Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.
In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:
🔸 Zuwanderung: Männer finden schneller Arbeit
🔸 Flugreisen: Hand-Gepäck ist oft nicht mehr gratis
🔸 Mai-Baum: Was hinter dieser Tradition steckt
Damit die Informationen auch für dich nützlich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.
Zuwanderung: Männer finden schneller Arbeit
Wie schnell finden Menschen Arbeit, die nach Österreich ziehen? Diese Frage hat der Österreichische Integrations-Fonds (Opens in a new window)(ÖIF) untersuchen lassen. Dafür wurden Daten aus den letzten zehn Jahren ausgewertet. Die Untersuchung hat der Forscher Rainer Münz gemacht.
Die Studie vergleicht drei Gruppen: EU-Bürger:innen, Menschen aus Nicht-EU-Ländern und Geflüchtete.
Besonders genau angeschaut wurden Menschen, die 2015 und 2016 in Österreich Asyl beantragt haben.

Das Ergebnis. In dieser Gruppe gibt es einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen, wenn es um Arbeit geht. Von den Männern, die 2015 und 2016 in Österreich Asyl beantragt haben, hatten nach acht bis neun Jahren 75 Prozent Arbeit. Bei den geflüchteten Frauen waren es nur 40 Prozent.
Männer. Bei Männern sei das eine gute Entwicklung, sagt Münz. Nach sechs bis sieben Jahren arbeiten geflüchtete Männer ungefähr genauso häufig wie andere zugewanderte Männer aus Ländern außerhalb der EU.
Frauen. Bei den geflüchteten Frauen sieht die Situation anders aus. Auch nach acht bis neun Jahren arbeitet die Mehrheit der Frauen aus dieser Gruppe nicht.
Besonders niedrig ist der Anteil bei Frauen aus Somalia. Von ihnen hatte nur etwa jede dritte Frau regelmäßig Arbeit. Bei Frauen aus Afghanistan waren es rund 38 Prozent, bei Frauen aus Syrien 36 Prozent. Ein ähnliches Bild gab es früher auch bei Frauen aus Tschetschenien.
Gründe. Warum arbeiten so wenige Frauen? Viele müssen sich um Kinder kümmern und sprechen auch noch nicht so gut Deutsch.
Wohnort. Die Studie zeigt auch: Es macht einen Unterschied, wo geflüchtete Menschen wohnen. In Wien fanden sie seltener Arbeit. In anderen Städten, kleineren Orten und ländlichen Regionen fanden deutlich mehr von ihnen Arbeit.
Nicht alle bleiben. Nicht alle Menschen, die nach Österreich kommen, bleiben auch für immer hier. Von den Menschen aus anderen EU-Ländern war nach drei bis vier Jahren schon etwa die Hälfte wieder aus Österreich weggezogen.
Von den Menschen, die 2015 und 2016 Asyl beantragt haben, blieb etwas mehr als die Hälfte im Land. Von den Menschen aus der Ukraine waren nach zwei Jahren noch mehr als 70 Prozent hier.
Unterstützung. Integrations-Ministerin Claudia Bauer von der ÖVP sagt: Frauen brauchen mehr Unterstützung. Wichtig sei, dass Frauen Deutsch-Kurse und Beratungen leichter besuchen können, auch wenn sie Kinder betreuen.
Hand-Gepäck ist nicht mehr gratis
Fliegen wird teurer. Denn bei der Lufthansa-Gruppe muss man künftig auch für Hand-Gepäck zahlen. Gratis sind nur noch ein kleiner Rucksack oder eine Laptop-Tasche. Die Tasche darf höchstens 40 mal 30 mal 15 Zentimeter groß sein. Wer einen kleinen Koffer mitnehmen möchte, muss künftig mindestens 15 Euro extra bezahlen.

Die Airlines. Betroffen sind alle Airlines der Lufthansa-Gruppe: Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines und einige kleinere Gesellschaften. Der neue Tarif startet ab 19. Mai 2026, zunächst auf bestimmten Strecken.
Der Grund. Die Airlines sagen: Reisende sollen mehr Auswahl haben. Der neue Tarif sei vor allem für Menschen gedacht, die nur kurz unterwegs sind, zum Beispiel für Tages- oder kurze Geschäfts-Reisen. Ein weiterer Grund sei der Krieg im Nahen Osten. Dadurch sind die Kosten für Kerosin gestiegen.
Andere Linien. Auch andere Fluglinien verlangen für größeres Hand-Gepäck extra Geld. Das gilt zum Beispiel für Ryanair, Wizz Air, easyJet, Norwegian, Air France und KLM. Nur kleine Taschen dürfen gratis mit an Bord genommen werden.
Welche Bedeutung der Mai-Baum hat
Einen Mai-Baum sieht man oft schon von Weitem. Er steht mitten im Ort, ragt hoch in den Himmel, und trägt ganz oben seine grüne Spitze. Darunter flattern an einem Kranz bunte Bänder im Wind.

Aufgestellt wird der Mai-Baum meistens am 30. April oder am 1. Mai. Vor allem am Land ist das Aufstellen ein großes Ereignis. Oft gibt es ein Fest mit Musik und Tanz.
Ursprung. Der Mai-Baum ist ein sehr alter Brauch. Seine Wurzeln reichen vermutlich in eine Zeit zurück, in der das Christentum in Mitteleuropa noch keine große Rolle spielte. Das war vor mehr als 1.000 Jahren.
Damals glaubten viele Menschen vor allem an besondere Kräfte in der Natur. Der Mai-Baum sollte Glück, Schutz und eine gute Ernte bringen. Und er war ein Zeichen dafür, dass der Winter vorbei und der Frühling da ist.

Gemeinsam aufstellen. Heute ist der Mai-Baum vor allem eine Tradition und ein Symbol für den Frühling. Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame Feiern. Für das Aufstellen des Baumes braucht es viel Kraft und viele Hände. In den meisten Orten übernehmen das junge Menschen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr. Mit langen Stangen wird der schwere Stamm langsam nach oben gedrückt.
Mai-Baum stehlen. Bevor der Mai-Baum steht, muss er bewacht werden. Denn Jugendliche aus Nachbar-Orten dürfen versuchen, ihn zu stehlen. Das gehört zum Brauch dazu.
Wer den Baum erwischt, bringt damit symbolisch das Glück ins eigene Dorf. Den gestohlenen Mai-Baum kann man wieder auslösen. Oft geht das gegen Essen, Getränke oder eine kleine Feier. Die Regeln sind aber nicht überall gleich.
Ende. Wie lange ein Mai-Baum stehen bleibt, ist je nach Region verschieden. Manche werden Ende Mai wieder umgelegt. Andere bleiben bis Pfingsten oder sogar bis in den Herbst stehen.
Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.
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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
7. Mai 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.
Liebe Grüße
Petra und Michi
Team „Österreich für dich“