
Heute schreiben dir: Theresa Leisgang und das Newsletter-Team

Liebes Netzwerk,
2025 hat gezeigt: Die Klimakrise wird immer weiter verdrängt, auch aus den Schlagzeilen. Gleichzeitig machen viele Kolleg*innen gegen alle Widerstände großartigen Journalismus. Mit dem Deutschen Preis für Klimajournalismus (Öffnet in neuem Fenster) stärken wir genau diejenigen, die dranbleiben: euch.
Gerade steht auf der Kippe, ob wir den Preis auch 2026 verleihen können. Fast 10.000 Euro haben wir schon eingesammelt, das ist super – aber leider nur ein Teil der Summe, die wir brauchen, um so ein reichweitenstarkes Projekt zu wuppen. Nur gemeinsam können wir es schaffen, dass im neuen Jahr mehr Klima im Journalismus landet. Deswegen laden wir zu einem letzten großen Netzwerk-Event in diesem Jahr ein:
Die Neurowissenschaftlerin und Bestseller-Autorin Maren Urner wird eine kurze Keynote halten und wir blicken auf die Klima-Debatten des Jahres zurück, mit Jürgen Döschner aus dem Netzwerk und Preisträger*innen von ZDF Frontal und Mannheimer Morgen. Danach gucken wir aufs Spendenbarometer – leitet die Einladung gern an interessierte Kolleg*innen, Freund*innen und Familie weiterleiten!
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit allen, denen eine kritisch-konstruktive Klimadebatte am Herzen liegt.
Am 8. Dezember zur Primetime um 20.15 Uhr auf Zoom (Öffnet in neuem Fenster):
Meeting-ID: 668 4076 6035
Kenncode: 969682
(Öffnet in neuem Fenster)Um die Sache zu unterstützen, hilf uns, die Gala sichtbar zu machen: Danke fürs Teilen auf LinkedIn (Öffnet in neuem Fenster) oder Instagram (Öffnet in neuem Fenster)!

Du kannst nicht teilnehmen, möchtest aber trotzdem spenden?
Hier entlang (Öffnet in neuem Fenster) für mehr Klima im Journalismus! Alle Spenden an unseren gemeinnützigen Verein sind steuerlich absetzbar:
🔥 Netzwerk News
Erschöpfung im Journalismus: Treffen der AG KonKlima ❤️🩹
Immer öfter spüren wir – bei Kolleg*innen und uns selbst – Momente der Überforderung und Erschöpfung. Individuelles Burnout und das des Planeten scheinen Hand in Hand zu gehen. Fühlst du dich auch manchmal überfordert? Am 16. Dezember um 12 Uhr trifft sich die AG KonKlima (Öffnet in neuem Fenster) online, um sich darüber auszutauschen. Auch darüber, welche Unterstützung es braucht und wie die Arbeit im konstruktiven Klimajournalismus im kommenden Jahr gestärkt werden kann, ohne dass Journalist*innen dabei ausbrennen.
Wer dabei sein möchte, kann einfach per Zoom dazukommen (Öffnet in neuem Fenster). Und wer in der AG für konstruktive Klimaberichterstattung aktiv werden möchte, meldet sich gern bei Désiree Schneider unter desiree@perspective-daily.de (Öffnet in neuem Fenster).
Meeting-ID: 862 5644 4405
Kenncode: 837663
Anfang 2026: Neues Angebot für kollegialen Austausch 🤝
Journalist*innen, die zu Klima- und Zukunftsthemen arbeiten, sind manchmal hohen emotionalen Belastungen ausgesetzt – von Ohnmacht über Wut bis hin zu Hoffnungslosigkeit. Damit wir damit nicht allein bleiben, bieten wir im Netzwerk Klimajournalismus ab kommendem Jahr regelmäßigen kollegialen Austausch an und einen Überblick über hilfreiche Ressourcen zur eigenen Arbeit mit den Themen. Mehr erfahrt ihr in unserem Newsletter im Januar oder auf LinkedIn (Öffnet in neuem Fenster) und Instagram (Öffnet in neuem Fenster).
💡 Klimajournalismus: Unsere aktuellen Empfehlungen
In unserem Netzwerk-Slack sammeln wir aktuelle Recherchen und Empfehlungen aller Mitglieder. Einmal im Monat stellen wir hier im Newsletter eine Auswahl vor, gemeinsam mit persönlichen Fundstücken.
“Tagesspiegel Background”: Ist Schnieders Autobahn-Liste eine Luftnummer?
Wenn es nach CDU-Verkehrsminister Patrick Schnieder geht, sollen in Deutschland bald mehrere Autobahnen neu- und ausgebaut werden. Ob das allerdings so umgesetzt wird, ist fraglich, hat unser Kollege Paul Meerkamp herausgefunden. Laut den Recherchen dürften mehrere Projekte auf der Liste an Kostensteigerungen und zu geringem Nutzen scheitern. Welche genau, hat er ausführlich für “Tagesspiegel Background (Öffnet in neuem Fenster)” (€) aufgeschrieben.
DLF: Klimafaktor Antarktis – Warnzeichen vom Ende der Welt
In der Antarktis kippt gerade das Gleichgewicht: Das Eis schmilzt, das Meer erwärmt sich und die Dynamik eines gesamten Kontinents verändert sich rasant. Für die DLF-Sendung “Wissenschaft im Brennpunkt” (Öffnet in neuem Fenster) nimmt unser Kollege Philipp Lemmerich die Hörer*innen mit auf die Reise an einen Ort, an dem deutlich wird, wie fragil unser Klima ist. Gemeinsam mit spannenden Gesprächspartnern zeigt er auf, welche dramatischen Folgen selbst kleinste Veränderungen haben könnten und dass die Zeit drängt. Absolute Hörempfehlung für alle, die es lieben, ein Thema in aller Tiefe zu ergründen.
Thriller “Verschollen” und begleitende Doku
Wie dunkle Machenschaften unter dem Deckmantel des Klimaschutzes unterhaltsam und gleichzeitig informativ aufbereitet werden können, hat vor einigen Wochen der Spielfilm “Verschollen” mit Axel Milberg (Öffnet in neuem Fenster) gezeigt. Der Thriller spielt in Brasilien, es geht um schmutzige Geschäfte mit Klimazertifikaten, Gewalt, Korruption und eine Vater-Sohn-Beziehung: eine perfekte Mischung für einen gelungenen Krimi-Abend! Den Film ergänzt die sehr sehenswerten Dokumentation “Verschollen - Schmutzige Geschäfte mit dem Klimaschutz” (Öffnet in neuem Fenster). Darin deckt der investigative Filmemacher Daniel Harrich auf, wie Firmen bei der Aufforstung in Brasilien Greenwashing mit Klimazertifikaten betreiben und dabei Menschenrechte massiv verletzt werden. Beide Filme gibt es in der ARD-Mediathek.
The New York Times: Wie das Recycling von Blei-Batterien Menschen vergiftet
Die Autoindustrie vermarktet das Recycling von Bleibatterien als sauber und umweltfreundlich. Recherchen von The Examination (Öffnet in neuem Fenster) und der New York Times (Öffnet in neuem Fenster) (€) in Nigerias Hochburg für Blei-Recycling zeigen jedoch ein anderes Bild: In Ogijo fällt giftiger Bleistaub auf Häuser, Schulen und Felder. Bluttests von 70 Anwohner*innen zeigten teils extrem hohe Bleiwerte und die Konzentrationen in Staub- und Bodenproben lagen bis zu 186 Mal über dem als gefährlich geltenden Wert. Das aus diesen Fabriken stammende Blei wird in Autobatterien verarbeitet, die unter anderem in Fahrzeugen von Ford, GM und Tesla eingesetzt werden.
YouTube-Doku: “Wem gehört das Wasser?”
Was geschieht, wenn Trinkwasser zum Privatgut wird? Unser Netzwerk-Kollege Fabian Kulle ist nach Chile in die Region Petorca gereist, die sehr trocken und gleichzeitig für ihren großflächigen Avocado-Anbau bekannt ist. Sein Film “Wem gehört das Wasser?” beleuchtet die Ungleichheiten, die durch die neoliberale Umweltgesetzgebung des Landes verursacht werden. Er fragt nach den Ursachen für die Trockenheit und sucht Lösungen für eine nachhaltigere Wasserverteilung. Ein spannendes Projekt in Eigenregie – zu finden auf YouTube. (Öffnet in neuem Fenster)
🗓️ Wichtige Termine im November
Was passiert im Dezember rund um Klima, Umwelt und Energie? Wir empfehlen spannende Termine für die Berichterstattung. Ihr habt Tipps? Schreibt uns unter netzwerk@klimajournalismus.de (Öffnet in neuem Fenster).
4. Dezember: Treffen der EU-Verkehrsminister*innen in Brüssel (Öffnet in neuem Fenster). Das Treffen soll klären, wie die überarbeitete Richtlinie den freien Warenverkehr stärkt, Investitionen in emissionsfreie Technologien fördert und eine wirksame, einheitliche Durchsetzung der Regeln sicherstellt
5. Dezember: Ende der globalen Naturschutzkonferenz CITES COP20 (Öffnet in neuem Fenster), die am 25. November in Usbekistan begonnen hat und auf der neue Regeln für den Handel mit bedrohten Arten verhandelt werden
5. Dezember: Öffentliche Zeugenvernehmung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Klimaschutzstiftung (Nord Stream) mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Schwerin (Öffnet in neuem Fenster)
8. und 9. Dezember: “Erbe erhalten, Zukunft sichern – Neue Wege der Klimaanpassung”: 2-tägige Konferenz der DBU (Öffnet in neuem Fenster) zu Klimaanpassung im Bereich kulturelles Erbe
9. Dezember: Salon des Club of Rome: “Building the City of the Future” (Registrierung notwendig (Öffnet in neuem Fenster))
10. Dezember: “10 years after the Paris Agreement: from Commitment to Action”: Die Französische Botschaft, Climate Analytics und Helmholtz KLIMA laden anlässlich des Jahrestages des Pariser Klimaabkommens zu einer Paneldiskussion in Berlin (Öffnet in neuem Fenster) (Anmeldung notwendig, unter: dialog@helmholtz-klima.de (Öffnet in neuem Fenster))
12. Dezember: Bundesländerkonferenz Föderale Energiewende der Agentur für Erneuerbare Energien zu “Standortfragen neuer Energiewendetechnologien. Wo sollen die neuen Rechenzentren und Elektrolyseure entstehen?” (Online, Anmeldung erforderlich (Öffnet in neuem Fenster))
📢 Jobs, Stipendien und Ressourcen
Noch heute zuschalten: Climate.Table Live Briefing (Öffnet in neuem Fenster) – Global Mutirão vs. Geopolitical Crisis? Expert thoughts on COP30: Expert*innen diskutieren über die Ergebnisse der COP und wie es weitergehen könnte.
Table.Media (Öffnet in neuem Fenster) sucht eine*n Redakteur*in für den Climate.Table in Berlin. Die Stelle startet am 1. April 2026 und ist auf sechs Monate befristet. Mehr Infos findet ihr hier (Öffnet in neuem Fenster).
Der Evangelische Pressedienst (epd) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Redakteur*in mit dem Schwerpunkt Entwicklungs- und Klimapolitik. Ihr könnt euch bis zum 19. Dezember 2025 bewerben. Mehr Infos findet ihr hier (Öffnet in neuem Fenster).
Die nächste Climate Arena Conference wird gemeinsam mit der Dataharvest Conference (Öffnet in neuem Fenster) in Mechelen in Belgien stattfinden, vom 28. bis 31. Mai 2026. Der Fokus der Dataharvest Conference liegt auf Daten- und Investigativ-Journalismus, Vorschläge und Pitches können bis zum 18. Januar 2026 eingereicht werden. Tickets gibt es ab sofort (Öffnet in neuem Fenster).
Bis zum 4. Januar könnt ihr euch auf das European Collaborative Journalism Programme (ECJP) (Öffnet in neuem Fenster) der Arena for Journalism in Europe und der Alfred Toepfer Stiftung bewerben. Gefördert werden 16 Journalist*innen aus den Ländern des Europarats, die bei zwei gemeinsamen Treffen investigative Projekte erarbeiten.
Bis zum 8. Januar 2026 könnt ihr euch auf eine Förderung des European Journalism Centre bewerben. Die Official Development Assistance (ODA) Germany Grants (Öffnet in neuem Fenster) unterstützen deutsche Medienschaffende, die Geschichten über deutsche Entwicklungshilfe erzählen möchten.
Bis 22. Januar 2026 könnt ihr beim Journalism Fund Europe (Öffnet in neuem Fenster) Förderung beantragen, um Umweltjournalist*innen im Bereich Investigatives weiterzubilden oder zu unterstützen.
Bis 31. Januar 2026 könnt ihr euch auf den Preis “Grüne Reportage” des Verbands Deutscher Agrarjournalisten e. V. (Öffnet in neuem Fenster) bewerben. Ausgezeichnet werden die besten journalistischen Beiträge zu landwirtschaftlichen Themen.
Für alle, die investigativ unterwegs sind: Im Resource Center (Öffnet in neuem Fenster) des Global Investigative Journalism Network (GIJN) findet ihr Leitfäden zu investigativen Klima-Recherchen.
Die Ergebnisse des PACE-Klimaschutzmonitors (Öffnet in neuem Fenster) für November 2025 sind da und zeigen u.a. eine leicht rückläufige politische Handlungsbereitschaft. Das Engagement der aktuellen Regierung in Sachen Klimaschutz wird demnach als geringer eingeschätzt als bei der Ampelkoalition, gleichzeitig bleibt der Wunsch nach mehr Klimaschutz durch Parteien und Regierung bei den Befragten hoch.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. hat in Kooperation mit der WEtell GmbH das sogenannte “Sondervermögen-Tracking” (Öffnet in neuem Fenster) erstellt. Ziel ist es, die Übersicht über die tatsächliche Klimawirkung öffentlicher Investitionen zu erhöhen. Außerdem soll eine Debatte über die Wirksamkeit beider Finanzierungsinstrumente ermöglicht werden.
Laufend: Mit dem Ocean and Fisheries Reporting Grant unterstützt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung über die Ozeane und Fischerei in folgenden Schlüsselregionen: Globaler Süden, Australien, Neuseeland, Pazifik, Ost-, Süd- und Nordafrika, Naher Osten und dem Nahen Osten. Hier geht’s zur Bewerbung (Öffnet in neuem Fenster).
Laufend: Mit dem Work/Environment Reporting Grant unterstützt das Pulitzer Center journalistische Berichterstattung über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bereich Arbeit und die Arbeitenden selbst. Besonderer Fokus liegt auf folgenden Schlüsselregionen: Südostasien, Europa, Afrika und Südamerika. Hier geht’s zur Bewerbung (Öffnet in neuem Fenster).
Danke für eure Arbeit und Unterstützung.
Kommt gut ins neue Jahr!
Jana, Josephine, Linda, Leoni, Sara & Theresa
P.S.: Wenn du am Montag nicht zum Jahresrückblick mit Fundraising-Gala kommen kannst, unsere Arbeit aber trotzdem unterstützen willst: Hier entlang (Öffnet in neuem Fenster)!
P.P.S.: Unsere Arbeit wäre nicht möglich ohne das Engagement von so vielen klugen Köpfen im Kernteam … und was für ein Team wir dieses Jahr hatten! Danke für euren Einsatz, Leonie Sontheimer, Paul Meerkamp, Theresa Leisgang, David Schmidt, Tine Heni, Jürgen Döschner, Aline Pabst, Lisa Kuner, Vinzenz Kremer, Céline Weimar-Dittmar, Leoni Bender, Katharina Mau, Sara Schurmann, Kristin Langen, Linda Rammes, Gerald Perschke, Samira El Hattab, Felix Prudhomme. Und danke auch an alle, die im Herbst neu dazugekommen sind: Frida Walter, Marie-Luise Braun, Maxi Arnhold, Inga Mücke, Josephine Andreoli, Lena Maurer, Linda Tonn, Jana Rogmann, Philipp Lemmerich, Susanne Maruschke, Tom Köhn, Alexandra Polič 💖
Danke für Beratung und Unterstützung unserer Angebote an Christian Stöcker, Daniel Drepper, Claudia Kemfert, Susanne Götze, Nathan Niedermeier, Stefan Schmitt, Katarina Huth, Ann-Kathrin Büüsker, Elena Matera, Philipp Dudek, Vera Rodriguez von der Akademie für Ehrenamtlichkeit, Lorenz Matzat, Judith Kösters, Heike Janßen, Annika Joeres, Barbara Junge, Veronika Rivera, Oliver Leggewie von Desert Film, Désiree Schneider, Ute Scheub & Torsten Schäfer 🤝
Ein herzliches Dankeschön auch an unsere Partner! Danke an das Netzwerk Klimajournalismus Österreich und Lukas Bayer für die tolle Kooperation bei den 5vor12-Klima-Briefings, an Netzwerk Recherche für die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Verleihung des Deutschen Preis für Klimajournalismus und alle, die den Preis 2025 ermöglicht haben: Ecosia GmbH, EWS Schönau, taz Panterstiftung, KLIMA° vor acht, Rossmann, Mission to Marsh. Danke an die Stiftungen, die uns Rückenwind geben: die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die European Climate Foundation, Patagonia, das European Journalism Centre und die Klaus-Tschira-Stiftung. Und einen besonderen Dank auch an die viele Einzelspender*innen, die unsere Arbeit mit möglich machen 🙏
Und natürlich: Danke an euch, die ihr gemeinsam mit uns das Netzwerk und die Mediendebatte belebt! Wir haben einiges vor für 2026 und freuen uns auf alles, was kommt 💪
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