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"Es sind die Nicht-Betroffenen, die Opfer sein wollen”

Chantal Bamgbala ist Trainerin für Rassismus-Kritik. Wir sprechen mit ihr darüber, was von der Black-Lives-Matter Aufbruchsstimmung geblieben ist und mit welcher Berufsgruppe sie in ihren Trainings die rassistischsten Erfahrungen macht.


Die Chefredaktion: Heute Nachmittag findet eine #BlackLivesMatter-Demonstration in Wien statt. Nach der Ermordung von George Floyd vor sechs Jahren und den weltweiten Protesten, die darauf folgten, hatte man das Gefühl, da tut sich jetzt was. Mittlerweile sprechen die Menschen aber wieder weniger über Rassismus. Ist woke tot?

Bamgbala: Die Leute sind vorsichtiger geworden mit den Dingen, die sie sagen, sie halten sich eher zurück, aber sind dadurch nicht woker geworden. Ich merke eine extreme Unsicherheit, die Leute sind bemüht, aber das ist mir zu wenig. Ich merke kaum Verbesserung in den letzten sechs Jahren und ich bin mit meinen Rassismus-Kritik-Trainings in jedem Bundesland unterwegs. Oft erlebe ich, dass die Angst, etwas Falsches zu sagen, größer geworden ist als die Bereitschaft, sich ehrlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. 

Der herausforderndste Workshop, den ich bisher erlebt habe, war mit

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