lektüre von <em>„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“</em> in die Rezensionen:</p><p><em>„Das Buch vermittelt auf amüsante und leicht &#39;verdauliche&#39; Weise biologische Hintergründe und neueste Erkenntnisse zu Mikroben…. Ich habe selten mit so viel Spaß an einem &#39;Biologieunterricht&#39; teilgenommen.“</em></p><p>Und eine Leserin traf es auf den Punkt:</p><p><em>&quot;Ich musste nicht nur schmunzeln, ich habe laut gelacht – und plötzlich wirkte das Thema Infektionsschutz und Hygiene viel weniger beängstigend. Humor ist wohl eines von Susannes geheimen Superkräften.&quot;</em></p><p>Ganz ehrlich: Ich hätte es selbst nicht besser sagen können.</p><p><strong>Humor ist meine Superkraft</strong> – und der Baustoff, aus dem ich meine Brücken baue.<br/>Über Krisen, über Alltagschaos, über berufliche Katastrophen zur Motivation für mein PR-Team hinweg.<br/>Er ist Überlebensstrategie und Haltung zugleich – und eines der mächtigsten Werkzeuge, um Wissen zugänglich zu machen und damit wichtiger Teil meiner authentischen Autorinnenstimme.</p><p>Doch wie funktioniert Humor im Sachbuch eigentlich konkret?<br/>Und wie können wir ihn sinnvoll einsetzen?</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Humor macht Wissen leichter</strong></p><p>Komplexe Themen sind oft wie schwere Koffer – Humor schraubt Rollen darunter.<br/>Plötzlich wird das, was schwer und abschreckend wirkte, leichter, zugänglicher, manchmal sogar... amüsant.</p><p>Humor streut Licht ins Labyrinth aus Informationen:<br/>Wir sehen nicht nur den Weg – wir haben sogar Lust, ihn zu gehen.</p><p>Und das ist nicht bloß ein hübsches Bild – sondern wissenschaftlich belegt:</p><p>📚 Studien dazu:</p><ul><li><p><strong>Ziv (1988)</strong> zeigte, dass humorvolle Vorträge die Lernmotivation und das Erinnerungsvermögen deutlich steigern können.<br/>Ziv, A. (1988), <em>Teaching and Learning with Humor</em>. <a href="https://www.researchgate.net/publication/271995836_Teaching_and_Learning_with_Humor">Teaching and Learning with Humor</a></p></li></ul><ul><li><p><strong>Banas et al. (2011)</strong> fanden dazu heraus, dass Humor Lernleistungen verbessert – solange er thematisch passend bleibt. <a href="https://www.researchgate.net/publication/262966808_A_Review_of_Humor_in_Educational_Settings_Four_Decades_of_Research">(PDF) A Review of Humor in Educational Settings: Four Decades of Research</a></p></li><li><p><strong>Garner (2006)</strong> bewies, dass Lachen das emotionale Engagement in Vorlesungen erhöht. <a href="https://www.jstor.org/stable/27559255">Humor in Pedagogy: How Ha-Ha Can Lead to Aha! on JSTOR</a></p></li><li><p>Und <strong>Martin (2007)</strong> erklärte, warum Humor Stress und Blockaden abbaut und uns offener für neues Wissen macht. <a href="https://psycnet.apa.org/record/2006-21361-000">The psychology of humor: An integrative approach.</a></p></li></ul><p>Kurz gesagt: Humor ist keine Ablenkung.<br/><strong>Humor ist eine Einladung.</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>John Vorhaus und die Kunst der Pointe</strong></p><p>Wenn ich an Humor im Schreiben denke, denke ich sofort an John Vorhaus und seine <em>Comic Toolbox</em>, ein Buch das ich euch hier auch empfehlen möchte.</p><p></p><figure><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9ed87a1d-44f5-4381-ab6d-2d1897749e1d/uploads/images/xuzrhmyiai/Handwerk_Humor.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><figcaption>Bildquelle: S. Thiele</figcaption></figure><p><br/>Eine Schatztruhe voller Ideen, die auch uns Sachbuchautor:innen glänzend helfen kann:</p><ul><li><p><strong>Überzeichnete Charaktere</strong> – Menschen lieben Exzentrik.</p></li><li><p><strong>Zwei Wahrheiten nebeneinanderstellen</strong> – Widersprüche bringen zum Lachen.</p></li><li><p><strong>Erwartungen brechen</strong> – Leser:innen überraschen.</p></li><li><p><strong>Die Regel der Zehn</strong> – die zehnte Idee ist oft die beste.</p></li><li><p><strong>Fish out of Water</strong> – ein strenger Mathematiklehrer wird plötzlich Yoga-Lehrer.</p></li></ul><p>Und wenn gar nichts hilft: <strong>Scheitern einbauen.</strong></p><p>Beispiel:</p><blockquote><p>„Edison hat 1.000 Wege gefunden, wie eine Glühbirne nicht funktioniert. Ein echter Pionier des Scheiterns.“</p></blockquote><p>Denn oft liegt das Schönste im liebevollen Blick auf unsere eigenen Unzulänglichkeiten.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Bill Bryson &amp; Florian Illies: Zwei Wege, Humor zu leben</strong></p><p>Diese zwei Schriftsteller zeigen besonders eindrucksvoll, wie unterschiedlich humorvolles Schreiben wirken kann und wie man Menschen emotional bewegen kann:</p><p><strong>Bill Bryson</strong> – Meister der Selbstironie.<br/>Seine Texte feiern das liebevolle Scheitern.<br/>In <em>Reif für die Insel</em> beschreibt er, wie er sich beim Versuch, durch ein Schafsgatter zu klettern, beinahe ertränkt hätte:</p><blockquote><p>„Ich bin der einzige Mensch, der jemals den Versuch unternommen hat, durch ein Schafsgatter zu klettern und dabei fast ertrunken ist.“</p></blockquote><p>Sein Humor lebt von Selbstironie, absurder Übertreibung, trockener Ironie und skurrilen Fakten.</p><p><strong>Florian Illies</strong> – Virtuose der feinen Ironie.<br/>In Büchern wie <em>1913</em> oder <em>Generation Golf</em> zeigt er, wie Witz auch ganz leise und klug daherkommen kann:</p><p>Beispiel für seinen Stakkato-Stil:</p><blockquote><p>„Kafka hadert. Freud analysiert. Rilke schreibt Briefe. Und Franz Marc malt blaue Pferde.“</p></blockquote><p>Illies nutzt Tempo, Wortspiele, subtile Übertreibung und historische Anekdoten – und macht so trockene Fakten lebendig und leicht.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Humor im Ratgeber: Nähe, Verständnis, Motivation</strong></p><p>Auch in Ratgebern ist Humor ein unschätzbares Werkzeug – fast wie ein guter Gastgeber auf einer Party:</p><ul><li><p>Er baut sofort Nähe auf.</p></li><li><p>Er erklärt komplizierte Dinge, ohne belehrend zu wirken.</p></li><li><p>Er motiviert, weiterzulesen – und dranzubleiben.</p></li><li><p>Er verwandelt trockene Theorie in praktische Lust auf Ausprobieren.</p></li></ul><p>Oder mein persönliches Motto:</p><blockquote><p>Wer lacht, bleibt.<br/>(Und wer bleibt, lernt.)</p></blockquote><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Fazit: Ernst nehmen – aber nicht sich selbst</strong></p><p>Natürlich geht es nicht darum, aus jedem Thema eine Comedy-Show zu machen.<br/>Es geht darum, unsere Leser:innen ernst zu nehmen – und gleichzeitig mit einem Augenzwinkern durchs Leben und Schreiben zu gehen.</p><p>Wenn wir unsere Themen lieben und unsere Leser:innen respektieren,<br/>dann dürfen – und sollten – wir sie auch zum Lächeln bringen.</p><p>Vielleicht ist genau das die schönste Form von Bildung.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Let me edutain you! 🎉</strong><br/>Bis ganz bald – und denkt dran:</p><blockquote><p>“Wer zuletzt lacht, hat vermutlich gerade ein ziemlich unterhaltsames Sachbuch gelesen.”</p></blockquote><p></p><p>Zum Abschluss möchte ich alle, die bisher nur Newsletterabonnenten sind und noch keine Mitglieder bei unseren monatlichen Community-Treffen sind - herzlich einladen das <strong>Abo upzugraden</strong>, um effektiver in unserem Kreis von Sachbuchautorinnen im eigenen Projekt voranzukommen:</p><hr/><p>Community-Stimme </p><p><strong>Ida Häusser, die bei mir in der Gruppe an einem autobiographischen Memoir einer familiären Spurensuche schreibt, hat hier skizziert, wie meine Unterstützung für sie bisher funktionierte:</strong></p><p><em>“Mein Buchprojekt ist etwas komplizierter: Es ist ein Reisebericht auf den Spuren einer Familie, mit einer komplizierten Geschichte über mehrere Generationen, in der viele Sachinfos untergebracht werden müssen. Und dazu noch autobiografisch, weil ich ein Teil dieser Familie bin. Seit Jahren suche ich die beste Form, sie zu erzählen.</em></p><p><em>Dann lernte ich Susanne Thiele bei einem Seminar in Wolfenbüttel kennen und sie hatte gleich die Lösung: Das ist ein Memoire, ein Reise-Memoire! Und in ihrer Schreibwerkstatt lernte ich die Werkzeuge dazu: die weibliche Heldenreise als Strukturelement, die Vorgehensweise bei den Recherchen, das Abwägen, was erzählenswert ist, und wie man es szenisch erzählt, und die Fokussierung auf eine(n) Beispielleser(in).</em></p><p><em>Susanne ist hellwach beim Zuhören und schnell beim Manuskriptlesen, ihre Rückmeldungen sind präzise und wohlwollend. Sie sorgte bei den Zoom-Abenden mit anderen Teilnehmern sofort für eine herzliche Atmosphäre - es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, obwohl wir uns nicht kannten.</em></p><p><em>Ich habe schon viele Schreibseminare besucht. In Susannes Sachbuchwerkstatt fühle ich mich sehr gut aufgehoben, auch weil sie auf längere Zeit ausgelegt ist. So ein Buchprojekt kann ja gar nicht an einem Wochenende, auch nicht an in einem VHS-Semester, gestemmt werden.” (</em>Ida Häusser, 11.12.24)</p><p></p><hr/><p>Community-Treffs</p><p><strong>Neue Termine für die Community-Treffen 2025</strong></p><p>da wir mittlerweile schon ein halbes Dutzend an schreibfreudigen Sachbuchautorinnen sind -Wir treffen neuerdings am vierten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Als Bezahl-Abonnent*in erhaltet ihr den Zoom-Link vorab.</p><ul><li><p><strong>13.5. 19:30 Uhr </strong>(ausnahmsweise früher im Monat, da ich im Mai noch eine Auslandsreise plane)</p></li><li><p><strong>24.5. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><em>Juli kein Seminar (Sommerpause)</em></p></li><li><p><strong>24.8. 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p><strong>weitere folgen</strong></p><p></p><p> </p></li></ul><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/>Durch ein Bezahl-Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft.<br/>Als Jahresabonnentin kannst du zusätzlich kostenlos an meinen Workshops teilnehmen und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen. Das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.<br/></p><p>Wenn euch dieser kostenlose „Let Me Edutain You!“-Sachbuch-Newsletter gefällt, empfehlt ihn gerne an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen lang frei lesbar und landen erst dann hinter der Bezahlschranke im Wissens-Archiv.</p><p><strong>Eure<br/>Susanne Thiele</strong></p><p><strong>P.S. Wenn ihr euch für meine News zu meinen Büchern, Lesungen oder aktuellen Schreibprojekten interessiert - dann folgt gern meinen kostenlosen Autorinnen-Newsletter unter: </strong></p><a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up</a><p> </p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 26 Apr 2025 15:27:35 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Der Mix machts! Wie du Frauen und Männer mit deinen Themen erreichst!]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Autor*innen, beim letzten Community-Treffen haben wir diskutiert, ob Sachbücher und Blogartikel für Männer und Frauen unterschiedlich formuliert werden sollten. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Der Mix machts! Wie du Frauen und Männer mit deinen Themen erreichst</h1><p><br/>Newsletter Februar/ März - 2025</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/00e3c5d3-d103-43f7-824d-d2ed26391b97/uploads/images/w5g2o25azn/Viele_Geschlechter_shutterstock_1892113360.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Sachbuchautorinnen und -autoren,</p><p>mein viel zu kurzer Februar war vollgepackt mit Schreibprojekten, Exposé-Überarbeitungen, Lesungen und sogar einem Auftrittstraining. Deshalb erreicht euch mein Newsletter diesmal etwas später. Der März-Newsletter kommt natürlich planmäßig zum Monatsende.</p><p>Beim letzten Community-Treffen haben wir diskutiert, <strong>ob Sachbücher und Blogartikel für Männer und Frauen unterschiedlich formuliert werden sollten. </strong>Das ist besonders relevant, wenn es wirklich darauf ankommt, dass Frauen oder Männer <strong>ins Handeln </strong>kommen – zum Beispiel bei folgenden Themen:</p><ul><li><p>Männer, die ungern zur medizinischen Vorsorge gehen.</p></li><li><p>Frauen, die sich nicht um ihre finanzielle Altersvorsorge kümmern.</p></li><li><p>Und viele mehr...</p></li></ul><p>Natürlich tauchten dabei auch <strong>gängige Klischees </strong>auf:</p><ul><li><p>Frauen lieben eher Emotionen und Geschichten, Männer Zahlen und Technik.</p></li><li><p>Frauen bevorzugen illustrierende Erzählungen, Männer kurze, prägnante Fakten.</p></li><li><p>Männer entscheiden rational, Frauen intuitiv.</p></li></ul><p><strong>Aber was ist wirklich dran an diesen Vorstellungen?</strong><br/></p><hr/><p>Hintergrund</p><p>Hier für den wissenschaftlichen Hintergrund ein kleiner Auszug dazu aus meinem Kapitel <strong>&quot;Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn&quot; </strong>aus dem Sachbuch &quot;Sex macht Spaß, aber viel Mühe – Eine Entdeckungsreise zur schönsten Sache der Welt&quot; (Münzberg, Thiele, Kochergin, 2014, Orell Füssli).</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/00e3c5d3-d103-43f7-824d-d2ed26391b97/uploads/images/2hc7j6jngl/Gehirne_Manner_und_FRauen_Shutterstock_243018796_(1).jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Es ist kein Geheimnis: Frauen und Männer ticken unterschiedlich. </strong>Männer sind zum Beispiel aggressiver und können sich besser räumlich orientieren. Sie werfen und fangen besser als Frauen und lesen Landkarten und Baupläne leichter. Dafür sind sie oft weniger einfühlsam. <br/><br/>Frauen dagegen gelten als sprachbegabter, haben einen größeren Wortschatz und lernen häufig schneller Fremdsprachen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen.</p><p>Der Grund für diese Unterschiede wurde lange in den <strong>unterschiedlich strukturierten und funktionierenden Gehirnen von Frau und Mann</strong> gesucht. Generationen von Wissenschaftler*innen haben sich daran die Finger wund geforscht.</p><p>Man weiß, dass <strong>Männer im Durchschnitt größere Gehirne haben als Frauen</strong> – was jedoch einfach auf ihre meist größere Körpergröße zurückzuführen ist. Ein größeres Gehirn bedeutet jedoch nicht automatisch eine höhere Intelligenz.</p><p><strong>Frauen kompensieren die geringere Gehirngröße durch eine bessere Vernetzung der Nervenzellen</strong>. Ihr Hirnbalken ist dicker, was einen schnelleren Informationsaustausch zwischen den Gehirnhälften ermöglicht. Dadurch können sie <strong>&quot;ganzheitlicher&quot; denken als Männer</strong>, die oft jeweils nur eine Gehirnhälfte nutzen.</p><p>Allgemein herrscht die Meinung vor, dass <strong>Frauen sensibler auf emotionale Reize reagieren und mitfühlender sind</strong>. Das könnte an ihren <strong>aktiveren Spiegelneuronen </strong>liegen – speziellen Nervenzellen, die es uns ermöglichen, Stimmungen, Gefühle und Körpersprache unserer Mitmenschen besser zu entschlüsseln.</p><p>Und was ist mit dem Klischee &quot;Männer denken nur an das eine - Sex&quot;? Das ist natürlich Quatsch – sie denken genauso oft an Essen :-) ! Tatsächlich gibt es im männlichen Gehirn aber einen Bereich, der etwa zweieinhalb Mal größer ist als bei Frauen: Das Areal im Hypothalamus, das für den Sexualtrieb zuständig ist.</p><p>In dieser &quot;Sexzentrale&quot; gibt es beim Menschen eine <strong>spezielle Neuronengruppe namens INAH3</strong>. Sie ist im männlichen Gehirn mehr als doppelt so groß wie im weiblichen.</p><p>Unser Gehirn ist eine Baustelle, die zeitlebens an- und umgebaut wird. Die Nervenzellen und Synapsen erlernen wiederkehrende Informationsmuster und bilden das in unserer Hirnrinde ab. <strong>Der Alltag formt unsere Gehirne. </strong>Das Gehirn von Taxifahrer*innen zeigt eine Anpassung an das intensive Navigationstraining, ihr Hippocampus ist größer und dessen Nervenzellen besser vernetzt. Musiker*innen, die vom frühen Kindesalter an beidhändig trainieren, entwickeln einen dickeren Hirnbalken zwischen ihren Gehirnhälften.</p><p><strong>Im Fazit:</strong> Es gibt <strong>kein biologisch vorbestimmtes Frauen- oder Männergehirn</strong>. Jedes Gehirn ist einzigartig. <strong>Aber: </strong>Ungenutzte Schaltkreise verkümmern. Die Evolution hat unser Denkorgan extra für Veränderungsprozesse optimiert.</p><hr/><p>Faktencheck</p><h4><strong>Faktencheck: Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede beim Lesen?</strong></h4><ol><li><p><strong>Wahrnehmung:</strong> Studien zeigen, dass Männer Kontraste und schnelle Bewegungen besser wahrnehmen, während Frauen die Welt in wärmeren Farbtönen sehen.</p></li><li><p><strong>Leseverhalten – Klischee oder Wahrheit?</strong> Die Forschung belegt: Unterschiede existieren, sind jedoch subtiler als oft angenommen. Laut der Gender Similarities Hypothesis (Hyde, 2005) sind Männer und Frauen in vielen psychologischen Aspekten ähnlicher als erwartet.</p></li><li><p><strong>Denkweise &amp; Entscheidungsfindung:</strong> Neurowissenschaften zeigen, dass das Gehirn kein festgelegtes &quot;männliches&quot; oder &quot;weibliches&quot; Muster hat, sondern ein individuelles Mosaik aus verschiedenen Merkmalen bildet.</p></li></ol><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/00e3c5d3-d103-43f7-824d-d2ed26391b97/uploads/images/ujfn6mb324/KOmmunikation__klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><h4><br/><strong>Tipps für erfolgreiches Schreiben: Inhalte für ALLE lesenswert gestalten</strong></h4><p>Als Sachbuchautorin und Bloggerin schreibe ich für ein breites Publikum, das sich aus etwas mehr Frauen als Männern zusammensetzt. Dabei habe ich festgestellt, dass nicht nur der Inhalt, sondern auch die Präsentation entscheidend ist. <strong>Menschen konsumieren Inhalte unterschiedlich – nicht strikt nach Geschlecht, sondern nach persönlichen Präferenzen. </strong><br/>Ich selbst bin ein rationaler weiblicher Lesetyp und möchte ohne viel „Gesummse“ informiert werden. Trotzdem finde ich persönliche Erfahrungsberichte sehr lesenwert,<br/></p><h3>Meine wichtigsten Erkenntnisse aus meiner Schreibwerkstatt<br/></h3><h4><strong>1. Struktur: Klarheit trifft auf Erzählung</strong></h4><ul><li><p>Männer scannen Texte oft schnell und bevorzugen Bulletpoints, klare Überschriften und kompakte Absätze.</p></li><li><p>Frauen lassen sich häufiger auf fließende, erzählerische Texte ein.</p></li></ul><p><strong>Mein Ansatz:</strong> Eine Mischung aus beidem – eine klare Struktur für schnelle Orientierung und erzählerische Elemente für eine tiefere Verbindung.</p><h4>2. Tonalität: Direkt und empathisch</h4><ul><li><p>Männer bevorzugen eine sachliche, faktenorientierte Sprache: „So reduzierst du Keime um 80 %.“</p></li><li><p>Frauen reagieren oft auf eine persönlichere Ansprache: „Hast du dich schon mal gefragt, wie sauber deine Türklinke wirklich ist?“</p></li></ul><p><strong>Mein Stil:</strong> Fakten auf den Punkt bringen, aber Raum für Reflexion und Alltagsbezug lassen.</p><h4>3. Storytelling &amp; Fakten: Die perfekte Balance</h4><p>Studien zeigen unterschiedliche Interessenschwerpunkte:</p><ul><li><p>Männer tendieren zu technischen und faktenbasierten Aspekten.</p></li><li><p>Frauen interessieren sich oft für den praktischen Nutzen und werden von narrativen Elementen angesprochen – also von der Story hinter den Fakten.</p></li></ul><p><strong>Mein Stil:</strong> Wissenschaft mit Geschichten verknüpfen. Zahlen allein sind trocken, Geschichten ohne Fakten wenig überzeugend. Deshalb kombiniere ich beides: Fakten und Zahlen für die analytische Seite, persönliche oft humorvolle Geschichten für die emotionale Ebene.</p><h4>4. Visuelle Gestaltung: Ansprechend für alle</h4><ul><li><p>Männer bevorzugen ein schlichtes Layout und Infografiken.</p></li><li><p>Frauen sprechen harmonische Farbschemata und emotionale Bilder stärker an.</p></li></ul><p><strong>Mein Trick:</strong> Infografiken für die Fakten, lebendige Bilder oder humorvolle Illustrationen mit “Augenzwinkern” für die emotionale Ansprache.</p><h4>5. Call-to-Action: Klar und einladend</h4><ul><li><p>Männer bevorzugen direkte Handlungsaufforderungen: „Teste selbst: Wie oft desinfizierst du dein Smartphone?“</p></li><li><p>Frauen reagieren besser auf interaktive Fragen: „Welche Hygienetipps nutzt du im Alltag?“</p></li></ul><p><strong>Mein Ansatz:</strong> Beides kombinieren – „Teste es selbst – und erzähle mir in den Kommentaren, was du herausgefunden hast!“</p><h4>6. Authentizität &amp; Inklusivität</h4><p><strong>Authentizität ist essenziell.</strong> Ich schreibe über Themen, die mich selbst begeistern. Meine Leidenschaft für unsichtbare Mikroben – die für andere vielleicht etwas eklig oder unheimlich wirken – überträgt sich automatisch auf meine Texte und Lesungen. Das führt zu interessierten Nachfragen und konstruktivem Feedback von Leserinnen und Lesern – und inspiriert mich selbst zu neuen Ideen.</p><p>Außerdem setze ich auf <strong>inklusive Sprache</strong> – denn Wissen soll für alle zugänglich sein.</p><p></p><h3><strong>Fazit: Die Mischung macht’s!</strong></h3><p>Beim Schreiben denke ich daran, dass Männer und Frauen unterschiedliche Lesegewohnheiten haben können – aber beide von einer klugen Kombination profitieren. Klare Struktur, fundierte Fakten, erzählerische Elemente und ein persönlicher Ton machen Texte für alle zugänglich.</p><p><strong>Unten findest du noch alle Quellen zum Thema in der Linkliste.</strong></p><hr/><p>Equal Pay Day</p><p><strong>Übrigens, </strong><br/><br/>wusstet ihr, dass <strong>Frauen trotz gleicher Leistung in Deutschland im Schnitt 16 Prozent weniger verdienen als Männer?</strong> <br/>Der 7. März 2025 der <strong>Equal Pay Day</strong> – der Tag im Kalender, bis zu dem Frauen theoretisch unbezahlt arbeiten, während Männer schon ab dem 1. Januar für ihre Arbeit entlohnt werden. Da haben wir noch großen Nachholbedarf!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/00e3c5d3-d103-43f7-824d-d2ed26391b97/uploads/images/b2fcgeaxpi/Equal_pay_day_shutterstock_2155448791.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Herzliche Grüße,<br/>Susanne</p><p> </p><hr/><p>Studien und Links</p><h5><strong>Quellen und Linkliste:</strong></h5><p><strong>Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn? (</strong>Weibliches und männliches Gehirn)</p><p>·       Baron-Cohen, Simon: Frauen denken anders. Männer auch - Wie das Geschlecht ins Gehirn kommt. München, 2009</p><p>·       Brizendine, Louann: Das weibliche Gehirn. München, 2008</p><p>·       Brizendine, Louann: Das männliche Gehirn. München, 2011</p><p>·       Fine, Cordelia: Die Geschlechterlüge - Die Macht der Vorurteile über Frau und Mann. Stuttgart, 2012</p><p>·       Hüther, Gerald: Männer - Das schwache Geschlecht und sein Gehirn. Göttingen, 2009</p><p>·       Quaiser-Pohl, Claudia/Jordan, Kirsten: Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken - und Männer ihnen Recht geben. München, 2007</p><p>·       Diverse Autoren: Mann &amp; Frau. Spektrum der Wissenschaft: Gehirn und Geist, Dossier. Heidelberg, 2014</p><p> </p><p><strong>Studien zum Leseverhalten:</strong></p><ul><li><p><em>Wie sich Frau und Mann unterscheiden</em> – GEO: <a href="https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/geschlechterforschung-wie-sich-frau-und-mann-unterscheiden-verblueffende-30179942">https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/geschlechterforschung-wie-sich-frau-und-mann-unterscheiden-verblueffende-30179942</a></p></li><li><p><em>Gender Similarities Hypothesis</em> – Janet Shibley Hyde (2005)</p></li><li><p><em>Evaluating Gender Similarities and Differences Using Metasynthesis</em> – Ethan Zell et al. (2015)</p></li><li><p><em>Studie zu Farbpräferenzen</em> – LplusL: <a href="https://www.lplusl.de/">https://www.lplusl.de</a></p></li><li><p><em>Lesestudien und Geschlechterunterschiede</em> – Fachzeitungen: <a href="https://www.fachzeitungen.de/">https://www.fachzeitungen.de</a></p><p></p></li></ul><hr/><p>Community-Treffs</p><p><strong>Neue Termine für die Community-Treffen 2025</strong></p><p>Wir treffen uns immer am dritten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr. Als Bezahl-Abonnent*in erhaltet ihr den Zoom-Link vorab.</p><ul><li><p><strong>18.3. Wir diskutieren darüber: Wie funktioniert Humor im Sachbuch und Blog - Eure Erfahrungen</strong></p></li><li><p><strong>15.4.</strong></p></li><li><p><strong>20.5.</strong> (weitere Termine folgen)</p><p></p></li></ul><hr/><p>Halbtags-Seminare</p><p>Zusätzlich sind in diesem Jahr weitere Zoom-Seminare zu folgenden Themen geplant, allerdings <strong>stehen die Termine noch nicht fest</strong>. <br/>Gebt mir gern Feedback für meine Planung, ob ihr daran Interesse habt.<br/>Für Bezahl-Abonnent*innen sind diese Seminare in eurem Jahresabo enthalten. Sagt mir auch gern, welche weiteren Seminar-Themen ihr euch wünscht:</p><ol><li><p>Wie finde ich mein unwiderstehliches Sachbuch-Thema?</p></li><li><p>Die Kunst der guten Recherche</p></li><li><p>Wie mache ich eine Marktanalyse für mein Sachbuch?</p></li><li><p>Die professionelle Autor*innen-Vita</p></li><li><p>Exposés für Sachbücher schreiben</p></li><li><p>Tipps fürs Schreiben und Dranbleiben als Autor*in mit Hauptjob</p></li><li><p>Natur schreiben – Inspiration für Schreibspaziergänge</p></li></ol><p> </p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><strong>Mitglied bei „Let me Edutain You!“ werden</strong></p><p>Wie steht es um eure Buchprojekte? Wo seid ihr gerade? Worüber würdet ihr gern mehr lesen?<br/>Wenn du am Anfang eines Sachbuchprojekts stehst und eine erste Struktur suchst, bist du hier genau richtig.</p><p>Komm zu meinen monatlichen Community-Treffen: Dort erhältst du maßgeschneiderte Tipps für dein Schreibprojekt, Autor*innen-Support und gemeinschaftliche Motivation.<br/>Durch ein Bezahl-Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft.<br/>Als Jahresabonnentin kannst du zusätzlich kostenlos an meinen Workshops teilnehmen und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen. Das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.<br/>Wenn euch dieser kostenlose „Let Me Edutain You!“-Sachbuch-Newsletter gefällt, empfehlt ihn gerne an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen lang frei lesbar und landen erst dann hinter der Bezahlschranke im Wissens-Archiv.</p><p><strong>Eure<br/>Susanne Thiele</strong></p><p> </p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 07 Mar 2025 15:00:02 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Schreibe „Lauter“ für deine Themen! Neue Termine für 2025]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Autor*innen, willkommen im neuen Schreibjahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut gestartet und habt nach der Pause wieder in eure Schreibprojekte gefunden. Ich bin…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Schreibe „Lauter“ für deine Themen !</h1><p><br/>Newsletter Januar - Neue Termine für 2025</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/c188449d-abd5-477d-bb28-7417ba1c0401/uploads/images/fmodrhvjwa/Raise_your_Voice-_shutterstock_2212358663.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Autor*innen,<br/><br/>willkommen im neuen Schreibjahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut gestartet und habt nach der Pause wieder in eure Schreibprojekte gefunden. Ich bin gerade dabei, ein neues Exposé und mehrere Probekapitel für mein neues populärwissenschaftliches Sachbuch fertigzustellen. Meine Literaturagentin drängelt und möchte etwas lesen.</p><p>Wie geht es euch? Vielleicht steckt ihr noch in einer Art Schockstarre und schaut, wie viele andere, fassungslos auf diese politisch turbulenten Zeiten. Heute beginnt Trumps zweite Amtszeit, die uns sicher noch viele Nerven kosten wird – beruflich wie privat.</p><p>In meinem Stadtteil in Braunschweig hat sich gerade ein Arbeitskreis „Demokratie in Lamme“ gegründet, der aktiv vor Ort ein politisches Zeichen setzen und rechtsextremem Gedankengut keine Chance lassen möchte. Geplant sind zahlreiche Aktionen bis zur Wahl und auch danach – Vorträge, Diskussionen, Lesungen – das unterstütze ich natürlich.</p><p>Gerade jetzt ist es wichtig, genau hinzuschauen, was passiert,<strong> „lauter“ zu schreiben für eure Themen</strong> und dafür neue Formate zu finden.<br/><br/>Wie viele andere Wissenschaftler*innen habe ich meinen privaten Account auf der Plattform X eingefroren und versuche mich nun an Alternativen wie Bluesky und LinkedIn. Außerdem bleibe ich auf Instagram aktiv. Letztendlich ist es aber noch bedeutsamer, eigene Blogs oder andere unabhängige Kanäle zu betreiben, die nicht plötzlich anders moderiert, neuen Algorithmen unterworfen oder sogar abgeschaltet werden können.</p><p><strong>Warum? </strong>Weil es so wichtig ist, die eigene Stimme zu erheben, Ideen zu teilen und mit anderen in den Austausch zu treten. Wir brauchen viele faktenbasierte und verständliche Stimmen, die die Herausforderungen unserer Zeit beleuchten.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Warum jetzt gute Sachbücher und Wissensartikel schreiben oder korrekte Fakten per Podcast und Video verbreiten?</strong></p><ul><li><p><strong>Unsere Welt wird immer komplexer.</strong> Wissenschaft und Technologie beeinflussen unseren Alltag stärker denn je. Ob Künstliche Intelligenz, Klimawandel oder Gesundheitsvorsorge – wir sollten wissen, was in den Laboren der Welt passiert, damit wir sinnvoll mitreden und mitentscheiden können.</p></li><li><p><strong>Eine lebendige Demokratie braucht engagierte Bürger*innen.</strong> Die Coronapandemie hat gezeigt, wie wichtig sachliche Diskussionen sind – und dafür braucht es ein Grundverständnis wissenschaftlicher Prozesse. Schreiben hilft, Gedanken zu sortieren und Position zu beziehen.</p></li><li><p><strong>Globale Herausforderungen gemeinsam angehen.</strong> Ob Klimawandel oder gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel – wir alle sind gefordert, Ideen einzubringen und zu diskutieren, in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Nur im Austausch können wir Lösungen finden.</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Wieder ins Schreiben kommen – der Fünf-Minuten-Trick</strong><br/></p><p>„Klingt ja alles toll, aber wann soll ich das noch machen?“ Genau dafür möchte ich euch den Fünf-Minuten-Trick ans Herz legen:</p><ol><li><p><strong>Startet ein kleines Schreibprojekt</strong>: Vielleicht eine persönliche Stellungnahme zum Klimathema, eine kurze Beschreibung eines faszinierenden Forschungsergebnisses aus dem eigenen Labor oder eine lockere Kolumne über unseren sich rasant wandelnden Alltag.</p></li><li><p><strong>Setzt euch eine Deadline</strong>: Schaut auf die Uhr und addiert fünf Minuten.</p></li><li><p><strong>Fünf Minuten Schreibzeit</strong>: Schreibt einfach drauflos – eure aktuellen Gedanken, Ideen für einen Text, erste Recherchenotizen. Ganz egal, wie unsortiert oder „unperfekt“!</p></li><li><p><strong>Bei Flow weitermachen</strong>: Wenn es gut läuft und die Ideen sprudeln, hängt gern noch ein paar Minuten dran.</p></li></ol><p>Diese Mini-Schreibsitzungen helfen, Hemmungen abzubauen und den Einstieg zu finden – egal, ob für eine politische Rede, einen Blogpost, einen Brief an eine alte Freundin oder den Start eines Buchprojekts.<br/>Ein kleiner Schritt kann Großes in Bewegung setzen!</p><p>Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg bei euren ersten (oder nächsten) Schreibversuchen und freue mich, wenn ihr mir berichtet, wie es läuft.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Mein Wunsch an euch in diesem neuen Jahr:</strong></p><p>Bleibt informiert, bleibt kreativ und vor allem: Bleibt dran!</p><p>Ich unterstütze euch weiterhin mit den monatlichen Newslettern, in denen ich Praxistipps aus meinem Autorinnen- und Pressesprecherinnen-Alltag mit euch teile.<br/>Für die Bezahl-Abonnent*innen gibt es zusätzlich monatliche thematische Community-Arbeitstreffs, in denen wir gemeinsam eure laufenden Schreibprojekte und Texte ausführlicher durchsprechen.</p><hr/><p>Halbtags-Seminare</p><p>Zusätzlich sind in diesem Jahr weitere Zoom-Seminare zu folgenden Themen geplant, allerdings <strong>stehen die Termine noch nicht fest</strong>. <br/>Gebt mir gern Feedback für meine Planung, ob ihr daran Interesse habt.<br/>Für Bezahl-Abonnent*innen sind diese Seminare in eurem Jahresabo enthalten. Sagt mir auch gern, welche weiteren Seminar-Themen ihr euch wünscht:</p><ol><li><p>Wie finde ich mein unwiderstehliches Sachbuch-Thema?</p></li><li><p>Die Kunst der guten Recherche</p></li><li><p>Wie mache ich eine Marktanalyse für mein Sachbuch?</p></li><li><p>Die professionelle Autor*innen-Vita</p></li><li><p>Exposés für Sachbücher schreiben</p></li><li><p>Tipps fürs Schreiben und Dranbleiben als Autor*in mit Hauptjob</p></li><li><p>Natur schreiben – Inspiration für Schreibspaziergänge</p></li></ol><p> </p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><strong>Mitglied bei „Let me Edutain You!“ werden</strong></p><p>Wie steht es um eure Buchprojekte? Wo seid ihr gerade? Worüber würdet ihr gern mehr lesen?<br/>Wenn du am Anfang eines Sachbuchprojekts stehst und eine erste Struktur suchst, bist du hier genau richtig.</p><p>Komm zu meinen monatlichen Community-Treffen: Dort erhältst du maßgeschneiderte Tipps für dein Schreibprojekt, Autor*innen-Support und gemeinschaftliche Motivation.<br/>Durch ein Bezahl-Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft.<br/>Als Jahresabonnentin kannst du zusätzlich kostenlos an meinen Workshops teilnehmen und sogar einen Gastzugang an Freundinnen vergeben.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Mein Dank gilt allen, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und durch ein Abo unterstützen. Das hilft mir, die entstehenden Kosten zu tragen.<br/>Wenn euch dieser kostenlose „Let Me Edutain You!“-Sachbuch-Newsletter gefällt, empfehlt ihn gerne an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind jeweils etwa acht Wochen lang frei lesbar und landen erst dann hinter der Bezahlschranke im Wissens-Archiv.</p><p><strong>Eure<br/>Susanne Thiele</strong></p><p> </p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 10:00:11 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[ 2024: Lasst uns Highlights feiern und auf ins nächste Schreibprojekt!]]></title>
      <description><![CDATA[Als Sachbuchautorin im ARTE-Saloon, Start Herzkundig-Blogs von Mitglied Marion Otto, NDR-Sachbuchpreis für „Die Salze der Erde“ ....]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>2024: Lasst uns Highlights feiern und auf ins nächste Schreib-Abenteuer!</h1><p><strong>Als Sachbuchautorin im ARTE-Saloon, Start Herzkundig-Blog von Mitglied Marion Otto, Lesetipp „Die Salze der Erde“ und vieles mehr</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/5z22tcu6be/2024.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Schreibfreundinnen und Schreibfreunde,</p><p>hier kommt leider schon die letzte „Let me edutain you!“-Ausgabe dieses Jahres. Der November war für mich beruflich sowie mit Lesungen und Workshops so ausgefüllt, dass ich die Themen und Rückblicke für euch etwas aufteilen muss, um den letzten Newsletter nicht zu überfrachten.</p><p>Zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei euch für eure Treue und das positive, bestärkende Feedback bedanken. Wir sind mittlerweile schon zu einer kleinen, feinen Autor*innen-Community aus den unterschiedlichsten Themenfeldern angewachsen, die sich für eine wissenschaftsbasierte Vermittlung ihrer Themen interessiert und an eigenen Projekten arbeitet. Inzwischen treffen sich hier 47 Autorinnen und Autoren, um sich über ihre Schreibprojekte Print &amp; Online auszutauschen.</p><p>Wahrscheinlich habt ihr auch bemerkt, dass es in dieser Werkstatt längst nicht mehr nur um Sachbücher geht – wie ursprünglich von mir angedacht. „Let me edutain you!“ hat sich <strong>mit euch</strong> in diesem Jahr weiterentwickelt!</p><p>Mittlerweile tauschen wir uns auch über andere Vermittlungsformate aus, etwa über Wissensblogs, Lese- und Social-Media-Formate, die euch beruflich oder privat in der Wissenschaftskommunikation interessieren und bei denen ihr Unterstützung benötigt. Hier kann ich meine langjährige Erfahrung als Pressesprecherin &amp; Kommunikatorin in der Forschung und als Moderatorin ebenso einbringen wie meinen Hintergrund als Autorin. <br/>Also vielen Dank – diese Community ist nur durch und mit euch so großartig!</p><p>Für den Jahresabschluss habe ich ein paar spannende Themen für euch zusammengestellt.<br/><br/>Viel Freude beim Lesen!</p><hr/><p>Autorin unterwegs</p><p><strong>1. ARTE-Saloon – Mikroben-Live-Talk</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/t5by75nto5/Arte_Saloon_IMG_7740.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/>Am 26. November 2024 war ich als Autorin und Wissenschaftsjournalistin zu Gast im ARTE-Saloon, einem jungen, interaktiven 90-Minuten-Talk-Format auf dem ARTE-YouTube-Kanal. Solche Einladungen sind ein schöner Nebeneffekt des Bücherschreibens!<br/>Die Hosts Simon Vogt und Kate Menzyk luden mich ein, um gemeinsam mit anderen Expert*innen und der Community über ein Thema zu sprechen, das uns alle wortwörtlich von innen heraus bewegt: Mikroben, unser Mikrobiom und die Frage, ob wir diese gezielt für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden steuern können.</p><p>Der Titel der Folge lautete:<strong> „Hack your health – können Mikroben alles?“</strong>. Mit dabei waren:</p><ul><li><p><strong>Michael Wagner</strong>,<strong> </strong>Prof. und Mikrobiologe an der Universität Wien, Spezialgebiet: Planetary Health</p></li><li><p><strong>Anna-Chiara Schaub</strong>, Promovierte Psychologin an der Universität Basel, Spezialgebiet: Stuhltransplantationen</p></li><li><p><strong>Ich selbst: </strong>als Mikrobiologin und Wissenschaftsautorin des Sachbuchs „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“ (HEYNE)</p></li><li><p><strong>Stefan Reber</strong>, Prof. für Molekulare Psychosomatik, Universitätsklinik Ulm, Schwerpunkt: Mikrobiom &amp; Stressmanagement</p></li></ul><p><strong>Worum ging’s?</strong> Um nichts Geringeres als unsere ständige Begleitung durchs Leben: Milliarden von Mikroorganismen, die in und auf uns siedeln – scheinbar unsichtbar, aber mit enormer Wirkung. Sie beeinflussen Allergien, Asthma, Gewicht und Stimmung – und möglicherweise auch, wie wir globale Krisen angehen. Während Social Media uns mit Mikrobiom-Analysen und Probiotika lockt, stellt sich die Frage: Können wir unser Mikrobiom wirklich so optimieren, dass wir schöner, gesünder, glücklicher werden? Und wie weit sollte man dabei gehen?</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/rvk5n6fqv3/IMG_8018.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Der ARTE-Saloon lebt von Interaktion: Fragen aus dem Chat flossen direkt in die Diskussion ein. Wer keine 90 Minuten Zeit hat, dem empfehle ich ein paar meiner Sequenzen aus der Aufzeichnung:</p><ul><li><p><strong>Woher kommt unsere Angst vor Keimen?:</strong> <a href="https://youtu.be/LLPWzLpNtaQ?list=PLlQWnS27jXh89mN1_7-iGZ67g5eYuPeiT&amp;t=144">Timecode 00:02:24</a></p></li><li><p><strong>Was ist Deine Lieblingsmikrobe?:</strong> <a href="https://youtu.be/LLPWzLpNtaQ?list=PLlQWnS27jXh89mN1_7-iGZ67g5eYuPeiT&amp;t=269">Timecode 00:04:29</a></p></li><li><p><strong>Wie hängen Bauernhofstudien &amp; Allergien zusammen?:</strong> <a href="https://youtu.be/LLPWzLpNtaQ?list=PLlQWnS27jXh89mN1_7-iGZ67g5eYuPeiT&amp;t=1010">Timecode 00:16:50</a></p></li><li><p><strong>Wie können wir unser Mikrobiom positiv beeinflussen - Haustiere, Hygiene &amp; Desinfektionsmittel? :</strong> <a href="https://youtu.be/LLPWzLpNtaQ?list=PLlQWnS27jXh89mN1_7-iGZ67g5eYuPeiT&amp;t=5225">Timecode 01:27:05</a></p></li></ul><p>Wer noch tiefer einsteigen möchte, findet die komplette Sendung in der ARTE-Mediathek: <a href="https://so.arte/mikroben"><strong>Hack your health - können Mikroben alles?</strong></a></p><p><strong>Fazit:</strong> Es war ein spannender Austausch voller Aha-Momente, inspirierender Fragen und neuer Mikroben-Studien. Ich hoffe, ihr habt beim Anschauen genauso viel Freude, wie ich sie beim Dabeisein hatte!<br/><br/>Und wenn ihr mal in Frankfurt seid, schaut euch unbedingt den <a href="https://kvfm.de/familie-montez/">Kunstverein Familie Montez</a> an, wo die Sendung produziert wurde – eine kunterbunte Galerie zeitgenössischer Kunst unter der Honsell-Brücke. Dort gibt es immer wieder Events, viel zu entdecken und sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt.</p><hr/><p>Community-Erfolg</p><p><strong>2. Herzkundig – Ein Blog für Herzgesundheit von Dr. Marion Otto:</strong><br/><strong>Ein Fallbeispiel und Erfolgsprojekt aus der „Let me edutain you!“-Community</strong></p><p>Ganz herzlich gratuliere ich Marion Otto, “Herz-Ärztin” aus unserer Schreib-Community, zu ihrem Blog-Start!<br/>Manchmal beginnt eine große Idee ganz anders, als man denkt. Marion kam in die Gruppe und hatte ursprünglich den Wunsch, ein Sachbuch über Herzgesundheit zu schreiben. Doch während unserer Zusammenarbeit zeigte sich schnell: Ein Blog könnte der perfekte erste Schritt sein, um ihre Themen direkt und nachhaltig zu teilen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/e6o2ccudn6/Herzkundig_Marion_Otto.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Aber lest selbst, was Marion zu ihren Erfahrungen in der Schreibcommunity berichtet:</p><p><em>„Ich bin Kardiologin und schon lange hatte ich den Wunsch, mein Wissen für meine Patienten zugänglich zu machen. Ich wollte ein Buch schreiben. Über viele Jahre blieb das nur ein Vorsatz. Einer, der auf meiner Neujahres-Wunsch-Liste aber jedes Jahr störrisch wieder auftauchte. <br/><br/>Anfang 2024 hörte ich von Susannes Kurs. Eine erfahrene Wissenschaftsjournalistin unterstützt Menschen, die komplizierte Sachen unterhaltsam und verständlich erklären wollen. Prima, das war doch was für mich!  </em></p><p><em>Nein, es ging nicht gleich mit Schreiben los. Mit Susannes Hilfe plante ich mein Projekt, schnitt es auf mein Zielpublikum zu. Auch Susannes Newsletter inspirierte mich sehr: Kein Buch, mein Vorhaben wird eine Webseite! Am spannendsten war für mich, wie ich durch Susannes Beratung meine eigene Erzählstimme gefunden habe. Ich habe dafür ungewöhnliche, aber lustige Experimente gemacht. </em></p><p><em>Im Kurs traf ich inspirierende Menschen, die ihre Projekte in unterschiedlichen Stadien vorstellen. Susanne moderiert die Gruppe. Die Rückmeldungen und Ideen der anderen Teilnehmer waren für mich auch extrem hilfreich. Vielleicht bist du auch bald dabei?</em></p><p><em>Es geht vorwärts. Ich rechne damit, dass spätestens im nächsten Jahr das Kardiologie-Projekt von meiner Neujahresliste gestrichen wird.</em></p><p><em>Und meine Patienten werden alles Wichtige zu ihrem Krankheitsbild noch einmal nachlesen können. Zuhause und kostenlos. </em></p><p><em>Dr. Marion Otto, Greifswald 01.12.2024</em><br/></p><p><strong>Entdeckt Marions Blog hier: </strong><a href="http://www.herzkundig.de/"><strong>www.herzkundig.de</strong></a></p><p>Mit meiner erfahrungsbasierten Methode, Expert*innen Schritt für Schritt <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/posts/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c">„vom Wissensblog zum Sachbuch“</a>, zu coachen, haben wir den Grundstein für ihr Blogprojekt gelegt und Marion hat „Herzkundig“ ins Leben gerufen. Ihr Blog verbindet nun ihre wissenschaftliche Expertise mit verständlicher Sprache und alltagstauglichen Tipps – genau das, was ihre Leser*innen brauchen, um aktiv etwas für ihre Herzgesundheit zu tun.</p><p>Und wer weiß, vielleicht wird aus dem gut angereicherten Herzkundig-Blog mit einer treuen, organisch gewachsenen Fangemeinschaft später doch noch ein Sachbuch. Dann aber mit viel weniger Aufwand.<br/><strong>Tipps, um die eigene Schreibstimme als Expertin oder Experte zu entwickeln</strong> findet ihr übrigens <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/posts/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761">hier</a> in einem meiner früheren Newsletter.</p><hr/><p>Gute Sachbücher</p><p><strong>3. Lesetipps: Erst lesen, dann schreiben!</strong><br/>Gute Sachbücher lesen und analysieren</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/xcvlzunahi/Lesetipps_IMG_8019.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>NDR Sachbuchpreis 2024 für „Die Salze der Erde“ von Kerstin Hoppenstedt – Inspiration für Sachbuchautor*innen</strong></p><p>Kerstin Hoppenstedts „Die Salze der Erde“ möchte ich euch sehr ans Herz legen. Ich konnte diesmal leider nicht direkt bei der jährlichen Preisverleihung in Göttingen dabei sein, habe es aber virtuell verfolgt.</p><p>Das Buch ist mehr als nur ein Sachbuch – es ist ein literarisches Beispiel dafür, wie man komplexe Themen nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch poetisch und zugänglich vermitteln kann. Die Autorin nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Salze, ihre chemischen, biologischen und kulturellen Bedeutungen sowie ihren Einfluss auf unser Leben und die Natur.</p><p><strong>Warum ist es für Sachbuchautor*innen besonders wertvoll?</strong></p><ol><li><p><strong>Verständliche Vermittlung komplexer Inhalte:</strong><br/>Hoppenstedt gelingt es, wissenschaftliche Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie Laien wie Fachleute gleichermaßen ansprechen. Ihre Fähigkeit, klare Erklärungen mit anschaulichen Beispielen zu verbinden, ist ein Lehrstück für alle, die selbst ein Sachbuch schreiben möchten.</p></li><li><p><strong>Narrative Struktur:</strong><br/>Das Buch liest sich beinahe wie ein Abenteuerroman. Hoppenstedt verknüpft die Entstehungsgeschichte, die chemische Vielfalt und die kulturelle Bedeutung der Salze mit Geschichten, die Neugier wecken und einen emotionalen Zugang schaffen. Als Autor*in lernt man hier, wie man Informationen in ein spannendes Narrativ einbettet.</p></li><li><p><strong>Sprache mit Charakter:</strong><br/>Ihre Sprache ist präzise, aber keineswegs trocken. Hoppenstedt zeigt, wie man Fachwissen mit einer Prise Humor, anschaulichen Bildern und einer klaren persönlichen Handschrift würzt. Ein Stil, der als Vorbild dienen kann, um ein Sachbuch lesenswert zu gestalten.</p></li><li><p><strong>Kreative Zugänge:</strong><br/>Besonders beeindruckend finde ich, wie Kerstin Hoppenstedt Wissenschaft, Geschichte und Kultur miteinander verknüpft. Sie zeigt, dass Sachbücher nicht auf ein einzelnes Fachgebiet begrenzt sein müssen, sondern durch interdisziplinäre Ansätze gewinnen können.</p></li></ol><p><strong>Fazit:</strong><br/>„Die Salze der Erde“ ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Sachbücher zugleich lehrreich und unterhaltsam sein können. Wer ein Sachbuch schreiben möchte, das Leser*innen fesselt und inspiriert, sollte sich von Hoppenstedts erzählerischem Ansatz und ihrem Gespür für die Balance zwischen Fakten und Geschichten inspirieren lassen. Ein Buch, das nicht nur thematisch fasziniert, sondern auch handwerklich inspiriert – unbedingt lesenswert für alle, die ihre eigene Stimme im Sachbuchbereich schärfen wollen!</p><p><br/><strong>Was ich aktuell lese: </strong><br/></p><p><strong>Sachbuch: </strong>Ich lese gerade für eine neue Recherche<strong> “Männer, die die Welt verbrennen” von Christian Stöcker </strong>auf Empfehlung. Es geht um die Profiteure der fossilen Brennstoffe versus erneuerbare Energien im Zeichen der Klimakatastrophe. Ich werde berichten!</p><p><strong>Gelungene Melange aus Sachbuch &amp; Roman :“Die Liebenden vom Ende der Welt” von Midge Raymond.</strong> Die Liebesgeschichte einer Biologin im Forschungsalltag in der Antarktis, die uns viel über den bedrohten Lebensraum der Pinguine und zur persönlichen Auseinandersetzung mit Umweltproblemen erzählt. Gefällt mir sehr gut!</p><hr/><p>Ausblick 2025</p><ol start="4"><li><p><strong>Ausblick auf den nächsten Newsletter im Januar 2025:</strong></p><p><strong>Thema: Recherchieren wie die Profis für Wissenschaftsthriller und Sachbücher</strong></p></li></ol><p>Vom 10.–12. November 24 haben Kathrin Lange und ich an der Bundesakademie Wolfenbüttel den Workshop „Wissenschaft trifft Thriller“ durchgeführt. Mit dabei waren 12 Autorinnen und Autoren, die sich nach einer Schreib- und Recherche-Aufgabe mit einem ersten Exposé zu einem selbstgewählten Science-Thriller-Thema beworben hatten. Keine leichte Aufgabe, wie sie berichteten.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/tyrep43jxw/IMG_8022.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Im Seminar ging es um die 12 Thriller-Plots (fast alle) mit wissenschaftlich fundiertem Hintergrund, um Figurenbau, um gute Recherche und um einen Blick in den Werkzeugkasten unseres Medizin-Thrillers „Probe 12“ und Öko-Thrillers „Toxin“.</p><p>Im Januar-Newsletter werde ich für euch ein paar Tipps und wichtige Aspekte aus dem Seminar zum speziellen Thema <strong>Recherchieren wie die Profis für Wissenschaftsthriller und Sachbücher</strong> zusammenstellen.</p><p><strong>Übrigens: </strong>Die Warteliste für das nächste Seminar „Wissenschaft trifft Thriller 2.0“ vom <strong>15.–17. Juni 2025</strong> an der Bundesakademie füllt sich schon. Dann geht es ganz praktisch um erste Texte und darum, wie man Informationen verständlich, spannend und unterhaltsam verpackt (Thema Infodump). <br/><br/>Merkt euch den Termin schon einmal vor, wenn ihr dabei sein möchtet!</p><p><strong>Und ein kleiner Tipp: </strong>„Probe 12“ und „Toxin“ sind auch gute Weihnachtsgeschenke für wissenschaftsinteressierte Leser*innen oder solche, die es noch werden wollen ;-).</p><hr/><p>Geschenk-Abo</p><p><strong>Apropos Weihnachtsgeschenke:</strong><br/><br/>Ihr könnt natürlich auch einen Gutschein für ein Geschenk-Abo für diesen Schreibnewsletter mit Schreibcommunity an befreundete Autor*innen oder angehende Schreibende verschenken. Meist hilft etwas Support, um wieder besser beim Schreiben voranzukommen.<br/><br/><a href="https://steadyhq.com/let-me-edutain-you/gift_plans">Geschenk-Abo</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/62903baa-7867-4abc-b310-835319390065/uploads/images/3lgdkxurep/Steady_DE____Christmas_Gift_Vouchers_MM_(950_x_550_px).zip_-_7.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das Abo beinhaltet den Zugang zu den bisherigen Newslettern mit Schreibtipps, monatlich erscheint ein neuer Newsletter. Für die zahlenden Abonnent*innen gibt es ein monatliches Community-Treffen per Zoom, bei dem ihr Probleme und Hürden bei euren eigenen Projekten tiefergehend mit mir besprechen könnt. Außerdem halte ich einzelne thematische Impulsvorträge. Besonders motivierend ist auch der gegenseitige Autorinnen-Support, falls mal jemand etwas müde oder ideenlos an der Tastatur hängt.</p><p>Wenn ihr eine andere, maßgeschneiderte Lösung braucht, schreibt mich einfach direkt an: <a href="mailto:susanne.thiele@gmx.de">susanne.thiele@gmx.de</a>. Die Gutscheine kann ich euch auch noch hübsch ausgefüllt per Email zuschicken.</p><hr/><p>Community-Treff</p><p><strong>Unser letztes offenes Community-Treffen in diesem Jahr ist am Dienstag, den 17.12.2025, um 19:30 Uhr.</strong></p><p>Wer gern zum Schnuppern einmal dabei sein möchte, ist sehr herzlich willkommen und kann sich auch ohne Abo gern bei mir (<a href="mailto:susanne.thiele@gmx.de">susanne.thiele@gmx.de</a>) anmelden. Wir lernen gerne neue kreative Leute kennen :-)! Dann schicke ich euch den Link zu.</p><p></p><hr/><p>Kreative Xmas!</p><p>Nun bleibt mir nur noch, euch eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen – mit wenig Stress und einer netten Verwandtschaft! <br/>(Notfalls werden sie alle zu Protagonisten in eurem nächsten Buch :-) - die Chance besteht ja im Autorinnenleben immer!)<br/><br/>Habt eine kreative Zeit und rutscht gut ins neue Jahr!<br/>Wir lesen uns …:-)</p><hr/><p>Termine 2025</p><p><strong>Neue Termine für die Community-Treffen 2025:</strong><br/>Wir treffen uns immer am dritten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr:<br/>21.1., 18.2., 18.3., 15.4., 20.5. (weitere Termine folgen)</p><hr/><p>Bezahl-Abo</p><p><strong>Mitglied werden:</strong></p><p>Wie steht es um eure Buchprojekte? Wo seid ihr gerade? Worüber würdet ihr gern mehr lesen?</p><p>Wenn du am Anfang eines Sachbuchprojektes stehst und nach einer ersten Struktur suchst, dann bist du hier genau richtig.<br/>Komm zu meinen monatlichen Community-Treffen, dort gibt es maßgeschneiderte Tipps für dein Schreibprojekt, Autor*innen-Support und gemeinschaftliche Motivation.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/>Durch ein bezahltes Abo (6,50 € pro Monat) erhältst du Zugang zur „Let Me Edutain You!“-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft. Als Jahresabonnent*in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen und kannst zudem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</p><p>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen. Das hilft mir, die Kosten zu tragen.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Wenn dir dieser kostenlose „Let Me Edutain You!“-Sachbuch-Newsletter gefällt, dann empfehle ihn sehr gern an Freunde und Bekannte weiter. Die neuen Newsletter sind ungefähr 8 Wochen lesbar und verschwinden erst dann hinter der Bezahlschranke ins Wissens-Archiv.</p><p>Deine Susanne Thiele</p><hr/><p>Autorinnenleben</p><p>Wenn du noch mehr <strong>Spannendes und Wissenswertes aus meinem Autorinnen-Leben </strong>aus der Sicht einer Mikrobiologin sowie Infos zu Lesungsterminen erhalten möchtest, dann abonniere doch meinen <strong>kostenlosen </strong><a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up"><strong>Mikrobenzirkus-Newsletter unter diesem Link</strong></a><strong>:</strong></p><p>Mehr über meine Projekte, Bücher und mich findest du auch auf meiner Autorinnenseite <a href="http://www.susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.<a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing"><br/></a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sat, 07 Dec 2024 11:59:28 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Wie finde ich meine Schreibstimme als Expert*in?]]></title>
      <description><![CDATA[Beim letzten Community-Treffen im Oktober fragte mich Marion, eine Ärztin in der Gruppe, wie sie ihren eigenen Ton als Expertin finden könne. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wie finde ich meine authentische Schreibstimme als Expert*in?</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761/uploads/images/jtp2xamvdy/IMG_7265.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>(Bildquelle: KI-generiert mit ChatGPT)</em></p><p><br/>Beim letzten Community-Treffen meiner <strong>Sachbuchwerkstatt „Let Me Edutain You!“</strong> im Oktober fragte mich Marion, eine Ärztin in unserer Gruppe, wie sie <em>ihren</em> eigenen Ton als Expertin finden könne. Eine klasse Frage, die mich direkt zu diesem Artikel inspiriert hat! Wissenschaft verständlich zu kommunizieren ist heute wichtiger denn je – sei es für Sachbücher, Blogs, Podcasts, YouTube oder die sozialen Medien.<br/></p><p><strong>Aber wie finden wir eigentlich unseren ganz eigenen Ton und unsere authentische Schreibstimme?</strong></p><p>Lass uns dazu kurz in die Welt der Wissenschaft eintauchen. Stell dir Dr. Lena Fischer vor. Sie ist Biologin und erforscht die Rolle von Insekten im Waldökosystem.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761/uploads/images/i6hozaelcv/IMG_7264.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bildquelle: (KI-generiert mit ChatGPT)</em><br/><br/>Weil das Insektensterben die Natur aus dem Gleichgewicht bringen könnte, sind ihre Erkenntnisse brisant. Ihre Studien liest und schreibt sie auf Englisch, und hat eine „Wissenschaftssprache“, die voller Fachbegriffe, Abkürzungen und Anglizismen steckt. Mit Kolleg*innen spricht sie wie ein wandelndes Fachbuch. Aber sobald sie versucht, Außenstehenden ihre Forschung zu erklären, wird es schwierig. Meistens enden ihre Erklärungen in verwirrten Blicken beim Gegenüber und der Frage: „Äh … worum geht’s nochmal genau?“</p><p>Ein Beispiel: <br/><br/>Lena schreibt einen ersten Entwurf für eine Pressemitteilung zu ihrer aktuellen Insektensterben-Studie:</p><blockquote><p>„Der Rückgang der Populationsdichten innerhalb der Insektenordnungen Diptera und Coleoptera könnte eine trophische Kaskade auslösen, die zur Destabilisierung des Waldökosystems führt.“</p></blockquote><p>Klingt beeindruckend, aber das versteht wohl nur die “Biologen-Gang”. Übersetzung gefällig? „Ohne Käfer und Fliegen gibt es richtig Ärger im Wald!“</p><p>Lena merkt schnell: Das klingt irgendwie nicht nach einer Nachricht, die jede/r verstehen kann. Also versucht sie es erneut:</p><blockquote><p>„Wenn Insekten sterben, gerät das Gleichgewicht im Wald ins Wanken – das betrifft andere Tiere und irgendwann auch uns.“</p></blockquote><p><br/>Schon verständlicher, aber ein bisschen trocken und fad. Sie entscheidet sich schließlich für eine bildhafte, direkte Variante:</p><blockquote><p>„Ohne Insekten wird es eng im Wald! Vögel finden kein Futter mehr, Pflanzen werden nicht bestäubt, und am Ende bekommt das sogar unser Klima zu spüren. Kurz gesagt: Ohne die kleinen Krabbler läuft es im Wald nicht mehr rund!“</p></blockquote><p>Jetzt versteht jeder: Insekten sind das Rückgrat des Waldes. Damit ihre Forschung auch in Zukunft gut ankommt, hält sich Lena an <strong>vier erste einfache Regeln für verständliches Schreiben:</strong></p><hr/><p>Tipps</p><p><strong>1. Den Bezug zum Alltag betonen: Raus aus dem Elfenbeinturm!</strong><br/>„Ein Problem im Wald ist am Ende auch unser Problem.“ Lena bringt es auf den Punkt: Insekten mögen klein sein, aber ihr Einfluss ist riesig. Mit klaren und bildhaften Worten erreicht sie nicht nur die Wissenschafts-Community, sondern auch alle anderen, die von der intakten Natur profitieren – also uns alle!<br/><br/><strong>2. Fachjargon vermeiden – oder wie man Leute in die Flucht schlägt</strong><br/>Fachbegriffe sind super, wenn du mit deinen Leuten im Labor abhängst. Aber<br/>beim Kaffeeplausch mit normalen Menschen? Eher weniger. Frage dich: „Würde meine Nachbarin dieses Wort verstehen?“ Wenn nicht, formuliere es einfacher. Alternativ kannst du Fachbegriffe einführen und sofort verständlich erklären. Ein Trick: Stell dir vor, du erklärst auf einer Party, was du machst – ohne Fachchinesisch, versteht sich.<br/></p><p><strong>3. Kurze Sätze: Mehr Luft zum Atmen</strong><br/>Lange, verschachtelte Sätze machen Texte schwer verdaulich. Kürze sie auf das Wesentliche. Ein guter Indikator: Wenn du beim Lesen deines Satzes Luft holen musst, ist er wahrscheinlich zu lang. Beispiel: „Die Ergebnisse der Studie, die über einen Zeitraum von fünf Jahren erhoben und in mehreren Ländern durchgeführt wurde, zeigten signifikante Unterschiede.“ Besser: „Die Studie lief über fünf Jahre und fand in mehreren Ländern statt. Sie zeigte signifikante Unterschiede.“ Voilà! So kann&#39;s jeder verstehen, und du musst keine Sauerstoffmaske holen. 😉<br/><br/><strong>4. Bildhafte Vergleiche: Zeig, dass du kein Roboter bist</strong><br/>Wenn dein Text so trocken ist wie eine Anleitung zum Aufbau eines IKEA-Regals, darfst du dich nicht wundern, wenn Leser*innen schon auf Seite 2 abschalten. Bildhafte Vergleiche und gute Metaphern sind das Salz in der Suppe deines Textes. <br/>Beispiel: „Insekten halten den Wald zusammen wie ein unsichtbares Netz.“ <br/>Oder: „Das Molekül verhält sich wie ein Teenager: Es will ständig mit allem interagieren, aber nur zu seinen Bedingungen.“</p><p></p><h3><strong>Noch mehr Tipps, um dich aus dem „Wissenschaftsdeutsch“ zu befreien:</strong></h3><p> </p><p><strong>5. Passiv vermeiden: Lass das „Es wurde untersucht“ mal weg!</strong><br/>Die Wissenschaft liebt das Passiv so sehr, dass man meinen könnte, sie hätte es erfunden. „Es wurde untersucht“ klingt, als hätte ein Geist die Arbeit erledigt. Besser: „Wir haben das untersucht!“ Oder noch besser: „Unsere Untersuchung zeigt…“ Aktive Sätze machen dich nicht nur lebendiger, sondern zeigen auch, dass du selbst noch existierst und nicht in den Tiefen der Bürokratie verloren bist.<br/></p><p><strong>6. Frage-Antwort – als wäre es ein Talkshow-Interview</strong><br/>Statt deine Leser*innen mit trockenen Fakten zu bombardieren, stell ihnen Fragen! So wird der Text interaktiver und erhält eine klarere Logik. „Warum verhält sich Licht wie eine Welle? Das liegt daran, dass…“ Stell genau die Fragen, die deine Leser und Leserinnen dir stellen würden, wenn sie direkt vor dir sitzen. Das macht den Text einladender und weniger abstrakt.<br/></p><p><strong>7. Storytelling: Sei die Heldin deines Textes!</strong><br/>Anstatt nur zu erklären, warum etwas so ist, erzähl mal eine Geschichte! „Ich saß da, völlig ratlos, vor diesem verrückten Experiment, als plötzlich…“ Zack, schon hängen dir das Publikum an den Lippen und alle scrollen nicht mehr weiter durch Instagram. Nutze persönliche Anekdoten oder Alltagsgeschichten, um deinen Text lebendig zu gestalten. Unsere Leser*innen finden leichter Zugang zu deiner Stimme, wenn sie sich in einer Geschichte wiederfinden können.<br/></p><p><strong>8. Nominalisierungen vermeiden: Das „-ung“-Ding, das du vermeiden solltest</strong><br/>Nominalisierungen entstehen, wenn Verben in Substantive umgewandelt werden. Beispiel: „Die Durchführung der Analyse wurde abgeschlossen.“ Gähn! Klingt so trocken wie ein Zwieback im Wüstenwind. Besser: „Wir haben die Analyse durchgeführt.“ Verben halten alles in Schwung und machen deine Texte lebendiger. Lass die Nominalisierungen im Aktenordner!</p><p><strong>Tipp: </strong>Und ja, wenn du dein Thema einmal richtig durchdrungen hast, kannst du es leichter auf den Punkt bringen – wie aus der „Helikopter-Perspektive“. So erklärst du es anderen klar und präzise.</p><hr/><p>Schreibstimme</p><p><strong>Warum ist die eigene Stimme so wichtig?</strong></p><p>Dein eigener Ton verleiht dir <strong>Persönlichkeit, Authentizität und zieht Aufmerksamkeit für deine Expertise</strong> auf dich. Jede/r kann dem „Sound der Mehrheit“ folgen, aber das wird schnell langweilig. Diejenigen, die anders sprechen, sich nicht dem Einheitsbrei anpassen, erregen automatisch Aufmerksamkeit. Ja, das erfordert Mut – aber es lohnt sich!</p><p>Noch dazu stehen wir als Autor*innen im Wettbewerb mit unzähligen anderen Freizeitangeboten. Damit die Leute <strong>dir </strong>folgen, egal ob du schreibst, podcastest oder vloggst, muss es <strong><em>dein</em> besonderer Stil</strong> sein, der heraussticht.</p><p>Einige bekannte Wissenschaftsstimmen mal unter die Lupe genommen:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761/uploads/images/fyxtunctmf/IMG_7274.JPG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Bildquellen: (alle Wikipedia: CC BY 3.0)</em></p><p><strong>Antje Boetius: </strong>Die Meeresbiologin und Polarforscherin schreibt über die Ozeane und die Bedeutung des Klimaschutzes in einer persönlichen und inspirierenden Sprache, die oft über wissenschaftliche Fakten hinausgeht und eine philosophische Note annimmt. Über die warme und empathische Sprache, wird die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur vermittelt. Ihre Texte regen dazu an, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, und kombinieren wissenschaftliche Informationen mit einem Appell an die Gesellschaft.</p><p><strong>Harald Lesch </strong>ist für seine zugängliche und oft humorvolle Art bekannt, Wissenschaft zu erklären. Als Astrophysiker bringt er philosophische und ethische Aspekte in seine wissenschaftlichen Erklärungen ein. Er spricht in einer leichten, oft lockeren Sprache, nutzt Vergleiche aus dem Alltag und schafft es, auch komplexe Konzepte verständlich zu machen. Seine persönliche Begeisterung für die Themen und sein Interesse am Dialog mit den Lesern und Zuschauern sind klar erkennbar.<br/><br/><strong>Mai Thi Nguyen-Kim: </strong>Die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin erklärt wissenschaftliche Phänomene auf eine klare, unterhaltsame und oft humorvolle Weise, um ein breites Publikum zu erreichen. Sie verwendet eine moderne, freche Sprache und greift oft aktuelle Themen auf, um Wissenschaft in den Alltag zu integrieren. Ihr Stil ist direkt und dynamisch, und sie nutzt häufig persönliche Geschichten, um wissenschaftliche Konzepte nahbar zu machen.<br/><br/>Was spricht dich spontan am meisten an?</p><hr/><p>Schreibübungen</p><p><strong>Wie entwickelst du deine eigene authentische Schreibstimme als Expert:in?</strong></p><p>Oft ist es die Angst vor dem weißen Blatt und der perfekten Formulierung, die uns starr und kompliziert schreiben lässt. <br/><br/>Also – lass etwas mehr Lockerheit und Spaß zu!</p><p><br/><br/><strong>Hier ein paar praktische Übungen, die dir helfen, deine persönliche Schreibstimme zu entwickeln:</strong></p><ol><li><p><strong>Automatisches Schreiben</strong>: <strong>Schreibe schnell und ungefiltert!</strong><br/>Setze dir eine Zeit von mindestens 15 Minuten und schreibe mit Stift (bessere Verbindung der Hand zum Gehirn) ohne Unterbrechung. Lass den Stift über das Papier fliegen, ohne zu stoppen. <br/>Bei dieser Übung geht es nicht um Grammatik, Stil oder perfekte Sätze, sondern darum, den inneren Zensor auszuschalten und einfach zu schreiben, was dir in den Kopf kommt. Wenn dir kurz nichts einfällt, schreibe einfach „mir fällt nichts ein“ oder wiederhole den letzten Satz – das Ziel ist, den Fluss nicht zu unterbrechen. Durch das unzensierte Schreiben werden oft überraschende Ideen oder Gedanken sichtbar, die in deinem gewohnten, strukturierten Schreibprozess verborgen bleiben. <br/>Regelmäßiges automatisches Schreiben fördert die Kreativität und hilft dir, deine eigene Stimme zu entdecken, da es eine authentische Ausdrucksweise auf eine spielerische und unzensierte Art zum Vorschein bringt.<br/><br/></p></li><li><p><strong>Schreibe eine E-Mail an einen Freund!<br/></strong>Stell dir vor, du schreibst einer guten Freundin oder einem guten Freund. Wenn du an eine vertraute Person schreibst, kommst du automatisch in deine natürliche Sprache. Und ja, schick die Mail ruhig ab – das macht es noch authentischer.<br/></p><p></p></li><li><p><strong>Imitiere Vorbilder! </strong><br/>Such dir Texte aus Sachbüchern oder Blogs, die dich inspirieren, und schreib Passagen zur Analyse und Übung ab. Ruhig bis zu zehn Seiten aus Büchern ;-). So erkennst du Muster im Schreibstil und ob etwas dich anspricht und was zu deinem Stil passen könnte.<br/></p></li><li><p><strong>Nimm dich mit dem Mikro auf</strong>!<br/>Im Alltag sprechen wir oft klarer und persönlicher, als wir schreiben. Nimm dich doch einmal auf, zum Beispiel beim Kochen oder Autofahren, wenn du entspannt bist.<br/><em>Spezieller Tipp für Marions Wissensblog:</em> Ärzte und Ärztinnen sind beim Gespräch mit Patienten oft sehr empathisch und direkt– und diese ganz natürliche Stimme wollen wir beim Schreiben einfangen. Also sich einfach mal selbst zuhören und mitschreiben :-).<br/></p></li></ol><hr/><p>Der Check</p><p><strong>Der letzte Check: Der „Müller-Lieschen-Trick“</strong></p><p>Lass jemand außerhalb deines Fachgebiets deinen Text lesen! Wenn diese Person den Text versteht und sagt: „Aha, jetzt verstehe ich endlich, was du machst!“, hast du es geschafft. <br/>Wenn du nur ein „Hm... interessant!“ hörst und ein nervöser Blick zur Tür geht, solltest du nochmal ran. <br/>Die Steigerungsstufe im „Herunterbrechen“ sehr komplexer Sachverhalte ist es übrigens , die eigene Wissenschaft einem fünfjährigen Kind zu erklären ;-). Versuch es mal nach dem ultimativen Prinzip “Sendung mit der Maus”! <br/><strong>Tipp: </strong>Hier hilft auch ChatGPT weiter. <br/>Typischer Prompt: Erkläre einem Fünfjährigen Einsteins Relativitätstheorie oder die Fotosynthese oder was du gerade auf deinem Stapel hast.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Ich hoffe, dass dir meine Tipps etwas dabei weiterhelfen, deine ganz eigene Stimme als Experte oder Expertin zu finden, die sowohl Leser anspricht als auch deine Expertise auf authentische Weise zeigt – ganz ohne Fachchinesisch!</p><p>Im besten Fall hörst du dann auch von deinen Freunden: &quot;Beim Lesen höre ich dich sprechen!”. So das Fazit meiner Freundin Silke nach dem Lesen meiner Sachbücher.</p><p>Lass mich sehr gerne wissen, was bei dir am besten funktioniert und ob du doch noch ganz andere Erfahrungen für uns hast?</p><p> </p><p>Deine Susanne Thiele</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Wie geht es euren Buchprojekten ? Wo steht ihr? Worüber würdet ihr hier gern mehr lesen?</strong> <br/>Stehst Du am Anfang eines Sachbuchprojektes und suchst nach einer ersten Struktur, dann bist du hier genau richtig. <br/>Komm zu meinen monatlichen Community-Treffen, da gibt es zugeschnittene Tipps für dein Schreibprojekt, Autorinnen-Support und gemeinschaftliche Motivation.</p><p>Ich freue mich auf unser <strong>nächstes Community-Treffen am Dienstag, den 19. November um 19:30 Uhr per Zoom für </strong>alle mit Paid-Abonnement. <br/>Wer gern einmal kostenlos zum Schnuppern kommen möchte, kann sich vorher gern unter <a href="mailto:susanne_thiele@gmx.de">susanne_thiele@gmx.de</a> bei mir melden. Dann schicke ich euch den Link.</p><p><strong>Der letzte Community-Termin in diesem Jahr ist am Dienstag, </strong>1<strong>7. Dezember um 19:30 Uhr. Neue Termine für 2025 schicke ich dann noch als Überblick.</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/><strong>Mitglied werden</strong></p><p>Durch ein bezahltes Abo (6,50 pro Monat) bekommst du Zugang zu meiner <strong>Let Me Edutain You!-Community</strong>, die sich einmal im Monat via Zoom zum Austausch trifft. Als Jahresabonnent*in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen und kannst zudem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</p><p>Das ist übrigens auch ein <strong>sehr schönes Weihnachtsgeschenk</strong> für angehende Sachbuchautorinnen, die gern schreiben wollen, aber im Alltag nicht so richtig dazu kommen. Weihnachten kommt ja immer so plötzlich :-)!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761/uploads/images/2k6k5z6vxp/shutterstock_2462139263.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/></p><p><strong>Hier kannst du eine Mitgliedschaft verschenken: </strong><br/></p><a href="https://steadyhq.com/let-me-edutain-you/gift_plans">https://steadyhq.com/let-me-edutain-you/gift_plans</a><p><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em></p><hr/><p>Autorenleben</p><p>Wenn du noch mehr <strong>Spannendes und Wissenswertes aus meinem Autorinnen-Leben </strong>aus der Sicht einer Mikrobiologin sowie Infos zu Lesungsterminen erhalten möchtest, dann abonniere doch meinen <strong>kostenlosen </strong><a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up"><strong>Mikrobenzirkus-Newsletter unter diesem Link</strong></a><strong>:</strong></p><p>Mehr über meine Projekte, Bücher und mich findest du auch auf meiner Autorinnenseite <a href="http://www.susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Wenn dir dieser Let Me Edutain You! - Sachbuch-Newsletter gefällt, dann empfiehl ihn sehr gern an Freunde und Bekannte weiter! <br/><a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing"><br/></a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/d787c311-d118-404f-8f1f-17213bf3b761/teaser_image/1730139256?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Tue, 29 Oct 2024 06:27:48 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wie unerwartete Adjektive unsere Texte lebendig machen]]></title>
      <description><![CDATA[Im heutigen September-Newsletter widmen wir uns einem oft unterschätzten, aber unglaublich wichtigen Thema für Sachbuchautor*innen: dem unerwarteten Adjektiv.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Unerwartet großartig: Wie treffende Adjektive unsere Texte lebendig machen</h1><p></p><p>Liebe Wortakrobatinnen und Sprachenthusiasten,</p><p>ich hoffe, dass ihr fleißig schreibt und in euren Buch- oder Blogprojekten gut vorankommt. Im heutigen September-Newsletter widmen wir uns einem oft unterschätzten, aber unglaublich wichtigen Thema für Sachbuchautor*innen: <strong>dem unerwarteten Adjektiv</strong>.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/430d6876-57a4-425b-b005-b4e30f8a6eb7/uploads/images/2ncwodjmxd/UNiversum.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="KI generiert mit ChatGPT"/><p>Ja, genau! Diese kleinen, oft unscheinbaren Wörter, die unsere Sätze von „nett“ zu „absurd wundervoll“ erheben – oder zumindest verhindern, dass wir beim fünften „schön“ einschlafen.<br/><br/>Ein unerwartetes Adjektiv ist wie das Überraschungsei in einem Satz: Alles klingt normal, und dann – BÄM! – taucht ein Wort auf, das uns zum Lachen bringt, den Kopf schütteln lässt oder zum Nachdenken anregt.<br/></p><p><strong>Sollte man Adjektive nicht vermeiden?</strong></p><p>Ja, es gibt eine goldene Regel im guten Schreiben, die ihr wahrscheinlich schon einmal gehört habt: „Vermeide Adjektive!“</p><p>Viele Stilexpert*innen behaupten, dass zu viele Adjektive das Schreiben schwächen, da der Satz für sich selbst wirken sollte, ohne dass man ihn mit übermäßigen Beschreibungen schmückt. Das gilt auch für das Schreiben von Sachbüchern.</p><p>Schon Mark Twain riet seinem Schüler D. W. Bowser, CA, 1880 in einem Brief:</p><blockquote><p><br/>„Wenn Sie ein Adjektiv finden, töten Sie es.“<br/></p></blockquote><p>Starke Verben und Substantive reichen oft aus, um unsere Leser und Leserinnen zu fesseln – oder?</p><p><strong>Nun ja... fast.</strong></p><p>Es stimmt, dass ein Übermaß an Adjektiven einen Satz überladen und künstlich wirken lassen kann. Aber was passiert, wenn wir statt der gewöhnlichen ein unerwartetes Adjektiv einsetzen? Hier liegt die Magie! Ein gut platziertes, überraschendes Adjektiv kann einen Satz lebendig machen und – am wichtigsten – ein Gefühl erzeugen.</p><p></p><p><strong>Brechen wir die Regeln – aber tun wir es bewusst und mutig!</strong></p><p>Es geht dabei auch nicht um Adjektive wie „schön“, „gut“ oder „alt“. Nein, es geht um jene Adjektive, die Leser innehalten lassen. Ein unerwartetes Adjektiv löst eine emotionale Reaktion aus und verwandelt eine simple Aussage in etwas Unvergessliches.</p><p><strong> </strong></p><h3><strong>Lernen wir von den Meistern des unerwarteten Adjektivs:</strong></h3><p> </p><p><strong>1. Bill Bryson – Der charmante Chronist des Alltags</strong></p><p>Bill Bryson, einer meiner Lieblingssachbuchautoren, führt uns durch die einfachsten Themen und bringt uns dabei ständig zum Staunen. In seiner <em>„Kurzen Geschichte der alltäglichen Dinge“</em> beschreibt er nicht nur die Entstehung von Häusern mit Treppen und Badezimmern, sondern versieht diese mit Adjektiven, die uns aufhorchen lassen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/430d6876-57a4-425b-b005-b4e30f8a6eb7/uploads/images/ceacc67grb/Victorianisches_Haus_f1.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="KI-generiert mit ChatGPT"/><ul><li><p><strong>„Unglaublich winzig“</strong> – So beschreibt er die Räume der Dienerschaft in viktorianischen Häusern. Bryson macht das Unscheinbare greifbar, und plötzlich fragen wir uns: Wie konnten Menschen in so unfassbar kleinen Räumen leben?</p></li><li><p><strong>„Überraschend furchteinflößend“</strong> – Diese Adjektive verwendet er, um die Dunkelheit eines alten englischen Schlafzimmers zu beschreiben. Wer hätte gedacht, dass ein Schlafzimmer so unheimlich wirken könnte?</p></li><li><p><strong>„Rührend unpraktisch“</strong> – So beschreibt er eine besondere Treppe in einem viktorianischen Haus. Diese unerwartete Kombination von Adjektiven erzeugt sofort ein Bild: charmant, aber nutzlos. Die Wortwahl ruft ein Gefühl von Nostalgie und sanfter Kritik hervor – viel tiefer als ein simples „unpraktisch“.</p></li><li><p><strong>„Fast gespenstisch wohnlich“ </strong>– Die Kombination dieser gegensätzlichen Adjektive für ein Steinhaus malt eine paradox lebendige Beschreibung. (<em>Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge</em>).<br/></p></li></ul><p><strong>2. Douglas Adams – Der König des absurden Universums</strong></p><p>Kaum jemand verwendet unerwartete Adjektive so gekonnt wie Douglas Adams, der Autor der <em>Per Anhalter durch die Galaxis</em>-Reihe. In einer Welt voller skurriler Abenteuer und lächerlicher Situationen sind seine Adjektive eine ständige Quelle des Vergnügens.</p><blockquote><p>„Der Weltraum ist groß. Du wirst nicht glauben, wie unglaublich, gewaltig, umwerfend groß er ist.“</p></blockquote><ul><li><p>Adams hätte einfach „riesig“ sagen können, aber stattdessen übertrifft er unsere Erwartungen und vermittelt das Gefühl, von der Unendlichkeit des Universums überwältigt zu sein.<br/></p></li><li><p><strong>„Unerträglich fröhlich“</strong> beschreibt er einen Raumschiffcomputer. Adams zeigt hier, wie ein vermeintlich positives Adjektiv (fröhlich) zu etwas Lästigem wird. Perfekt gewählt, um uns die aufdringliche Freundlichkeit des Computers zu verdeutlichen, der uns sicher auch auf die Nerven fallen würde.</p><p></p><p></p></li></ul><p><strong>3. Terry Pratchett – Der Meister der Scheibenwelt und des absurden Humors</strong></p><p>Wenn es einen Autor gibt, der das Unerwartete zur Norm macht, dann ist es Terry Pratchett. In seinen Scheibenwelt-Romanen sprudeln die Adjektive nur so vor Kreativität und Witz. Auch in seinem frühen Roman <em>„Die Teppichvölker“</em> zeigt sich sein Talent, ich habe es zur Recherche gelesen, als ich selbst gerade eine fantasievolle Einleitung für eines meiner Sachbücher zu Mikroben im Haus schrieb.</p><blockquote><p>„Zu beiden Seiten des Weges ragten die Haare auf, und jetzt waren sie dunkelrot. Die Fusselbüsche und das Staubgestrüpp wuchsen ebenfalls in unterschiedlichen Rotschattierungen. Snibril hatte das Gefühl, durch ein <strong>gewaltiges plötzlich erstarrtes Feuer</strong> unterwegs zu sein.“</p></blockquote><p>(Die Teppichvölker, Kapitel 5). Diese bildhafte Beschreibung lässt uns innehalten und bringt die ungewöhnliche Szenerie zum Leben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/430d6876-57a4-425b-b005-b4e30f8a6eb7/uploads/images/dml356dn32/Teppichvolker.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="KI generiert mit ChatGPT"/><p>(Alle drei Bilder KI-generiert mit ChatGPT)</p><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>Was bewirkt ein unerwartetes Adjektiv?</strong></h3><p>Ein unerwartetes Adjektiv kann einen Text verwandeln und ihn von gewöhnlich zu außergewöhnlich machen.</p><ol><li><p><strong>Es weckt Gefühle und Spannung</strong><br/>Ein „überraschend furchteinflößender“ Raum vermittelt nicht nur Informationen, sondern lässt Leser*innen fühlen, wie bedrohlich dieser Raum wirkt.</p></li><li><p><strong>Es erzeugt ein visuelles Bild.</strong><br/>„Unglaublich winzig“ lässt sofort eine klare Vorstellung der Raumgröße entstehen und regt die Fantasie an.</p></li><li><p><strong>Es überrascht und bringt zum Schmunzeln.</strong><br/>Eine „steife, überaus beleidigte Salatgurke“ ist absurd genug, um ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.</p></li><li><p><strong>Es schafft Atmosphäre.</strong><br/>Adjektive wie „rührend grotesk“ geben einem Text eine unverwechselbare Stimmung und schaffen Tiefe.</p></li><li><p><strong>Es regt zum Nachdenken an.</strong><br/>Begriffe wie „gespenstisch wohnlich“ fordern die Leser*innen heraus, sich die Paradoxie dieses Ausdrucks vorzustellen.</p></li><li><p><strong>Es verstärkt die Bedeutung des Substantivs.</strong><br/>„Ehrfurchtgebietend klein“ verwandelt die einfache Kleinheit in etwas fast Monumentales.</p></li><li><p><strong>Es gibt dem Text deine Erzählstimmen und Persönlichkeit<br/></strong>Ein unerwartetes Adjektiv verleiht einem Text eine eigene Stimme. Es zeigt, dass der Autor, die Autorin sich traut, originell und kreativ zu sein. Ein Text voller gewöhnlicher Adjektive wirkt oft neutral und wenig inspirierend, aber wenn der Verfasser unerwartete, lebendige Adjektive verwendet, beginnt der Text zu „sprechen“ und seine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit zu entwickeln.</p><p></p></li></ol><hr aria-hidden="true"/><h3><strong>Fazit:</strong></h3><blockquote><p>Ein unerwartetes Adjektiv ist wie ein bunter Farbtupfer auf einer grauen Leinwand.</p></blockquote><p>Es macht Sätze lebendig, bringt Humor, schafft Atmosphäre und bleibt im Gedächtnis. Und genau deshalb ist es so mächtig und wertvoll!</p><p>Hier noch die Lesetipps im Überblick:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/430d6876-57a4-425b-b005-b4e30f8a6eb7/uploads/images/cesdmu5l6l/IMG_6014.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>(Foto: S. Thiele)</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Schreibübung: Jetzt seid ihr dran!</strong></p><p>Warum sollten nur Bestseller-Autoren Spaß an unerwarteten Adjektiven haben? Ihr könnt das auch!<br/>Warum sagen wir „Das Wetter war schlecht“, wenn wir stattdessen „Das Wetter war deprimierend melancholisch“ sagen können? <br/>Oder statt „Ich bin müde“ – wie langweilig! Was ist mit „Ich bin erschreckend ausgelaugt, als hätte ich eine Woche lang mit Nilpferden Schach gespielt“?</p><p>Probiert es aus! Spielt mit Worten.!<br/><br/>Lasst die Sätze tanzen – oder stolpern, je nachdem, welches Adjektiv ihr wählt. Denkt an die verrückten Momente, in denen ihr „liebenswert grotesk“ sagt, statt nur „seltsam“. Beschreibt euren Alltag doch einmal ganz anders!</p><ul><li><p>Aus „Der Kuchen schmeckt lecker“ wird: „Dieser Kuchen ist sensationell schockierend schokoladig.“</p></li><li><p>Statt „Mein Tag war gut“: „Mein Tag war verblüffend harmonisch.“</p></li></ul><p>Dann sind eure Tage vielleicht ab jetzt schwammig, kaugummiartig oder chaotisch-knitterig, schaurig-wunderlich oder knirschend – wie Sand im Getriebe.</p><p><strong>Erwartet das Unerwartete und schreibt es auf!<br/></strong><br/>P.S.: Sendet mir gern eure neuen Lieblingsadjektive oder sogar Kombinationen! Vielleicht landet ihr damit schon im nächsten Newsletter!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Wie geht es euren Buchprojekten ? Wo steht ihr? Worüber würdet ihr hier gern mehr lesen?</strong> <br/>Bei Problemen kann ich euch wärmstens meine monatlichen Community-Treffen empfehlen, da gibt es Autorinnen-Support und gemeinschaftliche Motivation. Alle neuen Termine unten.<br/><br/>Ich freue mich auf auf unser <strong>nächstes Community-Treffen morgen am Dienstag, den 24. September um 19:30 Uhr per Zoom für </strong>alle mit Paid-Abonnement. <br/>Wer gern einmal kostenlos zum Schnuppern kommen möchte, kann sich vorher gern unter <a href="mailto:susanne_thiele@gmx.de">susanne_thiele@gmx.de</a> bei mir melden. Dann schicke ich euch den Link.<br/><br/>Eure <br/>Susanne Thiele</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Hast du Lust auf MEHR zum Thema Sachbuch schreiben?</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p>Durch ein bezahltes Abo (6,50 pro Monat) bekommst du dauerhaften Zugang zu allen Newslettern und zu meiner Let Me Edutain You!-Community, die sich einmal im Monat via Zoom zum Austausch trifft. <br/>Als Jahresabonnent:in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen und kannst zudem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</p><p><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em><br/></p><hr/><p>Neue Termine</p><p><strong>Nächste Community-Termine</strong></p><p>Für eure Planung hier die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick.</p><ul><li><p>Dienstag, <strong>24. September 2024 um 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p>Dienstag<strong>, 22.Oktober um 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p>Dienstag, <strong>19.November um 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p>Dienstag, 1<strong>7. Dezember um 19:30 Uhr</strong><br/>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><hr/><p>Autorenleben</p><p>Wenn du noch mehr Spannendes und Wissenswertes aus meinem Autorinnen-Leben aus der Sicht einer Mikrobiologin sowie Infos zu Lesungsterminen erhalten möchtest, dann abonniere doch meinen kostenlosen <a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Mikrobenzirkus-Newsletter unter diesem Link</a>:</p><p>Mehr über meine Projekte, Bücher und mich findest du auch auf meiner Autorinnenseite <a href="http://www.susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Wenn dir dieser Let Me Edutain You! - Sachbuch-Newsletter gefällt, dann empfiehl ihn sehr gern an Freunde und Bekannte weiter! <br/><a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing"><br/></a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Mon, 23 Sep 2024 15:35:34 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Magie der Langeweile: Den Stoff in sich denken lassen]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibfreundinnen und -freunde, meine Sommerpause ist zu Ende, und ich bin zurück am Schreibtisch. Drei Wochen durch die Bretagne...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf3126dc-a671-4de8-92f3-f198c06b6cda/uploads/images/rypbw7gh75/shutterstock_2314188829.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Schreibfreundinnen und -freunde,</p><p>meine Sommerpause ist zu Ende, und ich bin zurück am Schreibtisch. Drei Wochen durch die Bretagne: Ich habe mir den rauen Wind an den Küsten des Ärmelkanals und des Atlantiks um die Nase wehen lassen und mich durch mindestens fünfzehn unglaubliche Crêpe-Variationen in Cafés in pittoresken Städtchen geschlemmt. Meine Waage hat gejubelt! Aber was soll&#39;s ?</p><p>Meer und Salz waren die bestimmenden Themen meines Urlaubs – die Bretonen verfeinern fast alles mit Karamell oder Salz, von Butterkuchen und Saucen bis hin zu Bier – und kombinieren diese Aromen auch gern. <br/><br/>Wenn ihr euch für die <em>Fleur de Sel</em>- Gewinnung interessiert - dann ist meine neue Mikrobenzirkus-Kolumne etwas für euch, da habe ich über einen Besuch in den Salzgärten von Guérande geschrieben. Hier geht es zu meinem kostenlosen <a href="https://steadyhq.com/de/thieles-mikrobenzirkus/posts/503378e4-94c0-404e-9e29-d04029997cc0">Autorinnen-Newsletter</a>.</p><p>Ich muss zugeben, dass ich unterwegs nicht so fleißig in mein Reisetagebuch geschrieben habe, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es blieb bei Fragmenten und Miniaturen, wie so oft auf Reisen: Beobachtungen, spannende Anekdoten, Biologen-Fun-Facts, kleine aufgeschnappte Dialoge, Situationen, die mir Gänsehaut bereiteten oder Tränen in die Augen trieben – über die ich schreibend noch einmal nachdenken muss, um sie in passende Worte zu fassen.</p><p>Ich fotografiere gerne, greife aber parallel immer öfter auch zum Stift, um kurze schriftliche Notizen festzuhalten. So kann ich mich später besser an eine bestimmte Stimmung, einen Geruch, Farben, Strukturen oder Menschen erinnern. Wer weiß, wann diese bruchstückhaften Erinnerungen einmal in meinen Texten Verwendung finden. Es ist jedenfalls immer gut, ein Notizbuch dabei zu haben.</p><p><strong>Langeweile und Zufall: Helfer für kreative Schreibprozesse</strong></p><p>Urlaub und Pausen sind für mich nicht nur wichtig, um mich zu erholen und zeitweise dem Korsett der Termine und der “Steuerung von außen” in einer Pressestelle zu entfliehen, sondern auch, um meinen Geist und mein Gehirn einmal mit ganz anderen Themen zu beschäftigen. Natur, Kultur, Geschichte, Kulinarik - ganz egal - Hauptsache ganz anders!</p><p>In unserer hektischen Welt ist Langeweile oft verpönt. Wir haben das Gefühl, ständig produktiv sein zu müssen. Doch Langeweile und das „einfach mal seinen Gedanken nachhängen“ sind unglaublich kraftvolle Werkzeuge für Kreativität.</p><blockquote><p>„Unser Gehirn braucht Langeweile“</p></blockquote><p>…sagt die Psychologin Jennifer Haase, deren spannenden Audiopodcast ich beim NDR entdeckt habe. Sie hat mit zahlreichen wissenschaftlichen Partnerinnen und Partnern eine Metastudie zur Kreativität durchgeführt.</p><p>Wenn unser Gehirn sich langweilt, beginnt es zu wandern. Es sucht nach Stimulation und findet sie oft in den tiefsten Ecken unserer Vorstellungskraft. Diese freien Momente ermöglichen es uns, neue Ideen zu generieren, Verbindungen zu knüpfen und Geschichten zu entwickeln, die wir in der Hektik des Alltags niemals entdeckt hätten.</p><p>Das erinnert an den Apfel, der einst neben Isaac Newton vom Baum fiel, oder an die zufällige Entdeckung des Penicillins durch den Bakteriologen Alexander Fleming. <br/><br/>So einfach ist es jedoch nicht – auch in der Wissenschaft. Es braucht mehr als nur Zufall: Wissen, Handwerk, Fleiß, Intuition und vor allem Neugier auf Menschen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Können wir unsere Kreativität als Autor:innen befeuern?</strong></p><p>Es gibt viele Möglichkeiten, unsere Kreativität anzukurbeln, wie Jennifer Haase betont, da Kreativität ein komplexes Phänomen ist.</p><p>Der Konsum von Alkohol und Drogen gehört jedoch glücklicherweise nicht dazu. „Interessanterweise glauben Menschen, die Drogen konsumiert haben, dass sie kreativer seien, auch wenn das tatsächlich nicht der Fall ist“, so Paul Hanel vom Institut für Psychologie der Universität Essex in Großbritannien, der als Mitautor die Studie mitverfasst hat.</p><p>Kreativität lässt sich vielmehr durch Emotionen, situative Stimmungen und vor allem durch Kompetenz, Wissen und Fähigkeiten aus ihrer Höhle locken.</p><p>Die wichtigste Voraussetzung für Kreativität ist – wie auch die Studie immer wieder bestätigt – dass wir den Bereich gut kennen müssen, in dem wir kreativ sein wollen. „Wir brauchen zunächst Wissen und Fähigkeiten, um in einem bestimmten Bereich überhaupt etwas Sinnvolles schaffen zu können“, erklärt Jennifer Haase.</p><p>Sie führt weiter aus: „Wenn ich künstlerisch tätig sein möchte, wenn ich etwas aufs Papier bringen möchte, dann benötige ich das entsprechende Handwerk. Ich muss verstehen: Was wurde schon gemacht? Welche verschiedenen Stile gibt es? Wie kann man diese geschickt kombinieren, um etwas Neues und damit etwas Kreatives zu schaffen?“</p><p>Für uns Sachbuchautor:innen bedeutet das, dass wir unser Schreibhandwerk beherrschen und in unserem Thema tief genug recherchiert haben müssen, um damit zu spielen. Ich selbst erstelle bei meinen Buchprojekten vor dem Schreiben immer eine konzentrierte Faktensammlung zu einzelnen Kapiteln – aus Studien, Büchern und Podcasts, die mich inspirieren. Danach kann ich die erste Rohfassung viel schneller niederschreiben, weil ich alles im Kopf “verdaut” und abrufbar habe.</p><p>Die Psychologin Haase empfiehlt darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, um unsere Kreativität weiter zu entfachen. „Was erstaunlich effektiv ist, sind Auseinandersetzungen mit Themen, die unseren Horizont erweitern und unser Denken herausfordern. Das erreichen wir beispielsweise durch kulturelle Exposition: Wenn wir ins Ausland gehen, andere Lebensrealitäten kennenlernen und feststellen, dass es auch auf anderen Wegen geht, erweitert das unser Denken und macht uns kreativer. Aber auch ein Museumsbesuch, bei dem uns andere Lebenswelten vorgestellt werden, oder Filme, die eine andere Welt zeigen als die, in der wir leben, können uns inspirieren. All das erweitert unseren Horizont und hilft uns. Um unsere kognitive Flexibilität zu erhöhen, sind Methoden wie Meditation, Sport oder Spaziergänge ebenfalls sehr wirkungsvoll. Einfach in Bewegung zu kommen, hilft uns ungemein, flexibler zu denken.“</p><p><strong>Reisen und Mikroabenteuer zur Inspiration</strong></p><p>Längere Urlaube, aber auch der kleine Ausflüge vor der Haustür – wie der Besuch einer Vernissage oder einer thematisch fremden Vorlesung, die uns auf den ersten Blick gar nicht anspricht – können uns inspirieren. Es geht darum, aus der Komfortzone herauszutreten und zu sehen, welche spannenden Verknüpfungen unser Gehirn zu unserem Schreibthema findet.</p><p>Natürlich hat jeder und jede eine eigene Schreibpraxis. Bei diesen heißen Temperaturen, bei denen einem das Gehirn fast wegschmilzt, ist es nicht immer einfach, dran zu bleiben. Die Terrasse oder der Badesee locken zu sehr.</p><p>Für mich funktioniert es am besten, wenn ich trotz meines Hauptjobs jeden Tag an meinem Sachbuch arbeite – auch wenn es nur 30 Minuten morgens sind. Wichtig ist, den Faden nicht zu verlieren durch zu lange Unterbrechungen.</p><p>Das Gute daran? Auch wenn ich gerade nicht auf Papier oder am Laptop schreibe, arbeitet mein Unterbewusstsein weiter und formt meinen Stoff innerlich aus. Dann wird alles zum Schreiben: Autofahren und Zeitunglesen, ich finde das genau die fehlenden Bücher in Buchhandlungen, oder habe spontan interessante Gespräche mit den richtigen Leuten, die die Knoten in meinem Kopf lösen.</p><p>Oft kommen die besten Ideen genau dann, wenn wir sie am wenigsten erwarten – der berühmte geniale Einfall unter der Dusche. <br/>Mir fallen die Lösungen eher ein, wenn ich meditativ mit meiner handlichen Lieblingsgartenschere im Garten schnipple – das danken mir dann auch die Pflanzen mit üppigen Blüten. Mit einer anderen großen Gartenschere klappt das übrigens nicht... bilde ich mir zumindest ein. 😊</p><p>Die großen Autor:innen machen es nicht anders: Charles Dickens und Virginia Woolf spazierten stundenlang durch London und die englische Landschaft, Friedrich Nietzsche dachte „im Gehen“ in den Schweizer Alpen, Agatha Christie entwickelte ihre Ideen beim Abwaschen, und Haruki Murakami hat seine Geistesblitze regelmäßig beim Joggen.<br/>Dafür sollte man natürlich offen sein und sich nicht gerade die AirPods in die Ohren stopfen, wenn uns die Ideen zart auf die Schulter tippen – und immer Zettel und Bleistift einstecken.</p><p>Dieses Phänomen, das ich meine, wird auch als „Serendipität“ bezeichnet, im Englischen „Serendipity“. Der Begriff beschreibt den glücklichen Zufall, bei dem wir zufällig auf nützliche oder passende Informationen stoßen, während wir uns innerlich mit unserem Thema beschäftigen, ohne aktiv danach zu suchen.</p><p>Also entspannt euch! Lockerlassen ist angesagt, damit die Ideen euch finden können. 😊</p><p>Für alle, die sich trotzdem bei 30 Grad etwas schwer mit dem Schreiben tun: Hier ein Tipp zur Inspiration. Lest doch einfach etwas über das Schreiben!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cf3126dc-a671-4de8-92f3-f198c06b6cda/uploads/images/drwifuoyjm/IMG_5199.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ein ganz aktueller Buchtipp, der euch auf jeden Fall an den Stift oder die Tastatur lockt: „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells (Diogenes), ein sehr ehrliches Buch über seinen steinigen Weg zu den ersten Erfolgen mit einigen Tipps zum Schreibhandwerk.</p><blockquote><p>„There are two of you. One who wants to write, and one who doesn’t. (Dramatikerin María Irene Fornés)</p></blockquote><p>So ein Buch auch kann entstehen, wenn man eigentlich nur ein paar häufige Leserfragen für seine Webseite beantworten wollte. Inspiriert hatte Wells das lesenswerte Original von Stephen King „Das Leben und das Schreiben“. Dieses Buch sollte sich auf jeden Fall in eurem Regal befinden, als Heilmittel, wenn es mal nicht so läuft.</p><p>Schreibt mir sehr gern, wie euch die Bücher gefallen haben.</p><p><br/><strong>Hier noch die „kreativen“ Quellen für euch zum Weiterlesen:</strong><br/></p><p><a href="https://www.ndr.de/kultur/Was-schafft-Kreativitaet-Unser-Gehirn-braucht-Langeweile,kreativitaet106.html">Was schafft Kreativität? &quot;Unser Gehirn braucht Langeweile&quot; | </a><a href="http://ndr.de/">NDR.de</a><a href="https://www.ndr.de/kultur/Was-schafft-Kreativitaet-Unser-Gehirn-braucht-Langeweile,kreativitaet106.html"> - Kultur</a></p><p><a href="https://www.ndr.de/Kreativitaet-Eine-Sache-der-Einstellung,kreativitaet104.html">Kreativität: Eine Sache der Einstellung? | </a><a href="http://ndr.de/">NDR.de</a></p><p>Link zur Metastudie: <a href="https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Faca0000557">Creativity enhancement methods for adults: A meta-analysis. (</a><a href="http://apa.org/">apa.org</a><a href="https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Faca0000557">)</a></p><p>Erklärung: <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/drogen-kreativitaet-101.html">Studie: So lässt sich die Kreativität steigern | </a><a href="http://tagesschau.de/">tagesschau.de</a></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Wo geht es euren Buchprojekten ? Wo steht ihr? Worüber würdet ihr hier gern mehr lesen?</strong> <br/>Bei Problemen kann ich euch wärmstens meine monatlichen Community-Treffen empfehlen, da gibt es Autorinnen-Support und gemeinschaftliche Motivation. Alle neuen Termine unten.</p><p>Habt einen kreativen August! <br/><br/>Ich freue mich auf auf unser <strong>nächstes Community-Treffen am 20. August um 19:30 Uhr per Zoom für </strong>alle mit Paid-Abonnement. Ich musste den Termin leider aus beruflichen Gründen um eine Woche nach hinten schieben.<br/><br/>Eure Susanne Thiele</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Hast du Lust auf MEHR zum Thema Sachbuch schreiben?</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p>Durch ein bezahltes Abo (6,50 pro Monat) bekommst du dauerhaften Zugang zu allen Newslettern und zu meiner Let Me Edutain You!-Community, die sich einmal im Monat via Zoom zum Austausch trifft. <br/>Als Jahresabonnent:in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen und kannst zudem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</p><p><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em><br/></p><hr/><p>Neue Termine</p><p><strong>Nächste Community-Termine</strong></p><p>Für eure Planung hier die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick.</p><ul><li><p>Dienstag, <strong>27. August 2024 um 19:30 Uhr </strong>(musste ich leider verschieben)</p></li><li><p>Dienstag, <strong>24. September 2024 um 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p>Dienstag<strong>, 22.Oktober um 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p>Dienstag, <strong>19.November um 19:30 Uhr</strong></p></li><li><p>Dienstag, 1<strong>7. Dezember um 19:30 Uhr</strong><br/>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><hr/><p>Autorenleben</p><p>Wenn du noch mehr Spannendes und Wissenswertes aus meinem Autorinnen-Leben aus der Sicht einer Mikrobiologin sowie Infos zu Lesungsterminen erhalten möchtest, dann abonniere doch meinen kostenlosen <a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Mikrobenzirkus-Newsletter unter diesem Link</a>:</p><p>Mehr über meine Projekte, Bücher und mich findest du auch auf meiner Autorinnenseite <a href="http://www.susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Wenn dir dieser Let Me Edutain You! - Sachbuch-Newsletter gefällt, dann empfiehl ihn sehr gern an Freunde und Bekannte weiter! <br/><a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing"><br/></a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 14 Aug 2024 05:17:34 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title><![CDATA[Nature Writing - “Natur schreiben” im Sachbuch]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibfreundinnen und -freunde, mit etwas Verspätung kommt hier der neue und dafür längere Newsletter für euch – vor der Sommerpause im Juli.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Nature Writing - “Natur schreiben” im Sachbuch zu Klimawandel &amp; Co.</h1><p></p><p>Liebe Schreibfreundinnen und -freunde,</p><p>mit etwas Verspätung kommt hier der neue und dafür längere Newsletter für euch – vor der Sommerpause im Juli. Ich habe zwei gute Ausreden 😊: Zum einen Schreiben – mein eigenes aktuelles Sachbuch-Projekt - die Mikroben drängeln sich gerade immer in den Vordergrund. <br/>Außerdem habe ich parallel ein tolles Seminar vorbereitet „Einführung in das Nature Writing“: Es findet am 29.6. im Botanischen Garten Braunschweig in der “Grünen Schule” der TU Braunschweig statt. Ich plane diese <strong>“<em>Schreibspaziergänge”</em></strong>zukünftig regelmäßiger durchzuführen. Bei Interesse also gern melden.<br/>Da das Thema Nature Writing auch für euch als Sachbuchautor:innen Inspirationen und wertvolle Anregungen für das szenische Schreiben bietet, gibt es heute ein buntes Potpourri zum Thema: etwas Hintergrund zum Genre Nature Writing, Literaturempfehlungen und kleine Schreibimpulse für den Start. <br/>Vielleicht eine kleine Anregung für die Ferien, für alle, die gern genauer hinschauen und das ausprobieren möchten.</p><hr aria-hidden="true"/><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3856ec68-0bab-4f61-9c73-1c4a7e7d3149/uploads/images/wysr6trgvz/shutterstock_1982327063_nature_Writing.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/><strong>„Nature Writing“ macht Lust auf das Erkunden der „Wildnis“ vor der eigenen Haustür</strong></p><p>Jeden Morgen wecken mich die Vögel in meinem Garten. Wenn ich mit meinem Kaffee in meinem Schreibhäuschen sitze und die Fenster sperrangelweit öffne, dann kommt mit der frischen, kühlen Morgenluft auch eine vielstimmige Symphonie der Vögel herein. <br/>Es wäre ein Armutszeugnis für mich als Biologin, einfach nur von „Vogelgesang“ zu sprechen, auch wenn ich mich vor allem mit Bakterien und Viren auskenne. Deshalb versuche ich, die Vogelstimmen zuzuordnen – verschüttetes Schulwissen. Es ist nicht so einfach, die passenden Worte zu finden, um Vogelstimmen in Sprache zu übersetzen.</p><p>Ein leises „zirp, zirp“ dringt aus den Büschen am Zaun – das zarte Begrüßungslied der Amsel. Ihr Gesang ist melodisch, fast melancholisch. Ein paar Takte später erhebt sich ein helles, freudiges „twit-twit-twit“ der Kohlmeise, wie kleine, funkelnde Wassertropfen, die von Blatt zu Blatt springen. Weiter hinten im Gebüsch erklingt das „zizizizi-süüh“ der Blaumeise, eine schnelle Abfolge von hohen, feinen Tönen, die in ein weiches, fast sehnsüchtiges Pfeifen übergeht. Dann, wie ein eleganter Soloauftritt, fügt sich das „tsii-tsii-tsii“ der Bachstelze ein. Ihr Gesang ist klar und präzise, glitzerhell. Sie hüpft geschickt über den feuchten Rasen, ihr langer Schwanz wippt im Takt ihres fröhlichen Rufes.</p><p>Von fern kommt das „kuh-kuh“ der Taube vom Nachbardach, sie gurrt und kollert tief und beruhigend. Der Star reiht sich mit einem variablen „schrrr-piiiii-wiwiwi“ in das Konzert ein, seine Stimme wechselt ständig und imitiert manchmal sogar andere Vögel, als ob er der komische Mimiker der Gruppe wäre. Unerwartet durchbricht das „tschilp-tschilp-tschilp“ des Spatzes die Luft – hektisch und geschäftig, wie der Klang von kleinen, schnellen Schritten auf trockenem Laub.<br/>Es gibt übrigens ein „Handwörterbuch der Vogellaute“ von Peter Kraus in der schönen bibliophilen Reihe „Naturkunden“ bei Matthes und Seitz, das Vogelgesänge in Sprache übersetzt. <br/></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3856ec68-0bab-4f61-9c73-1c4a7e7d3149/uploads/images/e3jot6cvjl/shutterstock_2446123693_ilsetal.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/>In diesem <strong>Wiederhinhören</strong> und <strong>Benennen</strong> sind wir schon mittendrin in der Wiederentdeckung unserer „Mitwelt“ vor unserer Haustür. Denn wir sehen und bemerken mitunter nur das, was wir auch benennen können. <br/>Dann gehen wir wieder durch einen Park und sehen nicht nur <strong>„Bäume“</strong>. Aus der grünen Masse schälen sich einzelne Protagonisten heraus: Erle, Kastanie, Linde, Eiche oder sogar eine imposante „Kaukasische Flügelnuss“ wie im Theaterpark in Braunschweig. <br/>Das macht Natur wieder „sichtbar“ und „unterscheidbar“.</p><p><br/><strong>Was ist „Nature Writing“?</strong></p><p>In der angloamerikanischen Literatur spricht man vom „Nature Writing“ – bei uns im deutschsprachigen Raum finde ich keinen entsprechenden Begriff dazu. Klar ist: Im Nature Writing geht es darum, die Schönheit, Vielfalt und Bedeutung der natürlichen Welt zu erkunden und zu vermitteln. Die Autor:innen beschreiben oft ihre persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Emotionen im Umgang mit der Natur.</p><p><strong>„Schreiben über Natur ist immer ein Schreiben, das naturwissenschaftlich benennt, philosophisch und historisch reflektiert und formalästhetisch neue Wege findet, um Literatur und keine naturwissenschaftliche Abhandlung entstehen zu lassen.“</strong><br/>(Pressemitteilung Deutscher Preis für Nature Writing)</p><p><br/><br/><strong>Ein paar Beispiele gefällig? Hier nur eine kleine Auswahl aus meinem gut gefüllten Bücherregal:</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3856ec68-0bab-4f61-9c73-1c4a7e7d3149/uploads/images/2tvx7ub7yv/IMG_3485.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><ul><li><p><strong>Henry David Thoreau „Walden oder Leben in den Wäldern“</strong><br/>Der Fixstern dieses Genres ist natürlich Henry David Thoreau (1817 – 1862) – der Ur-Typ des heutigen „Aussteigers“. Er gilt als Vordenker des Nature Writing. Er lebte zwei Jahre, zwei Monate und zwei Tage in einer Hütte irgendwo am Walden Pond, einem See in Massachusetts. Sein Ziel: Zu sich selbst und zurück zur Natur zu finden. Er schildert in seinem Buch „Walden oder Leben in den Wäldern“ wie er sich mit Fischfang und Gemüseanbau selbst versorgt und gibt Ratschläge, wie man Bedürfnisse auf ein Minimum reduzieren kann. Er beschreibt, wie es ihm mit der Zeit immer leichter fällt, auf den gewohnten Luxus zu verzichten und sich bescheideneren Verhältnissen anzupassen. Thoreau macht das in einer sehr kurzweiligen Form, indem er Philosophisches und Praktisches in seine Schilderungen einfließen lässt. <br/><a href="https://www.graff.de/shop/artikel/9783868203394.html?affiliate=PTVC0IXsj9sdQAwD">Link</a> ( Mein Tipp: versandkostenfrei deutschlandweit bestellbar bei meiner Lieblingsbuchhandlung Graff in Braunschweig)<br/></p></li><li><p><strong>John Muir, oft als &quot;Vater der Nationalparks&quot;</strong> bezeichnet, ein schottisch-amerikanischer Naturforscher und Autor, dessen Schriften die amerikanische Wildnis in lebendigen und poetischen Bildern einfingen. Seine packenden Beschreibungen in Werken wie &quot;The Mountains of California&quot; und &quot;My First Summer in the Sierra&quot; haben das Naturverständnis vieler Menschen verändert und maßgeblich zur Gründung mehrerer Nationalparks beigetragen. Mit seinem leidenschaftlichen Engagement und seinen eindringlichen Texten inspirierte er eine ganze Generation von Naturliebhabern und Umweltschützern.</p><p></p></li><li><p><strong>Anni Dillard „Pilger am Tinker Creek“ </strong><br/>Ein klassischer Text des Nature Writings, der uns Leser durch die vier Jahreszeiten und die Feinheiten des Lebens in einem kleinen Tal in Virginia führt. Dillards Beobachtungen sind so präzise und poetisch, dass man die Natur fast schmecken kann. <a href="https://www.graff.de/shop/artikel/9783957573346.html?affiliate=PTVC0IXsj9sdQAwD">Link</a></p><p></p></li><li><p><strong>Helen Macdonald „H wie Habicht“ </strong><br/>Ein Meisterwerk über die Trauerbewältigung der Autorin nach dem Tod ihres Vaters und das Training eines Habichts. Helen Macdonald zeigt, wie eng Mensch und Natur verbunden sind – auf überraschende und emotionale Weise. <a href="https://www.graff.de/shop/artikel/9783548376721.html?affiliate=PTVC0IXsj9sdQAwD">Link</a><br/></p></li><li><p><strong>Robin Wall Kimmerer „Geflochtenes Süßgras“</strong><br/>Das Buch erforscht die Beziehung zwischen Mensch und Natur aus der Sicht einer indigenen Botanikerin. Es hat mich sehr beeindruckt und lange gedanklich nachgehallt. Kimmerer betont die Bedeutung von Dankbarkeit und Gegenseitigkeit in unserer Interaktion mit der natürlichen Welt. Sie kombiniert persönliche Erlebnisse, indigene Geschichten und wissenschaftliche Erkenntnisse, um zu zeigen, wie wir durch das Lernen von Pflanzen und traditionellen Praktiken eine nachhaltigere und respektvollere Lebensweise entwickeln können. Kimmerers lyrischer Schreibstil gefällt mir dabei sehr. <a href="https://www.graff.de/shop/artikel/9783351038731.html?affiliate=PTVC0IXsj9sdQAwD">Link</a><br/></p></li><li><p><strong>Rachel Carson – Pionierin des politischen Nature Writings </strong><br/>Nicht fehlen darf hier die Biologin Rachel Carson, berühmt durch „Silent Spring“ (1962), welches mehr als nur ein Buch ist – es ist ein Weckruf. Carson enthüllte die verheerenden Auswirkungen von Pestiziden und Herbiziden auf die Umwelt und legte damit den Grundstein für die moderne Umweltbewegung. Ihre kraftvollen Worte und sorgfältig recherchierten Fakten zeigten, dass Nature Writing auch eine politische Dimension haben kann und muss. In Zeiten des Klimawandels und der fortschreitenden Umweltverschmutzung ist Carsons Vermächtnis aktueller denn je. Sie erinnert uns, dass unsere Feder mächtiger ist als das Schwert, wenn es darum geht, für den Schutz des Planeten zu kämpfen. <a href="https://www.graff.de/shop/artikel/9783406731778.html?affiliate=PTVC0IXsj9sdQAwD">Link</a></p></li></ul><p><br/><strong>Nature Writing als Brückenbau zu unangenehmen Themen wie Klimawandel und Umweltkrisen</strong></p><p>Eine Natursehnsucht ist ausgebrochen. Besonders in der Lockdown-Zeit der Corona-Pandemie habe ich es gespürt, aber eigentlich auch schon lange davor. Ob Wandern oder Waldbaden, Imkern oder Waldkindergärten, städtisches Gärtnern auf Dächern oder solidarische Landwirtschaft, Kräuterwanderungen – überall sprießen Angebote und Initiativen aus dem Boden, die die Natur als neuen Erfahrungsraum in den Vordergrund stellen. Im Hintergrund haben diese Aktivitäten jedoch nicht selten die Große Transformation und den Klimaschutz im Sinn.</p><p>Erfolgreiche deutsche Titel gibt es, wie zum Beispiel die Bücher des Försters Peter Wohlleben, der die Bestsellerlisten mit seinen speziellen Erzählungen über den deutschen Wald erobert hat. Mir gefallen aber besonders Titel vom Darmstädter Journalistik-Professor Thorsten Schäfer und vom Philosophen und Biologen Andreas Weber.<br/></p><blockquote><p>„Nature Writing muss Megathemen wie den Klimawandel als Kontext hinter den lebendigen Beschreibungen und Geschichten aufbauen – sonst riskiert es, in Schönfärberei zu verfallen, die den realen Bedrohungen nicht gerecht wird.“ (Thorsten Schäfer, Journalistik-Professor)</p><p></p></blockquote><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3856ec68-0bab-4f61-9c73-1c4a7e7d3149/uploads/images/rx6xtolpm5/Braunlage_waldsterben_Braunlage.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>Braunlage: Waldsterben infolge des Klimawandels</em> (Quelle: Shutterstock)</p><hr aria-hidden="true"/><p>Auch für uns Sachbuchautoren und Wissenschaftsjournalistinnen liegen große Chancen im Literaturgenre Nature Writing. <br/>Es geht zunehmend darum, welche Narrative und Vermittlungsformen die oft klassische, sperrige Klima- und Umweltberichterstattung attraktiver, verständlicher und wirksamer machen. Und es geht natürlich medienökonomisch auch immer um ganz neue Zielgruppen, die über ihre Natursehnsucht zu erreichen sind. <br/><br/><strong>Was fördert umweltfreundliches Handeln besser beim Lesepublikum? Angstnarrative oder Hoffnungsschimmer?</strong><br/><br/>“Negative Stimuli oder düstere Szenarien führen nachweislich häufiger dazu, dass wir uns nicht mehr engagieren…wir blenden zukünftige Probleme lieber aus, als ihnen aktiv entgegenzutreten”, schreibt der Hirnforscher Prof. Martin Korte von der TU Braunschweig in der aktuellen Umweltzeitung (Magazin für Politik, Ökologie und eine lebenswerte Zukunft, Juli/August 2024)</p><p>Nature Writing kann eine andere lustvolle Nachhaltigkeitsperspektive schaffen, weil es da ansetzt, wo uns die belebte Natur intuitiv anzieht: Tiere, Pflanzen, Wasser und Landschaften.</p><blockquote><p>„Was erzählt ein Stein, wenn ich ihm länger begegne? Wie stark schadet die Trockenheit den Wäldern, die durch Erwärmung und extreme Wetterlagen immer häufiger leiden? Solche Fragen stellen sich Autoren des Nature Writing.“ (Philosoph und Journalist Andreas Weber)</p></blockquote><p><br/><strong>Welches Schauspiel vollführen Mauersegler, wenn ich mich mit ihnen aufschwinge?</strong><br/>Ein Auszug aus einem Naturtext von mir – aus einem Schreibprojekt über Bionik – Lernen von der Natur:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3856ec68-0bab-4f61-9c73-1c4a7e7d3149/uploads/images/luzrfluahx/shutterstock_388812109_mauersegler.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><em>„Mich faszinierten die Vögel wegen ihrer ungewöhnlichen Lebensweise, über die ich in den kommenden Jahren immer mehr las, je älter ich wurde. Seither suche ich immer Anfang Mai den Himmel nach den Rückkehrern ab. Sie und ihre hohen Stimmen sind für mich verbunden mit dem Gefühl von schwirrenden Sommern. Die Mauersegler verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft, jagen Insekten, die sie wie kleine Torpedos in freiem Fall in geschickten Flugmanövern aus der Luft fischen. Sie sind Flugkünstler und perfekt an den extremen luftigen Lebensraum angepasst. Bodenkontakt ist eine Ausnahme. Sie können bis zu zehn Monate lang durchgehend in der Luft bleiben und paaren sich sogar akrobatisch im freien Fall. Das Weibchen vibriert mit den Flügeln und verlangsamt seinen Flug, dann lässt das Vogelpaar die Schwingen ruhen und trudelt gemeinsam nach unten. Im Laufe ihres Lebens legen sie bis zu 4,5 Millionen Kilometer zurück – das sind etwa 100 Erdumrundungen. Um keine Zeit zu verlieren, schlafen sie sogar im Flug – vermutlich schläft nur die eine Gehirnhälfte – während die andere den Flug bei Tempo 30 steuert. Ein Zustand zwischen Schlafen und Wachsein oszillierend. Einzig zum Brüten lassen sie sich zu ihrem Nest herab. Es muss eine schreckliche Vorstellung für einen Mauersegler sein – unser Menschenleben so erdverbunden und eingezwängt in Häusermauern und Grenzen…“</em></p><p></p><p><strong>Meine Tipps für Naturschreiber:innen für den Start:</strong></p><ul><li><p><strong>Schreib draußen:</strong> Verlasse deinen üblichen Schreibplatz und setze dich in die Natur. Nutze die frische Luft und die natürliche Umgebung, um Inspiration zu finden. Beobachte deine Umgebung genau und lass sie in deine Texte einfließen. Schreibe ohne Selbstzensur und ohne über die Qualität nachzudenken. Gib deinen Gedanken freien Lauf und erlaube dir, Fehler zu machen. Bearbeiten kannst du später.</p></li><li><p><strong>Such dir einen festen „Sit Pod“:</strong> einen festen Schreibplatz, eine Bank, einen Stein, von dem du regelmäßig aus derselben Perspektive auf ein Naturschauspiel schauen kannst (z. B. Sonnenaufgang, einen See, einen Baum). Ich habe ganz in meiner Nähe ein kleines Wasser-Biotop an dem ich auf still auf meiner Bank sitze und pures Leben ganz nah beobachten kann: Wasservögel, Libellen… Beobachten, hören, riechen, notieren….</p></li><li><p><strong>Mache tägliche Notizen:</strong> Führe ein Journal, in dem du täglich kurze Beobachtungen, Gedanken oder Gefühle oder auch kleine Zeichnungen (Nature Journaling) festhältst. Dazu kannst du auch einfach im Garten sitzen oder aufmerksam durch den im Park spazieren. Wie viele unterschiedliche Töne der Farbe Grün bemerkst du beispielsweise?</p></li><li><p><strong>Suche Dir ein Detail:</strong> ein abgeknicktes Blatt, ein Schneckenhaus, eine lange vergessene Wildblume, ein besonders auffälliger Käfer, die Flechten auf einem Baumstamm: An welches Kindheitserlebnis erinnert dich das? Diese täglichen Notizen können später als wertvolle Ausgangspunkte für längere Texte dienen. ..</p></li><li><p><strong>Verwende alle Sinne:</strong> Beschreibe nicht nur, was du siehst, sondern auch, was du hörst, riechst, fühlst und schmeckst. Die Einbindung aller Sinne macht deine Texte lebendiger und authentischer. Nutze die Natur als Spiegel für deine inneren Gefühle.</p></li><li><p><strong>Beobachte die Natur:</strong> Lerne von der Natur und ihren Zyklen: Jahreszeiten, Metamorphosen von der Raupe zum Schmetterling usw. Achte auf Veränderungen und Übergänge in der Umwelt und übertrage diese Beobachtungen auf deine Geschichten und Charaktere. Nutze die Natur als Kulisse. Erzähle nicht nur Fakten, sondern entwickle spannende kleine Miniaturgeschichten, die die Leser:innen fesseln und berühren.</p></li><li><p><strong>Nutze Metaphern aus der Natur:</strong> Verwende Bilder und Vergleiche aus der Natur, um abstrakte Konzepte greifbarer zu machen. Metaphern und Analogien aus der natürlichen Welt können deinen Texten Tiefe und Resonanz verleihen.</p></li></ul><p>In diesem Sinne wünsche ich euch einen kreativen und schreibproduktiven Juli. Ich bin unterwegs - einmal rundherum um die Bretagne mit dem Wohnwagen und mein Notizbuch natürlich immer dabei ;-).</p><p>Wir lesen uns Mitte August hier an dieser Stelle wieder…</p><p>Schreibt mir mir sehr gern über eure Erfahrungen bei ersten Versuchen zum Nature Writing - ich gehe hier in einem der nächsten Newsletter auch noch etwas konkreter auf die Deep-Dive -Schreibmethode ein.</p><p>Wo steht ihr gerade bei euren Buchprojekten ? Worüber würdet ihr hier gern mehr lesen? <br/>Bei Problemen kann ich euch wärmstens unsere monatlichen Community-Treffen empfehlen, da gibt es Autorinnen-Support und gemeinschaftliche Motivation. Alle Termine unten.</p><p>Habt eine schöne Sommer- und Urlaubszeit!<br/><br/>Eure Susanne</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Hast du Lust auf mehr zum Thema Sachbuch schreiben?</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p>Durch ein bezahltes Abo (6,50 pro Monat) bekommst du dauerhaften Zugang zu allen Newslettern und zu meiner Let Me Edutain You!-Community, die sich einmal im Monat via Zoom zum Austausch trifft. <br/>Als Jahresabonnent:in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen und kannst zudem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</p><p><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em><br/></p><hr/><p>Neue Termine</p><p><strong>Nächste Community-Termine</strong></p><p>Für eure Planung hier die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick.</p><ul><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Dienstag, 20. August 2024 um 19:30 Uhr</p></li><li><p>Dienstag, 17. September 2024 um 19:30 Uhr <br/>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><hr/><p>Autorenleben</p><p>Wenn du noch mehr Spannendes und Wissenswertes aus meinem Autorinnen-Leben aus der Sicht einer Mikrobiologin sowie Infos zu Lesungsterminen erhalten möchtest, dann abonniere doch meinen kostenlosen <a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Mikrobenzirkus-Newsletter unter diesem Link</a>:</p><p>Mehr über meine Projekte, Bücher und mich findest du auch auf meiner Autorinnenseite <a href="http://www.susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Wenn dir dieser Let Me Edutain You! - Sachbuch-Newsletter gefällt, dann empfiehl ihn sehr gern an Freunde und Bekannte weiter! <br/><a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing"><br/></a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Thu, 27 Jun 2024 05:34:11 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Hilfe , wie strukturiere ich meine Ideen? (Gliederung Teil 1)]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Sachbuchautorinnen und -autoren, im letzten Community-Termin im Mai stand bei meinen Sachbuchautor:innen ein Problem im Vordergrund.]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/323e95a2-1502-48fb-9f3a-4c531642dce7/uploads/images/4oeycjbt5z/Gliederung_3.jpg.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Liebe Sachbuchautorinnen und -autoren,</strong></p><p>im letzten Community-Termin im Mai stand bei meinen Sachbuchautor:innen ein Problem im Vordergrund:</p><p>Sie wissen alle schon sehr gut, <strong>worüber</strong> sie schreiben möchten, haben <strong>ihr</strong> Thema gut eingekreist und erste Stoffsammlungen angelegt. <br/>Einige Seiten Text sind sogar schon geschrieben - aber dann kommen die Probleme.</p><blockquote><p>„…es strömen so viele Stichworte, Ideen und Kernaussagen zusammen – so dass es wieder ein großes Durcheinander im Kopf ergibt. Völlige Blockade!“</p></blockquote><p><strong>Keine Panik! Ihr seid nur bereit, für den nächsten Schritt!</strong></p><p>Wir sortieren das kreative Ideenhäufchen - einerseits <strong>fachgerecht </strong>und andererseits und ganz wichtig - <strong>lesergerecht</strong>.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/323e95a2-1502-48fb-9f3a-4c531642dce7/uploads/images/z3h5gjy4gp/GLiederung_Teil_1.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p>Versetzt euch bitte zuerst noch einmal in die Situation eures Lieblingslesers, eurer Lieblingsleserin.</p><p>Welche Probleme hatten sie noch einmal? Weshalb sollten sie eurer Sachbuch kaufen? Welche Motivation treibt sie an? Was sollte danach besser klappen?</p><p><strong>Kurz:</strong> Welcher Input aus eurem Sammelsurium an tollen Fachinformationen und nützlichen Tipps holt sie am besten in der aktuellen Situation ab?</p><p>Was ist für den Einstieg am wichtigsten oder das absolut überzeugende Argument?</p><p><strong>Oder ganz einfach: </strong>Mit welchem Inhalt gelingt aus eurer Sicht der Einstieg am einfachsten?</p><p>Was müssen sie zuerst wissen, damit sie alles Weitere verstehen, was ihr noch vermitteln möchtet?</p><p>Was muss danach logischerweise als Nächstes kommen.</p><p><strong>Versucht eine gut verdauliche (verständliche) Reihenfolge eures exzellenten Drei-Gänge Menüs zu kreieren!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/323e95a2-1502-48fb-9f3a-4c531642dce7/uploads/images/zpazk3qukm/Menue_happchen.jpg.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Und an dieser Stelle muss ich auch ganz ehrlich mit euch sein!</p><p>Es gibt sie nicht – DIE optimale Gliederung und Struktur für euer Buch. Dafür können alle Sachbuchautor:innen <strong>kein Patent- oder Geheimrezept </strong>anbieten.</p><p>Die Struktur eures Sachbuches hängt sehr von eurem Thema ab und von eurer kreativen Herangehensweise!</p><p>Also bringt unbedingt eure Schreibpersönlichkeit ein – dazu eine Prise Humor und einen Spritzer Extravaganz.</p><p>Einzige Anforderung ist - alles, was dem Publikum, der guten Vermittlung und der Logik dient.</p><p><strong><br/>Aber ein paar Anregungen habe ich natürlich trotzdem für euch:</strong></p><p></p><p><strong>a)    Drei Gänge Menü: Einleitung – Hauptteil - Schluss</strong></p><p>Erinnert ihr euch aus der Schule? So haben wir es für unsere Aufsätze gelernt. Drei Kapitel sind natürlich zu wenig. Aber für die übergeordnete Grobgliederung des Buches ist es ganz hilfreich:</p><p>Hier sind die drei Hauptteile meiner Gliederung von „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“ (HEYNE)</p><p><br/><strong>Erster Teil</strong></p><p>Unsichtbare Welten</p><p>·       Ein Planet der Mikroben</p><p>·       Gute Mikroben, böse Mikroben</p><p>·       Letzte Wildnis in unseren Häusern</p><p><strong>Zweiter Teil</strong></p><p>Unser heimischer Mikrobenzoo</p><p>·       Unser Tor zur Welt – Haustür und Flur</p><p>·       Die Küche – von Schwämmen und Schneidbrettern</p><p>·       Wohnzimmer – von Teppichvölkern und TV-Mikroben</p><p>·       Homeoffice – fleißige Mikrogesellen auf Computer und Handy</p><p>·       Expedition ins Badezimmer</p><p>·       Im Schlafzimmer – wer schläft denn da mit mir?</p><p>·       Mikrobenzoo im Kinderzimmer</p><p>·       Hund und Katz – zu Hause mit Stubentiger &amp; Co</p><p><strong>Dritter Teil</strong></p><p>Schöner wohnen mit Mikroben</p><p>·       Mit „guten“ Keimen leben</p><p></p><p>Ihr seht schnell, dass in der Einleitung und im Schluss weniger Inhalte stehen.</p><p><strong>Euren Hauptteil gut zu strukturieren, das ist wird also die Herausforderung.</strong><br/></p><hr aria-hidden="true"/><p>Starten wir aber zunächst mit der Vorspeise…</p><p><strong>b)    Die „Einleitung“ oder Leserhinführung</strong></p><p>Ihr habt sicher bei der Marktrecherche für euer Sachbuch schon verschiedene Inhaltsübersichten durchforstet.</p><p>Da gibt die kurze und knackige Version aber auch viele Sachbücher, die in der Einleitung einen kompletten Überblick über die gesamte „Weltformel“ herleiten.</p><p><strong>Aber mal ganz ehrlich? Wie lest ihr selbst Sachbücher?</strong></p><p>Die Statistik sagt, dass angeblich nur 10 Prozent aller Leser:innen die Einleitung überhaupt lesen, neun von zehn überspringen sie und blättern gleich zu Kapitel 1, wo die wichtigen Dinge stehen.</p><p>Wenn in der Einleitung nichts Wichtiges steht, wozu brauchen wir sie dann überhaupt? Papier wird aus Bäumen hergestellt und kostet schließlich zu viel Geld, um Bleiwüsten darauf zu drucken.</p><p>Ein Intro, ein paar Worte vorneweg brauchen wir aber auf alle Fälle, um unsere Leser:innen für unser Thema „aufzuwärmen“.</p><p><strong>Warum dann nicht etwas Unterhaltsames oder Interessantes, etwas Persönliches in die Einleitung bringen….</strong></p><p>Versuch es doch einmal mit etwas SMALL TALK mit deiner Lieblingsleserin, deinem Wunschleser. Das hilft zum „Warmschreiben“!</p><p>Worüber würdest du beim Kaffee plaudern, damit ihr euch besser kennenlernt, damit du dein Thema beiläufig einführen kannst?</p><p>Warum du gar nicht anders konntest, als dieses Buch für ihn und für sie zu schreiben…und damit es vor allem nicht so “grottenlaaaangweilig” wird.</p><p>Und dann betiteln wir es auch nicht mehr als „Einleitung“.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was du dir schenken kannst, sind auf alle Fälle solche Informationen in der Einleitung:</strong></p><p>1.     Hinweise, wie das Buch zu handhaben ist (das ist schlimm, wenn deine Leserführung im Buch das noch nötig hat)</p><p>„Sie können Kapitel einzeln lesen oder von Anfang bis Ende” Das wird deine Leserin schon ohne deine Bevormundung hinbekommen :-)</p><p>2.     Zu lange oder ausführliche Erklärungen, wie es zu dem Buch kam. Hier ziehen nur spannende oder originelle Geschichten.</p><p>3.     Hinweise auf Bitten deiner Seminarteilnehmer oder Kundinnen als Rechtfertigung, dieses Sachbuch unbedingt schreiben zu müssen. Das gehört als Hausaufgabe in deine Marktrecherche.</p><p><strong>Sorry!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/323e95a2-1502-48fb-9f3a-4c531642dce7/uploads/images/sn6v4b4cu6/Koder.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>W<strong>as wiederum eine gute Idee für deinen Start ins Sachbuch wäre….</strong></p><p>Reich deiner/m Lieblingsleser:in doch freundlich die Hand und entwickle in den ersten Seiten deine VISION als nette Idee, um ihn mitzureißen und zu motivieren, so etwas auch zu erleben oder daran teilzuhaben.</p><p><strong>Das wäre ein starker Einstieg!</strong></p><p>Ist dein Thema beispielsweise in der aktuellen Situation besonders dringend und aktuell.<strong><br/>Dann sag das !</strong></p><p>Gibt es eine Anekdote, die den Sinn deines Buches besonders treffend illustriert.<strong><br/>Etwas zum Schmunzeln oder Staunen? Her damit!<br/><br/></strong>Was lockt dein Publikum aus der Reserve, hinterm Ofen hervor oder von der Mattscheibe weg in die Natur? <br/><strong>Super!</strong><br/></p><p><strong>c)     Stück für Stück: Hintergründe vorher erklären</strong></p><p>Du brauchst natürlichen keinen historischen Abriss über dein gesamtes Thema schreiben und bei Adam und Eva oder bei der Erfindung des Buchdrucks starten.</p><p><strong>Aber:</strong></p><p>Wenn du ein z.B. ein völlig neues didaktisches Konzept für deine Seminare entwickelt hast, wirst du deinem Publikum vorher wahrscheinlich einige fachliche Hintergrundinformationen erklären müssen.</p><p>Wie gewisse Übungen auf deine Gesundheit wirken, wie die Studienlage ist…<br/>Was du unter gewissen Begriffen verstehst.</p><p>Vielleicht hast Du sogar kreative <strong>„Wortneuschöpfungen“ </strong>für deine Konzepte entwickelt.</p><p><strong>Dann erkläre das deiner Leserschaft!</strong></p><p>Die richtige Reihenfolge dieser Wissenshäppchen und Inhaltsstrukturen bestimmt, ob dein Leser und deine Leserin dir gern folgen werden. <br/><br/>Letztendlich sitzen sie allein mit deinem Sachbuch auf der Couch mit der Wolldecke und entscheiden nach dem Lustprinzip, ob sie weiterlesen wollen in ihrer begrenzten Freizeit. <br/><br/>Ein wichtiges Thema ist zudem:<br/></p><p><strong>d) Wie lautet dein erster Satz, der ins Buch zieht?</strong></p><p>Dafür solltest du etwas mehr Kopfarbeit investieren. Wie packst du deinen Leser?</p><p>Meine ersten Sätze im oben erwähnten Sachbuch lauten:</p><p>„Mögen Sie Mikroben? Oder lässt Sie allein schon der Gedanke an solche winzigen Lebensformen zur Desinfektionsflasche greifen?</p><p>Bakterien, Pilze, Viren &amp; Co, - diese ganze Mikrobenschar hat ein furchtbar schlechtes Image. Tägliche Nachrichten über Epidemien und abscheuliche Krankheiten machen Mikroorganismen zu unseren Angstgegnern…“</p><p>Ob das nun die weltbesten ersten Sätze aller Zeiten sind, darüber lässt sich sicher streiten :-)!</p><p><strong>Wichtig ist aber:</strong> Sie funktionierten für meinen Verlag &amp; Lektor, holen Leser in der aktuellen Situation direkt ab und sprechen an, um welche Veränderung in der Wahrnehmung der Bedeutung von nützlichen Mikroorganismen es mir im Buch geht.</p><p>So, das wäre mein Input für heute. <br/><br/>Schreibt mir sehr gern, wenn ihr Fragen oder Kommentare dazu habt.</p><p>Eure Susanne</p><hr/><p>Beim nächsten Mal</p><p>Beim nächsten Newsletter geht es zum Thema Gliederung im Buch darum, mit <strong>welchen didaktischen Elementen ihr eure Kapitel sinnvoll gliedern</strong> könnt. Und da ist im Sachbuch einiges möglich!</p><p></p><p><strong>Hast du Lust auf mehr zum Thema Sachbuch schreiben?</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p>Durch ein bezahltes Abo (6,50 pro Monat) bekommst du dauerhaften Zugang zu allen Newslettern und zu meiner Let Me Edutain You!-Community, die sich einmal im Monat via Zoom zum Austausch trifft. <br/>Als Jahresabonnent:in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen. Als Abonnent*in kannst du mit einem Gastzugang Freunde einladen.</p><p><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em></p><p>An dieser Stelle begrüße ich offiziell Ida als neue Jahresabonnentin mit einem ganz spannenden Sachbuch-Projekt – ein Mix aus Reisememoir und Familiengeschichte. <br/>Ich freue mich darauf, mehr darüber zu hören und das Projekt beim Wachsen zu begleiten!</p><hr/><p>Neue Termine</p><p><strong>Nächste Community-Termine</strong></p><p>Auf Wunsch meiner festen Jahresabonnenten haben wir den Wochentag auf <strong>Dienstag</strong> gewechselt. Vielleicht passt das auch für einige neue Interessenten besser?</p><p>Für eure Planung hier die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick.</p><ul><li><p>Dienstag, 18. Juni 2024 um 19:00 Uhr (Input: Taugt mein Thema für ein Sachbuch?)</p></li><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Dienstag, 20. August 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Dienstag, 17. September 2024 um 19 Uhr <br/>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><hr/><p>Autorenleben</p><p><strong>News von meinem Schreibtisch:</strong></p><p>Auf meinen ganz neuen Workshop zum Thema „Natur Writing am Wasser“ möchte ich dich hier auch schon hinweisen am 15. und 16. Juni 2024 in Braunschweig.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/323e95a2-1502-48fb-9f3a-4c531642dce7/uploads/images/qfmiffwb23/Nature_writing_Workshop_an_der_Oker_15.16.6._Braunschweig.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Egal, ob du Romane, Gedichte, Erzählende Sachbücher oder einfach Tagebuch schreibst: Naturnahes Schreiben mit intuitiven und assoziativen Methoden des Kreativen Schreibens eröffnet dir neue Erfahrungen und Inspirationen. Vielleicht auch etwas für dich?</p><p><strong>Writing Nature – Thema Wasser: Kommt mit mir raus in die Natur zum Schreiben!</strong></p><p>Passend zum „Themenjahr Wasser“ der Region Braunschweig erkunden wir „Oker-Orte“. Wir schreiben am Fluss darüber, was für uns in Schwingung gerät, was uns berührt, Beobachtungen, Erinnerungen, Wissenschaft, Fiktion, Poesie oder Prosa – wir übersetzen unser persönliches „Naturgespräch“ in Texte. Als Kursleiterin und Biologin gebe ich euch Exkursionsbegleitung und Wissensinput sowie Anregungen, wie wir die äußere und unsere innere Natur zur Sprache bringen können.</p><p>Es gibt noch einige wenige Plätze: <a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing">Link zu allen Infos</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>Wenn du noch mehr Informationen aus meinem Autorinnen-Leben und Infos zu Lesungsterminen erhalten möchtest, dann abonniere doch meinen kostenlosen <a href="https://steadyhq.com/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Mikrobenzirkus-Newsletter unter diesem Link</a>:</p><p>Mehr über meine Projekte, Bücher und mich findest du auch auf meiner Autorinnenseite <a href="http://www.susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p>Wenn dir dieser Let Me Edutain You! - Newsletter gefällt, dann empfiehl ihn sehr gern weiter! <br/><a href="https://www.braunschweigischelandschaft.de/aktivitaet/nature-writing"><br/></a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/323e95a2-1502-48fb-9f3a-4c531642dce7/teaser_image/1715841123?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 17 May 2024 04:58:03 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Buchverlosung zum Welttag des Buches]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibcommunity, heute am 23.4. ist der World Book Day und ich verlose zwei Exemplare meines Sachbuches “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke” ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Buchverlosung zum World Book Day</h1><p><strong>Liebe Sachbuchautorinnen und -autoren,</strong></p><p>heute am 23.4. ist der <em>World Book Day </em>und ich verlose zwei Exemplare meines Sachbuches “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke” in der Sachbuchwerkstatt. Es ist eine humorvolle Expedition durch unsere Wohnstätten und ihr könnt dabei etwas über die Mikroorgansimen lernen, die mit uns leben.</p><p>Keimfreiheit ist völlig überschätzt und sogar ungesund! Hier erfahrt ihr auch etwas darüber, warum ihr die guten Mikroben in eurem Umfeld pflegen solltet.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9c381667-715b-412f-95bd-1d8face7aae5/uploads/images/vpf66ck3m2/World.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Werft euren Hut in den Topf und schreibt mir sehr gern in den Kommentaren dazu, an welchem Buchprojekt ihr gerade arbeitet oder wo es gerade hakt…</p><p>Viele Grüße</p><p>Eure Susanne Thiele</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p><br/><strong>Achtung Neue Community-Termine:</strong></p><p>Für eure Planung hier auch die nächsten <strong>Community-Termin 2024</strong> per Zoom im Überblick: ( Wir wechseln auf Wunsch von einigen Teilnehmer:innen den Wochentag von Mittwoch auf Dienstag)</p><ul><li><p>Dienstag, 15. Mai 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Dienstag, 18. Juni 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Dienstag, 20. August 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>weitere folgen…</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Lust auf mehr zum Thema Sachbuch schreiben?</strong></p><p><em>Durch ein bezahltes Abo bekommst du Zugang zu meiner Let Me Edutain You!-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft. Als Jahresabonnent*in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen. Als Abonnent*in kannst du außerdem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p></p><p><strong><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em></strong><br/></p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 23 Apr 2024 14:43:42 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wer darf ein Sachbuch schreiben? ]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibcommunity, mich erreichte die Email von Tanja, die gerade am Konzept ihrer ersten Sachbuchidee feilt. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wer darf ein Sachbuch schreiben? - Tipps für den Start</h1><p><strong>Liebe Sachbuchautorinnen und -autoren,</strong></p><p>eigentlich hatte ich euch heute ein paar Tipps zur ansprechenden Gliederung eines Sachbuches versprochen.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/aq5uywbj66/Lama_Bild.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/>Aber mich erreichte die Email von Tanja aus unserer <em>Let Me Edutain You! -Community</em>, die gerade am Konzept ihrer ersten Sachbuchidee feilt. <br/>Und diese Frage zum Mindset für Sachbuchauto*rinnen interessiert sicher auch noch einige unter euch, um Zweifeln die Stirn zu bieten.</p><blockquote><p>„Darf ich als Laie überhaupt ein Sachbuch schreiben, wenn ich in dem Thema nicht ausgebildet bin, nicht studiert habe oder mich nur aus Büchern informiert habe?“ (Tanja M.)</p></blockquote><p><strong>Die Antwort darauf ist: Ja!</strong></p><p>Denn gesetzlich kann dir als „Fachlaien“ keiner verbieten, über ein bestimmtes Thema zu schreiben.</p><p><strong>Allerdings:</strong></p><p>Es kommt natürlich bei der Leserschaft und beim Verlag besser an, wenn der Autor oder die Autorin eine entsprechende Qualifikation verfügen – denn das Buch muss ja auch im Buchmarketing gegen Konkurrenz bestehen. Und über jedes Thema werden viele Bücher geschrieben. <br/>Es gibt aber leider auch immer mehr Sachbücher von Autor*en, die ihre Informationen irgendwo aus dem Internet einsammeln, aber selbst gar keine Erfahrungen gemacht haben. Solche Bücher wirken fast immer unauthentisch und finden weniger Käufer.</p><p><strong>Jedoch mit deinen Selbstzweifeln bist du nicht allein:</strong></p><blockquote><p>„Schlechte Autoren haben eher Selbstvertrauen, während die guten eher Selbstzweifel haben.“</p><p><em>Charles Bukowski</em></p></blockquote><p><strong>Dein Buch wird eher ein Erfolg werden</strong>, wenn du über dein Herzensthema schreibst oder es aus dem „aus dem Effeff“ beherrschst. Erfahrung kann dabei vielfältig erworben werden: Vielleicht bist du ehrenamtlich tätig, pflegst seit vielen Jahren ein Hobby oder bist als Coach oder Berater*in unterwegs und kannst über wichtige Insider-Einblicke berichten.</p><p>Ich habe gestern morgen mit meiner “TOXIN” Koautorin der Thrillerautorin Kathrin Lange über das Thema diskutiert, die sich am Sachbuch versucht und schon zahlendes Mitglied hier in der Sachbuchwerkstatt ist. Wir kamen darauf, dass die Bezeichnung „Laie“ oder „Amateur“ sehr wenig über die Sachkenntnis aussagt, die durchaus professionelles Niveau haben kann.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/3qpqwes2vg/Amateur_jpg.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/>Laut Wikipedia: Ein <strong>Amateur</strong> (französisch, von lateinisch <em>amator</em> ‚Liebhaber‘) ist eine Person, die – im Gegensatz zum Profi – eine Tätigkeit aus Liebhaberei ausübt, ohne einen Beruf daraus zu machen bzw. Geld für ihre Leistung zu erhalten</p><p>Dagegen wird der Begriff „amateurhaft“ abwertend im Sinne von „nicht auf professionellem Niveau“ gebraucht. Aus diesem Grund wird zur Beschreibung einer zwar als Amateur ausgeübten, aber dennoch als professionell anzusehenden Leistung häufig der Begriff der „Semi-Professionalität“ verwendet.<br/></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Du wirst grundsätzlich ein gutes Sachbuch schreiben können, wenn du</strong></p><p>1.     tiefgreifende persönliche Erfahrungen gemacht hast (eine Krankheit, ein Wendepunkt im Leben, eine Reise etc.)</p><p>2.     Coach und/oder Trainer*in bist</p><p>3.     Das Thema seit Jahren aktiv beruflich oder als Hobby ausübst</p><p>4.     Das Thema deine große Passion ist</p><p>5.     … und natürlich, wenn Du Experte oder Expertin mit beruflichen Hintergrund im Thema stehst (Diese Gruppe gehört hier natürlich auch dazu J )</p><p>Es DARF also jede/r ein Sachbuch schreiben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/xctcrnqqz6/Expertin.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><strong>Die wichtigere Frage ist aus meiner Sicht, ob du ein Sachbuch schreiben KANNST :-)!</strong></p><p>Schreiben kann man lernen. Schreiben muss man jedoch auch lernen. Und dazu brauchst du Wissen über das Schreibhandhandwerk. Und auch Durchhaltevermögen - denn es dauert mindestens 6 bis 8 Monate und auch zum Teil noch länger mit Recherche bis zum Manuskript.</p><p><strong>Ein paar Empfehlungen zum Start, die du berücksichtigen solltest, wenn du ernsthaft darüber nachdenkst, ein Sachbuch zu schreiben.</strong></p><hr/><p>6 TIPPS</p><p><strong>Tipp 1: Sei ehrlich zu dir und schätze das Projekt realistisch ein</strong></p><p>Frage Dich, ob du wirklich etwas Besonderes oder Ureigenes zu erzählen hast: <br/>Wenn du das bejahen kannst: Bin ich bereit, viel meiner Lebenszeit und Freizeit mit der Familie zu opfern, in langwierige Recherche und Schreibarbeit zu investieren? <br/><br/>Natürlich muss ich auch oft mit mir und dem Schweinehund kämpfen. Bei mir ist das eher eine „lazy cat“, die mit “selektiver Partizipation” auf der Tastatur lümmelt, während draußen die Sonne lacht oder Freunde mit mir ausgehen wollen, aber meine Deadline zur Manuskriptabgabe drückt. (Mein Kater Kasper ist leider im letzten Jahr verstorben - aber in Gedanken besucht er mich noch ;-)…</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/hjscsroppr/IMG_3498.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Oder, wenn Bekannte und Verwandte mir raten: „Schreib doch mal was richtig Schönes, so einen Bestseller, mit dem du richtig Schotter verdienst!“&quot;</p><p>Wenn es dir wirklich egal ist, ob du damit einen Cent verdienst, und du einfach nur unbedingt über dein Herzensthema schreiben willst. Dann bist du bereit, für dein Buch.<br/></p><p><strong>Tipp 2: Prüfe, ob du realistisch die Zeit im Alltag aufbringen kannst, um dein Sachbuch zu schreiben</strong></p><p>Dazu ein einfaches Rechenexempel nach Adam Riese: Für ein Sachbuch planst du etwa 200 Normseiten ein. Eine Normseite besteht aus 1.800 Zeichen zu 30 Zeilen und 60 Anschlägen pro Zeile. Zu den Anschlägen bzw. Zeichen pro Zeile zählen auch Leerzeichen dazu. Vorher ist die Recherche wichtig. Wie Du recherchierst, dazu habe ich in <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/posts/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869">diesem Artikel</a> schon einige Tipps gegeben.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/o3qo6e2wlb/shutterstock_556370818.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Klugscheißer-Empfehlung</strong>: Als angehende/r Autorin sollte eine einzige Normseite oder 1.500 Zeichen pro Tag machbar sein. Damit bist du dann nach 200 Tagen, also zwischen sechs- bis sieben Monaten mit dem Schreiben durch …:-)</p><p>Wunschdenken – oder vorstellbar?</p><p>Ich schaffe das außerhalb von heißen Schreibphasen auch nicht immer: ein Hauptjob als Pressesprecherin, viele unerledigte Dinge schwirren mir täglich durch den Kopf. Schwer, dabei immer auf sein Buch fokussiert zu bleiben. <br/>Ich schreibe oft morgens ab 5 Uhr vor der Arbeit oder aktuell gern abends bis in die Nacht, wenn das Haus ruhig ist und keine Folgetermine drücken. <br/>Eule und Lerche zugleich…passt nicht wirklich.<br/><br/>Kannst du Dinge gedanklich ausblenden für dein Schreiben und dein Buch zur Priorität machen?<br/><strong>Die Pomodoro-Technik</strong> hilft: 10 Minuten schreiben sind besser als null Minuten und dann gleich nochmal nach 5 Minuten Pause!</p><p><strong>Tipp 3: Erst denken, dann schreiben. Schreibe mit klarem Kopf!</strong></p><p>Bevor du deine Texte für Artikel und Kapitel tatsächlich schreiben kannst, musst du vorher eine Reihe anderer Dinge durchdenken: Was könnte ein gutes Thema sein? Was ein guter Aufhänger? Was wollen die Leserinnen und Leser wissen? Wie viel weiß ich selbst zu diesem Thema, was muss ich noch recherchieren? Welche Quellen kann ich anzapfen? <br/>Wenn die konzeptionelle Buchidee erarbeitet wurde, werden die Texte fast immer sofort signifikant besser. Klarheit im Kopf führt zu klaren Texten! <br/><br/>Dein Buchkonzept kannst du mit mir als deiner Sparringspartnerin immer gern durchsprechen und auf Tauglichkeit testen <em>(mit Abo als Mitglied der Sachbuchwerkstatt).</em></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/anym24ipaa/shutterstock_2171206095.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Schreibe nicht einfach zusammen, was deine Leser*innen auch woanders finden könnten. Dein Sachbuch soll <strong>Ausdruck deiner Persönlichkeit</strong> sein, dann bekommt dein Leser bei dir etwas, was er so nirgendwo anders finden kann</p><p>Es geht immer um <strong>deinen individuellen Blick auf das Thema</strong>, deinen persönlichen Standpunkt, <strong>deine Problemlösungen</strong> und darüber hinaus auch – ganz wichtig! – um deine damit verbundenen <strong>Emotionen</strong>. Dein Sachbuch soll Ausdruck deiner Persönlichkeit sein, dann erhält dein Leser bei dir etwas, was er so nirgendwo anders finden kann. Dann vertraut er dir! <br/>Bei besonders gut gelungenen Passagen in meinen Sachbüchern, bekomme ich hinterher von Freunden oft das Feedback, dass sie mich aus dem Text mit Stimme sprechen hören. Dann habe ich meinen Ton besonders gut getroffen :-).</p><p><strong><br/>Tipp 4. Trau dich verständlich zu schreiben!</strong></p><p>Zugegeben, die ersten Sachbuchtexte, die ich von Autoren oder Autorinnen aus der Wissenschaft lese, die zu mir in die Pressestelle oder ins Coachwriting kommen, sind zuweilen schwer verdaulich und voller Fachchinesisch. Aber das hat mit fehlendem Talent nichts zu tun, sondern fast immer mit fehlender Klarheit im Kopf, <strong>worüber</strong> sie eigentlich genau <strong>in welcher Reihenfolge für wen</strong> schreiben wollen. Drauflos schreiben führt selten zu guten Texten. <br/><br/>Oft höre ich von der Vorstellung, als Autor*in anders schreiben zu müssen als sonst, irgendwie „kompetent“ oder „seriös“. Aber in Wahrheit ist das Buch auch nur ein ganz normales Kommunikationsmittel, das unsere Botschaft zum Publikum bringen soll.<br/><br/>Trau dich also <strong>einfach und verständlich</strong> zu schreiben! Das bedeutet nicht, dass du genau so schreiben solltest, wie du sprichst. Aber in puncto Einfachheit kannst du dir ruhig von deiner sonstigen Kommunikation eine Scheibe abschneiden, wenn du dein Buch schreibst<br/><strong>Praxistipp:</strong> Nimm dich mit dem Handy auf, während du einem Freund etwas erklärst!</p><p><strong>Tipp 5: Stecke viel Zeit und Liebe in Exposé und Leseprobe</strong></p><p>Viele Erstautor*innen denken, dass man zuerst das gesamte Buch fertigschreibt und dann das Manuskript an einzelne Verlage schickt. Beim Sachbuch funktioniert das aber anders. Die Verlage möchten zwei Dinge: Ein Exposé und eine Leseprobe von 20 bis 30 Seiten.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/hsz2jfpz3o/shutterstock_2329477971.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Das Exposé ist sozusagen der Businessplan für dein Sachbuch. Es sollte nicht mehr als zwei Din-A4-Seiten umfassen und neben einer gut formulierten Inhaltsangabe wichtige Fragen beantworten zu Inhalt, Seitenzahl, Zielgruppe, eigener Expertise und Marketing. <br/>Stelle dich darauf ein, als Erstautor*in eher Monate als zwei Wochen daran zu arbeiten. Dazu wird es auch noch einen gesonderten Newsletter geben.</p><p></p><p><strong>Tipp 6: Suche dir Unterstützung, wo nötig</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/z3y25tbadb/shutterstock_2236171265.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Eine Literaturagentur kennt die Vorlieben der Verlage und kann dich beim weiteren Prozess optimal unterstützen. Weiterhin können Lektorat, Korrektorat und Testleser im Prozess zum Buch helfen. Auch dazu wirst du hier in weiteren Newslettern noch mehr Informationen bekommen.<br/></p><hr/><p>Goodie</p><p><strong>Wenn du magst: </strong><br/>Schicke mir eine Nachricht an susanne_thiele@gmx.de, warum du bisher dein Sachbuch, deinen Ratgeber oder dein Fachbuch noch nicht geschrieben hast …<br/><strong>Ich verlose:</strong><br/>eine Stunde kostenloses Coaching unter den Abonnent*innen dieses Newsletter. Also sei schnell!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Update von meinem Schreibtisch:<br/></strong></p><p>Ich sitze in meinem Schreibzimmer inmitten von vielen Stapeln von wissenschaftlichen Studien und Fachbüchern und habe für ein neues Sachbuch mein Exposé bereits fertig.<br/>Aktuell arbeite ich intensiv an dem parallelen Recherchieren und Schreiben einer Rohfassung für einen ca. 25-seitigen Probetext, den meine Literaturagentin gerne lesen möchte. Dann geht es weiter zur Verlagssuche.</p><p>Ich arbeite erstmals in einem Sachbuch-Tandem (Schreib-Buddy) mit einer Autorin, die einen ganz anders gelagerten Ratgeber zur „Altersvorsorge für Frauen“ schreibt. Spannendes Thema! <br/>Das gegenseitige wertschätzende und kritische Feedbackgeben bringt unseren Arbeitsprozess von Woche zu Woche effektiv voran.</p><p>Mehr über meine Bücher und mich findest du auf meiner Autorinnenseite <a href="https://susanne-thiele.de/">www.susanne-thiele.de</a>.</p><hr aria-hidden="true"/><p><a href="https://susanne-thiele.de/"><strong>Termine Community-Treffen</strong></a></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/05c6ad81-9352-4bfd-8663-db0eb96299cd/uploads/images/vcejr32nt5/shutterstock_2111421299.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><a href="https://susanne-thiele.de/">Das nächste <strong>On</strong></a><strong>line-Communitytreffen</strong> findet statt <strong>per Zoom</strong><br/>a<strong>m Mittwoch, den 17. April um 19 Uhr. </strong><br/><strong>Thema: Mach den Test: Taugt deine Idee für ein Sachbuch?</strong></p><p>Zugang zur Veranstaltungen gibt es kostenlos mit einem Paid-Abo. Noch kein Paid-Abo? Dann schnell hier upgraden. Es gibt noch einige weitere Vorteile.</p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/>Zum Schnuppern lade ich dich gern einmal als Gast ein. Dann melde dich bei Interesse bitte vorher auch bei mir an unter <a href="mailto:susanne_thiele@gmx.de">susanne_thiele@gmx.de</a>.</p><p>Für eure Planung hier auch schon die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick (geplant jeden dritten Mittwoch im Monat):</p><ul><li><p>Mittwoch, 15. Mai 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 19. Juni 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Mittwoch, 21. August 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>weitere folgen…</p></li></ul><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Inspiration aus meinem Sachbuch-Regal</strong></p><p>Erst lesen, dann schreiben! Hier sind ein paar Vorschläge für Sachbücher, die dich thematisch inspirieren könnten oder von denen wir etwas über das Schreiben von Sachbüchern lernen können: <br/></p><p>1.     “On Writing: A Memoir of the Craft&quot; von Stephen King - King teilt in diesem Buch seine persönlichen Erfahrungen und Ratschläge zum Schreiben von Romanen und Sachbüchern. (Deutsch oder Englisch)</p><p>2.     “Bird by Bird: Some Instructions on Writing and Life&quot; von Anne Lamott - Lamott bietet in diesem Buch inspirierende Einblicke in den Schreibprozess und wie man ihn angeht, mit viel Humor und persönlichen Anekdoten. (Deutsch oder Englisch)</p><p>3.     “Big Magic: Creative Living Beyond Fear&quot; von Elizabeth Gilbert - Gilbert ermutigt die Leser, ihre kreative Seite zu entdecken und zu pflegen, egal ob beim Schreiben oder in anderen künstlerischen Bereichen. (Deutsch oder Englisch)</p><p>4.     “Steal Like an Artist: 10 Things Nobody Told You About Being Creative&quot; von Austin Kleon - Kleon zeigt in diesem Buch, wie man sich von anderen Künstlern inspirieren lassen kann, um seine eigene Kreativität zu entfalten.</p><p>Habt ihr eigene Empfehlungen für uns in der Community?</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Beim nächsten Mal…</strong></p><p>beschäftigen wir uns aber wirklich :-) mit der <strong>Gliederung deines Sachbuchs</strong>, mit der du deine Leser und Leserinnen verständnisvoll und logisch durch dein Buch führst.</p><p></p><p><strong>Lust auf mehr zum Thema Sachbuch schreiben?</strong></p><p><em>Durch ein bezahltes Abo bekommst du Zugang zu meiner Let Me Edutain You!-Community, die sich einmal im Monat via Zoom trifft. Als Jahresabonnent*in hast du außerdem die Möglichkeit, kostenlos an meinen Workshops im Paket teilzunehmen. Als Abonnent*in kannst du außerdem mit einem Gastzugang Freunde einladen.</em></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p></p><p><strong><em>Mein Dank geht an alle, die meine Arbeit an diesem Newsletter wertschätzen und mit einem Abo unterstützen, das hilft mir die Kosten zu tragen.</em></strong><br/></p><p></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Dann wünsche ich euch weiterhin inspiriertes Schreiben an euren Buchprojekten und freue mich auf unser nächstes Treffen am Mittwoch!</p><p>Eure Susanne</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Tue, 16 Apr 2024 05:39:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Die Kunst der guten Recherche:  10 Tipps für Sachbuchautor:innen]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibcommunity,richtig gelesen! Heute soll es um gute Recherche gehen. "Jetzt schon?" höre ich die Ersten protestierend fragen. ]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Die Kunst der guten Recherche: 10 Tipps für dein Sachbuch-Projekt</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/d6lmzhldir/Die_Kunst_der_Recherche.jpg.PNG?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Schreibcommunity,</p><p>richtig gelesen! Heute soll es um gute Recherche gehen. &quot;Jetzt schon?&quot; höre ich die Ersten protestierend fragen. Ich spreche das Thema extra sehr früh an - auch wenn deine Buch-Idee vielleicht noch nicht ganz ausgereift ist. Trotzdem wirst du wirst mit Sicherheit schon über verwendbares Material gestolpert sein, Literatur rauf und runtergelesen und dir Notizen dazu gemacht haben, was du davon vielleicht in deinem Buch verwenden möchtest.</p><p>In einer Zeit, in der Desinformation und Halbwahrheiten allgegenwärtig sind, führt der Weg zum Erfolg bei einem hochwertigen Sachbuch über gründliches Recherchieren zu Glaubwürdigkeit und Autorität. Dies kann man „bis zum Umfallen“ tun, ohne zum eigentlichen Schreiben zu kommen. Deshalb empfehle ich dir, nach einer klaren Strategie zu recherchieren. Um zudem von Anfang an System in deine Materialsammlung zu bringen, habe ich dir zehn erprobte Tipps zusammengestellt. Einiges davon wird den Journalist:innen unter euch sicher bekannt vorkommen, die mit professioneller Recherche natürlich gut vertraut sind.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/qil3ykuzdr/shutterstock_2359833167.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="REcherche am Laptop (Shutterstock)"/><p></p><p><strong>1.     Autor/Autorin als der Schlüssel</strong></p><p>Dein Hintergrund und deine Expertise sind für dein Sachbuch die allererste Visitenkarte, nach der deine Leser und Leserinnen im Regal auswählen werden. Also stelle sicher, dass dein Fachwissen und deine Erfahrungen auf dem Gebiet deines Sachbuches solide sind und dass du über die erforderlichen Qualifikationen verfügst. Andernfalls musst du möglicherweise noch Wissen „draufschaffen“ und dich durch einige Fachbücher lesen. Das gilt für Reiseexpertinnen genauso wie für einen Sachbuchautor der Ernährungsfibel oder für den Angel-Ratgeber für die dicksten Karpfen. Erst lesen, dann schreiben!</p><p></p><p>2.     <strong>Zuerst glüht der eigene Kopf</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/q5qiww6rtn/shutterstock_468264374.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Kreativprozess 
(Quelle: Shutterstock)"/><p><br/>Zum Start empfehle ich dir unbedingt, den eigenen Kopf anzustrengen. Starte den Kreativ-Motor ohne Zensur und sammle im „Brainstorming“ alle möglichen eigenen Ideen und erwünschten Teile des Buches in Stichworten: Essays, die du gelesen hast, Podcasts, Filme, persönliche Erfahrungen und Anekdoten, eigene Hindernisse, historische Fakten, wissenschaftliche Erkenntnisse/Studien und gute Interviews. Damit hast du schon eine erste gute Stoffsammlung, mit der du weiterarbeiten kannst.<br/><br/><strong>3. Was hilft deiner Leserin und deinem Leser weiter?</strong></p><p>Behalte dein Lesepublikum im Hinterkopf: Notiere dir noch einmal konkret Probleme und Fragestellungen, die deine Zielgruppe im Zusammenhang mit deinem Thema hat. Wie sieht deine Lösung aus? Überlege dir bis zu drei verschiedene Sichtweisen oder Herangehensweisen an das Thema deines Sachbuches. Folge dann dem Thema in der Recherche, das dich am meisten anspricht. Folge sozusagen der Energie! Für ein Sachbuch brauchst du einen langen Atem. Frage in den sozialen Medien, welche Fragen deine Zielgruppe hat. Streiche konsequent Themen, die deine Leser und Leserinnen nicht interessieren oder die zu weit von deinem Thema wegführen. Das ist „Kill Your Darlings“ in einer ganz frühen Phase des Buches – schwer für Expert:innen, die alles spannend finden ;-)!</p><p></p><p><strong>4.     Orientierung – Blick zur Konkurrenz</strong></p><p>Lies die fünf wichtigsten Bücher zu deinem Lieblingsthema quer und analysiere sie. Schau dir die Gliederungen an, aber lass dich nicht zu sehr von den Ideen leiten oder sogar verunsichern. Welche der Fragen deiner Zielgruppe beantworten die Bücher nicht? Verfolge deinen eigenen Ansatz, der dein Sachbuch einzigartig macht.</p><p></p><p><strong>5.     Erstelle eine Mindmap</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/a4q7jn3pmk/shutterstock_1158960196.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Erstelle eine Mindmap für dein Sachbuch-Projekt. Das kannst du ganz einfach und kostenlos mit <a href="https://miro.com/de/signup/">Miro</a> ausprobieren. Dazu empfehle ich dir einen Trick, den wir in der PR oder im Journalismus anwenden: die 5-Fingertechnik. Beginne und sammle an den fünf Fingern deiner Hand die Kernaussagen deines Sachbuches. Beim Schreiben von Artikeln überlegen wir, welche fünf Kernaussagen wichtig sind und bringen sie später in eine sinnvolle Reihenfolge. Ein Sachbuch ist etwas umfangreicher als ein Artikel, also dürfen es auch etwas mehr Kernaussagen sein - so kurz wie möglich formuliert. Für jede der Kernaussagen wirst du wahrscheinlich später ein eigenes Kapitel schreiben. Manche Aussagen lassen sich jedoch auch clustern oder unter ein Oberthema subsumieren. Das kann man wunderbar mit einer Mindmap bearbeiten. All dies sind bereits Vorarbeiten für eine sinnvolle Gliederung, mit der du dein Lesepublikum später durch das Buch führen kannst.</p><p></p><p><strong>6.     Fakten statt Fiktion: Recherchiere gründlich!<br/><br/></strong>Die Qualität der Recherche für dein Sachbuch hängt von der Qualität deiner Quellen ab, wie du relevante Quellen identifizierst, die deine Argumente unterstützen und die Leserschaft überzeugen können.</p><ul><li><p><strong>Verwende glaubwürdige Quellen: </strong>Stelle immer sicher, dass die Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen stammen, wie z.B. akademischen Publikationen, Fachzeitschriften, etablierten Nachrichtenquellen oder Büchern von anerkannten Expert:innen. <br/>Nein, Wikipedia und ChatGPT sind keine guten Quellen :-)!</p><p></p></li><li><p><strong>Mehrere Quellen überprüfen:</strong></p><p>Verlasse dich nicht nur auf eine Quelle. Vergleiche die Informationen aus verschiedenen Quellen, um sicherzustellen, dass sie konsistent sind und keine Verzerrungen oder Voreingenommenheiten enthalten.</p><p></p></li><li><p><strong>Fakten von Meinungen trennen:</strong></p><p>Achte auch darauf, Fakten von Meinungen oder Interpretationen zu trennen. Fakten sollten durch nachprüfbare Beweise gestützt werden, während Meinungen subjektive Bewertungen darstellen können.</p><p></p></li><li><p><strong>Zeitgemäß und aktuell: <br/></strong>Überprüfe immer, ob die Informationen in deinen Recherchequellen aktuell sind oder ob es neuere Entwicklungen gibt, die möglicherweise nicht berücksichtigt wurden.</p><p></p></li><li><p><strong>Vorsicht vor Plagiaten:</strong></p><p>Prüfe auch, ob deine Recherchequellen Plagiate enthalten, indem du Passagen überprüfst und sicherstellst, dass sie nicht direkt aus anderen Quellen übernommen wurden, ohne angemessen zitiert zu werden.</p><p></p></li></ul><p><strong>8.     Suche dir Experten und Expertinnen für Interviews</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/njpqe44kzs/IMG_2904-bearb.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Interviews mit einschlägigen Experten und Expertinnen auf deinem Sachbuch-Gebiet sind eine inhaltliche Bereicherung deines Sachbuches und machen es lebendiger. Für Interviews eignen sich neben der Professorin, einer Wissenschaftlerin oder dem Arzt genauso gut drei Teilnehmer:innen deiner Workshops oder Coaching-Programme, die dazu am meisten Feedback geben können. Bitte sie um kurze Interviews. Lege dir ein Dokument an, in dem du ab jetzt passende Zitate von Experten und Kunden sammelst. In einem der nächsten Newsletter gebe ich dir noch Tipps und Tricks für ein professionell vorbereitetes Expert:innen-Interview.</p><p></p><p><strong>9.     Little Friends: Material organisieren: <br/></strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/pezxkua47v/IMG_0424.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Notizbücher 
(Privat)"/><p>Woran erkennt man die Autorin oder den Autor? Natürlich an der Vielzahl der Notizbücher, die überall in Taschen und Haus verteilt sind :-).</p><ul><li><p><strong>Notizbuch:</strong> Am besten nicht zu groß, damit du es immer dabei haben kannst. Die Geistesblitze sind leider unberechenbar und kommen am liebsten unter der Dusche, auf der Rolltreppe oder nachts im Bett. Deshalb gehört dein Notizbuch immer in deine Tasche oder auch auf den Nachttisch . Ob Papier oder aus Bits und Bites ist egal. Du kannst deine Gedanken sogar als Sprachnotiz aufnehmen. Ich nutze beides: ein kleines Notizbuch für die Handtasche und die App Evernote auf dem Handy und Laptop.<br/></p></li><li><p><strong>Eine Pinnwand oder ein Whiteboard</strong> helfen dir den aktuellen Stand deines Projektes im Auge zu behalten. Bei mir hängt gerade der Ausdruck meines neuen Sachbuchkonzeptes und die erste Kapitelstruktur an der Wand. Die Pinnwand geht natürlich auch digital – aber für mich hat die reale Pinnwand im Büro den großen Vorteil, dass ich sie immer im Blick habe und auch schnell mal händisch Notizen hinzufügen kann, wenn der Laptop ausgeschaltet ist.<br/></p></li><li><p><strong>Ein Zettelkasten</strong> oder eine Ordnermappe können helfen, Zeitungsausschnitte, Notizzettel zu sortieren. Jedes Fach im Ordner steht für ein Kapitel im Buch. Damit bringst du gleich etwas Struktur in dein Material. Ich persönlich schreibe sehr gern Gedanken auf kleine Karteikarten und sammle sie in einem Zettelkasten, der auch nach den Kapiteln meines Buches untergegliedert ist. <a href="https://www.amazon.de/Karteikasten-1007-Lernkarteibox-Karteikarten-Lehrmaterial/dp/B002JIB11S?pd_rd_w=21Q0B&amp;content-id=amzn1.sym.5a3fbeeb-1af1-4617-a0f9-8268dbe71de3&amp;pf_rd_p=5a3fbeeb-1af1-4617-a0f9-8268dbe71de3&amp;pf_rd_r=6NQZVDZ1X1DC48TH0BTF&amp;pd_rd_wg=gTgxr&amp;pd_rd_r=82e9c8b1-dfc0-488e-934e-8f654ab5a38e&amp;pd_rd_i=B002JIB11S&amp;psc=1&amp;ref_=pd_basp_d_rpt_ba_s_16_t">HAN Holz-Karteikasten</a></p></li></ul><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/jdutghcsez/71u1KfBKSIL._AC_SL1500_.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><strong>10.  Zitierregeln: Hab Respekt vor dem geistigen Eigentum anderer</strong></p><p>Auch in der Bücherwelt gibt es Spielregeln und die wichtigste ist: Hab Respekt vor dem geistigen Eigentum anderer Autorinnen und Autoren. Halte dich an die Zitierregeln, denn davon wird dein seriöser Ruf, dein gutes Image abhängen. <br/>Der Grundgedanke in der Wissenschaft dabei ist, dass Forschende ihre Studien betreiben und darüber in wissenschaftlichen Journalen schreiben, um den Wissensstand zu einem Thema in der Welt weiterzuentwickeln und der Gesellschaft wichtige Antworten zu liefern. Daher sind solche Quellenangabe Pflicht, damit man die Anknüpfungspunkte klar findet. So werden alte Erkenntnisse und Theorien und neues Wissen miteinander verknüpft.</p><p>Da wir uns in Sachbüchern oft auf Expert:innen und Studien beziehen, sind die Zitierregeln für uns sehr gut anwendbar. Sachbuchautor:innen arbeiten sich oft tief in Themen ein, lesen viel Fachliteratur, andere Bücher und Artikel.</p><ul><li><p><strong>Bei Fachbüchern </strong>ist es üblich, dass die Autor:in im Fließtext genannt wird, an der Stelle wo sie zitiert wird. Am Ende des Satzes wird ein Fußnotenverweis angegeben und in der Fußzeile steht (Muster, 2024, S. 67-90). Im Literaturverzeichnis am Ende des Buches werden dann alle Werke ausführlich aufgelistet z.B. so Muster, Maria: Wissenschaftskommunikation. 3. Auflage, Wien, Utopia-Verlag 2024, S. 15-20</p></li><li><p><strong>Bei Sachbüchern und Ratgebern </strong>gelten die Zitierregeln auch, nur nicht ganz so strikt. Die Person, auf die wir uns beziehen, wird viel geschmeidiger in den Fließtext eingebaut. Fußnoten und Quellenverzeichnisse mitten im Text sind unüblich. Die Lesbarkeit und Optik des Textes stehen hier mehr im Vordergrund. Trotzdem entbindet es dich nicht von der Pflicht die Quellen zu nennen, die du mit Sicherheit für die Inhalte deines Sachbuches verwendest. Zeige Fairness und Respekt gegenüber dem Urheberecht anderer. <br/><strong>Tipp 1:</strong> Notiere dir die Inhalte, die du zitieren möchtest, gleich von Anfang an mit der <strong>Quelle, vollständig mit Angabe von Verlag und Seitenzahl</strong>. Das spart dir später eine Mordsarbeit, wenn du nicht hunderte von alten Notizen durchsuchen musst. Behalte den gewählten Zitationsstil im ganzen Text bei. Im meinem letzten Sachbuch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“ habe ich beispielsweise die 211 Literaturquellen, die ich im Fließtext erwähne, am Buchende gelistet und sie gleich dem jeweiligen Buchkapitel zugeordnet. <br/>Wer ganz professionell mit sehr vielen Titeldaten umgehen möchte, kann Literaturverwaltungssoftware verwenden: z.B. Citavi oder EndNote .<br/><strong>Tipp 2:</strong> Sachbücher und Ratgeber geben auch manchmal nur eine A<strong>uswahl von an empfehlenswerten Titeln</strong> an. Ich empfehle in meinen Sachbüchern oder auch in den Science-Thrillern gern „Literatur zum Weiterlesen“ für die ganz interessierten Leser und Leserinnen, die wir mit dem Thema angefixt haben :).</p></li></ul><p><br/><strong>Der Schatz in deinen Händen: Der rote Faden</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/uploads/images/lxfbltbt3g/shutterstock_1149672191.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wenn du diese zehn Tipps umgesetzt hast, solltest du nun über eine umfangreiche und gut recherchierte Stoffsammlung für dein Sachbuch verfügen. <br/>Geh dein Material durch! Welche Struktur entdeckst du? <br/>Ergibt sich schon <strong>ein roter Faden</strong> in deiner Mindmap, aus der sich der Gliederung deines Buches und ein Arbeitstitel ableitet?</p><p><strong>Schreibe mir sehr gern über deine Erfahrungen mit diesen Tipps oder welche eigenen Tools du zusätzlich verwendest!</strong></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Offenes Community-Treffen am 20.März um 19:00 Uhr per Zoom:</strong></p><p>In diesen Monat gibt eine Ausnahme und ich veranstalte ein offenes Community-Treffen für alle Abonnenten dieses Newsletters zum ersten Kennenlernen. Diesmal steht der Netzwerkgedanke im Vordergrund und ich gebe euch einen kleinen Wissensinput für Sachbuchautor:innen am Anfang, damit wir ins Diskutieren kommen. Gerade im Sachbuchbereich fehlt mir dieser kollegiale Austausch noch etwas etwas, der Projekte durch Feedback und neue Inspirationen voranbringt. Also schaut vorbei, stellt eure publizierten oder noch nicht angefangenen Projekte vor oder erzählt von euren Problemen. <br/>Den Zoom-Link schicke ich am Mittwoch, den 20.3. im Laufe des Tages an alle Abonnenten. (Dieses monatliche Angebot für den Projektaustausch ist sonst nur für die zahlenden Mitglieder offen)</p><p>Ich freue mich darauf, viele von euch persönlich zu sehen…</p><p>Deine/Eure</p><p>Susanne Thiele</p><p></p><p><strong>Beim nächsten Mal…</strong></p><p>beschäftigen wir uns verstärkt mit der <strong>Gliederung deines Sachbuchs</strong>, mit der du deine Leser und Leserinnen verständnisvoll und logisch durch dein Buch führst.</p><p></p><p><strong>Keine News verpassen und an den monatlichen Community-Treffen teilnehmen:</strong></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p>Für eure Planung hier auch schon die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick (geplant jeden dritten Mittwoch im Monat):</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4607b959-ec23-4e2e-8a24-bbf146a1d26f/uploads/images/cexfgv7rpa/shutterstock_1946068126.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><ul><li><p>Mittwoch, 20. März 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 17. April 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 15. Mai 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 19. Juni 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Mittwoch, 21. August 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><p><br/><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen Link.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p><strong>Was beschäftigt euch gerade?</strong></p><p>Habt ihr aktuell Themen, die euch besonders unter den Nägeln brennen, dann schreibt mir sehr gern als Antwort auf den Newsletter.</p><p>Ich freue mich sehr über eure Nachrichten und nehme es auf meinen Redaktionsplan…</p><p>Eure Susanne Thiele</p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/4303962b-b105-4ccc-8ddb-52ac08b13869/teaser_image/1710514690?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Sat, 16 Mar 2024 05:23:10 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Vom Wissensblog zum Sachbuch: 10 überzeugende Gründe zum Bloggen]]></title>
      <description><![CDATA[Hallo liebe angehende Sachbuchautoren und -Autorinnen, als passionierte „Mikrobenzirkus“-Bloggerin seit Dezember 2014 ...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo liebe angehende Sachbuchautoren und -Autorinnen,</p><p>als passionierte <a href="https://mikrobenzirkus.com/"><strong>„Mikrobenzirkus“</strong></a>-Bloggerin seit Dezember 2014 habe ich mich oft gefragt, ob das Schreiben in meinem kleinen digitalen Reich mehr als nur eine kreative Ausübung ist. Mit der Zeit und der Entwicklung meines Blogs wurde mir klar, dass das Bloggen nicht nur eine Leidenschaft ist, sondern auch eine Plattform für größere Möglichkeiten bietet.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c/uploads/images/kokazgv453/Susanne_Mikrobenzirkus.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/>Heute möchte ich mit euch teilen, warum sich das Bloggen lohnt und wie es mir den Weg zu einem meiner eigenen Sachbücher geebnet hat. <br/>Und während ich das schreibe, wird mir klar, dass der Blog Ende des Jahres schon sein 10-jähriges Jubiläum begehen wird :-).</p><p>Darf ich euch kurz also vorstellen: <br/><br/><strong>Vorhang auf: Mikrobenzirkus – Keine Angst vor Bazille, Virus &amp; Co</strong></p><a href="https://mikrobenzirkus.com/"><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c/uploads/images/fwuofumbgd/MIkrobenzirkus.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Mikrobenzirkus-Blog"/></a><p>Mein <strong>„Warum“</strong> und das obige Motto für den Blog hatte sich sehr schnell aus meiner damaligen beruflichen Tätigkeit als Pressesprecherin für die deutsche „Arche Noah der Bakterien, Viren und Pilze“ ergeben am Leibniz-Institut - DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig. Den Mikroben bin ich bis heute am <a href="https://www.helmholtz-hzi.de/">HZI </a>treu geblieben.<br/><br/>Mir ging es also darum, Mikroorganismen aus der „Angst und Schmuddel-Ecke“ der Krankheitserreger zu holen und auf ihre faszinierende Artenvielfalt und ihre nützlichen Stoffwechselfähigkeiten aufmerksam zu machen: Von der Fotosynthese winziger Algen bis hin zu Zersetzung von Plastik durch Bakterien. Es gibt Formate wie z.B. „Meet the Microbe”, “Mikrobe des Jahres”.<br/>Die Blog-Themen schneide ich so zu, dass sie den Leser*in direkt im Alltag abholen und viele übliche Fragen z.B. zu Hygiene klären. <br/>Und es gibt natürlich auch Mitmachexperimente: Fermentationsrezepte für Kimchi, Sauerteigbrot und Wasserkefir, mikrobiologische Lesetipps für Groß und Klein, Tipps für die Schule.</p><p>Hier eine kleine Auswahl:</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c/uploads/images/ulfedveku7/Sciencestories.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Meine „Experimentierwiese“ funktionierte bisher sehr gut, obwohl die Mikrobiologie natürlich ein spezielles Nischen-Thema ist und ich ehrlicherweise auch mal mehr und weniger Zeit in den Blog investiere. Während der Corona-Pandemie musste auch über viele Monate komplett pausieren, weil ich Dringenderes im Job zu tun hatte.</p><p><strong>Ein paar ehrliche Zahlen ab 10/2014:</strong><br/><br/>Es sind aktuell 125 Beiträge, 196.686 Besucher*innen, 320.915 Aufrufe, 1453 Follower*innen auf Instagram. Dankeschön für euer Interesse!<br/><br/><strong>Mein aktuelles Lesepublikum</strong> ist recht breit aufgestellt von etwa 15 bis ca. 75 Jahren. Dabei sind interessierte Laien im Schulalter, Lehrer*innen, Krankenschwestern, Ärzte, Biostudierende, Forschende, Grafiker &amp; andere Künstlerinnen, Autor*innen, Ernährungsspezialist*innen, Foodbloggende, Köche und Köchinnen, Gartenfans und viele andere mehr. <br/>Im Jahre 2018 gab es eine schöne Anerkennung für meinen kleinen Blog - die Auszeichnung als <strong>„</strong><a href="https://wissenschaftkommuniziert.wordpress.com/2019/01/15/die-wissenschafts-blogs-des-jahres-2018-sind-gewaehlt-theorie-ist-gold/">Wissensblog des Jahres 2018“</a>in Bronze von „Wissenschaft kommuniziert“. Und die VAAM Vereinigung für Allgemeine und angewandte Mikrobiologie und wiest auf den Blog im Infoportal hin.<br/><br/><strong>Long story short:</strong> 2019 hatte ich dann eine Literaturagentur an der Seite und einen Buchvertrag bei HEYNE in der Tasche und mein Sachbuch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihre Türklinke – Wie Mikroben unseren Alltag bestimmen“ kam in den Buchhandel.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c/uploads/images/dowufqqfxn/Turklinke.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong><br/>Was könnt ihr daraus für euch mitnehmen? <br/>Lohnt sich Bloggen auch 2024 noch als Grundlage für ein Sachbuch?</strong></p><p><strong><br/>Fakt 1: Bloggen funktioniert im englischsprachigen Raum: <br/></strong>Die US-amerikanische <strong>Agentur Orbit</strong> ermittelt regelmäßig seit 10 Jahren, wie sich das Bloggen verändert. Mehr als 1.000 Blogger*innen nehmen an deren Umfragen zu Content-Strategien teil. Im Jahr 2023 waren es 1.051.<br/><strong>Fazit</strong>: „Strong marketing results“ zu erzielen, konnten 26 Prozent der Befragten von sich behaupten. „Some results“ erzielten 56 Prozent.<br/>Quelle: <a href="https://www.orbitmedia.com/blog/blogging-statistics/">2023 Blogging Statistics: Blogger Data Shows Trends and Insights Into Blogging (orbitmedia.com)</a></p><p><strong>Fakt 2: Bloggen funktioniert auch deutschsprachigen Raum</strong><br/>Ich habe leider keine vergleichbare Studie im deutschen Raum gefunden. Einige interessante Infos können wir aber der <strong>ARD/ZDF-Online-Studie von 2023</strong> entnehmen, die das die das Nutzerverhalten von 1.501 Personen wiedergibt und zur Erkenntnis kommt: <a href="https://www.ard-zdf-onlinestudie.de/files/2023/ARD_ZDF_Onlinestudie_2023_Publikationscharts.pdf">ARD-ZDF-Onlinestudie.de</a></p><p>·       „80 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren nutzen 2023 täglich das Internet.“</p><p>·       Einschränkung: „Die tägliche mediale Internetnutzung geht allgemein auf hohem Niveau leicht zurück, am stärksten bei digitalen Texten.“<br/><br/>Optimistisch stimmt uns trotzdem dabei:</p><p>·       36 Prozent nutzen täglich Artikel im Internet.<br/>·       9 Prozent lesen mindestens einmal pro Woche Blogs,<br/>·       32 Prozent lesen Newsletter</p><p>Die Studie geht von 70,60 Millionen Menschen aus (deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren). <br/><strong>Fazit:</strong> Kurz gerechnet und nach Adam Riese gibt es also <strong>6.354.000 Millionen deutschsprachige Menschen, die Blogs lesen. </strong>Damit dürfte die Frage, ob Bloggen noch zeitgemäß ist, beantwortet sein. <br/><br/><strong>Lohnt sich Bloggen speziell für Dich?</strong><br/>Ja, wenn dein/e Wunschleser*in gern Blogs liest und du dein Publikum damit erreichst. <br/>Ja? Dann ran an die Tasten!</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Hier 10 überzeugende Gründe, warum dir das Bloggen auf dem Weg zum eigenen Sachbuch hilft</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0d8772b4-c641-43f1-87e3-725eaaee1a4c/uploads/images/sogbmovkqe/shutterstock_247195609.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><strong>1.  Ausdruck deiner Leidenschaft und Glaubwürdigkeit</strong><br/>Ein gut gepflegter Blog mit informativen Inhalten bietet dir perfekte Plattform, um deine Expertise und Leidenschaften mit einem breiten Publikum zu teilen. Indem du regelmäßig hochwertige und gut recherchierte Inhalte veröffentlichst, kannst du dich glaubwürdig als Experte oder Expertin auf deinem Gebiet positionieren und dir eine treue Leserschaft aufbauen. Einen Blog oder ein Sachbuch zu veröffentlichen, verleiht dir auch automatisch eine gewisse Autorität in deinem Fachgebiet. Dies kann sich positiv auf deine berufliche Reputation auswirken und dir neue Möglichkeiten für Vorträge, Beratungsprojekte und andere Karrieremöglichkeiten eröffnen. Mir hat der Mikrobenzirkus den Spitznamen „Mikrobendompteurin“ - passt ja auch irgendwie :).</p><p><strong>2. Feedback und Lernmöglichkeiten</strong><br/>Einer der größten Vorteile des Bloggens ist die direkte Interaktion mit deinen Follower*innen. Du bekommst schnell Kommentare und Ergänzungen über den Blog-Chat, über E-Mails und Social-Media-Rückmeldungen. Sie können auch neue Perspektiven liefern, die die eigene Arbeit bereichern. Das ist sehr wertvolles Feedback zu deinen Ideen und hilft dir, dein Thema besser zu verstehen und zu vertiefen.</p><p><strong>3. Aufbau deiner Community</strong><br/>Ein Wissensblog bietet dir die Möglichkeit, dir schon lange <strong>vor deinem geplanten Sachbuch</strong> eine treue Leserschaft aufzubauen. Dein Blog kann zu einem Treffpunkt für Gleichgesinnte werden, die sich für dein Fachgebiet interessieren. Hier könnt ihr Ideen austauschen, Fragen stellen, Netzwerke aufbauen und du wirst potenzielle Leser und Leserinnen für dein zukünftiges Sachbuch gewinnen. Deine Leserschaft kann außerdem deine Entwicklung zum Buchautor*in hautnah miterleben.</p><p><strong>4. Content-Entwicklung</strong><br/>Durch das Bloggen kannst du kontinuierlich an der Entwicklung und Verfeinerung deines Fachwissens arbeiten. Jeder Blogbeitrag ist eine Gelegenheit, ein neues Gebiet zu erforschen oder ein bestehendes Thema weiter zu vertiefen, was dir dabei hilft, ein umfassendes Verständnis für alle Facetten zu entwickeln und dein Herzensthema besser zu strukturieren.</p><p><strong>5. Entwickle deine Schreibfähigkeiten!</strong><br/>Durch regelmäßiges Bloggen (mindestens einmal pro Monat ein längerer Artikel mit mehr als 2000 Wörtern sollte es schon sein) verbessert sich deine Schreibfertigkeit enorm. Die ständige Praxis führt zu einem besseren Sprachgefühl, einer klareren Ausdrucksweise und einem breiteren Vokabular. Und du gewöhnst dich auch daran, regelmäßig längere Texte zu schreiben und dafür zu recherchieren. Bei meinen ersten Blogartikeln hatte ich noch Herzrasen und mit meinem Wissenschaftlerinnen-Perfektionismus zu kämpfen ;).</p><p><strong>6. Entdecke deinen eigenen Stil und deiner Autorinnenstimme</strong>!<br/>Jeder Blogger und jede Bloggerin entwickelt im Laufe der Zeit einen individuellen Schreibstil. Dieser Stil kann sich von humorvoll über informativ bis hin zu tiefsinnig erstrecken und ist ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Marke. Diese Praxis (5.-+6.) ist von unschätzbarem Wert, wenn es darum geht, ein Buch zu schreiben, da du bereits über Erfahrung und Vertrautheit mit dem Schreibprozess verfügst. Mein persönlicher Stil im „Mikrobenzirkus“ und im Sachbuch ist humorvoll, aber trotzdem wissenschaftlich seriös.</p><p><strong>7. Marktforschung für dein Buchprojekt</strong><br/>Du kannst deinen Blog wunderbar als Instrument zur Marktforschung nutzen, um die Bedürfnisse und Interessen deiner Zielgruppe besser zu verstehen. Durch merkst, ob deinen Themen „gut laufen“ oder ob du besser nachjustieren solltest. Durch die Analyse von Leserkommentaren, Suchanfragen und demografischen Daten kannst du wertvolle Einblicke gewinnen, die dir bei der Entwicklung eines Buchkonzepts helfen. Nur Bruchteil meiner Mikrobenzirkus-Themen hat es letztendlich in mein Sachbuch geschafft – aber ich wusste sehr gut, was die breite Leserschaft am meisten interessiert.</p><p><strong>8. Networking und Zusammenarbeit</strong><br/>Das Bloggen eröffnet dir Türen zu anderen Bloggenden, Expert*innen und potenziellen Kooperationspartnern. Durch den Austausch von Ideen und die Zusammenarbeit können völlig neue Projekte entstehen, die alle Beteiligten inspirieren und weiterbringen. Eine richtige Win-Win-Situation!</p><p><strong>9. Sichtbarkeit und Reichweite</strong><br/>Ein gut optimierter Blog kann dazu beitragen, dass man online besser gefunden wird. Dies erhöht die Sichtbarkeit und Reichweite der eigenen Inhalte und trägt dazu bei, dass potenzielle Leser auf einen aufmerksam werden.<br/>Mit einem gut gepflegten Blog kannst du deine Sichtbarkeit im Internet erhöhen, besser gefunden werden und die Reichweite deiner Inhalte erweitern. Social media Plattformen sind sehr trendabhängig und können schnell mal verschwinden, wie wir schon erlebt haben. <br/>Die eigene Webseite /ein Blog garantieren Dir eine gewisse Unabhängigkeit. SEO-Techniken und Social-Media-Plattformen kannst du trotzdem zur Verbreitung nutzen, um dein Publikum kontinuierlich auszubauen und neue potenzielle Leser*innen für dein Buch ansprechen.</p><p><strong>10. Content-Repurposing<br/></strong>Was für ein Trendwort  ;-) – heißt nichts anderes, als dass deine Blogbeiträge als Grundlage für weitere Inhalte dienen können, sei es für Vorträge, Workshops oder eben auch für dein Sachbuch. Es ist natürlich nicht möglich, die Inhalte immer 1:1 zu übernehmen. <br/><strong>Aber:</strong> Das bereits Geschriebene kann überarbeitet, erweitert und strukturiert werden. Du kannst es in Kapitel deines Buches integrieren und so den Schreibprozess beschleunigen.<br/>Für mein Sachbuch „Zu Risiken und Nebenwirkungen frage Sie ihre Türklinke“ habe ich vor allem z.B. die bestgeklickten Mikrobiom-Artikel, Studien und Anekdoten rund um unsere Alltagshygiene in unseren Häusern und Wohnungen, zum Leben mit unseren Haustieren ausgewählt und um viele neue recherchierte Inhalte ergänzt.<br/></p><hr aria-hidden="true"/><p>Für mich persönlich war das Bloggen der erste Schritt auf dem Weg zu meinem ersten eigenen mikrobiologischen Sachbuch. Vielleicht auch für dich?<br/>Insgesamt bietet dir das Bloggen eine Reihe von Vorteilen, die weit über die bloße Verbreitung von Wissen hinausgehen. Indem du dir ein engagiertes Publikum aufbaust, deine Expertise demonstrierst und wertvolles Feedback erhältst, kannst du den Grundstein legen um dein Sachbuch schneller zu veröffentlichen. <br/><br/>Also, warum warten? Probiere es aus! Mach dir ein erstes Konzept und fang an!</p><p>Hast Du Fragen? <br/><br/>Möchtest du dich gern mit mir ausführlicher zu deinem Sachbuchprojekt austauschen? Dazu biete ich für die Bezahl-Mitglieder ein monatliches Community-Treffen per Zoom an. Der nächste Termin ist schon am kommenden Mittwoch, 21. Februar 2024 um 19:00 Uhr. Komm gern noch spontan dazu!</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p>Für eure Planung hier auch schon die kommenden <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick (geplant jeden dritten Mittwoch im Monat):</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4607b959-ec23-4e2e-8a24-bbf146a1d26f/uploads/images/cexfgv7rpa/shutterstock_1946068126.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><ul><li><p>Mittwoch, 21. Februar 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 20. März 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 17. April 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 14. Mai 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 19. Juni 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Mittwoch, 21. August 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><p><strong>Beim nächsten Mal…</strong></p><p>wird es um erste <strong>Recherchetipps für Sachbuchautor*innen </strong>gehen. Wie und wo kommst du an valide Informationen heran…? Habt ihr schon Fragen zu diesem Thema - dann immer her damit!</p><p><br/><strong>Meldet euch auch gern zu kostenlosen Schnupper-Terminen an. </strong><br/><br/>Die Info-Treffen organisiere ich für euch unregelmäßig nach Terminabstimmung ab mindestens 5 Anmeldungen als Antwort auf den Newsletter. <br/>Bei diesen Zoom-Meetings beantworte ich euch häufige Fragen zur Sachbuchwerkstatt und gebe ich euch ein ersten Überblick, welche Themen auf euch zukommen, wenn ihr ein Sachbuch von der Idee bis zum Buch professionell konzipieren und auf den Markt bringen wollt.</p><p><br/><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen Link.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p><strong>Was beschäftigt euch gerade?</strong></p><p>Habt ihr aktuell Themen, die euch besonders unter den Nägeln brennen, dann schreibt mir sehr gern als Antwort auf den Newsletter.</p><p>Ich freue mich sehr über eure Nachrichten und nehme es auf meinen Redaktionsplan…</p><p>Eure Susanne Thiele</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Sun, 18 Feb 2024 18:01:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Neue Termine für die Community-Treffen 2024]]></title>
      <description><![CDATA[Hallo liebe neue Mitglieder, ich freue mich sehr über die neuen Leser und Leserinnen, die speziell nach dem letzten LinkedIn-Posting hier zur Community dazugekommen…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4607b959-ec23-4e2e-8a24-bbf146a1d26f/uploads/images/gjp2qmvjfw/IMG_9707.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hallo liebe neue Mitglieder,</p><p>ich freue mich sehr über die neuen Leser und Leserinnen, die speziell nach dem letzten LinkedIn-Posting hier zur Community an neuer Stelle dazugekommen sind. Ein ganz herzliches Willkommen an Kathrin, Antonia, Tatiana, Tanja, Sandra, Johanna, Susanne und alle anderen natürlich auch! <br/><br/>Ich freue mich sehr, dass ihr hier dabei seid. Hier gibt es deshalb ein kleines Intro für euch, weil die Begrüßungsemails bei der Anmeldung noch nicht liefen. <br/>Für alle anderen, die schon länger dabei sind, gibt es unten die <strong>neuen Jahrestermine für die Community-Treffen</strong>.</p><p><strong>Intro:</strong></p><p>Mit dem „<strong>Let me edutain you!“-Newsletter </strong>wende ich mich an alle angehenden Autorinnen und Autoren, alle Schreibbegeisterten unter euch, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Sachbuch oder einen Ratgeber zu schreiben. An alle, die ihr Wissen über ein berufliches oder privates Herzensthema nicht nur (wie viele) als wertvolles Content Marketing über Social Media oder einen Blog verbreiten - sondern mit einem gut konzipierten Buch publizieren möchten. <br/><br/>Hier kann ich mit Tipps und Tricks aus meiner eigenen Sachbuchwerkstatt helfen: Mit einer Schritt für Schritt-Anleitung im Newsletter, gespickt mit Erfahrung aus meiner eigenen Praxis zum Schreiben und Veröffentlichen von Sachbüchern.<br/><br/><strong>Seid ihr neugierig noch mehr zu lesen?</strong></p><p>Dann lege ich euch zuerst folgende Artikel ans Herzen:</p><ul><li><p>Zur Sache, Expertinnen und Experten! <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/posts/11fa2758-29df-4ac0-a8aa-937ab1e20ab6">Link</a></p></li><li><p>Wozu Sachbücher publizieren? <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/posts/6e4b4d03-f6b7-4d51-9eda-8c6576d5ff6a">Link</a></p></li></ul><p>Neben dem kostenlosen Newsletter, den ihr gerade lest, gibt es noch ein <strong>umfangreicheres Paket für die Bezahl-Abonnenten</strong>, die meine Arbeit mit einer kleinen Spende monatlich oder sogar jährlich (günstiger!) unterstützen. Gibt es auch als Probeabo:</p><p><strong>Das Paket enthält:</strong></p><ul><li><p><strong>den langfristigen Zugang zu allen monatlichen Newslettern und Sonderausgaben</strong> aus meiner Sachbuchwerkstatt mit praktischen Tipps für euch und Schreibaufgaben</p><p></p></li><li><p><strong>inklusive Zugang zum monatlichen Community-Treffen per Zoom </strong>zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu euren Schreibprojekten und zum Dranbleiben,</p><p></p></li><li><p><strong>inklusive Teilnahme an meinen zusätzlichen Zoom-Seminaren, aktuell zu den Themen:</strong></p></li></ul><p>1. Wie finde ich als Sachbuchautor*in mein unverwechselbares Thema?</p><p>2. Die erfolgreiche Autoren-Vita: Professionalisierung für Autor*innen?</p><p>3. Vom Wissensblog zum populären Sachbuch!</p><p></p><p>Hier könnt ihr euch weiter dazu informieren!<br/></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p></p><p>Für eure Planung hier schon die <strong>monatlichen Community-Termine 2024</strong> per Zoom im Überblick (geplant jeden dritten Mittwoch im Monat):</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/4607b959-ec23-4e2e-8a24-bbf146a1d26f/uploads/images/cexfgv7rpa/shutterstock_1946068126.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><ul><li><p>Mittwoch, 21. Februar 2024 um 19:00 Uhr (schon gelaufen)</p></li><li><p>Mittwoch, 20. März 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 17. April 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 15. Mai 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Mittwoch, 19. Juni 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>Juli - Sommerpause</p></li><li><p>Mittwoch, 21. August 2024 um 19:00 Uhr</p></li><li><p>weitere folgen…</p><p></p></li></ul><p><strong>Beim nächsten Mal…</strong></p><p>geht es darum, <strong>ob sich ein Blog auch 2024 noch lohnt und wie er euch helfen kann, die eigene Schreibstimme und ein Lesepublikum zu finden</strong>. Ich lasse euch an meinen Erfahrungen mit meinem Blog „<a href="https://mikrobenzirkus.com/">Mikrobenzirkus </a>” teilhaben und erzähle, wieviel Arbeit und Recherche es noch brauchte, bis aus der ersten Idee mein Sachbuch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“ entstand und publiziert wurde.</p><p><br/><strong>Meldet euch auch gern zu kostenlosen Schnupper-Terminen an. </strong><br/><br/>Die Info-Treffen organisiere ich für euch unregelmäßig nach Terminabstimmung ab mindestens 5 Anmeldungen als Antwort auf den Newsletter. <br/>Bei diesen Zoom-Meetings beantworte ich euch häufige Fragen zur Sachbuchwerkstatt und gebe ich euch ein ersten Überblick, welche Themen auf euch zukommen, wenn ihr ein Sachbuch von der Idee bis zum Buch professionell konzipieren und auf den Markt bringen wollt.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen Link.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p><strong>Was beschäftigt euch gerade?</strong></p><p>Habt ihr aktuell Themen, die euch besonders unter den Nägeln brennen, dann schreibt mir sehr gern als Antwort auf den Newsletter.</p><p>Ich freue mich sehr über eure Nachrichten und nehme es auf meinen Redaktionsplan…</p><p>Eure Susanne Thiele</p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 26 Jan 2024 15:36:56 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Lerne Dein Lieblingspublikum besser kennen!]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibbegeisterte, manche Leute lieben es ja, im Januar das Haus zu renovieren. Ich habe stattdessen in meinem Newsletter…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Lerne Dein Lieblingspublikum besser kennen !</h1><p>Liebe Schreibbegeisterte, Liebe angehende SachbuchautorInnen,</p><p>manche Leute lieben es, im Januar das Haus zu renovieren. Ich habe stattdessen in meinem Newsletter aufgeräumt. <br/><br/><strong>Die „Let me edutain you! Sachbuchwerkstatt“ ist umgezogen und ist ab heute ein ganz eigenständiges Newsletter-Projekt hier auf Steady.</strong>.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cb289b6a-29a6-419a-8772-d462e75c925b/uploads/images/dwlvb7a7pk/leser_shutterstock_beschnitten.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Wenn ihr euch für spannende Neuigkeiten rund um Mikroben und aus meinem Autorinnen-Leben &amp; Tipps zum Lesen interessiert, dann seid ihr weiterhin im <a href="https://steadyhq.com/de/thieles-mikrobenzirkus/newsletter/sign_up">Mikrobenzirkus-Newsletter</a> genau richtig.</p><p>Wenn ihr euch aber hier bisher vor allem für die <strong>Schreibtipps rund um Sachbücher und Ratgeber</strong> interessiert, dann abonniert bitte zukünftig auch die „<strong>Let me edutain you! Sachbuchwerkstatt“ </strong>unter dem unterstehenden <strong>Link. </strong><br/>Hier erfahrt ihr auch die Termine für die monatlichen Community-Treffen und die Seminare.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Und damit sind wir auch schon beim aktuellen <strong>Monatsthema.</strong> Im Dezember ging es noch darum, das <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/posts/2173761d-bb3a-4026-be91-765631187d73">ultimative Sachbuchthema </a>passend zu eurer Persönlichkeit zu finden.</p><p>Nun gehen wir einen Schritt weiter. Wie könnt ihr eure Zielgruppe, euer Lesepublikum noch besser kennenlernen?</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Steig in die Schuhe deiner Leser und Leserinnen!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cb289b6a-29a6-419a-8772-d462e75c925b/uploads/images/rzgktcsh7l/Lerserschuhe_klein.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Warum ist das nötig, werden jetzt einige fragen? Ich (als Experte oder Expertin) schreibe einfach darüber, was ich am besten draufhabe und was mich interessiert! Das wird schon passen! <br/>Mein Buch ist interessant für alle, die lesen? Also, eigentlich fast alle!</p><p>Wirklich?</p><p>Das hat mit <strong>Kundenorientierung und Zielgruppen-Denke</strong> in etwa so viel zu tun wie Strickkrawatten und Comicsocken zu Weihnachten, weil man sie selber am liebsten trägt. <br/>Oder die gefürchteten Marmeladen-Experimente einer lieben Verwandten, die regelmäßig als Geschenke in meiner Familie mitgebracht wurden. Ich erinnere mich noch an eine giftig-blaugrüne Birne-Curaçao-Marmelade. Meine Tante war sich so sicher, dass dies ihre beste Kreation wäre. Ich schmeckte nur Seife…<br/></p><p>Es hilft uns überhaupt nicht weiter, wenn wir als AutorInnen <strong>nur ganz allein verliebt in unser Thema sind</strong>. Wir können unseren Leser, Leserin leider nicht mit einer Pistole dazu zwingen, unser Buch zu kaufen, wenn sie vor dem Buchregal stehen.</p><p>Es ist nackte Realität, dass sich nicht JEDER für Bakterien, Pilze, Evolutionsbiologie oder Ahnenforschung interessiert – auch wenn wir selbst dafür brennen.</p><p>Es bleibt uns nur, in die „Schuhe unserer Leser und Leserinnen zu steigen“ und sie besser kennenlernen, damit wir den Geschmack des Publikums besser treffen. Versetz Dich also in die Lage hinein, um die Bedürfnisse, Wünsche, Probleme und Perspektiven besser zu verstehen.<br/></p><p><strong>Es wird deine Arbeit als AutorIn enorm erleichtern, wenn du dein Publikum gut kennst:</strong></p><ul><li><p>Du kannst Dein Thema besser eingrenzen und dein Buchkonzept ausrichten.</p></li><li><p>Du wirst nicht nur das schreiben, was dich selbst interessiert. Deine Leser stellen andere Fragen als du als ExpertIn und haben einen anderen Wissenshorizont.</p></li><li><p>Deine Zielgruppe bestimmt, ob du für ein Fach oder Laienpublikum schreibst.</p></li><li><p>Auch der Verlag möchte eine Zielgruppendefinition von dir.</p></li><li><p>Du verzettelst dich nicht beim Inhalt und weißt genau, was du schreiben und was weglassen musst.</p></li><li><p>Du hast eine klare Abstimmung von Inhalten auf den Lesernutzen, dann wird es auch eher gekauft</p></li><li><p>Die Definition der Zielgruppe ist auch wichtig für dein Buchmarketing und die Werbekanäle.</p></li></ul><p></p><p><strong>Habe den Mut zum Fokussieren!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cb289b6a-29a6-419a-8772-d462e75c925b/uploads/images/7c2tc6iu3n/shutterstock_2228858287%20(1).jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Schreib nicht für alle, aber für möglichst viele!<br/><br/>Dabei hilft ein ganz einfacher Test: Versuche einen bestimmten Personenkreis in einem persönlichen Gespräch für Dein Thema zu begeistern. Gelingt das, dann zählen sie zur Zielgruppe deines Buches. Bei allen anderen brauchst du dir keine weiteren Hoffnungen machen. <br/>Kein Autor, keine Autorin erreicht alle Leser! Selbst der Dalai Lama nicht.</p><p><em>Paradoxon: </em>Je enger die Zielgruppe, desto weiter ist der Käuferkreis. Dabei hilft Dir dein Alleinstellungsmerkmal als AutorIn.</p><p></p><p><strong>Schau nicht nur auf Deutschland!</strong></p><p>Als Autor und Autorin von Sachbüchern und Ratgebern hast du nicht nur eine Leserschaft in Deutschland. Deine deutschsprachigen Bücher werden auch in der Schweiz und in Österreich gelesen. Schreibe von Anfang an für ein (fast) internationales Publikum und bieten allen den gleichen Lesernutzen, wenn z.B. gesetzliche Bestimmungen der kleineren Länder in deinem Sachbuch berücksichtigt sind.</p><p></p><p><strong>Trends aufspüren - Das richtige Thema zur richtigen Zeit!</strong></p><p>Beobachtet man den Buchmarkt, dann fallen solche Aussagen wie: „Die Autorin hat den Nerv der Zeit oder des Publikums getroffen“.<br/>Unser Sachbuchthema muss eine aktuelle Relevanz für unsere eng gesteckte Zielgruppe haben. <br/>Warum braucht man dieses Thema gerade jetzt?<br/>Um mit deiner Themenfindung nah an den Trends und Entwicklungen zu sein, solltest du den Buchmarkt genau beobachten und das westliche Ausland mitberücksichtigen. Gibt es vielleicht einen Trend in England, Frankreich oder den USA, der bald nach Deutschland, Österreich und die Schweiz „herüberschwappt“?</p><p>ABER: Wenn ein Trend schon in aller Munde ist, dann bist du zu spät und kannst dir fast sicher sein, dass schon andere AutorInnen an Büchern dazu arbeiten.<br/><em><br/>Persönliche Anekdote dazu:</em> Bei meinem Mikrobiom-Sachbuch “Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke” gab es vorher eine Schwemme von wissenschaftlichen Studien, die die Häufigkeit von bestimmten Mikroben in unseren Häusern analysierten und die Einflüsse auf unsere Gesundheit. Es war klar, dass sich darauf auch andere Autoren und Autorinnen stürzen würden. Also musste ich sehr schnell sein. Trotzdem war der Schreck kurz vor meiner Buchpublikation groß! <br/>Die zwei Bücher, die etwa parallel auf den Markt kamen waren: <em>“Ein Keim kommt selten allein” </em>von Markus Eggert und <em>“Keim daheim”</em> von Dirk Bockmühl. Trotzdem heben alle Bücher ihr Publikum gefunden, weil wir alle einen anderen persönlichen Erzählansatz hatten. Mit Dirk Bockmühl bin ich später gemeinsam in einer Lesereihe zu Hygiene im Alltag des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung aufgetreten. <br/></p><p><strong>Zielgruppe und Kollateralleser</strong></p><p>Es gibt Sachbücher, die sehr erfolgreich sind, die ich aber nicht kaufe oder lese, weil mich die Thematik noch nicht interessierte. Trotzdem lese ich sie dann später doch noch quer, weil ich sie für eine Recherche brauche oder ich muss mir für einen Vortrag eine Meinung bilden: Timothy Ferriss, Rosling, bestimmte Biografien, für einen Klimathriller vertiefende Literatur über Permafrost in Kanada und das Leben in der Antarktis usw. …Ich habe also trotzdem einen Lesernutzen vom Inhalt.</p><p>Neben deiner primären Zielgruppe, die sich bei Beratern und Coaches beispielsweise genau mit deinen potenziellen Kunden überschneidet, werden also immer auch noch LeserInnen zu dir kommen, ohne dass du dich um diese bemühen musst.</p><p>Für diese „Kollateralleserschaft“ brauchst Du keinen inhaltlichen Spagat zu machen. Sonst passiert nur folgendes:</p><ul><li><p>Du verzettelst dich inhaltlich: Bietest fachliche Hintergründe, die den Laienleser in der Tiefe und Ausführlichkeit gar nicht interessieren.</p></li><li><p>Du findest die passende Sprache für deinen Leser oder Leserin nicht, wenn Du zwischen Experten und Laien schwankst.</p></li></ul><p></p><blockquote><p>„Willst du es allen recht machen, <br/>machst du es niemanden recht.“ <br/>(Aisopos, Sklave der griechischen Antike)</p></blockquote><p></p><p><strong>Setz Deinen Lieblingsleser/In neben dich!</strong></p><p>Bevor ich im Job in meiner Pressestelle ein neues Format für ein treffsicheres Marketing konzipiere, denke ich zuerst über die Zielgruppe nach. Sonst gehen die Projekte schnell in die Hose – machen viel Arbeit und laufen trotzdem nicht gut.</p><p>Ein Leser oder der Leserin in unserer Zielgruppe lässt sich im ersten Schritt ganz einfach über drei Kategorien definieren:</p><p>1.     <strong>die geschätzten biographischen Daten</strong><br/>(Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung, Beruf)<br/>Wer sucht nach dieser Art von Buch oder nach diesem Thema am häufigsten?</p><p><strong>2.     Leserinteresse universal oder spezifisch?</strong><br/>Sachbücher kann man in zwei Gruppen einteilen: <strong>Universal interessante Bücher</strong> für ein sehr breites Publikum, mit Themen und Aussagen über die Welt, den Menschen…<br/>Beispiel: <em>„Rendezvous mit einem Oktopus“</em> von Naturforscherin Sy Montgomery haben auch viele Menschen gelesen, die sich nicht für Meeresbiologie und Kraken interessieren - weil es sehr spannend und unterhaltend ist.</p><p>Demgegenüber stehen <strong>spezifische Sachbücher für Menschen</strong>, die sich genau für ein Thema interessieren.<br/>Beispiel: <strong><em>„</em></strong><em>Diagnose Krebs. Das Überlebensbuch für die Seele“</em>, von Angela Grigelat</p><p><strong>3.     Welches Bedürfnis hat der/die LeserIn? <br/></strong>Sucht er oder sie Informationen, Unterhaltung, Lösungen, eine Anleitung mit meiner Diagnose umzugehen?</p><p></p><p><strong>Pars pro toto – Trick: Schreibe nur für eine einzige Person!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/cb289b6a-29a6-419a-8772-d462e75c925b/uploads/images/p6fzqhaffs/shutterstock_2171206095.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Alle diese oben genannten detaillierten Beschreibungen der Lesermerkmale sind wenig hilfreich. Deshalb haben wir professionelle AutorInnen, Journalisten oder Texterinnen noch einen Trick.</p><p>Wir picken uns eine einzelne Person aus dem Publikum heraus und setzen sie uns direkt gegenüber hinter den Bildschirm, wo sie uns direkt anschauen kann, wenn wir unsere Gedanken in die Tasten hauen.</p><p>Es kann eine sehr interessierte Teilnehmerin aus deinen Workshops sein oder deine Lieblingskundin. Du kannst dir für jedes deiner Kapitel auch jemand anderen vorstellen. Sie sollten dir wohlgesonnen aber trotzdem kritisch sein. <br/>Mach Dir ein Bild von ihm oder von ihr und hänge es wirklich hinter deinen Computer!</p><p>Hier kann auch ein Ausflug in die Belletristik helfen, indem du Dir deinen Protagonisten oder deine Protagonistin einfach selbst skizzierst: Alter, welcher Arbeit gehen sie nach, welche Probleme, Wünsche und Ziele haben sie?</p><p></p><p><strong>Meine Lieblingsleserin für diesen Newsletter</strong> ist beispielsweise etwa 35-40 Jahre, Wissenschaftlerin, die auch in der Öffentlichkeit sichtbar ist und Vorträge halten muss. <br/>Sie möchte gern ein populärwissenschaftliches Sachbuch über ihr Forschungsthema schreiben. Ihr fällt es aber noch schwer, aus ihrer komplexen Wissenschaft ein Thema für ein Laienpublikum herauszuschälen, das viele interessiert und sich für ein Buch eignet. <br/>Sie hat Ideen, strukturiert sie etwas an, verwirft sie wieder. Sie weiß noch nicht so richtig, wie sie das ganze Thema Sachbuch angehen soll. <br/>Zudem ist ihr Job stressig und ihr fällt es schwer, im Alltag mit Kind und Kegel am Bücherschreiben dranzubleiben. Das Buchprojekt dümpelt über Monate, über Jahre…</p><p><strong>Nun seid ihr dran! Wie sieht euer idealtypischer Leser oder Lieblingsleserin aus?</strong></p><p>Im nächsten Schritt könnt ihr nun genau darüber nachdenken, wie ihr eure LeserInnen im Sachbuch ansprechen und „abholen“ wollt und wie ihr eure dazu passende Autorenstimme findet?</p><p>Eine sehr gute Spiel- und Trainingswiese, um euer Lieblingspublikum als Sachbuchautoren zu finden, ist ein <strong>thematischer Blog</strong>. Ich habe das mit meinem Blog Mikrobenzirkus so erlebt.</p><p></p><p><strong>Beim nächsten Mal…</strong></p><p>geht es deshalb darum, <strong>ob sich ein Blog auch 2024 noch lohnt und wie er euch helfen kann, die eigene Schreibstimme und ein Lesepublikum zu finden</strong>. Ich lasse euch an meinen Erfahrungen mit meinem Blog „<a href="https://mikrobenzirkus.com/">Mikrobenzirkus</a>” teilhaben und erzähle, wieviel Arbeit und Recherche es noch brauchte, bis aus der ersten Idee mein Sachbuch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“ entstand und publiziert wurde.</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Nächster Community-Treff: </strong><br/><strong>Kreativer Autor*innenaustausch am 19.1.2024 um 18:30 Uhr</strong></p><p>Alle Paid-Mitglieder haben am Freitag, den 19.01. 2024 um 18:30 Uhr Gelegenheit mit mir eure Konzepten zu diskutieren. <br/>Ich freue mich auf den konstruktiven Austausch mit euch!</p><p>Hier könnt ihr Mitglied werden:</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><br/><strong>Meldet euch auch gern zu den kostenlosen Schnupper-Terminen an. </strong><br/>Diese Info-Treffen organisiere ich für euch nach Terminabstimmung ab mindestens 5 Anmeldungen unter <a href="mailto:susanne_thiele@gmx.de">susanne_thiele@gmx.de</a>. <br/>Bei diesen Zomm-Meetings beantworte ich euch häufige Fragen zur Sachbuchwerkstatt und gebe ich euch ein ersten Überblick, welche Themen auf euch zukommen, wenn ihr ein Sachbuch von der Idee bis zum Buch professionell konzipieren und auf den Markt bringen wollt.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen Link.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>Schreibt mir sehr gerne! <br/><br/>Ich freue mich über jedes Feedback und antworte euch so schnell ich Zeit finde…</p><p>Viele Grüße aus der Sachbuchwerkstatt</p><p>Eure Susanne Thiele</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Wed, 17 Jan 2024 06:08:36 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Fisch am Haken: Wie finde ich mein unwiderstehliches Thema?]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibbegeisterte, Liebe Sachbuch-Autoren und Autorinnen, heute geht es darum, wie du dein unwiderstehliches Thema findest...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Finde dein unwiderstehliches Thema!</h1><p>Von kleinen Fischen, großen Würmern und Diamanten</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/kbsyudmlft/shutterstock_2291115269%20Fisch%20und%20K%C3%B6der.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Schreibbegeisterte, <br/>Liebe Sachbuch-Autoren und Autorinnen,</p><p>heute geht es bei <strong>LMEY! </strong>darum, wie du dein <strong>unwiderstehliches Thema</strong> findest. Und hey, wir haben schon eine Abkürzung für &quot;<strong>Let me edutain you!&quot; ;-)</strong> !</p><p>Dabei stehen dir viele Möglichkeiten offen für ein Sachbuch - zwischen dem „was du alles weißt“ und „nur ja nicht zu viel zu verraten“. <br/>Ganz nah am Erfolgsrezept bist du, wenn du dich auf einen Teil deines Fachgebietes eingrenzt, welches für dein Publikum besonders spannend ist, es dich als Experten &amp; Autorin voranbringt und last but not least - die Konkurrenz auch noch links liegen lässt! <br/><br/>Ganz schön viel verlangt? Ja, aber machbar :-) !</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Tipp 1: Dein richtiges Thema finden - der Wurm muss dem Fisch schmecken und der Anglerin!</strong></p><p>Für dein Sachbuch brauchst du einen ganz spezifischen Themenzuschnitt. Du brauchst ein Thema, für das du brennst, über das nur DU als Expertin oder Experte ein Sachbuch schreiben kannst und – du brauchst vor allem ein <strong>Alleinstellungsmerkmal als Autor*in</strong>.</p><p>Im Marketing nennen wir das auch <strong>USP - denUnique Selling Point</strong>. Der USP ist ganz einfach das, was dein Buch von anderen Büchern der gleichen Sorte abhebt. Denn denkt daran, es gibt kein Thema, an dem nicht gerade jemand schreibt. ABER - jedes Buch kann nochmal auf deine besondere Art geschrieben werden.</p><p>Dein Alleinstellungsmerkmal kann Humor oder Expertise, es kann eine besondere Perspektive oder eine ganz neue These sein. Nur dann haben Leser oder auch der Verlag das Gefühl, dass dieses Buch noch nicht auf dem Markt ist oder sich von anderen ähnlichen Büchern abhebt. <br/>Deine Aufgabe ist es, diesen Aspekt des Themas zu finden, den andere Autor*innen nicht so beleuchten können wie du.</p><p>Werden wir praktisch!<br/></p><p><strong>Wie komme ich zur USP für eine/n erfolgreiche Autor*in?</strong></p><p>Da gibt es zwei Seiten des Problems, und zwei Fragen, die du dir stellen solltest, die ich dir in dieser Infografik zusammengefasst habe.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/qy4l45ahen/LMEY_Dein%20Thema.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong>Linke Seite: </strong>Was sind die wichtigsten Dinge, die Du als Autorin kannst, kennst oder liebst und über die Du schreiben kannst?</p><p><strong>Rechte Seite: </strong>Was sind all die wichtigsten Dinge, die die Welt heute braucht?<br/>z.B. Hoffnung, Mut, Tipps gegen den Klimawandel anzugehen, wichtige Erkenntnisse, um mit einer Depression oder einer anderen Krankheit besser zu leben, (bestimmte Fähigkeiten, Erfahrungen, Kenntnisse, Ansätze, Einsichten, Einblicke, Expert*in sein, Betroffene/er sein …). </p><p><strong>Im Überschneidungsbereich zwischen den Seiten…<br/></strong>findest du DEIN spezifisches Thema angesiedelt. Das sind die Dinge und Themen, die nur du als Autor*in bearbeiten kannst kann und die die Welt braucht. Hier sind die Bücher, die nur du schreiben kannst und die die Menschen von dir lesen wollen. </p><p>Damit hast du dein Thema perfekt eingrenzt! Ging dir das zu schnell?</p><p>Dann folgen hier <strong>Beispiele,</strong> um es dir noch besser zu veranschaulichen…<br/><br/>Warum war „Darm mit Charme“ so erfolgreich? Purer Zufall oder passende USP?</p><p>Ganz klar ein passendes Thema &amp; eine Autorin mit perfektem Alleinstellungsmerkmal: Giulia Enders, als damals angehende Medizinerin, informierte in locker-flockiger Art mit lustigen Illustrationen darüber, was die medizinische Forschung Neues über den Darm bietet. Sie scheute sich nicht, ein paar Wahrheiten über das „richtige Kacken“ aufzudecken – schon darüber offen zu reden, war für viele ein Tabu-Thema. <br/>Auf der anderen Seite standen aber genügend Menschen, die sich brennend dafür interessierten, wie Übergewicht, Depressionen oder Allergien mit unserem Darm zusammenhängen. Kein Wunder! Die Deutschen an sich sind sowieso dafür bekannt, ein „Darmvolk“ zu sein – aber auch international funktionierte das sehr gut!</p><p>Oder aus meiner eigenen Sachbuchwerkstatt:</p><p>Es hat eine Weile (fast zwei Jahre) gedauert, bis ich richtigen Twist für mein Sachbuch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“ gefunden hatte und es 2018 über eine Literaturagentur mit einem Verlagsvertrag bei HEYNE geklappt hat. <br/><br/>Dazu habe ich Folgendes kombiniert.</p><p>1.     Meine Expertise als Mikrobiologin und Wissenschaftskommunikatorin für die populärwissenschaftliche Ansprache der Leserschaft</p><p>2.     Benefit: Antworten dazu, wieviel Hygiene eigentlich im Haus nötig ist und etwas mehr Verständnis für die Bedeutung der Mikroorganismen für unsere Gesundheit</p><p>3.     Meine besondere Autorinnenstimme zur Ansprache des Publikums, die ich in meinem Blog „Mikrobenzirkus“ seit 2014 ausgefeilt und erprobt hatte.</p><p></p><p><strong>Tipp 2: Grenze dein Thema knallhart ein! Nimm lieber den Rohdiamanten als den ganzen Steinbruch</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/wwzvkltucu/Rohdiamant_shutterstock_1914908431%20(1).jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es ist eine harte Entscheidung, aber ich muss sie auch immer wieder treffen. Mir geistern so viele spannende Themen für Sachbücher im Kopf herum. Aber es ist unmöglich, all mein Wissen oder die tollsten Recherchen dazu zwischen zwei Buchdeckel zu pressen.</p><p>Unser Thema braucht eine klare Kontur. <br/><br/>Wenn du viel zu sagen hast, machst du eben einfach noch ein Folgebuch daraus. Oder drei. Oder vier :-)! <br/>Ihr wisst schon…wer zwei Hasen jagt….wusste schon der alte Konfuzius ...</p><p>Mein Blog bietet ein Füllhorn mikrobiologischer Themen zum Staunen: Forschungsansätze, Umweltschutz, rekordverdächtige Mikroben oder sogar Fermentationsgrundlagen und Rezepte. Das Sachbuch behandelte aber letztendlich “nur” das Trendthema Mikrobiom und Mikroben in unseren Häusern als auch ihre Bedeutung für unsere Gesundheit.</p><p>Denke also auch über <strong>besondere Fragestellungen deines Themas für spezifische Zielgruppen</strong> nach – um es etwas weiter einzugrenzen. Welchen Vorteil kann der Leser oder die Leserin aus genau deiner speziellen Perspektive auf das Thema ziehen? Schreibst du vielleicht auch für eine spezielle Branche?</p><p></p><p><strong>Tipp 3: Poliere dein Thema! Mach den Diamanten marktauglich und konkurrenzfähig!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/crvwudy7k4/Diamant_shutterstock_2232581711.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Es reicht nicht, dein Manuskript einfach stumpf herunterzuschreiben. Es geht darum, wie du das Thema am besten verpackst und gut rüberbringst - um das „kreative Denkschleifen“ und auch deine Entscheidung für ein Genre. Da ist gute Planung vorher gefragt!</p><p>Ist es eine Autobiografie, ein Memoir einer/eines Betroffenen mit Lösungswegen, ist es ein Ratgeber oder ein erzählendes Sachbuch? <br/>Entscheide dich - dem Publikum, dem Verlag und der Buchhändlerin und nicht zuletzt dir selbst zuliebe! Was genau soll dein “Baby” werden?<br/>Dazu hatte ich schon einen <a href="https://steadyhq.com/de/backend/publications/a019b582-a0e7-4e83-971b-829099d61521/posts/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/edit">Artikel </a>zur Orientierung geschrieben, den du nochmal nachlesen kannst.</p><p><strong>Schau Dir unbedingt an, was die Konkurrenz macht!</strong></p><p>Was haben andere Autorinnen oder Autoren zu deinem Thema geschrieben? Dann kannst du dir womöglich viel Arbeit sparen…</p><p>1.     Prüfe Dein Buchregal!</p><p>2.     Gehe in Buchhandlungen! Sprich mit Buchhändler*innen!</p><p>3.     Recherchiere im Internet, nicht nur auf Amazon! Gib deine Stichworte ein, die dein potenzielles Publikum verwenden würde!</p><p>So gehst du am besten vor:</p><p>1.     Notiere Autoren, Titel, Verlag, Erscheinungsjahr</p><p>2.     Schau Dir an, worauf der Autor, die Autorin den Fokus gelegt hat, welcher Stil, welche Zielgruppen angesprochen wurden. Welches Konzept dem Buch zugrunde liegt?</p><p>3.     Was unterscheidet dein Buch von dieser Auswahl? Schreib jeweils einen Zweizeiler, der das klar zusammenfasst. <br/><strong>Dieser Unterschied könnte genau dein Wettbewerbsvorteil sein</strong>, wenn er zu einem Nutzen für dein Publikum führt, wenn er groß und attraktiv genug ist, um damit zu punkten.</p><p></p><p><strong>Jetzt wird es kreativ!  <br/><br/>Eine Übung für Dich - </strong>um im neuen Jahr 2024 Deinem geplanten Sachbuch ein gutes Stück näher zu kommen. Die Zeit zwischen den Jahren finde ich wunderbar für solche Gedankenexperimente.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/ygsdas6try/IMG_9705.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Formuliere die Kernbotschaft deines Sachbuchprojektes. Das sollte dir klarmachen:</p><p>1. Wovon das Buch genau handelt – so spezifisch wie möglich.  <br/>Passt das Thema zu Dir, betrifft es Deine Kernexpertise? Brennst Du für das Thema?</p><p>2. Welches Bedürfnis des Publikums das Buch erfüllt, bzw. welchen spezifischen Nutzen es vom Buch hat. Streng Dich hier besonders an, dein Buch soll etwas verändern. Es soll Probleme lösen, uns klüger machen und uns unterhalten. Zu welchen dringenden Fragen gibt es die Antworten?</p><p>3. Was das Buch <strong>anders </strong>macht. (Dazu schau Dir die Konkurrenztitel an)</p><p>4. Prüfe zuletzt auch noch einmal genau für dich, ob dir das Thema noch als Autor*in schmeckt :)! <br/><br/>Ich habe an genau dieser Stelle, auch schon oft gemerkt, dass ich gar keine Lust mehr hatte, ein solches Buch zu schreiben und mein Konzept korrigiert ;-).</p><p>Also stehst Du hinter dem Thema? Betrifft es noch deine Expertise oder als Coach dein Kerngeschäft? Kannst du darüber überhaupt zirka 200 Seiten lang genug schreiben?</p><p>Verpasst dir das Thema das richtige Label? Ich habe z.B. den Spitznamen als „Mikroben-Dompteuse“ verpasst bekommen und finde es wunderbar … <br/>Gefällt Dir das Label auch noch in etwa 5 Jahren oder engt dich das womöglich in deinem Business ein…?</p><p></p><p><strong>Tipp 4: Allein für sich im Kämmerchen zu werkeln, dauert meist dreimal so lange ;-)!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/upzax3ydsx/Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_(Neue_Pinakothek)%20(1).jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Komm für mehr Feedback, Motivation und Testleserschaft in meine Community!</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/about">Mitglied werden</a></p><p><strong>Schnuppern am 11.1. 24 um 18:30 Uhr (schon vorbei)</strong></p><p>Für alle die erst einmal kostenlos schnuppern wollen, gebe ich zum Jahresauftakt am Donnerstag, den 11.1. 2024 eine kleines Kennenlern-Treffen mit einer Übersicht, warum sich ein Abo des „Let me edutain me!“ –Newsletter für dein Sachbuchprojekt lohnt und welche Themen wir in der Community besprechen werden.</p><p><strong>Kreativer Autor*innenaustausch am 19.1.2024 um 18:30 Uhr</strong></p><p>Du wirst beim virtuellen Community-Treffen für meine zahlenden Abonnent*innen am Freitag, den 19.01. 2024 um 18:30 Uhr Gelegenheit haben, mit mir deine ersten Ideen zum Konzept ausführlich “weiterzuschleifen” und deine Fragen zu stellen. Ich freue mich auf den konstruktiven Austausch mit euch!</p><p><strong>Bei nächsten Mal</strong></p><p>…geht es <strong>um meine Tricks, um mein Publikum und meinen Wunschleser*in besser kennenzulernen</strong>. Wir können nicht für alle schreiben – aber für viele. Und diese Zielgruppe müssen wir besser kennenlernen.</p><p><br/>Bis dahin wünsche ich euch kreative Feiertage mit viel Zeit zum Bücher schmökern, mit einem heißem Kakao oder Tee und mit viel Inspiration für neue Projekte und einen guten Rutsch! Ich sitze auch wieder an einem neuen Exposé …</p><p>Wir lesen uns in 2024!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/0a104cbe-b19b-4d2e-bfa0-2187bc66aae7/uploads/images/j7bcmrjtuv/Xmas_shutterstock_510459931.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p></p><p><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a>.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><hr aria-hidden="true"/><p>Schreibt mir sehr gerne! <br/><br/>Ich freue mich über jedes Feedback und antworte euch so schnell ich Zeit finde…</p><p>Viele Grüße aus der Sachbuchwerkstatt</p><p>Eure Susanne</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p><br/><strong><br/></strong><br/></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p><strong><br/></strong></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
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      <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 14:41:01 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Was schreibe ich: Sachbuch, Ratgeber oder Fachbuch?]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Schreibbegeisterte oder einfach am Thema Interessierte, heute geht es bei "Let me edutain you!" um etwas Orientierung im Dschungel der Begrifflichkeiten ...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Was schreibe ich eigentlich: Sachbuch, Ratgeber oder Fachbuch?</h1><p><em>Insiderwissen für Abonnent*innen</em></p><p></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/uploads/images/cqyq7o7ckz/Sachbuch%2CFachbuch%2C%20Ratgeber.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Schreibbegeisterte oder einfach am Thema Interessierte,</p><p>heute geht es bei &quot;<strong>Let me edutain you!&quot;</strong> um etwas Orientierung im Dschungel der Begrifflichkeiten <strong>Sachbuch, Ratgeber oder Fachbuch.</strong></p><p><br/><strong>Tatort: Die Buchhandlung</strong></p><p>Ich lade dich heute zu einer Feldrecherche in einer großen gutsortierten Buchhandlung deines Vertrauens ein. <br/>Gehen wir davon aus, dass du schon ein erstes Thema für dein geplantes Sachbuch im Kopf hast. Sicher noch völlig unstrukturiert, noch sehr roh…aber das macht nichts.<br/><br/>Mach diese kleine Übung, denn sie wird dir einen Aha-Effekt für DEIN spezielles Buchprojekt bringen…</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/uploads/images/cbwhh7x5io/shutterstock_1771210133.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Frag die Buchhändler*in nach dem großen Oberthema deines Sachbuches und höre ganz genau zu, welche Fragen sie dir stellt oder welche ähnlichen Bücher sie dir empfiehlt!</p><p><strong>Ein Beispiel: </strong><br/>Nehmen wir an, du hast gerade ein Haus gebaut und möchtest nun den Garten gestalten - am besten als einen insektenfreundlichen Naturgarten.<br/><br/>Gute Buchhändler besitzen nicht nur eine sehr gute Waren- sondern auch Menschenkenntnis. Aber Hellsehen können sie nicht – deshalb kommt mit Sicherheit die Nachfrage:</p><p><strong>„Was möchten Sie denn genau machen? Wobei soll Ihnen das Buch weiterhelfen?“</strong></p><p>Wo holt dich das Buch als Leser*in ab?</p><p>1.     Möchtest du eher ein <strong>unterhaltsames Sachbuch</strong>, welches dir vielleicht erstmal Lust auf Gartenarbeit macht, die Vorteile eines Naturgartens erklärt? Vielleicht ein autobiografisches humorvolles Buch einer Familie, die genau vor dem Problem stand und es gelöst hat - mit vielen Anekdoten über ihren Kampf mit Wühlmäusen, Schnecken oder was dir sonst noch einfällt?</p><p>2.     Oder bist Du der praktische Typ, der <strong>einen Ratgeber</strong> lesen möchte, mit dem du schon morgen Schritt für Schritt anfangen kannst und mit Listen für Pflanzenempfehlungen in die nächste Gärtnerei ziehst. Ein Ratgeber zu Permakultur im Naturgarten oder zu klimafesten, artenreichen Naturgärten?</p><p>3.     Vielleicht bist Du aber auch Gartenarchitekt*in und interessierst dich speziell für ein Buch zum „Entwerfen und Gestalten in der Landschaftsarchitektur“?</p><p>Es hängt also von <strong>einigen Faktoren ab, in welches Regal die Buchhändlerin greift</strong> und ob ihre Empfehlung für dich ins Schwarze trifft…<br/><br/><strong>Und daraus folgen einige Fragen für dein Sachbuch-Projekt:</strong></p><p>1.     Wer ist deine Zielgruppe?</p><p>2.     Welche Zutaten für die Leser*innen sollen überhaupt in dein Sachbuch – Thema zielgruppenspezifischer Inhalt ?</p><p>3.     Welcher Schreibstil und welche „Leseransprache“ wären passend?</p><p>4.     Welches ist der “richtige” Platz für dein Buch im Regal?</p><p></p><p>Und nun das versprochene Insiderwissen im Detail:</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>1.     Was ist die Definition eines Non-Fiction Buches, eines Sachbuches?</strong></p><p>Wenn ich selbst als „Sachbuch-Autorin“ bezeichnet werde, dann fühle ich mich nur zum Teil korrekt definiert, weil es in diesem Bereich eine etwas kunterbunt zusammengewürfelte Mischung gibt. <br/><br/>Als Biologin liegt mir Klassifizierung. Also her mit Brehms Tierleben oder mit dem Linné für Sachbuch-Autorinnen!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/uploads/images/stt5zhlswk/shutterstock_2269578013.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong><br/></strong>In den Regalen finden wir im übertragenen Sinne <strong>Dutzende von „Arten“</strong>: Biografen, Tagebuch- und Memoir-Schreiberinnen, Verfasser*innen politischer Schriften, Historiker*innen, schreibende Expert*innen jeglichem Fachs, Anthologie-Spezialisten, Kochbuch-Zusammensteller und Ernährungsbuch-Schreiberinnen, Wellness- &amp; Achtsamkeits-Gurus, Witzesammler usw. usw. - und natürlich die bücherschreibenden Journalist*innen wie mich, die optimalerweise auch noch einen wissenschaftlichen Background haben.</p><p>Schauen wir in die Literaturwissenschaft , wo gern gestritten wird – um kleinste Nuancen. Ich empfehle dir <a href="https://www.zeit.de/1967/12/die-darstellung-einer-sache-mit-literarischen-mitteln/komplettansicht">„Die kleine Literaturgeschichte des Sachbuches“</a> ,in der Sachbuchautoren bis 1967 über ihr Metier geschrieben haben (und hier muss ich nicht einmal gendern ).</p><p>Wichtigstes prägnantes Zitat für die eiligen Leser*innen:</p><blockquote><p>„Ein Sachbuch ist ….die Darstellung einer Sache mit literarischen Mitteln.“</p></blockquote><p>Es geht also darum, dass du über <strong>deine Sache</strong> schreibst (deine Expertise) und dies <strong>in deinem unverwechselbaren Stil</strong> – zum Beispiel in deiner speziellen Art des <strong>Storytellings</strong> – also kurz: deiner Methode, wie du deine Informationen durch den Einsatz von Geschichten erzählst. <br/>Ein guter Geschichtenerzähler*in holt sein Zuhörer immer auf Augenhöhe an, vermittelt Empathie und zeigt immer, dass er dich und deine Situation gut kennt.</p><p>Als Wissenschaftsjournalistin steht bei mir beim Nonfiction-schreiben das Motiv der Genauigkeit und wissenschaftlichen Faktentreue im Vordergrund. Ich bewege mich als Mikrobiologin auch in einer Community, die den <a href="https://www.wissenschaft-im-dialog.de/fileadmin/user_upload/Ueber_uns/Gut_Siggen/Dokumente/Leitlinien_zur_guten_Wissenschafts-PR.pdf">„Leitlinien der guten Wissenschaftskommunikation“</a> folgt. <br/>Das Sachbuch-Schreiben erlaubt es mir, mich detaillierter und länger in eine Thematik einzuarbeiten, als das in Schnelligkeit von aktuellen Ereignissen getriebenen Pressestelle der Fall ist. Beim Bücherschreiben habe ich viel mehr Zeit und Muße für Recherchen, Lektüre von passenden Fachbüchern, Interviews von Expert*innen.</p><p>Das was ich sehr gern <strong>unter “echten” Sachbüchern</strong> verstanden wissen möchte, sind z.B. schon frühe bekannte Werke wie Kruifs „Mikrobenjäger“ - eine Frühgeschichte der Bakteriologie oder „Brot“ Jacobs Entwicklungsgeschichte des Brotes durch die Jahrtausende – oder auch Rachel Carsons „Der stumme Frühling“ – ein großartiges Werk über die Selbstvergiftung der industriellen Massenwelt, in dem sich wissenschaftliches Expertenwissen mit schriftstellerischer Meisterschaft verbindet. Oder auch neuere sehr erfolgreiche Bücher wie z.B. “I contain multitudes /Winzige Gefährten” von Ed Young oder von Stefan Klein z.B. “Die Glücksformel”.</p><p><strong>Echte Sachbücher beinhalten:</strong></p><ul><li><p>die Darstellung einer wissenschaftlichen, technischen oder verwandten Entwicklung,</p></li><li><p>in einer allgemeinverständlichen,</p></li><li><p>und schriftstellerisch gekonnten Form.</p><p></p></li></ul><blockquote><p>„Der Realitätsgehalt des echten Sachbuches soll nicht Rahmen, nicht Hintergrund, nicht Teil eines solchen Buches sein, sondern sein absoluter Gehalt.“</p></blockquote><p>(Jürgen Thorwald; aus Literaturgeschichte des Sachbuches)</p><p>Ein Roman nach Tatsachen ist also auch kein Sachbuch.</p><hr aria-hidden="true"/><p><br/>Der BUCHREPORT hat ebenfalls eine eigene Vorstellung, was bei deiner eigenen „Darstellung der Sache” im Vordergrund stehen sollte. <br/><strong>Wie die Bestsellerlisten erhoben werden</strong><a href="https://www.buchreport.de/spiegel-bestseller/ermittlung-der-bestseller/">Link</a></p><p><br/><strong>Hardcover und Paperback<br/>“</strong>Bearbeitungen von Sachthemen werden auf den Sachbuch-Bestsellerlisten <strong>veröffentlicht, sofern Informations- und Wissensvermittlung klar ersichtlich im Vordergrund steht.”</strong></p><p><strong>Taschenbuch: </strong><br/>“Im Sachbuch-Segment werden auch humoristisch überspitzte Berichte, skurrile Zusammenstellungen sowie allgemeine Ratgeber berücksichtigt, jedoch keine Reiseführer, Schul- und Lehrbücher.”</p><p><br/>Es geht also in erster Linie um die <strong>Weitergabe deines Wissens</strong>. Wie du das Buch umsetzt - witzig, in Sächsisch oder Ostfriesisch - ist völlig egal. Solange sich dein Buch genug verkauft, wirst du auf der Spiegel-Liste erscheinen.</p><p>An dieser Stelle beschäftigen wir uns noch einmal mit dem wichtigen Thema <strong>Verkaufen und dem richtigen Regal</strong>.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>2.     Verlage und ihre Warengruppen</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/uploads/images/rov6p6lda3/library-488690_1280.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Verlage wollen ganz genau wissen, wo sie dein Buch – im Marketing-Deutsch „positionieren“ – können. <br/><br/>Der B<strong>örsenverein des deutschen Buchhandels</strong> definiert dafür sogenannte Warengruppen.</p><p>Dieser folgende Überblick über die <strong>Warengruppen</strong>, kann dir helfen, beim Schreiben aufs Wesentliche zu achten.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was ist ein Sachbuch, Non-Fiction Buch? Genre und Merkmale:<br/></strong><br/><strong>Warengruppe 9: </strong>wissensorientiert, mit primär privatem Nutzwert“                                                                                                      </p><p><strong>Inhalt:</strong> Aktuelle Wissensthemen, Information</p><p><strong>Zielgruppe: </strong>Laienpublikum, das sich in ein Thema einlesen will</p><p><strong>Schreibstil:</strong> allgemeinverständlich, Fachwörter solltest Du erklären</p><p><strong>Beispiele: <br/></strong>Giulia Enders: „Darm mit Charme“ <br/>Doris Dörrie: “Lesen, Schreiben, Atmen”</p><p></p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was ist ein Ratgeber? Genre und Merkmale</strong></p><p><strong>Warengruppe 4: </strong>„handlungs- oder nutzenorientiert für den privaten Bereich“</p><p><strong>Inhalt:</strong> Hilfe zu einem ganz konkreten Thema</p><p><strong>Zielgruppe: </strong>Laienpublikum, das Rat such und danach handeln möchte</p><p><strong>Schreibstil:</strong> verständlich, Fachwörter solltest Du erklären</p><p><strong>Beispiele: <br/></strong>Dagmar von Cramm: “Iss Deinen Darm gesund”<br/>Gabriele L. Rico: “Garantiert schreiben lernen”</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Was ist ein Fachbuch? Genre und Merkmale</strong></p><p><strong>Warengruppe 5-7: </strong>„handlungs- bzw. wissensorientiert mit primär beruflichen oder akademischen Nutzwert“</p><p><strong>Inhalt:</strong> berufliches oder akademisches Wissen</p><p><strong>Zielgruppe: </strong>Fachleute, Akademiker*innen, die sich informieren und Gelerntes im Beruf umsetzten möchten,</p><p><strong>Schreibstil:</strong> „Fachchinesisch“ :-), gerne trotzdem gut lesbar</p><p><strong>Beispiele: <br/></strong>Rainer Schmid: “Allergie und Mikrobiota. Systemisches Krankheitsverständnis”<br/>Wolf Schneider: “Deutsch für Profis: Wege zum guten Stil”</p><p></p><p><strong>Fazit für Dich: <br/>Die alles entscheidende Frage Zu welchem Genre soll dein Buchprojekt gehören?</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/uploads/images/gesl4x3voz/shutterstock_126566756.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><strong><br/>Eine kleine to-do Liste:</strong></p><p>1.     Mach dir <strong>im Vorfeld </strong>Gedanken zu deinem geplanten Buch!</p><p>2.     Entscheide dich für eine <strong>Warengruppe</strong>!</p><p>3.     Stimme <strong>Zielgruppe</strong>, <strong>Inhalt</strong> und den <strong>Schreibstil</strong> darauf ab!</p><p>4.     Schreib ein erstes <strong>Konzept</strong>!</p><p></p><p>Schreib mir gern, ob Dir der Artikel geholfen hat! <br/><br/>Verrätst Du mir, was für ein Buch du schreiben möchtest? Oder weißt du noch gar nicht, worüber du schreiben möchtest.</p><p>Dann ist der nächste<strong> „Let me edutain me!“ –Newsletter</strong> unbedingt etwas für Dich.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Beim nächsten Mal?</strong></p><p>Dann geht es darum, <strong>DEIN spezielles Thema des Sachbuches zu finden</strong>, welches nur DU als Autor*in schreiben kannst.</p><p>Dann schreibt mir auch sehr gerne …ich arrangiere wie gesagt für euch Im Dezember ein <strong>virtuelles Community-Treffen</strong>, wo wir uns wunderbar dazu austauschen können. In Planung ist der Freitag (8. Dezember um 18:30 Uhr</p><p><strong>Anmeldung zum Kick-off </strong>bitte wieder einfach unter susanne_thiele@gmx.de, dann kann ich den Termin besser planen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a>.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Viele Grüße aus der Sachbuchwerkstatt</p><p>Eure Susanne (Thiele)</p><p></p><p></p>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/917faf79-56d1-4020-a3bb-71d19715d8d4/uploads/images/cqyq7o7ckz/Sachbuch%2CFachbuch%2C%20Ratgeber.png?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 14:28:59 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Wozu Sachbücher publizieren?]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, heute geht es um die große Sinnfrage: Lohnt sich das Schreiben von Sachbüchern eigentlich?]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Wozu überhaupt Sachbücher publizieren?</h1><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676/uploads/images/5aa7k5qyjh/Wozu%20Sachb%C3%BCcher%20publizieren.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Liebe Leserinnen und Leser ,</p><p>heute geht es um die große Sinnfrage: Lohnt sich das Schreiben von Sachbüchern eigentlich?</p><p>Das werde ich in meinem Umfeld sogar sehr häufig gefragt. AutorInnen verdienen doch nichts, sonst müsste ich nebenher nicht noch in einem richtigen Job arbeiten. Etwas Mitleid schwingt auch mit. So nach dem Motto: Ich würde auch gern Bücher schreiben, aber es lohnt sich ja eh nicht!</p><p>Als Autorin eines Sachbuchs wägt man im Vorfeld schon sehr gut ab, ob man sich die ganze Mühe macht, sein Herzensthema in ein Buch zu verwandeln und das ist gut so! Und um es vorweg zu nehmen: Meine Meinung ist dazu ganz klar: Ja, das Schreiben von Sach- und Fachbüchern kann sich in Euro und Cent auszahlen. Aber die Medaille hat zwei Seiten, die man kennen sollte und gut für sich nutzen kann.</p><p>Also mal „Butter bei die Fische“ wie man hier in Norddeutschland sagt und Braunschweig gehört ja auch noch dazu…</p><p></p><p><strong>Im Artikel geht es diesmal um die folgenden Fragen:</strong></p><p>1.<strong> </strong>Was verdienen Autorinnen von Sachbüchern?</p><p>2. Kann man mit dem Sachbuch-Schreiben reich werden?</p><p>3. Finanziell spannende sekundäre Effekte des Publizierens</p><p>4. Dein Sachbuch als Imagefaktor</p><p><br/>Dieser Artikel wird nach einiger Zeit hinter einer Paywall verschwinden. Ich freue mich sehr, wenn Du mich unterstützt und Mitglied in der &quot;Let me edutain me! -Community wirst und an den monatlichen Austauschtreffen (inklusive für Mitglieder) teilnimmst.</p><p><strong>Was verdienen Autor*innen von Sachbüchern?</strong></p><p>Ganz klar ist, wenn wir nur auf den Abverkauf von Büchern über den Handel schielen - dass ist das Bücherschreiben eine eher brotlose Kunst. Es sei denn, das Buch erreicht sehr große Zielgruppen.</p><p>Ein Positiv-Beispiel ist „Darm mit Charme“ der Bestsellerautorin Giulia Enders – 2,2 Millionen Mal im deutschsprachigen Raum verkauft, mittlerweile in über 40 Ländern erschienen. Trotzdem hat sich Giulia Enders für ein Leben als forschende Ärztin entschieden, um immer weiter dazu zu lernen. <br/>Dieser Erfolg von „Darm mit Charme“ ist leider die Ausnahme: Von den 50.000 Sach- und Fachbüchern, die jedes Jahr in Deutschland erscheinen, landen nur sehr wenige auf den Bestsellerlisten.</p><p>Nun mal Tacheles: Was verdiene ich als normale Sachbuchautorin?</p><p>Meine letzten Sachbücher: <br/>„<em>Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihr Türklinke</em>“ (272 Seiten) kam im Februar 2019 im Heyne Verlag für einen <strong>Preis von 12.99 Euro</strong> in den Handel. <br/>„<em>Warum wir es tun, wie wir es tun“</em> (240 Seiten) 2017 im Dumont Buchverlag <strong>für 8,49 Euro</strong>). <br/><br/>Fakt ist: Eine in einem Verlag erscheinende und professionell gemachte Neuerscheinung hat ihren Preis. Die niedrigen Autoren-Honorare sind natürlich keine böse Absicht der Verlage: Bücher zu verlegen, ist einfach sehr teuer und nicht nur im Zuge der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges und hoher Papierpreise. <br/>Da sind nicht nur die Druckkosten einzukalkulieren, sondern die Löhne aller Beschäftigten, die es braucht, um ein Buch zu produzieren: Lektoren, Korrektoren, Setzer, Grafiker, Marketing und Presseleute, Vertriebsleute. Ein Verlag investiert fünfstellig in eine Sachbuchidee und muss dabei liquide bleiben. Daher steht er immer vor der Frage: Ist deine Buchidee dem Verlag ca. 30.000 Euro wert?</p><p>Ein Honorar erhält natürlich jeder Autor und jede Autorin. Bei mir lagen Garantiehonorare (ohne Buchverkäufe) bei drei Sachbüchern jeweils in einer Spanne zwischen 7.000 – 12.000 Euro (schon ganz gut) über Literaturagenturen verhandelt. <br/>Die realistischen Honorare können bei „Freizeitautoren“ oft aber auch zwischen 2.500 -5.000 Euro liegen - vielleicht nicht sehr hoch aber in der Regel fair und vertraglich geregelt. Dazu kommen später die Tantiemen aus den Buchverkäufen. Finanziell interessant wird es auch nochmal, wenn deine Bücher übersetzt und im Ausland auslizensiert werden. Meine Sachbücher sind z.B. auch in Polen erschienen und für Korea lizensiert.</p><p> </p><p><strong>Kann man mit dem Sachbuch-Schreiben reich werden?</strong></p><p>Einige Autoren und Autorinnen können natürlich sehr gut vom Bücherschreiben leben. Dabei helfen zwei besondere Umstände:</p><ol><li><p>Wenn du ein VIP, ein Promi aus TV oder Politik bist</p></li><li><p>Wenn du dir einen ganz besonders effektiven Arbeitsstil angewöhnt hast...</p></li></ol><p>d.h. es gilt vor allem den <strong>Faktor Zeit in den Griff zu bekommen</strong>, damit sich die Honorare in Verhältnis zum Arbeitsaufwand wieder lohnen.  Und Zeit brauchst Du bei einem Sachbuch definitiv für die Recherche, das Anlegen von umfangreichen Archiven, die Manuskriptarbeit. Ein echter Profi kann ein Sachbuch von 200-300 Seiten in sechs Wochen schreiben. Das sind häufig Journalistinnen, die dieses Handwerk sowieso gut beherrschen oder Profischreiber als Ghostwriter.</p><p><strong>MEIN TIPP:</strong> Du solltest dein Herzens-Buchprojekt niemals vom zu erwartenden Honorar abhängig machen – das entschädigt fast nie unmittelbar für den entstandenen Aufwand! <br/>Also den Dagobert Duck-Traum legen wir mal gleich beiseite : )!</p><img src="https://assets-proxy.steadyhq.com/https%3A%2F%2Fassets-proxy.steadyhq.com%2Fhttps%253A%252F%252Fwww.animierte-gifs.net%252Fdata%252Fmedia%252F1512%252Fanimiertes-dagobert-duck-bild-0015.gif%3Fauto%3Dcompress%26w%3D800%26fit%3Dmax%26dpr%3D2%26fm%3Dwebp%26s%3Da45e4dba973c1038a44eef2b6f0455ec?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp&amp;s=69c5c5e1fbb0ee28f17bb1e0651da924" alt="Dagobert Duck freudig im Geldhaufen"/><p><br/>Schauen wir lieber mal auf die <strong>spannenden sekundären Effekte eines Lebens als SachbuchautorIn </strong>und die beruflichen und persönlichen Vorteile, die eine Publikation mit sich bringen kann….</p><p><strong> </strong></p><p><strong>1.     Ein Sachbuch adelt dich als Experte oder Expertin</strong><br/><br/>Ein eigenes Sach- oder Fachbuch zu schreiben, ist eines der besten Instrumente, um deine eigene Persönlichkeit, eine spezielle Leistung, dein Knowhow oder dein Produkt bestens zu erklären und zu vermarkten. BuchautorInnen haben auch im Internetzeitalter einen ganz besonderen Status und bekommen mehr Aufmerksamkeit, weil sie ein Thema (meist) souverän beherrschen und Kompetenzen nachweisen können – das kann sogar zum Karrieremotor werden. Der Nimbus des oder der Wissenden ;-)…<br/>Ein Sachbuch setzt deiner Sichtbarkeit nochmal die Krone auf!</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676/uploads/images/etglvyxyhd/shutterstock_2071337726.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Wissen adelt als Expertin
(Quelle: shutterstock)"/><p><br/>Ja, ich weiß: Die „Selbstvermarktung“ ist oft ein sehr ungeliebtes Thema unter uns AutorInnen. Das eigene Sachbuch oder Fachbuch als Instrument zum Marketing einzusetzen, klingt erstmal etwas gewöhnungsbedürftig. Eigentlich wollen wir doch nur unser nützliches Wissen mit den Lesern, den Leserinnen teilen…Aber „etwas rasseln“ damit man uns sieht, gehört nun mal auch zu unserem Handwerk :-), wenn ihr es ernst nehmen wollt!</p><p>Meine Sichtbarkeit als Mikrobiologin, Wissenschaftsjournalistin und <em>Expertin</em> begann (neben der beruflichen PR-Karriere) mit der Entscheidung am Silvestermorgen 2014, einen Blog über Mikrobiologie zu starten. <a href="https://steadyhq.com/de/thieles-mikrobenzirkus/posts/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676#comments">www.mikrobenzirkus.com</a><a href="https://www.mikrobenzirkus.com/"> (Öffnet in neuem Fenster)</a><br/>Ich arbeitete damals als Pressesprecherin für das Leibniz-Institut DSMZ- Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen. Die DSMZ ist so etwas wie die „Arche Noah der Mikroben“ – die weltweit umfassendste Sammlung von 36.200 verschiedenen Bakterienstämme, 8400 Pilzstämmen, 850 Pflanzenviren; 1100 Bakteriophagen und so weiter. Ein unglaubliches Arsenal – in flüssigen Stickstoff in Tanks eingefroren für die Ewigkeit oder auch gefriergetrocknet wie Kaffeepulver :-). <br/>Und ich ärgerte mich sehr darüber, dass so wenig über die nützlichen Seiten der Mikroorganismen für die Umwelt, für unsere Gesundheit in der Öffentlichkeit gesprochen wurde. In erster Linie werden Bakterien und Viren doch nur als Krankheitserreger abgestempelt. Dabei können wir von diesen Stoffwechselkünstlern so viel lernen: sie verweilen seit 3,5 Milliarden Jahren auf der Erde und haben sich in der Evolution an so viele Bedingungen angepasst. Ich denke da nur schaue an das Thema Plastikverwertung oder Anpassungen an den Klimawandel.</p><p>Long Story short: Der Mikrobenzirkus-Blog traf in eine Lücke und – schon lange bevor ein Sachbuch im Jahre 2019 daraus entstand - auf eine sehr nette wohlwollende Fangemeinde aus wissenschaftsaffinen Laien, StudentInnen &amp; Schülern, Lehrer in Schule und Hochschulen, JournalistInnen und sogar Köchen und Fermentistas…<br/>Ein ganz spannendes Netzwerk. Und da sind wir schon beim nächsten wichtigen Thema...</p><p> </p><p><strong>2.     Kontakte, Kontakte - Hochwertiges Netzwerken über Publikationen</strong></p><p>Über eine Publikation wie ein Sachbuch oder einen Ratgeber kann man wunderbar und mit überschaubarem Aufwand sehr gute Kontakte knüpfen: zu einer Leserschaft, zu potenziellen Kundenkreisen oder zur Kundenbindung für Coaches oder Seminartrainer, über Internetforen, Diskussionsbeiträge. Der Marketingeffekt entsteht <em>en passant</em> – ganz nebenbei sozusagen. Dann folgten bei mir ganz schnell Anfragen für Impulsvorträge und ...</p><p> </p><p><strong>3.     Liveauftritte &amp; Vorträge</strong></p><p>BuchautorInnen sind häufig auch sehr gute Referenten zum jeweiligen Thema. Die AutorInnenhonorare, machen euren Aufwand und die geleistete Arbeit für das Sachbuch mit jedem Auftritt wieder wett. Dieser Markt entwickelt sich auch in Deutschland dynamisch.</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676/uploads/images/3ya32d4nnw/FONA_Mikrobenzirkus_THiele.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Die Realität sieht bei mir in der Praxis so aus. Ich halte viele Vorträge…mal mit gutem Honorar und manchmal auch ohne – einfach für den guten Zweck „in geheimer Aufklärungs- und Bildungsmission“. Ich habe über mein mikrobiologisches Thema schon fast überall mit viel Leidenschaft „referiert“ in Volkshochschulen, in Bürgergärten, auf Street-Food-Festivals, Wissenschaftsfestivals, auf Tagungen, bei Podiumsdiskussionen, als Wissensbotschafterin in Schulen oder wie hier für das Haus der kleinen Forscher auf You-Tube.</p><p>Und mit zunehmender Präsenz werden auch die Medien aufmerksamer…</p><p> </p><p><strong>4.     Der Imagefaktor: SachbuchautorInnen sind interessante Gesprächspartner für die Presse</strong></p><p>Mit eurem Sachbuch erzielt ihr optimaler Weise Aufmerksamkeit in den Medien, in der Öffentlichkeit, in eurer Branche und Fachwelt.</p><p>Zu den Mechanismen solltet ihr wissen, dass es leider erst einmal egal ist, ob es gute oder schlechte Werbung ist – Hauptsache sie erzielt Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist die Währung und wesentliche Voraussetzung in den Medien und der Kommunikationswelt für den geschäftlichen und persönlichen Erfolg – kurz: „Attention-Economy“.</p><blockquote><p>„There’s no such thing as bad publicity, as long as they spell your name right”</p></blockquote><p>Kluges Praxiswissen vom amerikanischen Showman und Zirkusbesitzer P. T. Barnum (1810-1891).</p><p>Mit einem Sachbuch als „Aufhänger“ ist eine klare einheitliche Imagebildung für euch als Autorin, Coach, Seminartrainer oder Expertin viel besser möglich als ohne. Ihr habt <strong>mit Buch</strong> eine langfristige Wirkung, konzentrierte Aufmerksamkeitslenkung, ein einheitliches Bild in der Öffentlichkeit, eine strukturierte Pressearbeit (Interviews, Buchbesprechungen), eine strategische Positionierung und könnt das alles wunderbar mit weiteren Aktionen und Events verbinden. Zum diesem Thema kann ich euch noch mehr erzählen aber dazu dann später eine vertiefenden Artikel…</p><p> </p><p><strong>5.     Helikopterperspektive: Neue Impulse &amp; Weiterentwicklung beim Schreiben</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676/uploads/images/qpvz2lancy/shutterstock_267163808.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Ein ganz wichtiger und geschätzter Aspekt beim Sachbuch für mich tritt erst im Verlauf des Schreibprozesses auf. Durch das Studium der Literatur, das Anlegen von Archiven dazu und die Recherche zum aktuellen Sachstand in der Fachwelt „durchsteige“ ich mein Thema irgendwann in seiner Komplexität viel besser. <br/>Ich entwickle dann nach und nach einen „Adlerblick“ über die ganze Materie. Mein ganzer Umgang mit dem Thema wird viel souveräner durch das angeeignete umfangreiche Hintergrundwissen, welches sich über mehrere Monate, oft fast ein Jahr ansammelt. Nur so kann ich meine eigenen neuen Gedanken oder ein schlüssiges Fazit hinzufügen. <br/>Eine Expertin im Fachthema oder ein Selbständiger mit viel Berufserfahrung werden vom Schreibprozess sehr profitieren, weil das eigene Fach- oder Methodenwissen noch einmal komplett durchdacht, besser strukturiert und damit verständlicher vermittelt werden kann. <br/>Oft werden bei mir erst aus dieser „Helikopter-Perspektive“ <strong>völlig neue Schlüsselbegriffe und Kernsätze </strong>entwickelt. Und ich lerne dabei im Austausch mit dem Sachbuchlektorat meiner Verlage, worauf es dem Leser, der Leserin bei meinem Thema im Wesentlichen ankommt. <br/>Ein spannender und sehr kreativer Prozess!</p><p></p><p><strong>6.     Die Freude, eine Autorin zu sein</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676/uploads/images/jglghdwwuu/Probe12_Thiele_Lange_Wehner.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Mit Kathrin Lange bei der &quot;Probe 12-Lesung&quot; im Roten Saal in Braunschweig"/><p>Sind wir doch mal ganz ehrlich. Neben dem ganzen rationalen Gründen und dem Nutzen, welches es uns bringt, ist es doch auch eine große Freude, ein Autorinnenleben zu führen. <br/>Bei mir ist das sozusagen auch die „Kür“ zum Job. Als Autorin arbeite ich selbstbestimmt an Themen, die mir am Herzen liegen und kann völlig frei gestalten, wie ich es für mein Publikum aufbereiten möchte. <br/>Das positive Feedback per Emails oder in persönlichen Gesprächen nach Lesungen, Signieraktionen oder Impulsvorträgen und die vielen Fragen und interessierten Diskussionen im Publikum machen mir richtig gute Laune. <br/><strong>Das ist mein Treibstoff, um weiter dranzubleiben!</strong></p><p>Und nicht zu vergessen, das großartige Gefühl, wenn ich das erste Exemplar eines neuen Buches auspacke – nach den Monaten des Planens, Schreibens und Lektorats :-)!</p><p></p><p><strong>Woran arbeitet ihr gerade? Schreibt mir sehr gerne!</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676/uploads/images/dgvhpdhc6i/shutterstock_556370818.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Mich interessiert nun natürlich ganz brennend, an welchen Sachbuch-Projekten ihr dran seid und vor welchen Problemen ihr steht? <br/><br/>Oder vielleicht seid ihr auch noch ganz verwirrt und unschlüssig, wie es mit euren wilden Materialsammlungen starten könnte und ob euer Thema überhaupt zu einem Sachbuch taugt. <br/><br/>Dann schreibt mir auch sehr gerne …ich arrangiere wie gesagt für euch auch ein virtuelles Community-Treffen, wo wir uns wunderbar dazu austauschen können. <br/><strong>Anmeldung zum Kick-off </strong>bitte einfach unter <a href="https://steadyhq.com/de/thieles-mikrobenzirkus/posts/76ee2ee0-07de-4cc0-85fa-5635080d8676#comments">susanne_thiele@gmx.de</a>, dann kann ich bei eine Terminfindung besser planen.</p><hr aria-hidden="true"/><p><strong>Beim nächsten Mal?</strong></p><p>Im nächsten Artikel geht es zu eurer besseren Orientierung darum, <strong>wie sich Sachbücher, Fachbücher oder Ratgeber überhaupt unterscheiden</strong> und welche Leserschaft ihr damit ansprecht. Habt ihr schon Fragen dazu – dann immer her damit!<br/><br/>Ich freue mich über sehr auf eure Nachrichten.</p><p><strong><br/>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a></p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Grüße aus der Schreibwerkstatt</p><p>Eure Susanne (Thiele)</p><p></p><h2></h2>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/6e4b4d03-f6b7-4d51-9eda-8c6576d5ff6a/teaser_image/1705069134?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 14:19:17 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[Zur Sache, Experten und Expertinnen!]]></title>
      <description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser,ich starte hier auf Steady zusätzlich zu meiner Mikrobenzirkus-Kolumne als Autorin mit einem neuen Projekt...]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p><p>ich starte hier auf Steady zusätzlich zu meiner Mikrobenzirkus-Kolumne als Autorin mit einem neuen Projekt - dem Newsletter „<strong>Let me edutain you!“ – Schritt für Schritt zum eigenen Sachbuch.</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/3268cf08-a9ef-45da-b07a-eb375522faf4/uploads/images/jwud63q6bo/Let%20me%20entertain%20you_Banner.png?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/><strong>Worum geht es hier?</strong></p><p>Mit dem neuen Angebot „<strong>Let me edutain you!“ </strong>wende ich mich an alle angehenden Autorinnen und Autoren, alle Schreibbegeisterten unter euch, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Sachbuch oder einen Ratgeber zu schreiben. An alle, die ihr Wissen über ein berufliches oder privates Herzensthema nicht nur (wie viele) als wertvolles Content Marketing über Social Media oder einen Blog verbreiten - sondern mit einem gut konzipierten Buch publizieren möchten. <br/><br/>Die Königsdisziplin!<br/><br/>Und gerade am Anfang sieht man leider den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht! Das ging mir vor Jahren auch so ;-) ...</p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9a7a5b97-03d0-42fc-9ac5-81352f5844e2/uploads/images/myofydspc7/WAld%20KLein_Shutterstock.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>Hier kann ich mit Tipps und Tricks aus meiner eigenen Sachbuchwerkstatt helfen: Mit einer Schritt für Schritt-Anleitung im Newsletter, gespickt mit viel Erfahrung aus meiner eigenen Praxis zum Schreiben und Veröffentlichen von Sachbüchern.</p><p>Wenn ihr also das „Let me edutain you!“ - Banner seht, wird es zukünftig darum gehen, wie man erstens ein Sachbuch oder einen Ratgeber gut plant und zweitens auch zeitsparend arbeiten kann. <br/><br/>Wie man ein unwiderstehliches Thema findet? Wie man ein Konzept schreibt! Ihr solltet euch darüber klarwerden, welchen Nutzen ihr LeserInnen bringen wollt. Wir werden über den möglichen Erfolg eines Sachbuchs reden und auch darüber, ob es sich überhaupt finanziell lohnt…<br/><br/>Und dann last, not least geht es natürlich auch ums Schreiben und Dranbleiben. Sachbuchschreiben ist Langstrecke, ein Marathon – und da gilt es, sich seine Ressourcen einzuteilen - sowohl für die Recherche und für das Kapitel schrubben.</p><p> </p><p><strong>Schwitz! Anfangen und dranbleiben als angehende Sachbuch-AutorIn?</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9a7a5b97-03d0-42fc-9ac5-81352f5844e2/uploads/images/vd6lhkmxsf/IMG_9705.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p><br/>Die Idee ein Buch zu schreiben haben ja viele. Es gelingt aber nur wenigen diese Idee wirklich als „PS auf die Straße“ zu bringen. Es ist sehr schwierig, ein Buch so nebenbei zu schreiben, da kann ich aus meinem eigenen Schreiballtag Lieder singen. <br/><br/>Meine Sachbücher „Sex macht Spaß aber viel Mühe“ (Orell Füssli), „Warum wir es tun, wie wir es tun“ (Dumont) „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke (HEYNE) und auch die Science-Thriller-Reihe „Probe 12“ und „TOXIN“ (Lübbe) mit Kathrin Lange sind alle neben einem Vollzeitjob als Mikrobiologin, Wissenschaftsjournalistin und Pressesprecherin in Forschungszentren entstanden. <br/><br/>Das Bücherschreiben hat sich sozusagen den Platz in einem schon sehr vollgepackten Arbeitsalltag erkämpft. Nicht zu vergessen, die Zeit für die Familie mit zwei Kindern, Freunden, den Garten und einfach mal faul sein und einen spannenden Roman lesen, anstatt der vielen Stapel Publikationen und Fachliteratur. <br/><br/>Das ist übriges ganz typisch für die meisten Sachbuchautoren und -autorinnen: wir leben gewöhnlich nicht hauptberuflich vom Bücherschreiben, wir haben bereits einen guten Job – eben den, aus dem wir unsere Themen ziehen, über die wir schreiben. Das ist zwar oft sehr herausfordernd mit vielen diversen Baustellen – aber es funktioniert mit etwas Organisation!</p><p><br/><strong>Was muss ich mitbringen, um ein Sachbuch zu schreiben?</strong></p><p>Ihr braucht, um als Sachbuchautor und -autorin erfolgreich zu sein vor allem drei Dinge:</p><ol><li><p>Glaubwürdigkeit und Authentizität,</p></li><li><p>Wissen und Erfahrungen auf einem bestimmten Gebiet</p></li><li><p>und die handwerkliche Fähigkeit, dieses Know-how publikumsgerecht aufzubereiten.</p></li></ol><p>Das alles könnt ihr mit einem unterhaltenden Sachbuch perfekt unter Beweis stellen oder eben (falls das Handwerkszeug fehlt) hier noch etwas dazu lernen, wenn ihr noch unsicher seid, ob es etwas für euch ist…</p><p> </p><p><strong>Apropos Edutainment – was ist das eigentlich genau?</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/9a7a5b97-03d0-42fc-9ac5-81352f5844e2/uploads/images/u7yxryhayh/Edutainment%20_shutterstock_2201862791.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt=""/><p>„Let me edutain you!“ – im Titel des Newsletters steckt das Kofferwort <strong>„Edutainment“</strong> namensgebend drin – die Kombination aus den englischen Wörtern <em>education </em>(Bildung) und <em>entertainment</em> (Unterhaltung). <br/><br/>Mein Schreibmotto...im Beruf und als Freizeit-Autorin<br/><br/>Edutainment bedeutet eingedeutscht „unterhaltsames, spielerisches Lernen“. Und nach über 20 Jahren in der Wissenschaftskommunikation, einigen Sachbüchern und zwei Science-Thrillern kann ich sagen, diese Methode funktioniert wunderbar in der Vermittlung von komplizierten Sachverhalten. <br/><br/>Lasst uns unser Lesepublikum gut unterhalten und ihm dabei beiläufig eine gehörige Portion spannendes und aktuelles Wissen mitgeben! <br/><br/>So macht Lernen viel mehr Spaß! Lesen und sich dabei „aufschlauen“ lassen!</p><p>Seid ihr dabei?</p><p> </p><p><strong>Beim nächsten Mal?</strong></p><p>Im nächsten Artikel geht es darum, <strong>warum es sich überhaupt lohnt, ein Sachbuch zu schreiben</strong>. Über das eigene <strong>„Warum“</strong> solltet ihr euch sehr früh Gedanken machen...</p><p> </p><p><strong>Schreibt mir!</strong></p><p>Ich bin natürlich sehr gespannt, welche Wünsche oder Anregungen ihr für mich habt! Welche Themen interessieren euch besonders? <br/><br/>Ich freue mich über sehr auf eure Nachrichten.</p><p></p><p><strong>Newsletter weiterempfehlen</strong></p><p>PS: Ich freue mich, wenn euch dieser Newsletter zusagt. Empfehlt ihn sehr gerne weiter über diesen <a href="https://steadyhq.com/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Link zur Anmeldung</a>.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Herzliche Grüße aus der Sachbuchwerkstatt</p><p>Eure Susanne (Thiele)</p><p></p><h2></h2>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/3268cf08-a9ef-45da-b07a-eb375522faf4/teaser_image/1705068304?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 14:09:47 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title><![CDATA[Herzlich Willkommen!]]></title>
      <description><![CDATA[mein Name ist Susanne Thiele! Bevor wir uns hier in den Tiefen der Sachbuch-Werkstatt und guter Wissenschaftskommunikation tiefer vergraben, möchte ich mich als euer…]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h1>Herzlich willkommen,</h1><p>mein Name ist Susanne Thiele! <br/><br/>Bevor wir uns hier in den Tiefen der Sachbuch-Werkstatt und guter Wissenschaftskommunikation tiefer vergraben, möchte ich mich als euer Tour-Guide noch etwas näher vorstellen. Vertrauensbildende Maßnahmen sozusagen :-).</p><p>Also, Susanne - von Hause aus Biologin – im speziellen Mikrobiologin und für &quot;die ganz Kleinen&quot; zuständig: Viren, Bakterien, Pilze (eher die ohne Hut). <br/>Schön, dass ihr wieder hier seid! Nehmt Platz, schnappt euch eine Tasse Tee oder Kaffee und ich erzähle euch etwas darüber, wie ich zur Biologie und zur Wissenschaftskommunikation kam.</p><p>Ich bin sehr naturverbunden aufgewachsen mit großem Obstgarten in einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt. Das war meine erste Experimentierwiese zum Beobachten und Hinterfragen, wie alles zusammenhängt. Daher kam ein anderes Studium als die Biologie gar nicht in Frage. Nach einigen Jahren in der Forschung wurde mir klar, dass es nicht ein Leben als Wissenschaftlerin, welches bei mir die großen Begeisterungsstürme auslöst. Deshalb schnupperte ich mit ersten Jobs in die Life-Science-Industrie ins Marketing und landete schnell in der Wissenschaftskommunikation. Komplizierte Sachverhalte verständlich erklären .</p><p><strong>„Bakterien-Dompteurin“</strong></p><img src="https://assets.steadyhq.com/production/post/b3c0b345-ce93-452e-b04e-5911d588f12d/uploads/images/mzx5qcpwjc/Portr%C3%A4t_Mikrobendiversitaet_Thiele_Leffler_Meier.jpg?auto=compress&amp;w=800&amp;fit=max&amp;dpr=2&amp;fm=webp" alt="Fotocollage: Verena Meier/Dirk Leffler"/><p>Mein Thema ist es vor allem, etwas gegen das schlechte Image von Bakterien, Viren und Pilzen zu unternehmen. Nachdem ich einige Jahre Pressesprecherin für das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche-Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen war, startete ich 2014 den Blog „<a href="https://mikrobenzirkus.com/">Mikrobenzirkus</a>“. Ich war ganz fasziniert von der unglaublichen Artenvielfalt und den Stoffwechselleistungen, die es unter Mikroorganismen gibt. Uran, Arsen, Plastik – nichts ist unverwertbar als Futterquelle. Dabei produzieren sie noch Gold und Wirkstoffe für Medikamente. Grund genug, begeistert von ihnen zu sein.<br/>In der Realität ist das normalerweise etwas anders: In der Öffentlichkeit haben Bakterien und Viren ein unglaublich schlechtes Image. Sie erzeugen Angst und Ekel, werden meist nur als Krankheitserreger wahrgenommen. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, die ich mir auf die Fahnen geschrieben habe. Dazu kommt, dass die nano- und mikrometergroßen Organismen mit bloßem Auge überhaupt nicht zu sehen sind – damit schwer vorstellbar sind. Dagegen helfen aber sehr gute Aufnahmen von Licht-oder Elektronenmikroskopen.<br/>Meine Kollegen in der PR-Branche nennen mich scherzhaft die Pressesprecherin mit dem „Faible für Mikroben“ oder auch Bakterien-Dompteurin“ – damit kann ich sehr gut leben. <br/>2015 wechselte ich an das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Infektionsforschung war lange ein etwas unterschätztes Thema, was uns aber alle angeht. Spätestens bei COVID-19 haben dies auch die Letzten gemerkt. <br/>Eine irre Zeit! Ich hatte zwei Jahre alle Hände voll zu tun in der Pressestelle mit guter Wissenschaftskommunikation gegen Fake News in der Corona-Pandemie dank unserer Experten und Expertinnen am Zentrum.</p><p><strong>Bücher schreiben als Freizeitautorin</strong></p><p>Für den <a href="https://mikrobenzirkus.com/">Mikrobenzirkus-Blog</a> hatte ich sehr viel zu aktuellen Studien über Mikroorganismen in unserer nächsten Umgebung recherchiert – als Mitbewohner in unseren Häusern, Wohnungen und ihre Auswirkungen auf unser Mikrobiom. Daraus entstand eine Idee für ein humorvolles Sachbuch <a href="https://susanne-thiele.de/unterseite-zu-risiken-und-nebenwirkungen-fragen-sie-ihre-tuerklinke/">„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Türklinke“</a>, welches 2019 bei Heyne erschien.</p><p>2021 bin ich dann unter die Science-Thriller-Autorinnen gegangen mit meiner Autorenkollegin Kathrin Lange. Zusammen haben wir <a href="https://www.probe12.de/">„PROBE 12“ </a>(Bastei-Lübbe) geschrieben, eine spannende Jagd nach einem Medikament gegen multiresistente Keime und über eine innovative Phagentherapie. Der Thriller wurde als Wissensbuch 2022 nominiert und hat es bis in die <a href="https://shop.zeit.de/zeit-editionen/buch-editionen/8000/zeit-edition-wissenschafts-thriller?number=44355&amp;wt_zmc=sea.ext.zedition.google.17559885564..shopping..44355&amp;gclid=CjwKCAjw04yjBhApEiwAJcvNoU43mNkIR_sAAKCtqrv0cBoxr4CiSmtyQAAbZ86lMAEXx_muBWXB-xoCZP0QAvD_BwE">ZEIT Edition Wissenschaftsthriller</a> geschafft. <br/>Der Nachfolgers <a href="https://www.luebbe.de/luebbe-belletristik/buecher/thriller/toxin/id_9117903">„TOXIN“</a> kam am 28.7. in den Buchhandel. Diesmal geht es um alte Seuchen aus tauendem Permafrost – ein Ökotriller also, der auch andere wissenschaftliche Themen streift – Dual Use in der Forschung, Biowaffen, Fake News in wissenschaftlichen Studien (Predatory Journals). <br/>Ihr könnt auch hier ab und zu etwas von den wissenschaftlichen Hintergründen der Bücher hören und zu Tipps, wie man als Wissenschaftler:in am besten ein Sach-oder Expertenbuch schreibt und veröffentlicht.</p><p></p><p><strong>Ein paar Fun Facts über mich:</strong></p><p>1.      Ich wollte als Kind zuerst Archäologin werden. Ich hatte schon eine beachtliche Sammlung von Knochen und Schnurkeramik-Scherben ausgegraben. Das Saaletal war Siedlungsgebiet!</p><p>2.      Ich bin ein „früher Vogel“ und stehe ca. um 5:30 Uhr auf und arbeite an meinen Texten für Bücher, Essays oder Newsletter.</p><p>3.      Ich bin leider ein Bücher-Junkie: ich habe nicht nur Stapel ungelesener Bücher (SuB), sondern Regale davon. Aber die kommen alle noch dran – ich brauche nur die Zeit dazu :-).</p><p>4.      Ich habe keinen Hygiene- oder Putzfimmel im Haushalt. Wahrscheinlich hat man als Mikrobiologin ein eher entspanntes Verhältnis zu Keimen ;-)…</p><p>5.      Was bringt mich auf die Palme? Ignoranz und Unehrlichkeit – und langsame Autofahrer :-)</p><p>6.      Meine Leibspeisen sind dänische Lakritze und Crème brûlée. Die fördern aber keine guten Darmbakterien, die stehen eher auf Ballaststoffe und viel Gemüse.</p><p>7.      Ich bin Fermentista – so nennt man die Menschen, die sich ihr Essen mit Mikroben veredeln.</p><p>8.      Ich schreibe meine Bücher im Sommer im Gartenhaus. Wie im Urlaub kann ich euch sagen - mit Vögelgezwitscher, summenden Bienen und Igeln um mich herum!</p><p>Hinterlasst mir sehr gern einen Kommentar, über welche Themen ihr zuerst hier im Newsletter etwas mehr lesen möchtet. Ich bin gespannt!</p><hr aria-hidden="true"/><p>P.S. Wenn euch der Newsletter gefällt, empfehlt ihn sehr gern in eurer Schreibcommunity weiter mit dem Link zur Anmeldung.</p><p><a href="https://steady.page/de/let-me-edutain-you/newsletter/sign_up">Newsletter abonnieren</a></p><p>Vielen Dank</p><p>Eure Susanne Thiele</p><p><br/></p><p></p><h2></h2>]]></content:encoded>
      <media:content type="image/jpeg" url="https://assets.steadyhq.com/production/post/b3c0b345-ce93-452e-b04e-5911d588f12d/uploads/images/mzx5qcpwjc/Portr%C3%A4t_Mikrobendiversitaet_Thiele_Leffler_Meier.jpg?auto=format&amp;h=787&amp;w=1400&amp;fit=fill&amp;fm=jpg&amp;crop=faces" medium="image"/>
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      <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 13:48:06 +0000</pubDate>
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